Archive for the Auto-News Category

Meine ganz subjektiven Messe Highlights vom Genfer Automobil-Salon 2015

Früher war eventuell nicht alles besser, aber doch vieles schöner. Die Fahrzeuge hatten noch Formen, die Fahrzeuge hatten noch Spitznamen, die Fahrzeuge hatten noch Charakter und waren nicht einfach so austauschbar. Während ich durch die Messe Hallen in Genf wandelte, musste ich unweigerlich bei nachfolgenden Fahrzeugen stehen bleiben.

Hach! Sind die nicht schön? Sicherlich, die heutigen Fahrzeuge sind sicherer, sparsamer und in vielen Augen sicherlich auch schöner. In meinen Augen sind das hier die Highlights von Genf, die Blickfänge, quasi der Augenschmaus zwischen den Neuerscheinungen. Ich bin übrigens der Meinung, dass es nicht viele aktuelle Fahrzeuge gibt, die das Zeug haben zu einer Ikone zu werden.

Ikone? Nun, der 300 SL prägte ja schon die Geschichte, genauso wie der Land Rover Defender, die Göttin von Citroen oder die Isabella von Borgward. Die kenne ich sogar, obwohl ich eigentlich zu jung für die Marke bin und der 1990 Porsche 911. Ja, der wäre was für Vati, aber leider ist das Schmuckstück schon verkauft.

#Opel – Roadtrip nach Genf 2015 – Video 03 – Die 3. Aufgabe!

Die dritte und letzte Aufgabe der Opel Blogger Challenge war es übrigens ein gutes Restaurant zu finden. Tja, wie macht man das am Besten im Auto?

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Opel präsentiert in Genf das Opel OnStar System – Was kann es und was kostet es?

Opel OnStar hat gerade seine Europapremiere auf dem 85. Internationalen Automobilsalon in Genf gefeiert.

Wer nicht lange lesen möchte, kann sich auch gleich dieses Video hier ansehen, denn hier wird das System gut erklärt:

In den USA, Kanada, China und Mexiko gibt es das System schon, ab August wird es allmählich in 13 europäischen Märkten in den Opel-Pkw-Baureihen Einzug halten, weitere werden folgen. Den Kunden soll dann das gesamte Leistungsspektrum von Opel OnStar inklusive der leistungsstarken WLAN-Hotspot-Funktion mit Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkanbindung zur Verfügung stehen, nach der Registrierung sogar die ersten zwölf Monate kostenlos.

Die 4G/LTE-Architektur ist in das Elektroniksystem des Fahrzeugs integriert, eine spezielle Außenantenne sollt für maximale Reichweite und bestmögliche Vernetzung sorgen. Dank dieser Konstellation benötigen die Kunden kein Smartphone, um die angebotenen Serviceleistungen abzurufen. Die Anbindung von 4G/LTE von Opel OnStar soll einen bis zu zehn Mal schnelleren Datenaustausch als 3G-Technologien ermöglichen, das System soll reaktionsschneller sein und gleichzeitige Anruf- und Datenverbindungen unterstützen. Mit dem WLAN-Hotspot lassen sich bis zu sieben mobile Endgeräte zur gleichen Zeit an das System koppeln, was es jedem Reisenden möglich macht, sowohl soziale Netzwerke zu nutzen, als auch Spiele oder Filme aufzurufen, über eine App TV-Programme zu starten oder unterwegs zu arbeiten. Erstmal wird die 4G/LTE-Technologie in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zur Verfügung stehen, die weiteren Märkte folgen nach und nach. Das Beste: Das System funktioniert über eine Roaming-Karte, sprich es wird immer das jeweils beste Netz gewählt.

Falls bei einem Unfall der Airbag ausgelöst wird, stellt Opel OnStar automatisch die Verbindung zu einer Leitstelle her, unabhängig davon, ob die Insassen selbstständig Hilfe anfordern können oder nicht. Der kontaktierte ausgebildete Notfallassistent fragt, ob und welche Hilfe benötigt wird. Sollte niemand antworten, schickt er ein Team zum Standort des Fahrzeugs. Die Opel OnStar-Mitarbeiter des Service-Centers im englischen Luton überwachen das Notrufnetz rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Die Rettungstaste befindet sich modellabhängig entweder in der Dachkonsole oder in der Rückspiegel-Armatur. Mit Hilfe des Systems kann zudem ohne Umwege Pannenhilfe angefordert werden.

