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Wir müssen reden – über das Thema Sicherheit! Passiv, aktiv, Kindersitze…

These: Deutsche Eltern verbringen mehr Zeit mit der Auswahl ihres Smartphones als mit der Suche nach dem richtigen Kindersitz

Eltern, wir müssen reden! Stimmt es, dass die deutschen Eltern sich wirklich mehr Zeit mit der Auswahl ihres Smartphones verbringen als mit der Suche nach dem richtigen Kindersitz? Bei mir persönlich war das nicht so, denn ich kaufe seit Jahren in der Regel den Nachfolger. Mein Smartphone-Werdegang sah so aus: iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, iPhone 6 Plus – das 5er hatte ich übersprungen, weil ich keine Lust auf den Lightning Stecker hatte. So, weg vom Thema Smartphone, denn hier geht es ja um die Kinder.

Beim Kindersitz war es einfach, zunächst gab es für meine Tochter einen Maxi-Cosi. Keine Werbung, aber unter dem Namen kennt man wohl die Babyschalen. Den hatten wir freilich schon vor der Geburt und anschließend gab es einen namhaften Kindersitz aus dem Fachhandel. Doch nun gibt es eine Studie, die will uns weiß machen, dass wir mehr Zeit damit verbringen das Smartphone auszusuchen, als in die Sicherheit unserer Kinder zu investieren?

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Wer behauptet das? Der „Britax State of Safety Report“. Dazu muss man wissen, dass Britax nach eigenen Angaben der führende Hersteller (könnte man auch unter dem Begriff Roemer kennen) im Bereich Mobilität für Kinder ist und wer sich den Report anschaut sieht, dass die deutschen Eltern gar nicht so schlecht sind, im direkten Vergleich zu den anderen europäischen Ländern. Doch „gar nicht so schlecht“ ist halt auch nicht gut, schließlich reden wir hier über die Sicherheit und über die Kinder. Bei einigen sicherheitsrelevanten Details herrscht defintiv Aufklärungsbedarf.

Wie wurde die Studie erstellt? Ich glaube ja in der Regel keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. Für den „Britax State of Safety Report“ wurden 4.500 Eltern in sechs verschiedenen Ländern befragt. Die Kinder durften maximal 11 Jahre alt sein. Der Grund? Hier sollten nur Eltern befragt werden, die definitiv Bedarf an einem Kindersitz haben.

Lassen wir Paul Gustavsson (CEO Britax Group Limited) einmal kurz selbst zu Wort kommen: „Verständlicherweise sind Eltern stets um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt, insbesondere wenn es um die Sicherheit im Auto geht. Dennoch zeigt unsere Studie, dass Eltern durch die große Auswahl an Produkten und die komplexen Regulierungen verwirrt sind und daher trotz der vielen guten Absichten noch immer vermeidbare Risiken auf der Straße eingehen. Das Ergebnis der Studie weist auf eine gemeinsame Verantwortung unserer Branche hin, noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten und Eltern kontinuierlich daran zu erinnern, worauf es im Bereich Kindersicherheit wirklich ankommt und vor allem warum das so ist. Der State of Safety Report zeigt klar und deutlich, wo noch Aufklärungsbedarf besteht und Hilfestellung gegeben werden sollte, um Eltern dazu zu ermutigen, die scheinbar kleinen Gefahren zu reduzieren, die einen gewaltigen und schmerzhaften Einfluss auf das Leben von Familien haben können“

Die Ergebnisse zeigen, dass deutsche Eltern sich erfreulicherweise frühzeitig um den ersten Auto-Kindersitz kümmern. Wie auch wir es getan haben, kaufen viele Paare schon während der Schwangerschaft die Babyschale und mehr als die Hälfte tun dieses im Fachhandel. Bringen wir es auf den Punkt, die ganz kleinen Babys sind in der Regel richtig gut geschützt.

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Doch was ist danach? Ist das Kleinkind der Babyschale entwachsen muss der erste richtige Kindersitz folgen. Hier informiert sich der Großteil (41 %) nur wenige Stunden und schlagen dann zu. Daher stimmt der Vergleich mit dem Smartphone, denn hier wird die Kaufentscheidung (es sei denn man ist so ein Wiederholungstäter wie ich) nicht binnen weniger Stunden.
Wichtig ist, dass die Eltern den passenden Sitz für das Kind finden.

