2018 VW Touareg – Weltpremiere – Sitzprobe – technische Daten

2002 rollte der erste Touareg vom Band um den Weltmarkt zu erobern. Der Name stammt übrigens von den Touareg, einem in der afrikanischen Sahara lebenden Volk. Vor acht Jahren, kam die zweite Generation auf den Markt. Das war im Jahre 2010, und nun – nachdem die Konzernbrüder Audi Q7 oder Porsche Cayenne bereits auf die neue MLB-Evo Plattform umgesteigen sind, wird es doch auch wahrlich Zeit für einen neuen Volkswagen Touareg, oder? Hier ist der 2018 VW Touareg:

Die Mitbewerber dürften klar sein, der neue Touareg tritt gegen den Audi Q7, den BMW X5, den Porsche Cayenne, den Volvo XC90 und alle anderen luxuriösen SUVs an.

Wer keine Lust hat viel zu lesen, dem empfehle ich mein Voice over Cars Video zum neuen VW Touareg, neben einigen Informationen und Visualisierungen, gibt es auch Expertenstimmen zum Fahrzeug selbst, zu den Scheinwerfern, zu dem Nachtsichtassistenten und vor allem zum Innenraumbedienkonzept:

Rund eine Million Fahrzeuge konnte Volkswagen vom Touareg in den ersten beiden Fahrzeuggenerationen verkaufen. Ein richtiges Erfolgsmodell also, welches man normalerweise behutsam modernisieren müsste, doch die Zeiten haben sich geändert. Heute muss ein Fahrzeug nicht nur komfortabel, sauber und elegant sein, heutzutage muss es auch die komplette Klaviatur der Vernetzungsmöglichkeiten beherrschen – und das kann der neue VW Touareg.

Der neue Touareg kommt in drei optionalen Austattungswelten auf den Markt. Neben der Grundausstattung gibt es noch “Atmosphere, Elegance oder die sportliche R-Line”.

Unabhängig von der gewählten Ausstattungslinie erinnert die Front an die anderen SUVs, welche Volkswagen im Portfolio hat, macht aber sehr entschlossen klar, wer hier der Chef im Ring ist.

Schmale, eckige LED Scheinwerfer mit modernster Matrix Lichttechnik die zusammen mit dem Kühlergrill zu einer Einheit verschmelzen und das Fahrzeug breit wirken lassen. Die Wirkung täuscht nicht, denn im Vergleich zum eigenen Vorgänger ist der neue Touareg um knapp vier Zentimeter breiter geworden.
Der Touareg ist noch einmal über sich hinausgewachsen, 77 mm länger ist er geworden und das spürt man natürlich auch im Innen- und im Kofferaum. Das gestreckte Design steht ihm aber auch ausgesprochen gut.

Das neue Modell, also der 2018 VW Touareg, präsentiert sich aber nicht nur neu gestaltet, optisch überarbeitet und technisch ausgereifter, nein es ist auch leichter als der eigener Vorgänger. Bis zu 106 kg konnten – je nach Motorisierung und Ausstattung – eingespart werden. Das spart unterm Strich natürlich auch Kraftstoff, kommen wir also den zu den Antrieben.

Unter die Motorhaube des 2018 VW Touareg kommt zum Markstart der inzwischen bekannte 3.0 Liter V6 Selbstzünder mit zwei Leistungsvarianten. Einmal mit 231 PS oder direkt die stärkere Version mit 286 Pferdestärken und einem maximalen Drehmoment von 600 Nm. Wem das nicht reicht, der darf später auch gerne zu den Sternen greifen, einmal volle Hütte unter der Haube, wie wäre es mit einem V8 TDI mit einer Leistung von 421 PS und einem beachtlichen Drehmoment von 900 Nm.

Kein Diesel gewünscht? Auch kein Problem! Nach der Markteinführung wird optional auch ein 3,0 Liter TSI Benziner mit einer Leistung von 340 PS verbaut. Der Benziner entwickelt ein maximales Drehmoment von 450 Nm.

