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CES 2017: Elektrischer Minivan Chrysler Portal

Das Chrysler Portal Concept will mit der etwas angestaubten Modellpalette der Amerikaner aufräumen. Schließlich ist aktuell kein Modell im Portfolio, das wirklich neue Technologien bereithält – weder bei Assistenzsystemen, Antrieben, noch bei der Vernetzung. Doch der Chrysler Portal – ein Minivan – will nahezu autonom fahren und ausschließlich Strom verbrauchen. Bis zu 400 km Reichweite sollen möglich sein.

Der Chrysler Portal könnte das Portfolio auffrischen

Kommt ohne B-Säule: Der Chrysler Portal
Kommt ohne B-Säule: Der Chrysler Portal

Wie es bei einem Stromer immer der Fall ist, dauert das Laden seine Zeit. Doch der Chrysler Portal will, dank einer 350 kW-Schnelladefunktion, hier einen großen Sprung machen. Der Lithium-Ionen-Akku im Boden mit einer Kapazität von 100 kWh soll in nur 20 Minuten so weit geladen sein, dass man damit 240 km weit kommt. Das ist zwar immer noch mehr Zeit, als man für einen Tankstopp braucht, dafür ist man aber fadenscheinig umweltschonend unterwegs.

Bitte Platz nehmen: Bis zu sechs Personen passen in den Minivan
Bitte Platz nehmen: Bis zu sechs Personen passen in den Minivan

Weiterer Vorteil der Architektur mit im Boden versenktem Akku: Die Variabilität. Bis zu sechs Personen sollen reichlich Platz im Chrysler Portal vorfinden. Hinzu kommt, dass die B-Säulen entfallen konnten und so noch mehr Raum ausgenutzt wurde. Auch der Wegfall der Mittelkonsole kommt den Platzverhältnissen zugute. Und natürlich – so gehört es sich für ein Concept Car – kommt auch der Minivan mit einem futuristisch anmutenden Cockpit daher, das auf ein klassisches Lenkrad verzichtet. Es erinnert eher an jenes von K.I.T.T. in der 80er Jahre Serie Knight Rider.

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Der Wegfall des Mitteltunnels sorgt für mehr Bewegungsfreiheit

Futuristisches Cockpit im Minivan

Dieser bot aber sicherlich nicht bis zu zehn Lademöglichkeiten für mobile Geräte im Innenraum. Auch die Gesichtserkennung, die der Zugangskontrolle dient konnte K.I.T.T. nicht bieten. Das System, das auch im Faraday Future FF91 vorgestellt wurde, erkennt über die Kamera den Passagier und passt die Sitzposition, die Musik und weitere Variablen an. Außerdem will der Chrysler Portal voll vernetzt sein und Cloud-Dienste nutzen, um die geräuschlose Fahrt noch angenehmer und sicherer zu machen.

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Bei Bedarf verschwindet das Lenkrad des Chrysler Portal vollständig

Nur vollkommen autonom fährt der Stromer noch nicht. Dafür ist er aber stark automatisiert und verfügt über ein LIDAR, Radar und Sonar. So will man das Fahren noch sicherer machen. Sofern es überhaupt dazu kommt, schließlich ist eine Serienproduktion noch unklar.

Hier findet ihr alle CES 2017 Beiträge die auf rad-ab.com erschienen sind