Der Sitz muss ins Auto passen, sich gut verstellen und vor allem auch fest verbinden lassen. Ich mag es ja gar nicht sagen, aber es gibt auch heute noch Fahrzeuge, da passen keine Kindersitze rein, bzw. ist die Gutlänge hinten nicht ausreichend für die rückwärtige Befestigung.

Fakt: In Deutschland müssen Kinder im Auto bis zum 12. Lebensjahr oder aber bis zu einer Körpergröße von 150 cm durch ein Kinderrückhaltesystem (das wäre dann ein Kindersitz) geschützt werden. Wer sich daran nicht hält (ist ein Idiot) riskiert neben der Gesundheit seines Kindes auch empfindliche Geldstrafen bzw. Punkte in Flensburg.

Wer sich nun für den „Britax State of Safety Report“ interessiert, der kann diesen hier downloaden.  Wer aber wissen will, welchen Kindersitz er sich kaufen dem kann ich nur raten: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Fahrt in einen Fachhandel und setzt das Kind hinein, gute Fachhändler erlauben auch die Demo-Sitze ins eigene Auto einzubauen. Nutzt die ISO-Fix Halterung falls vorhanden und überprüft ob die Rückenlehne „für den Sitz“ gemacht ist. Lasst euch die Einstellungsmöglichkeiten erklären und kauft einen Sitz nicht der Optik wegen. Als sicherste Position im Auto gilt übrigens der Sitzplatz hinter dem Fahrer.

Passend zu dem Thema möchte ich euch jetzt schon die neue Sicherheits-Kampagne ans Herz legen, denn ich werde hier auf Rad-ab.com aber auch drüben im Drive-Blog nun häufiger das Thema „Sicherheit“ beleuchten, denn das liegt mir am Herzen.

Den Anfang macht da übrigens Koert Groeneveld von der Daimler AG, er spricht im nachfolgenden Video über die passive und über die aktive Sicherheit, die Gegenwart und auch etwas über die Zukunft. In der losen Blog-Reihe folgen demnächst noch mehr Videos. Also, hier ist das erste Video:

Quelle: Pressemitteilung Britax (31.08.2015)

Der unfaire Vergleich: VW Golf III GTI (1996) vs. Opel Corsa E OPC (2015)

Man wird ja auch noch mal träumen dürfen. Bei Fahrzeugen, die mir bei Probefahrten besonders gut gefallen haben, werfe ich später auch noch mal den Konfigurator an und schaue, was mich das Fahrzeug denn so kosten würde. Der aktuelle Opel Corsa OPC wäre natürlich kein Fahrzeug für mich.

Denn ich habe ja Familie, zwei Kinder, einen Hund und was es da nicht noch alles für Gründe geben könnte die dagegen sprechen. Auf der anderen Seite stehen hier genügend Fahrzeuge herum, wir haben noch den Familienbomber. Warum also nicht ein kleines Spaßfahrzeug für den Papa? Problem? Das was ich haben eigentlich haben will ist weit entfernt, also schaut man mal bei realistischeren Fahrzeugen. Also doch ein Opel Corsa E OPC?

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Konfiguriert habe ich mir den Opel Corsa, OPC, 3-Türer mit dem 1.6 Turbo Benziner. Gekoppelt an einem manuellen 6-Gang-Getriebe, lackiert in Mandarina Orange, ausgestattet mit Recaro Sportsitze, Nappaleder, großem Heckspoiler, Performance Paket und und und schon erhöht man den Einstiegspreis von 24.650 Euro auf fast genau 32.390,00. Autsch.

