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Der neue BMW 5er (G30) – Da ist er ja!

Geleaked! Was war es gestern nicht für ein Brimborium: Die Meldungen zum neuen BMW 5er überschlugen sich. Das Ende des Lieds war, dass die Münchner letztendlich die Katze aus dem Sack gelassen haben. Und was soll man zum neuen Business-Format der Bayern sagen? Er ist chic, adrett, wirkt sportlich und… irgendwie erwartet. Sein Design polarisiert nicht wie einst das des E60. Wir werfen einen Blick auf die Highlights des neuen Business-Bayern.

Die siebte Modellgeneration des BMW 5er ist, wie sollte man es anders erwarten, gewachsen. So misst die Business-Limousine – früher sagte man auch obere Mittelklasse – in der Länge leicht gewachsene 4,93 m und muss sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken. Die neue Mercedes-Benz E-Klasse etwa ist nur wenige Millimeter kürzer. Auch die anderen Dimensionen wuchsen: So ist der Fünfer nun 1,87 m breit und knapp 1,47 m hoch. Dennoch wirkt er gestreckt und dynamisch, wie man es von einem BMW kennt und erwartet. Trotz Zuwachs konnten die Münchner beim neuen Modell rund 100 kg an Gewicht einsparen. Außerdem ist der BMW 5er die strömungsgünstigste Baureihe der Bayern und weist einen cW-Wert von gerade einmal 0,22 auf.

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Vollgestopft mit aktuellster Technik: Der neue BMW 5er

Der BMW 5er dürfte die Karten neu mischen

Für die gesteigerte Dynamik vertrauen die Münchner auf ein neues Fahrwerk mit neuer Dämpfer-Technologie. Es soll den Ruf des Business-Modells aufrechterhalten, die Wahl für sportliche Fahrer zu sein. Hinzu kommt eine Leichtbaubremsanlage, die die ungefederten Massen reduziert, während der intelligente Allradantrieb x-Drive für guten und sicheren Vortrieb sorgen soll. Er ist für die meisten Varianten optional. Serienmäßig ist hingegen die gesteigerte Effizienz – und zwar bei allen Antrieben. Paradebeispiel dürfte der BMW 520d sein, der weiterhin 190 PS leistet und im Schnitt mit nur 3,8 Liter Diesel auskommen soll.

Zum Verkaufsstart kommt der BMW 5er mit vier Motoren mit Heck- oder Allradantrieb. Die Diesel fahren serienmäßig mit SCR-Kat. Außerdem verfügen nun alle Aggregate serienmäßig über einen 8-Gang-Automaten, mit Ausnahme des 520d. Hier ist die Automatik optional. Neu ist bei ihr, dass sie nun über eine navigationsdatengestützte Schaltstrategie verfügt – Big Brother is watching you!

Bei den Benzinern kommt als Basis zunächst der 530i. Er bietet einen Vierzylinder mit Turbo und 2.0 Litern Hubraum, überträgt seine Kraft über die 8-Gang-Automatik und ist wahlweise mit Allradantrieb verfügbar. Er leistet 258 PS und braucht rund sechs Sekunden auf 100 km/h. Dabei ist der Vierzylinder genügsam und soll mit rund 5,4 Litern im Drittelmix auskommen. Darüber rangiert der BMW 540i. Hier verrichtet ein Reihensechszylinder mit Turbo und 3.0 Litern Hubraum sein Werk – wie es sich für einen wahren BMW gehört. Bei ihm ist der 8-Gang-Automat ebenfalls Serie und Herr über die 340 PS. Damit sprintet der Bayer in 5,1 Sekunden auf 100 km/h, während der Durchschnittsverbrauch bei 6,5 Liter liegen soll.

Die Motoren: Stark und sparsam zugleich

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Connectivity auf dem neuesten Stand

Bei den Dieseln bildet – wie bereits erwähnt – der 520d den Einstieg mit 190 PS. Allrad und Automatik sind bei ihm optional. Dank seiner 400 Nm spurtet dieser BMW 5er in 7,7 Sekunden auf Landstraßentempo. Darüber angesiedelt ist der 530d, der wieder serienmäßig über eine Automatik verfügt. Der Reihensechser holt 265 PS und 620 Nm aus 3.0 Litern Hubraum, sprintet in gut unter sechs Sekunden auf 100 km/h und soll sich mit lediglich 4,5 Liter im Mittel begnügen. Marktstart für diese Aggregate ist am 17. Februar.

