New York Auto Show: Teil 1 – Die deutschen Highlights

Die New York Auto Show: Bei vielen nicht auf dem Zettel, was Auto-Messen anbelangt – vor allem aus Sicht der deutschen Hersteller. Gerade amerikanische und die in den USA stark vertretenen asiatischen Hersteller setzten stark auf die Ausstellung in der Ostküsten-Metropole. In diesem ersten Teil werfen wir jedoch zunächst einen Blick auf die deutschen Hersteller.

Power auf der New York Auto Show

Was funktioniert in den USA immer bestens? Power, Power und nochmals Power. Und genau aus diesem Grund zeigt die Schwaben von Mercedes den gerade erst vom Stapel gelassenen Mercedes-AMG GLC 63 und GLC 63 S. Der SUV ist in seiner Klasse konkurrenzlos, was die Leistung anbelangt: Mindestens 476 PS, als S-Version sogar 510 PS, holt der SUV aus seinem doppelt aufgeladenen 4.0 Liter V8. Mit der stärkeren Variante – egal ob nun GLC oder GLC Coupé – soll man in 3,8 Sekunden auf 100 km/h sprinten können. In dieser Disziplin kann man also dem Mercedes-AMG GT das Wasser reichen.

Mercedes zeigt das Top-Modell der GLC-Baureihe als Coupé und SUV

Daneben zeigt Mercedes das AMG GT Concept. Das viertürige Coupé war der Publikumsliebling auf dem Genfer Autosalon. Kein Wunder, betört der Hybrid mit einer atemberaubenden Linienführung und nimmt damit den Porsche Panamera oder sogar das Tesla Model S ins Visier. Ist der Tesla allerdings ein reiner Stromer, wuchert das AMG GT Concept mit maximal 600 kW und attackiert damit den Panamera S E-Hybrid aufs Schärfste. Weniger als drei Sekunden will der Mercedes für den Sprint auf 100 km/h benötigen – das soll ihm ein Konkurrent mal nachmachen. Etwas gemütlicher lässt es das Mercedes-Benz E Cabrio angehen und dürfte auf die Reichen und Schönen in den südlichen Gefilden der USA abzielen. Das schmälert aber nicht sein komfortables Gemüt und die elegante Linienführung.

Blickfang auf der New York Auto Show: Der Mercedes-AMG GT Concept

Downsizing bei Audi

Downsizing ist vielleicht der falsche Ausdruck, wenn man den Audi TT RS und Audi RS3 betrachtet, die die Ingolstädter in New York zeigen. Immerhin haben die beiden, der Kompaktklasse zuzuordnenden Sportler, einen 2.5 Liter Fünfzylinder unter ihren Hauben. Diesem entlocken sie satte 400 PS, die für bislang nie da gewesene Fahrleistungen und eine berauschende Agilität sorgen sollen. Neben diesen beiden Kompakt-Krachern, hat Audi noch den neuen Audi RS5 mitgebracht – und der setzt tatsächlich auf Downsizing. Sein 2,9 Liter V6 weckt Erinnerungen an den ersten Audi RS4, der ebenfalls auf einen V6-Biturbo setzte. Beim neuen Audi RS5 liegt die Leistungsausbeute, wie beim Vorgänger mit Hochdrehzahl-V8, bei 450 PS. Also dürfen alle Verlustängste, trotz verringertem Hubraum und Zylinderanzahl, ad acta gelegt werden. Als sportliches Highlight zeigen die Ingolstädter noch den Audi R8 und R8 Spyder in speziellen In- und Exterieur-Trims.

Hat der neue Audi RS3 als Limousine in den USA eine Chance?

Porsche bringt den Kombi mit

Wir waren weiter oben schon beim Panamera und genau diesen haben die Zuffenhausener zur New York Auto Show mitgebracht. Aber nicht irgendeine Variante, sondern den brandneuen Porsche Panamera Sport Turismo. Der viertürige Shooting Brake dürfte von vielen wohl als die schönere Variante angesehen werden und verbindet eine tolle Linienführung mit einem gut nutzbaren Kofferraumabteil. Daneben zeigt Porsche den neuen 911 GT3 mit seinem frei saugenden, 4.0 Liter Boxer-Motor mit 500 PS. Auch in den USA – dem Automatik-Land überhaupt – hat der zahlende Kunde die Wahl zwischen einer Sechsgang-Handschaltung oder der Doppelkupplungsgetriebe PDK.

Qual der Wahl beim Porsche 911 GT3: Handschaltung oder PDK?

Ebenfalls ausgestellt werden die Porsche 911 GTS Modelle. Sie sind als Carrera oder Targa erhältlich und leisten mit ihren 450 exakt 30 PS mehr, als die nicht gerade zahme Carrera S Variante. Nicht vergessen wollen wir darüber hinaus das Top-Modell der Panamera-Baureihe: Den Porsche Panamera S E-Hybrid. Das Beeindruckende an ihm ist seine Leistung von 680 PS. Damit ist, zum ersten Mal in der Firmengeschichte, ein Hybrid an der Spitze einer Baureihe.

Schönling mit hohem Nutzwert: Der Porsche Panamera Sport Turismo auf der New York Auto Show

BMW auf der New York Auto Show

Gewohntes zeigen auch die Bayern auf der Auto Show. Neben einem auffälligen BMW M4 Cabrio, das mit seiner knallig-blauen Lackierung in Verbindung mit rotem Leder Aufsehen erregt, beeindruckt besonders der neue BMW 5er. Ausgestellt ist ein BMW 540i mit Performance Paket, das mit seinen Schwellern, Schürzen und Carbon-Teilen einen ersten Eindruck in Richtung M5 gibt. Etwas nachhaltiger als der aufgeladene 3.0 Liter Reihen-Sechszylinder zeigt sich der BMW i8. Mit ihm will BMW in den USA die Formel E – die Formel 1 mit Elektromotoren – bewerben, da der Hybrid hier als Safety Car eingesetzt wird.

BMW zeigt in New York Bekanntes, wie den BMW 540i Performance

Titelfoto: New York International Auto Show

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