Genf 2017: Zehn Fakten zum Audi RS5

Es klingt komisch, aber irgendwie haben die aufgeladenen V6-Modelle mit ungeradem Hubraum bei Audi etwas ganz Besonderes an sich. Es war 1999 als die Ingolstädter den Audi RS4 mit seinem 2,7 Liter V6-Biturbo vom Stapel laufen ließen und für offenstehende Münder sorgten. Sein Ruf als Kraftmeier und Tuning-Legende besteht bis heute. Nun, 18 Jahre später, ist es wieder so weit: Der neue Audi RS5 fährt mit einem 2,9 Liter V6 und Biturbo-Aufladung vor. Hat auch er das Zeug zur Legende? Hier kommen die zahn Fakten zu Audis Star auf dem Genfer Autosalon.

1. Der Antrieb des neuen Audi RS5

1999 kam der Audi RS4 auf den Markt und sorgte mit seinen unglaublichen Fahrleistungen dafür, dass er in Audis Geschichtsbücher einging. Hauptsächlich verantwortlich dafür war sein 2,7 Liter V6 mit Biturbo-Aufladung. Seinerzeit sprach aber noch niemand vom vielgescholtenen Downsizing. Doch diese Zeiten sind aber jetzt und deshalb haben die Entwickler den alten 4,2 Liter Sauger des Vorgängers gestrichen. Sie setzen nun auf einen 2,9 Liter V6, der in ähnlicher Form auch im Porsche Panamera werkelt.

Ovale Endrohre als typisches RS-Erkennungsmerkmal

2. Die Leistungsdaten

Der Audi RS5 hat sich nicht verschlechtert – soviel vorab. Es bleibt, trotz verringertem Hubraum und weniger Zylindern, bei 450 PS. Dazu entwickelt das neue Sportcoupé 600 Nm zwischen 1.900 und 5.000 Umdrehungen und stellt  allzeit seine geballte Power bereit. Die Hochdrehzahlorgien des Vorgängers sind hingegen passé. Dennoch ist der V6 gut für berauschende Fahrleitungen: Von null auf einhundert km/h geht es in 3,9 Sekunden. Schluss ist erst bei 280 Stundenkilometern – optional. Serienmäßig schiebt der RS5 bei 250 km/h den Riegel vor.

3. Das Design

Ein Sportmodell kann nicht einfach irgendwie vorfahren, sondern muss seine Dynamik schon im Stand demonstrieren – und das kann der Audi RS5. Vom Audi 90 Quattro ISMA GTO inspiriert, fährt das neue Coupé mit einem hexagonalen Kühlergrill vor, der flacher und breiter als bei der Basis baut. Daneben präsentiert der Ingolstädter große Lufteinlässe links und rechts, die man kaum übersehen kann. Abgerundet wird der Look von Matrix-LED-Scheinwerfern, deftig verbreiterten Radhäusern und dem Heck mit seinen ovalen Endrohren, die typisch für RS-Modelle sind.

Als Inspiration für den RS5 diente der Audi 90 Quattro ISMA GTO

4. Raum für Individualität

Wer sich nicht mit einem „gewöhnlichen“ Audi RS5 begnügen möchte, hat die Chance ihn zu individualisieren. Neben den serienmäßigen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen stehen optional 20-Zoll-Räder parat. Zudem kann die Optik  in schwarz glänzend, Carbon oder mattem Aluminium aufgewertet werden.

5. Nur echt mit quattro

Wie es sich für ein RS-Modell gehört, fährt auch der neuen Audi RS5 mit dem quattro genannten Allradantrieb vor. Dieser verteilt seine Kraft über eine Achtstufen-Wandler-Automatik zu 60 Prozent an die Vorderachse und gibt 40 Prozent an die Hinterhand. Das optionale Sportdifferential für die Hinterachse sorgt für noch mehr Traktion.

Geschwungene Linien, kraftvolle Proportionen und optionale 20-Zöller – dezent ist anders

6. Das Fahrwerk

Serienmäßig fährt der Audi RS5 mit der Dynamic Ride Control vor und kann um die Dynamiklenkung und eine Keramikbremse erweitert werden. Dynamic Select lässt einem dabei die Wahl zwischen einer komfortablen, einer besonders dynamischen und der vollkommen individuellen Einstellung.

7. Der Innenraum des Audi RS5

Gewohntes Cockpit mit digitalen Instrumenten im RS-Stil und Alcantara-Elementen

Sportlich-schwarz wartet das Interieur auf die vier Passagiere. Wobei zumeist die beiden Vordersitze belegt sein dürften, da der Audi RS5 eher ein 2+2-Sitzer ist. Vorn nimmt man dafür auf RS-Sportsitzen mit optionaler Wabensteppung und Leder Feinnappa Platz. Und damit man nicht vergisst in welchem Audi-Derivat man gerade sitzt, helfen verschiedene RS-Schriftzüge weiter. Dramatisiert wird das Ambiente durch den sportlichen Kontrast mit der Farbe Rot. Um jederzeit alles im Griff zu haben, sind das Lenkrad, der Wahlhebel und die Kniepads mit Alcantara bezogen.

8. Das Audi Virtual Cockpit

Gewöhnliche Rundinstrumente scheinen aktuell aus der Mode gekommen zu sein. Und so fährt auch der Audi RS5 mit den digitalen Anzeigen vor, die die Ingolstädter „Audi Virtual Cockpit“ nennen. Sie bieten spezielle RS Anzeigen, die den Reifendruck, das Drehmoment, oder die g-Kräfte anzeigen, während ein Schaltblitz zum Hochschalten mahnt.

9. Das Infotainment

Rot dient im Audi RS5 als Kontrast zum sonstigen Schwarz. Sehr ansehnliche, optionale Rautensteppung

Optional kann der RS5 mit der MMI Navigation und MMI Touch ausgerüstet werden. Zudem kann man Audi Connect bestellen, das via LTE eine Internetanbindung herstellt und einen optionalen WLAN Hotspot bietet. Das jeweilige Smartphone wird per Apple CarPlay oder Android Auto gekoppelt.

10. Der Preis

Nein, es gibt kein Happy End. Den Audi RS5 muss man sich leisten können. Knapp 81.000 Euro werden für das Sportcoupé fällig – in der Basis versteht sich. Dafür bekommt man allerdings Fahrleistungen, die sich gewaschen haben.