Später ziehen weitere Aggregate nach, wie etwa der 530e iPerformance. Dieser BMW 5er kombiniert einen 2.0 Liter Vierzylinder Benziner mit einem E-Motor und leistet insgesamt 252 PS. Der Hybrid soll so in 6,2 Sekunden den Stammtisch-Sprint hinter sich bringen und bis zu 45 km weit rein elektrisch fahren können. Den Verbrauch beziffern die Münchner mit gerade einmal 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Und auch der 520d EfficientDynamicsEdition kommt im selben Zuge. Er ist verbindlich mit einer 8-Gang-Automatik verbunden und verfügt über dieselbe Leistung, wie der 520d ohne Namenszusatz. Doch die EfficientDynamicsEdition bietet bessere Fahrleistungen und einen noch geringeren Verbrauch.

Das vorläufige Topmodell wird der BMW M550i xDrive sein. Er bietet Fahrleistungen auf dem Niveau des aktuellen BMW M5. Was der kommende M5 dann auf den Asphalt drücken wird, vermag man nur zu träumen. Der M550i hingegen sprintet in exakt vier Sekunden auf 100 km/h und soll unter neun Liter im Drittelmix konsumieren. Beachtlich, steckt unter der Haube schließlich ein aufgeladener 4,4 Liter V8.

Gib ihm: Hier passen 530 Liter hinein
Gib ihm: Hier passen bis zu 530 Liter hinein

Modernste Assistenten im neuen BMW 5er

Genug solcher Werte. Im BMW 5er der neuesten Generation steckt schließlich mehr. So zeigen die Münchner in ihm die neueste Generation des iDrive. Es bietet ein 10,25 Zoll Display, das erstmals auch per Touch-Steuerung bedient werden kann. Allerdings bleibt die Bedienung über den gewohnten iDrive Controller ebenso erhalten, wie jene über Sprachbefehle. Hinzu kommt aber die Steuerung über die Gestensteuerung, die wir bereits aus dem aktuellen BMW 7er kennen. Neu ist zudem das mehrfarbiges Head-Up-Display, das nun eine um 70% vergrößerte Projektionsfläche bietet.

Bei den Assistenten zeigt der neue BMW 5er natürlich Technik auf dem neusten Stand. So funktionieren der Lenk- und Spurhalteassistent bis 210 km/h – ein Novum. Erstmals präsentiert und damit ein großer Schritt in Richtung autonomem Fahren ist zudem der Spurwechselassistent. Ergänzt werden diese Systeme durch den Intelligent Speed Assistenten, der Tempolimits erkennt und übernimmt. Vollendung findet diese Armada im Ausweichassistenten, dem Querverkehrswarner sowie dem neuen Vorfahrtswarner.

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Das Cockpit ist dem Fahrer zugewandt. Ein klassisches BMW Merkmal

Was wir ebenfalls vom aktuellen 7er BMW kennen, ist der Display Schlüssel. Mit ihm lässt sich der neue BMW 5er ferngesteuert Parken. Das kann schon mal für aufgerissene Münder sorgen. Bekannt hingegen ist die Vernetzung, die auch in der neuen Business-Limousine Einzug hält. Sie hört auf den Namen BMW ConnectedDrive und stellt Dienste, wie ParkNow, eine Kalenderfunktion, E-Mails und Kontakte bereit, die via Microsoft Exchange übertragen werden.

WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte

Nicht neu, aber dennoch serienmäßig bei allen neuen Fünfern: LED-Licht. Es umfasst das Tagfahr-, Abblend- und sogar das Fernlicht. Zudem bietet es eine variable Leuchtweitenreglung für ein blendfreies Fernlicht, das bis zu 500 m weit reicht.

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Ernst, unaufgeregt und eindeutig ein BMW: Der neue 5er

Eine große Rolle spielt auch das Smartphone im BMW 5er. Es kann vollkommen drahtlos integriert und induktiv geladen werden. Verbunden wird es über Apple CarPlay und kann auf einen WLAN-Hotspot zurückgreifen. Zudem können bis zu neun weitere Geräte mit dem Drahtlos-Hotspot verbunden werden. Für den Fall, dass die bis zu fünf Insassen mit zwei mobilen Endgeräten gleichzeitig im Stau online gehen wollen. Schöne neue Business-Class, also.