Hier kommt der unfaire Vergleich zwischen dem Opel Corsa E OPC und meinem VW Golf III GTI, mal sehen wer unterm Strich gewinnt:

Technische Daten Opel Corsa E OPC (2015) vs. VW Golf 3 GTI (1996)

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI 2015 Opel Corsa E OPC
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2015 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse Kompaktwagen
Türen 2 2
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 24.650 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 207 (152) bei 5800 U/min
Hubraum 1984 ccm 1,6 Liter
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 230 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6.8 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / manueller Schaltung
Antrieb Vorderradantrieb Frontantrieb
Drehmoment 166 Nm 245 Nm
Kraftstoff Benzin Super
Tankinhalt (max.) 55 l 45 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 7.50 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 9,9 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 6,2 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 174 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4020/1480/1780 in mm
Radstand 2475 mm 2510 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1670 kg
Leergewicht 1110 kg 1293 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 280 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1090 l
Nutzlast 360 kg 377 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1200 kg / 580 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

 

Beim Hubraum hat mein VW Golf natürlich die Nase vorn, bei der Leistung, bei der Beschleunigung, bei der Höchstgeschwindigkeit, ja selbst bei der Zuladung und Anhängelast zieht er den kürzeren. Punkten kann er beim Kofferraumvolumen und wer ganz genau hingesehen hat, der sieht, dass de neue Opel Corsa E OPC als Kleinwagen, genauso lang ist wie ein VW Golf 3 aus dem Jahre 1996. Was damals Kompaktklasse war, ist nun ein Kleinwagen. Verbrauchstechnisch liegen die beiden Fahrzeuge gar nicht so weit auseinander, ich würde wetten, dass ich dank dem 10 Liter größeren Tank weiter fahren kann mit meinem Golf 3 GTI als mit dem Opel Corsa E OPC, aber darauf kommt es ja nun wirklich nicht an. Technisch betrachtet ist der OPC alleine schon durch seine Sperre besser, dynamischer und agiler natürlich auch und auch das Infotainmentsystem lässt da keine Wünsche übrigen. Besser klingen? Tja, vom Motor her auf jeden Fall mein GTI – aber das ist ja Geschmacksache.

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Ihr wollt mehr lesen / erfahren über den Opel Corsa OPC? Kein Problem: hier klicken – dann empfehle euch zunächst das Video von Tobias und Jan (wohlwissend, dass Jan in dem Clip einen Scherz auf meine Kosten macht):

…und dann gibt es natürlich auch noch die Automobile Blogosphäre: mein-auto-blog.de / iMaedia / autophorie / drive-blog / kennzeichen-blog und so weiter.

Formel 1 2015: Spa Franchorchamps – Na? Wer hat das Rennen wohl gewonnen?

Die Formel 1, welche (wieder) seit dem Jahre 1950 ausgetragen wird, ist einer der angesehensten Motorsport-Wettbewerbe und ebenfalls beliebt in der ganzen Welt. Im letzten Jahr sahen, so vermeldet es die Formel 1, alleine 425 Millionen Fernsehzuschauer das Spektakel.

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Die Formel 1 wird in über 200 Ländern ausgestrahlt und RTL hat sich auch für die kommende Saison die Rechte gesichert. Ich sitze derzeitig, auf Einladung von Shell Deutschland, in Spa. Besser gesagt sitze ich direkt an der Eau Rouge, eine Kurvenkombination die ich selbst schon mal mit ca. 50 km/h durchrollt bin, normale PKW sollen hier 160 km/h schaffen und Kollege Vettel knallt hier in seinem Formel 1 Boliden mit Vollgas durch. Tempo 300! Wahnsinn!

Ferrari, der „Mythos“, das erfolgreichste und vor allem auch das Team mit den meisten Teilnahmen in der Formel 1. Der rote Flitzer hat Tradition, wenn auch derzeitig die Silberpfeile wegziehen (die ja ebenfalls über eine beeindruckende Vergangenheit verfügen).

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Seit 2015 fährt Sebastian Vettel, übrigens als dritter Deutscher der Grand-Prix-Geschichte, für Ferrari. Neben Vettel sitzt Kimi Räikkönen ebenfalls hinterm Lenkrad.

So ein Ferrari-Lenkrad hatten schon eindrucksvolle Fahrer in der Hand. Einige wurden zu Legenden: Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio, John Surtees, Niki Lauda (den ich heute noch fast umgerannt habe) und natürlich Michael Schumacher. Der Held meiner Jugend und damals auch der Grund warum ich überhaupt Formel 1 geschaut habe (auch wenn er damals noch im Benetton saß)

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Der Erfolg von Ferrari ist aber nicht nur hausgemacht bzw. liegt es auch nicht nur am Fahrer. Hier sind ganz viele Unternehmen am Werk und alle zusammen puzzeln am Erfolgsrezept. So fährt der Ferrari SF15-T mit dem Ferrari 059/3 1.6 Liter V6-Turbo-Benziner und rollt auf Pirelli Reifen. Die Bezeichnung des Wagens setzt sich aus der Abkürzung des Teamnamens, SF für Scuderia Ferrari, der Jahreszahl (15) und der Abkürzung T für Turbolader zusammen. Der Flitzer wiegt inkl. Fahrer genau 702 kg.

