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CES 2017: Faraday Future FF91 – Der Konkurrent

Der Faraday Future FF91 soll es machen: Das Rennen um DAS Elektroauto schlechthin wollen die Amerikaner dem Hauptkonkurrenten Tesla nicht allein überlassen. Was wurde nicht gemunkelt und spekuliert. Sogar die Pleite wurde in der Gerüchteküche aufgekochte. Doch auf der diesjährigen CES zeigen die Amerikaner das Produkt, in das alle Investitionen geflossen sein sollen – den Faraday Future FF91.

Der Faraday Future FF91 hat es faustdick unter der Haube

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Sieht nicht nach Supersportler aus, will aber wie einer fahren: Der FF91

Was der Modellname bedeutet, wird nicht klar – wobei FF wohl für den Markennamen stehen dürfte. Doch bei einem sollte man sich sicher sein: Die Performance soll auf dem Niveau eines Supersportlers liegen. Wenn man das Datenblatt liest, könnte man glauben, dass der Faraday Future FF91 dieses Versprechen auch einhält. Sage und Schreibe 783 kW, also knapp 1065 PS will der Stromer bereithalten. Damit soll der Sprint von Null auf 96 km/h (60 Meilen) nur knapp 2,4 Sekunden dauern. Wer ist also dieser Bugatti? Ein Veyron brauchte schließlich dieselbe Zeit. Fraglich ist aber, ob der FF91 diese Leistungen wirklich auf den Boden der Tatsachen bringen kann. Gesehen hat man nämlich noch herzlich wenig vom Crossover. Das gut 5,25 Meter lange Fahrzeug mit einem Radstand von exakt drei Metern und einer Höhe von knapp 1,6 Metern, durfte vor den Augen der Weltöffentlichkeit bislang aber nur in Schrittgeschwindigkeit auf die Bühne rollen. So lassen sich dann wohl auch 700 km Reichweite generieren.

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Faraday Future FF91 is watching you!

Du kommst hier net rein!

Aber schenken wir den Angaben einmal Glauben. Was der Bugatti Veyron mit 16 Zylindern und Unmengen an Sprit schaffte, holt der Faraday Future nun also aus einem Elektroantrieb. Dabei ist er aber nicht so unpraktisch wie der Rekord-Sportwagen, sondern ein echter Crossover. Und zuvorkommend ist er auch. Seine in den B-Säulen integrierten Kameras erkennen Fahrer und Passagiere bei Annäherung und entsperren anschließend das Fahrzeug. Außerdem werden über die Gesichtskontrolle die Einstellungen der Insassen vorgenommen, wie etwa die Sitzposition. Zudem erkennen Kameras im Interieur die Laune der Insassen und stimmen das Lichtambiente, die Musik, den Geruch oder die Temperatur darauf ab. Hoffentlich gibt es dafür einen schnell zu findenden Button, um das abzustellen. Ich will schließlich nicht auch noch mit mein Auto über meine schlechte Laune diskutieren. Außerdem will ich in solch einem Fall auch mal Iron Maiden hören und nicht mit Walgesängen besänftigt werden.

Ab 2018 soll es los gehen

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Das 3D-Lidar soll die Sicherheit steigern

Aber mit aggressiver Stimmung sollte man ohnehin nicht fahren – sondern eher fahren lassen. Dank eines einfahrbaren 3D-Lidars, das steht für „Light Detection and Ranging“, kann der Faraday Future FF91 Abstände per Laser erkennen und vermessen. Damit analysiert das System während der Fahrt das Umfeld und kann das Sicherheitssystem bei Bedarf noch besser auf Gefahrensituationen einstellen.

Die Preise für den Amerikanischen Stromer sind noch nicht bekannt. Dennoch nimmt Faraday Future bereits Reservierungen an. 5.000 $ kostet die Option, einer der Ersten zu sein, um sich mit dem Crossover von A nach b schießen zu lassen. Die Reservierungskosten werden natürlich auf den Kaufpreis angerechnet. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen 2018 produziert werden. Ob diese dann schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren?

Hier findet ihr alle CES 2017 Beiträge die auf rad-ab.com erschienen sind