Elektromobilität: Elon Musk und Henrik Fisker haben interessante Visionen!

Die einen finden Elektromobilität hip und trendy, die anderen sehen es als positiv an für die Umwelt und wiederrum andere sagen, dass Elektrofahrzeuge einfach nur überteuert sind. Manche vermissen den klassichen Motorenklang, aber ist man erst mal mit einem Elektrofahrzeug gefahren, dann lässt man sich schnell in den Bann ziehen vom lautlosen gleiten und von der Tatsache, dass das Drehmoment von Anfang an anliegt. Elektroautos machen schon Spaß, doch warum kauft sie kaum einer?

Reichweite und Preis, das sind dafür vermutlich die beiden Hauptfaktoren, gepaart mit einer mangelnden Infrastruktur an öffentlich zugänglichen Schnellladesäulen. Das soll sich in den kommenden Jahren alles ändern, die Reichweiten sollen steigen, die Preise sollen sinken, die Elektrosäulen wie Pilze aus dem Boden schießen und fast alle Automobilhersteller forschen in die Richtung, es gibt viele Zusammenschlüsse und viele Visionen.

Elon Musk, der CEO von Tesla, hat einen Elektro-LKW vorgestellt. Dieser heißt “Semi”, ist aber eher “Profi” – Elektrisch angetrieben, Platooning-fähig, das könnte ein großes Ding werden. Nach 30 Minuten Ladezeit am neuen Schnelllader soll der Truck wieder 400 Meilen weit fahren können und in den USA kann das, mit der Eletromobilität und den LKWs, sogar funktionieren.

Ganz nebenbei wurde bei der Veranstaltung aber noch ein Sportwagen vorgestellt. Ein Sportwagen mit Klappdach, welcher den Roadster Stempel aufgedrückt bekommen hat. Ein emotionales Fahrzeug, welches auch mit den passenden Fahrwerten überzeugen soll. In knapp 2 Sekunden auf Tempo 100, eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h und natürlich eine Reichweite von … ach ist ja auch egal.

Der Preis? Nun, 200.000 Dollar muss man schon mindestens investieren, die ersten Modelle werden vermutlich viel teurer sein.

Elektromobilität – nur etwas für Reiche? Schaut man sich mal die Marktanteile auf der Welt an, dann kann man da einen Trend erkennen. In ärmeren Ländern spielt das Elektroauto nur eine geringe Rolle. In Deutschland haben wir einen Marktanteil von 0,8% – entweder sind wir auch ein armes Land, oder die Elektroautos sind einfach noch nicht überzeugend genug.

Immerhin: Seit Einführung des Umweltbonus wurden bereits 37.700 Anträge gestellt, im letzten Monat waren es alleine 4.037 – die Tendenz steigt.

Die Reichweite übrigens auch, die Technologien werden besser – und Fisker träumt von Sportwagen die nach einer Ladezeit von einer Minute eine Reichweite von 800 km schaffen sollen. Möglich machen soll das die Feststoff-Batterie-Technologie. Bei der fällt, wie der Name es schon vermuten lässt, das flüssige Elektrolyt weg. Ist das die Zukunft in Sachen Elektromobilität?

An der Technik forschen derzeitige viele Zulieferbetriebe, also werden wir uns wohl in der Zukunft mehr mit dem Thema beschäftigen müssen. Derzeitig wird hier aber viel getrommelt. Natürlich möchte man auf sich aufmerksam machen, aber mit Leuchturm-Projekten hat noch kein Unternehmen Geld verdient.

Auf der CES 2018 wird Fisker ein Elektrofahrzeug mit Lithium-Ionen Technologie zur Vorbestellung anbieten. Dieses verfügt über voll autonome Fahrassistenten und kann auch wohl schon etwas schneller laden. Nach 9 Minuten Ladezeit soll eine Reichweite von 200 km möglich sein.

Vollgeladen soll er 640 km schaffen. Aber am Ende, kostet auch dieses Fahrzeug wieder viel Geld. 129.900 US-Dollar! Mindestens! Das erklärt vermutlich auch, warum das Thema Elektromobilität in vielen Ländern immer noch Stiefmütterlich behandelt wird, es ist einfach teuer. Noch! Hoffen wir doch einfach, dass einige Visionen Wirklichkeit werden und das die Preise in der etwas näheren Zukunft sinken, dann könnte es vielleicht auch mal ein Elektroauto in die Top 50 der Zulassungsstatistiken schaffen, aktuell sind die davon nämlich noch weit entfernt.