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Für den Kraftstoff (bei Ferrari) ist der Premiumpartner Shell verantwortlich. Diese Beziehung geht zurück auf das Jahr 1929, als Enzo Ferrari sein Rennteam in Modena gründete und sich, so ist es überliefert, Shell als Partner seiner Wahl aussuchte. Heute ist die Partnerschaft zwischen Shell und Ferrari eine der erfolgreichsten im Motorsport, nach 12 Meisterschaften und 10 Konstrukteurstiteln kein Wunder.

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Das Rennen in Spa hatte für Ferrari, aber auch für Sebastian Vettel eine besondere Bedeutung. Ferrari startete in das 900. Formel 1 Rennen. Sebastian Vettel ging zum 150. mal an den Start. Große Zahlen leider auch nach dem Qualifing, Sebastian ging von Platz 8 an den Start, Teamkollege Kimi Räikkönen vermeldete bei der Qualifikation „Something broke“ und verließ das Fahrzeug. Er startete von Startplatz 16.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Sonne. 23 Grad, die Strecke ca. 38 Grad „warm“. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich der ein oder andere Fahrer auch Regen gewünscht hätte, doch die zahlreichen Zuschauer vor Ort haben sich sicherlich über den Sonnenschein gefreut. Doch während des Rennen zogen auf einmal dunkle Wolken auf und manch ein Team-Mitglied (egal ob Mercedes oder Ferrari) bekamen ein paar Sorgenfalten mehr.

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Für Mercedes-Pilot und Lifestyle-Star Lewis Hamilton lief alles wie am Schnürrchen. Er sicherte sich nicht nur den Pole, sondern arbeitete in Spa auch an seinem Ziel, die Formel-1-Bestenliste ebenfalls zu dominieren. 6. Pole in Folge, 10. in der Saison. Da kann man schon einmal applaudieren. Während alle anderen Fahrer, scheinbar auf einem gleichen Niveau sind, fährt Lewis Hamilton scheinbar in einer anderen Liga, was für eine Fahrer-Fahrzeug-Kombination, da passt scheinbar alles. Vergleicht man ihm mit Team-Kollegen Rosberg, dann konnte man während dem Rennen schön erkennen, dass Rosberg im ersten Sektor der Schnellere Fahrer ist. Hamilton dominierte „nur“ den Rest der Strecke.

„Lustige und traurige Geschichten“: Bei V. Bottas hat das Williams Team einen falschen Reifen montiert, Botts fuhr auf drei weichen und auf einem harten Reifen. Das ist a) nicht gestattet, wird b) eine Strafe nach sich ziehen und dürfte fahrdynamisch auch nicht gerade der Hit sein. Bottas musste als Strafe eine Ehrenrunde durch die Boxengasse drehen, die Reifen durfte er behalten, scheinbar kommt er ganz gut damit zu Recht. Recht kniffelig wurde es auch für D. Ricciardo, sein Red Bull brach in der Eau Rouge aus und er musste in der Vollgas-Kurve kurz vom Gas. Ging aber alles gut, die Jungs können halt fahren. Ein paar Runden später stellte er seinen Boliden, kurz vor Start und Ziel, ab und ging zu Fuß weiter.

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Sebastian Vettel kämpfte sich zwischendurch auf den ersten Platz (er überholte Hamilton in der Box), verlor dann in der 15. Runde (während des eigenen Boxenstopps) einige Plätze und startete erneut die Aufholjagd. Ohne Frage, ein großer Fahrer. Das gilt allerdings auch für Hamilton und Rosberg.  Rosberg teilweise 3 Sekunden hinter Hamilton, Vettel dann schon eher 20-22 Sekunden hinter ihm, genauso wie Riccardo. Ich sag ja, der Hamilton fährt wie von einem anderen Stern, ich weiß auch nicht was der genommen hat. Vettel holte aber wieder auch und lag bereits in Runde 24 wieder auf den dritten Rang. Unter uns? Mehr war da auch nicht drin, zu stark waren die beiden Silberpfeile. Hier hätte man schon auf ein Wunder, auf einen technischen Defekt oder auf Regen hoffen müssen. Hamilton und Rosberg dominierten Spa, von der ersten bis zur letzten Runde.