Smartphone-Besitzer können sich auch per App mit ihrem Wagen verbinden. Dieses umfasst folgende Funktionen: den Kontakt zum Opel OnStar-Team von überall, den Abruf von Betriebsdaten wie beispielsweise Reifenluftdruck oder Ölstand, das Öffnen und Schließen des Fahrzeugs, die Fahrzeug-Lokalisierung, die Aktivierung von Hupe oder Licht, die Zieladressen-Eingabe ins On-Board-Navigationssystem und die Anpassung der WLAN-Hotspot-Einstellungen.

Der Diebstahl-Notfallservice unterstützt sowohl den Autobesitzer als auch die Polizei, indem er den aktuellen Standort des gestohlenen Wagens ausfindig macht und durchgibt. Außerdem kann Opel OnStar per Fernaktivierung der Wegfahrsperre das Starten des als gestohlen gemeldeten Fahrzeugs verhindern.

Auf Wunsch kann man monatlich per E-Mail einen Statusbericht mit den wichtigsten Fahrzeugbetriebsdaten und Messständen bekommen, oder man ruft diese Prüfliste bei Bedarf per Tastendruck ab.

OnStar Dienste

Jeder Opel OnStar-Nutzer soll die volle Kontrolle über ine Daten behalten und selbst entscheiden, inwiefern er das System in Anspruch nehmen will. Nur wer den Geschäftsbedingungen zustimmt, bekommt die Opel OnStar-Dienste freigeschaltet. Opel OnStar ist ein reines Service- und Notfall-System ohne Überwachungsfunktion, über die Privat Taste bleibt der aktuelle Aufenthaltsort verborgen. Kommt es aber zu einer Airbag-Auslösung, gibt es die Standortdaten automatisch durch, so dass die Notfallhelfer schnellstmöglich am Unfallort sein können.

Das Beste kommt zum Schluss: Opel OnStar gibt es in den ersten 12 Monaten kostenlos, die Preise für “danach” sind noch nicht kommuniziert worden, aber bis zum Rollout ist ja auch noch etwas Zeit. Wer nun übrigens denkt: “Toll, aber bestimmt wieder nur für die großen Fahrzeuge”, der irrt gewaltig. Opel OnStar wird es in jeden Opel Pkw geben, vom neuen Opel Karl, über den Opel Adam, bis hin zum Opel Zafira. Weitere Informationen demnächst bei den Mobilegeeks, denn für den Blog habe ich gerade noch ein Ausfahrt.TV-Tech Check Video gedreht.

Genf 2015: Opel Karl – der Vernünftige?

Opel KARL heißt ab Sommer 2015 der Einstieg in die Opel-Welt, der gerade auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellt wird. Sein Name gilt als Hommage an den gleichnamigen Sohn des Firmengründers. Opels Kleinster, der das Kleinwagenportfolio um den ADAM und den Corsa komplettiert, ist zum Einstiegspreis von unter 10.000 Euro zu haben.

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Unter der Motorhaube kommt die jüngste Antriebsgeneration von Opel, der 55 kW / 75 PS starke 1.0 ECOTEC-Benziner, zum Einsatz. Mit dem für 250 Euro erhältliche ECO-Paket aus aerodynamisch optimierter Frontspoilerlippe und Dachspoiler stößt der KARL nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer aus, der Kraftstoffverbrauch lässt sich auf bis zu 4,3 Liter pro 100 Kilometer senken. Weitere Elemente wie besonders rollwiderstandsarme Reifen runden das Paket ab.

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Geschaltet wird per Fünfgang-Schaltgetriebe, welches zusammen mit dem auf Komfort ausgelegten Fahrwerk und der ebenso konfigurierten Lenkung für beste Fahreigenschaften sorgen soll.

