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VW e-Crafter: Lieferwagen unter Strom

Volkswagen sagt zwar, dass der e-Crafter eines der ersten rein elektrisch angetriebenen Lieferfahrzeuge sei, doch kennen wir das Konzept bereits von Mercedes-Benz, die einen kleinen LKW unter Strom setzen. Doch der e-Crafter ist ein Lieferwagen und damit für den innerstädtischen Einsatz noch besser geeignet. Mit seiner seriennahen Lösung für emissionsfreies Fahren macht er jedoch keine Kompromisse gegenüber einem herkömmlichen Crafter. So bleibt die Zuladung weiterhin bei maximal 1,7 Tonnen Ladevolumen. Wir schauen uns die Details an.

Hannover, 21.09.16 WWW.SCHEFFEN.DE e-CRAFTER  WELTPREMIERE  Dr. Eckhard SCHOLZ Vorstandsvorsitzender Volkswagen Nutzfahrzeuge,  Dr Harald LUDANEK, Entwicklungsvorstand VWN Foto:  HENNING SCHEFFEN PHOTOGRAPHY MOBIL: 01773193050 WWW.SCHEFFEN.DE info@SCHEFFEN.DE Friedrich-Engels-Str. 31 30880 Laatzen  Region Hannover / Niedersachsen / GERMANY
Einfach mal blau machen mit dem e-Crafter

Der neue VW e-Crafter will also den urbanen Lieferverkehr unsicher machen. Da passt die maximale Reichweite von etwas über 200 Km ganz gut. Interessant ist, dass das Konzept keine Behelfslösung darstellt, sondern bereits bei der Konstruktion des Crafters mit einem E-Antrieb geplant war. Dieser ist so ausgerieft, dass erste e-Crafter bereits 2017 an Kunden ausgeliefert werden.

Durch den Elektromotor soll der Charakter des Lieferwagens aber unverändert bleiben: Auch als Stromer bietet er robuste innere Werte und eine größtmögliche Nutzlast. Dementsprechend stehen auch in der E-Variante bis zu 11,3 Kubikmeter an Ladevolumen bereit. In der Variante mit Hochdach liegt die maximale Ladehöhe bei 1,96 m, sodass sogar Dwayne „The Rock“ Johnson aufrecht stehen könnte. Und mit einer maximalen Ladelänge von 4,85 m könnte man theoretisch sogar einen Mittelklassewagen transportieren. Ok, einen sehr sehr schmalen vielleicht. Was hier zählt, ist der anschauliche Vergleich.

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Ruhe hier: Gräuschlos durch die Nacht mit dem e-Crafter

Durchschnittlichem Mittelklasse-Maß entspricht auch die Leistung des E-Motors: 100 kW stehen bereit, das maximale Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen zu bewegen. Ernüchternd: Die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt gerade einmal 80 km/h. Doch mit dem maximalen Drehmoment von 290 Nm ist man gut bedient – selbst unter Ausnutzung der Höchstlast. Schließlich steht sie ohne Verzögerung bereit, quasi ab der ersten „Umdrehung“.

Der Nutzwert bleibt beim e-Crafter vollkommen erhalten

Bei der Batterie setzten die Hannoveraner auf ein Exemplar mit 312 Zellen und einer Gesamtkapazität von 43 kW. Sie ist platzsparend unterhalb des Ladebodens montiert und ermöglicht die bereits genannte maximale Reichweite von über 200 Km – je nach Fahrzeugauslegung. Abhängig von der Ladestromkapazität ist der Akku in 45min zu 80 Prozent geladen und nimmt den Schrecken der langen Ladezeit. Doch Volkswagen hat bereits neue Batteriegenerationen im Blick, die den e-Crafter mit einer maximalen Reichweite von bis zu 400 Km beglücken.

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Typisch für die Stromer von VW: Das Tagfahrlicht mit C-Signatur

Erkennen kann man den neuen Elektro-Lieferwagen von Volkswagen an seiner speziellen Lackierung, die er auf der Nutzfahrzeug IAA in Hannover trägt. „Reef Blue Metallic“ nennt sich der auffällige Farbton, der auch die Stoßfänger und Seitenschutzleisten überzieht. Zudem zeigt auch der e-Crafter die bekannte blaue Leiste im Kühlergrill, wie sie etwa der Passat GTE, Golf GTE, e-Golf und die anderen Elektro-Varianten im Volkswagen-Konzern tragen. Typisch für ein E-Modell von VW ist zudem das Tagfahrlicht mit C-Signatur. Innen halten sich die Abweichungen zum Verbrenner-Crafter hingegen in Grenzen. Anstelle eines Drehzahlmessers installierten die Hannoveraner ein „Powermeter“ und verzierten das Interieur mit blauen Dekornähten. Fragt sich nur, ob auch das Schwestermodell, der MAN TGE, einen Elektro-Antrieb bekommen wird?

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