Spannend waren die Boxenstopps. Die würfelten das Feld immer wieder schön durcheinander. So ein Radwechsel während des Boxenstopps ist übrigens echt harte Arbeit. Im Selbstversuch (ich schaffte mit „meinem Team“ eine Bestzeit von 2,9 Sekunden) merkt man erst einmal unter was für einen Stress die Crew-Mitglieder da stehen und schrauben. Beim Shell-Fahrsimulator bin ich die Strecke übrigens in 1:59 gefahren, Hamilton fuhr im Rennbetrieb teilweise 1:54er Zeiten, sollte ich eventuell doch noch mal über eine Rennfahrer-Karriere auf dem zweiten Bildungsweg nachdenken?

Den Formel 1 Grand Prix (43 Runden auf der 7 Kilometer langen Strecke des Circuit de Spa-Francorchamps in Spa Francorchamps) hat in diesem Jahr also Lewis Hamilton vor Rosberg gewonnen. Rosberg hat zwischendurch noch mal richtig Gas gegeben, so viel, dass sogar Hamilton bei der Box nachfragte wie das denn wohl passieren konnte. Kurz vorm Ende wurde es sogar noch einmal spannend, als Rosberg 1:52er Zeiten in den Asphalt brannte und Hamilton somit etwas näher kam. Sebastian Vettel, der in der 33. Runde noch über Probleme klagte fuhr 1:55er Zeiten und kam leider gar nicht mehr ins Ziel. In der 42. Runde platzte ihm ein Reifen und damit auch der Traum vom dritten Platz.

Vettel Verfolger R. Grosjean im Lotus holte in den letzten Runden noch mächtig auf und es kam zum 1:1 Duell zwischen Lotus und Ferrari ab der 40. Runde. Grosjean hatte einfach die noch frischeren Reifen drauf, eventuell lag es aber auch an dem technischen Defekt den Vettel in Runde 33 beklagte.  Da wurde es dann noch einmal richtig spannend in den letzten zwei Runden. Grosjean klar der schnellere, Vettel aber vor ihm und er machte auch keine Anstalten das freiwillig zu ändern, bis ihm halt der Reifen platzte. Die Ingenieure hatten ihm vorher noch über Funk gesagt, dass die Reifen von den Daten her gut aussehen, tja hätten die mal auf Vettel gehört, der wollte nämlich einen weiteren Wechsel, manchmal misst das sogenannte Popo-Meter doch besser als die moderne Messtechnik.

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Fotos: © Ferrari / Shell / Mercedes-Benz / Daimler

Wer übrigens mal darüber nachdenkt, sich selbst so ein Formel 1 Rennen live anzusehen, dem sei gesagt, dass man an der Strecke immer nur temporär mitbekommt, was so passiert. Besser mitverfolgen kann man das Rennen sicherlich vor dem heimischen Fernseher, aber einmal im Leben sollte man so ein Rennen schon live gesehen haben, damit man auch einmal die Atmosphäre miterlebt hat. Da bekommt man schon eine Gänsehaut wenn die Teufelskerle in den tollkühnen Kisten mit Tempo 300 an einem vorbei donnern.  Im Rahmenprogramm gibt es noch weitere GP-Rennserien und hier fuhr auch noch der Porsche Cup. Patrick Dempsey, alias Mc. Dreamy, habe ich somit auch gesehen. Die Karten vor Ort sind nicht ganz günstig, manche kosten bis zu 424 Euro. Was auch ansteigt sind die Verpflegungskosten, bekommt man am Freitag und am Samstag noch für 4 Euro eine Pommes mit Ketchup, muss man am Renn-Sonntag dafür schon 2 Euro mehr bezahlen. Parken war mit 10 Euro pro Fahrzeug aber günstig und ich kann gut verstehen, dass die Händler und Imbissbetreiber vor Ort auch ihren Umsatz / Gewinn machen müssen.