Fun Fact: Der 2018 VW Touareg ist nun der einzige PKW der Marke Volkswagen mit einem längs eingebauten Motor, aber ganz egal für welchen Motor man sich entscheidet, eine 8-Gang Automatik und den Allradantrieb gibt es im neuen VW Touareg serienmäßig.

In China wird es den Touareg als Plug-In-Hybrid geben, ein 4-Zylinder Benziner bringt zusammen mit den Elektroantrieben einen Systemleistung von 367 PS auf die Straße. Für Europa ist ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ein Plug-In-Hybrid geplant.

Keine Angst vor Fahrverboten: Alle Antriebe erfüllen die Euro 6d Temp Abgasnorm, die Benziner fahren mit einem Partikelfilter vor. Die Diesel-Motoren halten die Luft durch einen NOx-Speicherkat und die AdBlue-Technolgie sauber. Nur in Baustellen passt er nun nicht mehr auf die linke Spur und es dürfte etwas schwieriger werden einen passenden Parkplatz zu finden.

Länger, Breiter, etwas flacher. Das wirkt beim Toureg wirklich dynamisch. Auch die Räder passen dazu. Serienmäßig rollt er auf 18″ Rädern vom Band, optional ziehen bis zu 21″ große Radsätze ein.

Unter die Haube des 2018 VW Touareg kommen also bewährte Antriebe aus dem Konzern-Baukasten, doch die richtige Revolution findet im Innenraum statt, denn hier sehen wir das größte digitale Cockpit seiner Klasse.

Der Touareg wird damit nicht nur zum Gefährten auf dem Weg zwischen A nach B, sondern zum fahrenden Internetknoten, welcher die komplette Klaviatur der Vernetzungsmöglichkeiten beherrscht wie kein weiterer. Dank der eSIM ist der Touareg “always on” und da zitiere ich nun gerne mal einen alten Filmklassiker aus den 80er Jahren: “Everybody online. Looking good.”

Optional gibt es große Displays! Neben einem 12″ großen Bildschirm für die Armaturen gibt es einen 15″ großen Touchscreen welcher die Infotainment-Aufgaben erfüllt.

Die komplette Displayeinheit ist dem Fahrer zugewandt, man könnte ihr auch von einem Curved-Bildschirm sprechen. Die Ansichten im digitale Cockpit lassen sich individualisieren, neu ist die Nachtsichtunterstützung, welche zum ersten Mal in einem Volkswagen PKW verbaut wird. Eine Wärmebildkamera registriert die von Lebewesen, also Personen und Tiere, abgegebene Wärme. Besteht die Möglichkeit einer Gefährdung wird der Fahrer aktiv gewarnt während die neuen IQ.LIGHT LED Matrixscheinwerfer die Menschen im potenziellen Gefahrenbereich kurz einmal anblitzen um diese zu warnen und für den Fahrer sichtbarer zu machen.

Der Innenraum präsentiert sich damit digitalisiert und aufgeräumt. Geblieben ist nur der Drehregler für die Lautstärke und die Bedienelemente auf dem Multifunktionslenkrad. Den neuen Touareg bedient man über sanfte Berührungen, über Gesten oder über die Sprachbedienung.

Der klassische Lichtschalter ist auch verschwunden, dort wo man bis dato immer gedreht hat, wird nun einfach ein oder ausgeschaltet.
Eingeschaltet wird sicherlich auch sehr gerne die neue pneumatische Massagefunktion, acht verschiedene Massageprogramme stehen für Fahrer und Beifahrer zur Auswahl.

Ein weiteres Highlight ist das Head-up-Display, die wichtigsten Informationen werden im neuen Touareg direkt auf die Scheibe projiziert. Mit einer virtuellen Screen-Größe von 217 x 88 mm, ist es das größte Head-Up Display welches Volkswagen je angeboten hat.