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Vorne ziert den KARL die zu beiden Seiten hochgezogene Chrom-Grillspange mit Markenemblem in der Mitte. Seitlich kennzeichnen ihn drei scharfe Linien, davon eine angedeutete Sichel im unteren Türbereich und zwei oberhalb parallel durch die Türgriffe verlaufend. Große Frontscheinwerfer und Heckleuchten tragen zur dynamischen Optik bei.

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Mit nur 3,68 m Länge und 1,48 m Höhe soll der neue Kleinstwagen aus Rüsselsheim die ideale Kombination aus bestem Raumangebot und kompakten Außenmaßen bieten. Ein hohes Maß an Komfort ermöglicht das Zusammenspiel aus dem 2,39 m langen Radstand und den Spurweiten von 1.41 m vorne und 1.42 m hinten. Mit 939 kg ist der fünftürige und fünfsitzige KARL ein Leichtgewicht. Dabei bietet er reichlich Platz: Die 1/3 zu 2/3 umklappbare Rücksitzlehne (optional bei Ausstattung Edition, Serie bei Ausstattung Exklusiv) sorgt bei Beladung bis unters Dach für maximal 940 Liter Kofferraumvolumen.

Beim exklusiven Preview habe ich natürlich nachgemessen. Die Ladekantenhöhe beträgt 72 cm, anschließend müssen die Gepäckstücke ca. 20 cm herabgelassen werden. Nicht optimal, aber in der Preisklasse wird man kaum einen finden, der es besser kann.

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Man kann aus zehn unterschiedlichen Karosserietönen und drei Ausstattungen wählen: Selection, Edition und Exklusiv. Wie ADAM und Corsa stattet Opel auch den neuen KARL ab der Ausstattungslinie Edition mit dem City-Modus für die Servolenkung aus, der das Rangieren im Stadtverkehr erleichtern soll. Gegen einen Aufpreis von 250 Euro schützt der Parkpilot vor Remplern beim Einparken. Ab der Edition-Ausstattung bekommt man serienmäßig den Geschwindigkeitsregler mit Geschwindigkeitswarner. Neben dem serienmäßigen Berg-Anfahr-Assistenten bekommt man optional den Spurassistenten, der akustisch und auch über ein gelbes Warnsymbol im Drehzahlmesser vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur warnt.

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Nebelscheinwerfer mit integrierter Abbiegelichtfunktion sorgen für eine bessere Ausleuchtung der Straße. Das Funktions-Paket aus Nebelscheinwerfern und Spurassistent, 15 Zoll-Designrädern sowie der 1/3 zu 2/3 geteilten Rücksitzbank ist für 325 Euro zu haben und bei der Exklusiv-Ausstattung ist dieses Paket sogar Serie. Auf Wunsch sorgen im Winter nicht nur die beheizbaren Vordersitze, sondern auch das beheizbare Lederlenkrad für wohlige Wärme im Innenraum. Im Sommer gibt’s Sonne und frische Luft über das optionale Glas-Schiebedach.

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Bestens vernetzt sind KARL-Besitzer künftig mit dem IntelliLink-Infotainment-System von Opel. Es integriert Apple iOS- und Android-Geräte nahtlos ins Auto und ermöglicht so die Nutzung diverser Apps. In der Exklusiv-Ausstattung ist der KARL mit dem Radio R300 BT mit sechs Lautsprechern, Aux-in und USB-Anschluss sowie Freisprecheinrichtung und Audiostreaming via Bluetooth ausgestattet. Für zusätzliche 200 Euro kann es mit dem digitalen Radioempfang DAB+ kombiniert werden.

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Fazit: Der Opel Karl ist sicherlich der Vernünftige. Während andere Hersteller auf dem Genfer Automobil-Salon sich überbieten in Sachen Sportlichkeit, Leistung und Preis, stellt Opel hier einen richtigen Volkswagen auf die Räder. Ja, der Karl basiert auf dem Chevrolet Spark, aber optisch, haptisch und technisch ist er ein echter Opel geworden. Es wäre doch wirklich schade, wenn Opel diese Plattform nicht genutzt hätte.