RaceChip AMG C43 – Der Aufsteiger

Der Mercedes-Benz AMG C43 ist von Haus aus schon kein Kind von Traurigkeit. 367 PS und 520 Nm presst der Turbolader aus dem V6 und pachtet für das T-Modell damit die linke Spur der Autobahn. Doch ein namhafter Tuner aus Baden-Württemberg sah Anlass für mehr Leistung und Optik und machte aus dem schnellen Stuttgarter den RaceChip AMG C43. Spotlight auf den nachgeschärften Sportkombi.

Der RaceChip AMG C43 überholt die vormalige Speerspitze

An diesen Anblick sollte man sich angesichts von 435 PS gewöhnen

367 PS: Das war vor nicht allzu langer Zeit das Maß der Dinge, wenn es um sportliche Mittelklasse-Limousinen ging. Der Mercedes-Benz C55 AMG der Baureihe W203 leitete genau diese Anzahl an Pferdestärken an die Hinterachse und stemmte dabei nahezu identische 510 Nm auf die Kurbelwelle. Um die sportliche Speerspitze der Baureihe zu sein, reicht das heute aber nicht mehr aus. Dafür müssen schon mindestens 476 PS und acht Zylinder im AMG C63 herhalten. Oder man schaut sich bei RaceChip um.

Der KW Gewindefedernsatz tut der Optik sichtlich gut

Die Göppinger verpassen der potenten C-Klasse nämlich eine Leistungsspritze und heben den Output auf 435 PS und 634 Nm an. Damit ist der RaceChip AMG C43 gar nicht mehr so weit vom Oberhaupt – dem AMG C63 – entfernt. Allerdings benötigt der C43 vom Veredler für sein Output nur sechs Brennräume und drei Liter Hubraum, also rund einen Liter weniger als der Top-AMG. Das sollte für einen ordentlichen Verbrauchsvorteil stehen. Verantwortlich für den Leistungsschub ist das RaceChip Ultimate Modul, das den sportlichen Kombi verfeinert. Zwar bietet die Ausgangsbasis bereits ein knurriges Timbre aus dem Auspuff, ordentlichen Durchzug und ansprechendes Kurventalent. Aber das ist nichts, was nicht noch optimiert werden könnte.

Neben der Leistung gewann auch die Optik

Eine Augenweide: Die tollen 19-Zoll-Speichenräder vom Nobel-Hersteller HRE

Und so bleibt es nicht beim RaceChip Ultimate. Neben der Leistungssteigerung installieren die Baden-Württemberger einen Gewindefedernsatz vom Fahrwerksspezialisten KW sowie einen Felgensatz in 19 Zoll, der vom Nobel-Hersteller HRE stammt. Für eine weiter verfeinerte Optik des RaceChip AMG C43 sorgt die Außenhaut in Mattgrau, die mit dem orangen Logo nicht nur sportlich-edel, sondern auch besonders wirkt. Das zeigte sich auch auf Teneriffa, wo der mattgraue Bolide als Show-Car von RaceChip abgelichtet wurde. Während sich die griffigen Michelin Pilot Sport mit dem Asphalt der Insel-Kurven verzahnten, sorgte der leistungsgesteigerte Motor für nachdrücklichen Schub. Am Ende der Drehtage blieben die Mundwinkel von diesem sportlichen Allrounder nicht unberührt und zogen wie von allein gen Sonne.