Disclaimer: Wie oben bereits erwähnt, wurde ich (zusammen mit Raphael von heldth.com) von Shell zu dem Formel 1 Rennen eingeladen. Weder Shell, noch der Technologie-Partner Ferrari hatte Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich sympathisiere klar mit Sebastian Vettel, freue mich aber ebenso für Mercedes-Benz und Lewis Hamilton, denn so einer meisterhafte Leistung muss man einfach Respekt zollen.

Der unfaire Vergleich: 1996 VW Golf 3 GTI (115 PS) vs. 2015 VW Golf 7 GTI (230 PS)

Heute im unfairen Vergleich, der VW Golf 3 GTI aus dem Jahre 1996 und der aktuelle VW Golf 7 GTI. Ein guter Grund sich einmal vor Augen zu halten, was in den letzten 20 Jahren so alles passiert ist. Wir verdienen inzwischen alle mehr Geld (hoffentlich) und können uns deswegen ein Auto leisten, was inzwischen 10.740 Euro teurer geworden ist. Dafür gibt es auch genau doppelt so viel Leistung und ein Fahrzeug was in der Lage ist genau 54 km/h schneller zu fahren.

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Ganze vier Sekunden schneller beschleunigt der neue GTI von 0 auf 100 km/h und das obwohl er knapp 285 kg schwerer geworden ist. Teurer, schwerer, dafür aber auch besser ausgestattet und vor allem auch größer. 24 cm länger, 1,7 cm höher und 6,5 cm breiter. Der Radstand wuchs in den 20 Jahren um satte 15,6 cm und das kommt vor allem natürlich den Passagieren zu Gute. Das Kofferraumvolumen ist auch gewachsen, um 60-118 Liter.

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Gar nicht mal so viel, der GTI war halt noch nie ein Lademeister. Beim kombinierten Verbrauch ging es nach unten, um satte 1,2 Liter. In der Stadt um 3,7 Liter und Überland werden 2,1 Liter (laut NEFZ) auf 100 km gespart und das obwohl der neue GTI 184 Nm, als mehr als das doppelte, mehr leistet als der Vor-Vor-Vor-Vorgänger. Bringen wir es auf den Punkt: Der aktuelle VW Golf 7 GTI ist größer, schneller, sparsamer (laut NEFZ) und dank etwas größerem Kofferraum auch praktischer.

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Besser ausgestattet ist er auch, damit meine ich nicht nur die Sicherheitsfeatures, sondern natürlich auch die anderen Annehmlichkeiten wie Apple CarPlay, großem Navi, Sitzheizung und Klima-Automatik. Dank Modifizierung rollt mein GTI übrigens auch auf 18″ Felgen, der neue darf sich optional sogar 19 Zöller in die Radkästen zwängen. Objektiv betrachtet ist der neue VW Golf 7 GTI das bessere Auto, subjektiv betrachtet leider auch ;).

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Der fährt sich wirklich gut, die Lenkung ist schön direkt, das adaptive Fahrwerk gut abgestimmt, die Bremsen lassen sich fein dosieren und das Getriebe ist kurz und knackig und auch wenn er in der Anschaffung natürlich recht teuer ist, käme er mich bei der Versicherung, aber auch beim Verbrauch unterm Strich vermutlich günstiger, wenn ich den auch 20 Jahre lang fahren würde. Tue ich aber nicht und aus dem Grund gibt es bald schon wieder einen unfairen Vergleich!

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VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-4Kommen wir zu den technischen Daten vom VW Golf 3 GTI / VW Golf 7 GTI:

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI VW Golf 7 GTI
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2009 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse untere Mittelklasse
Türen 2 4
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 30.400 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 169 (230) bei 4700 U/min
Hubraum 1984 ccm 1984 ccm
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 250 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6,4 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / Manuelles Getriebe
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Drehmoment 166 Nm 350 Nm
Kraftstoff Benzin Benzin
Tankinhalt (max.) 55 l 50 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 6,0 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 7,5 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 5,1 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 147 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4268/1442/1790 in mm
Radstand 2475 mm 2631 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1850 kg
Leergewicht 1110 kg 1395 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 380 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1270 l
Nutzlast 360 kg 543 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1600 kg / 690 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

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