Zehn Fakten zum Porsche 911 GT3

Porsche, eine Marke, die mittlerweile mehr Limousinen und vor allem SUV verkauft, als Sportwagen. Ferdinand Porsche würde vermutlich im Grabe rotieren, wenn er das wüsste. Dennoch muss man neidlos anerkennen, dass die Zuffenhausener damit auf Erfolgskurs sind. Umso schöner ist es da doch, dass es weiterhin supersportliche Spitzenmodelle, wie den neuen Porsche 911 GT3 gibt. Der neue Dampfhammer aus Zuffenhausen ist das emotionalste und radikalste Derivat der Porsche 911 Baureihe. Hier kommen die zehn wichtigsten Fakten.

1. Zahlen, Daten, Fakten

Parade-Athlet: Der Porsche 911 GT3 gefällt mit alten Tugenden

Alle Porsche 911 fahren mit einem 3.0 Liter Motor mit Turboaufladung vor. Wirklich alle? Nein, der neue Porsche 911 GT3 verzichtet darauf und holt seine 500 PS aus einem frei saugenden 4.0 Liter Boxer. Damit erreicht der GT3 nicht nur überragende Fahrleistungen, sondern kann sich mit seinem Durchschnittsverbrauch sehen lassen: Je nach Getriebe sollen es zwischen 12,7 und 12,9 Liter auf 100 km sein.

2. Fahrleistungen

Der neue Porsche 911 GT3 ist ein echtes Katapult: Binnen 3,4 Sekunden lässt man mit der PDK-Variante die 100 km/h-Marke hinter sich, um bis zur Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h durchzubeschleunigen. Daran zeigt sich eindeutig, dass der GT3 mit den 1,4 Tonnen wenig Mühe hat.

Je nach Wahl des Getriebes sprintet der GT3 schneller. Die Wahl ist Geschmackssache

3. Schalten und Schalten lassen

Für diesen Zug kann man ruhig ehrfürchtig auf die Knie fallen und laut DANKE rufen: Porsche lässt einem die Wahl, ob man lieber mit einer ultra-knackigen Schaltung oder mit dem blitzschnellen PDK Vorlieb nehmen möchte. Fällt die Wahl auf die zu einem Sportwagen bestens passende Handschaltung, erhöht sich der Topspeed auf 320 km/h, während man auf 100 km/h 3,9 Sekunden braucht.

4. Get low

25 mm tiefer als seine zahmeren Brüder und mit auffälligem Spoiler versehen: Klassischer GT3

Gegenüber seinem etwas zahmeren Bruder, dem Porsche 911 Carrera S, liegt der GT3 25 mm tiefer. Das ist aber nicht die einzige Veränderung gegenüber seinen Brüdern. Damit das bis zu 9.000 Touren drehende Aggregat auch immer mit genügend Schmierstoff ausgerüstet ist, verpasste Zuffenhausen der Drehorgel eine Trockensumpfschmierung.

5. Typisch Porsche 911 GT3

Was wäre ein Porsche 911 GT3 ohne den typischen Heckflügel? Beim aktuellen Modell darf dieser natürlich nicht fehlen und sorgt für Anpressdruck. Damit er das Gesamtgewicht nicht über Gebühr belastet, ist er aus hübschem und vor allem leichtem Carbon gefertigt.

6. Innenraum

Sportsitze oder Rennschalen? Das entscheidet wohl die Figur des Fahrers

Neben seinem aufmerksamkeitserregenden Äußeren drückt natürlich auch das Interieur Sportlichkeit pur aus. Besonders attraktiv ist das Sportlenkrad, das direkt aus dem 918 Spyder stammt. Neben den serienmäßigen Sportsitzen kann man auch äußerst seitenhaltreiche Rennschalen wählen – optional versteht sich.

7. Alles für die Agilität

Der Porsche 911 GT3 bietet ab Werk 20 Zoll Räder serienmäßig. Daneben steht die Hinterachslenkung ebenfalls serienmäßig im Prospekt. Schön, dass Zuffenhausen so spendabel ist, aber was tut man nicht alles für eine gute Performance?

8. Weitere Ausstattung

Ausgezeichnete Ergonomie im Cockpit des Porsche 911 GT3

Porsche lässt Interessenten die Wahl, ob man seinen 911 GT3 lieben in Richtung Rennsport oder in Richtung Alltagstauglichkeit trimmen möchte. Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Mein Tipp geht aber eher in Richtung der Rennsport-Ausrichtung, schließlich gibt es andere Fahrzeuge, die für die Fahrt zum Brötchenholen besser geeignet sind. Wie wäre es mit einem Cayenne?

9. Kofferraumvolumen

Da wir schon beim Thema Alltagtauglichkeit sind: 125 Liter passen in den Kofferraum. Das reicht entweder für eine Spurdelkiste oder für einen Helm und einen Rennoveral. Dass man mit dem Porsche 911 GT3 nicht den Umzug der Tochter bewerkstelligt, dürfte wohl klar sein. Weitaus wichtiger als das Kofferraumvolumen, ist das Tankvolumen. Mit seinen 64 Liter kommt man nicht sehr weit – gerade, wenn man mal mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs ist. Pardon, mit dem Präzision-Skalpell natürlich. Schließlich ist der GT3 ein feinnerviges Rennstrecken-Tool

10. Das leidige Thema: Der Preis

Ja, der Porsche 911 GT3 ist nicht billig. Nein, das wundert niemanden. Aber es schmerzt! 152.416 Euro – da wird der Bankberater bei der Nachfrage für den Zweck der Hypothek laut lachend abwinken. Auch, wenn man ihm erzählt, dass man keinen Aufpreis für die Wahl des Getriebes zahlen muss: PDK oder Handschalter gehen frei Haus.