Sicherheit wird beim 2018 VW Touareg groß geschrieben, so ziehen – teilweise optional – z.B. nachfolgende Assistenzsysteme in das SUV ein: Stauassistent, Front Assist mit City-Notbremsfunktion, Fußgängererkennung, Kreuzungsassistent, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent, ein Anhängerrangierassistent oder ein Parkassistent. Das Fahrzeug bietet ein proaktives Insassenschutzsystem und eine Mulitkollisionsbremse, welches das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch abbremst um weitere Unfallfolgen zu vermeiden.

Neben zahlreichen Assistenzsystemen, welche die Fahrt nicht nur sicherer sondern auch komfortabler machen sollen, kommt der neue VW Touareg mit einer Hinterradlenkung, die auch den Wendekreis auf 11,1 Meter minimiert.

Nicht schlecht für ein Fahrzeug mit einer Gesamtlänge von 4,88 Meter. Der Touareg verfügt dazu noch über eine Wankstabilisierung in Kombination mit einer optionalen Luftfederung.

Diese lässt sich einstellen, man hat die Wahl ob man lieber komfortabel oder etwas sportlicher unterwegs sein möchte und natürlich empfielt sich die Luftfederung auch für diejenigen, die sich ins leichte Gelände wagen möchten.

Eine Höhenverstellung von bis zu 12 cm ist mit der optionalen Luftfederung möglich. Per Tastendruck kann man das Heck auch temporär tiefer legen, um den Kofferraum leichter zu beladen. Hinter der großen Heckklappe versteckt sich ein noch größerer Laderaum. Das Volumen ist von 697 auf 810 Liter gewachsen. Damit übertrumpft er z.B. den BMW X5 und den Volvo XC90.

Der neue Touareg bietet Platz für fünf Passagiere. Die hintere Sitzbank kann um bis zu 160mm in der Länge verschoben werden, man hat also die Wahl ob man mehr Platz im Fond oder mehr Platz im Kofferraum haben möchte.

Die Rückenlehnen vom 2018 VW Touareg lassen sich zum bis zu 21° in der Neigung verstellen, das erhöht den Komfort der Mitreisenden im Fond um ein vielfaches. Die können Abends dank dem größten Panorama-Schiebedach, welches Volkswagen je verbaut hat, auch Sterne zählen.

Der neue Touareg empfielt sich nicht nur für den Großstadtdschungel und das Gelände, sondern auch als Zugmaschine. Selbstverständlich kann das neue Fahrzeug gebremste Anhänger bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen ziehen und dank den leistungsbereiten Motoren mache ich mir da gar keine Sorgen, dass das nicht gut funktionieren würde.

Fürs leichte Gelände ist der Touareg sicherlich auch geeignet, fürs schwere Gelände dürften ihm die mechanischen Sperren oder die Geländeuntersetzung fehlen. Im Touareg gibt es ausschließlich elektronische Bremseingriffe, was für 99,9% der Kunden aber vollkommen ausreichen dürfte – denn Volkswagen weiß schon ganz genau was ihre Kunden dem Touareg abverlangen wollen.

Fassen wir noch einmal kurz zusammen: Er ist länger und breiter geworden, hat aber bis zu 106 kg abgespeckt. Sein moderner Auftritt täuscht nicht. Der neue Touareg bietet mit dem Innovisions Cockpit eine Multimedia Landschaft die seines Gleichen sucht, ist dank eSIM always online, präsentiert sich hervorragend vernetzt und technisch auf dem neusten Stand der Technik.

Zu den Highlights zählen neben dem größeren Kofferraum die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer, die Nachtsichtfunktion, das größte Head-up-Display und das größte Panorama-Schiebedach welches Volkswagen je verbaut hat. Unter die Motorhaube kommt eine Leistungsrange zwischen 231 und 421 PS und der neue Touareg darf Anhänger bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast ziehen.

Das war die statische Premiere vom Volkswagen Touareg der dritten Generation, ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich hätte jetzt tierisch Lust auf eine Probefahrt. Doch bis es soweit ist, müssen wir uns leider noch etwas gedulden.

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