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Audi vs. Mercedes – in Peking geht das SUV-Crossover Battle in Runde #01

„Mit dem Concept Coupé SUV wollen wir neue Kunden gewinnen, indem wir für Mercedes-Benz neue Segmente erschließen“, gibt Dr. Dieter Zetsche einen kurzen Ausblick auf die Coupé-Studie. „In der Kombination aus Coupé und SUV sehen wir großes Potenzial für Mercedes-Benz. Offiziell stellen wir das Concept Coupé SUV in knapp zwei Wochen auf der Automesse in Peking vor“, so Dr. Zetsche weiter.

Mercedes CLA SUV - Crossover Peking

Audi stellt in Peking das (ich hab nicht mitgezählt daher nenne ich es mal) “X”te Crossover-Concept vor, dieses mal geizt man allerdings vorab mit vielen Worten und zeigt erst einmal nur ein paar Skizzen:

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Fehlt eigentlich nur noch eine Antwort von BMW, oder? Ob der BMW 2er es wohl auch als SUV auf die große Bühne schafft? Wann werden eigentlich mal wieder Autos fürs “Volk” gebaut? So ein richtiges Volksauto? Die baut man bei VW doch auch schon lange nicht mehr. Ich will nun gar nicht auf dem ewig gestrigen Thema rumreiten, aber wer kann sich die Traumfahrzeuge von heute denn noch leisten? Mercedes-Benz hätte da mit dem S-Coupé ein richtiges Traumauto im Angebot, mein Problem? Ich kann es nicht über 190 Jahre finanzieren und somit habe ich ein Problem. Ich verdiene nicht genug Geld um mir die Leasingrate zu gönnen, denn da scheitert es ja bereits an einer neuen V-Klasse mit Vollausstattung. Traurig! Gestern hatte ich noch ein Gespräch mit einem ehemaligen Ingenieur. Der hat damals: Haus, Auto, 3 Kinder und eine Hausfrau “finanziert” – heute sagt er, wäre das nicht mehr möglich. Traurig aber wahr!

Die Preisspirale geht nach oben und ich kann durchaus verstehen, dass sämtliche Arbeitnehmer mehr Geld einfordern, denn schließlich möchte man sich von seiner Arbeitskraft auch etwas gönnen was Leiden schafft! In Peking werden nun wieder solche Concepte stehen, im kommenden Jahr rollen dann die Serienmodelle über die Straße und mit der passenden Ausstattung sind es sicherlich alles Fahrzeuge zum verlieben, solange man diese nicht bezahlen muss.


Angesehen / Angetestet: Das neue Audi S3 Cabriolet

Die Audi A3 Familie wächst! Zunächst gab es den Audi A3 als Zweitürer, dann folgte der Audi A3 Sportback, anschließend die Audi A3 Limousine und sämtliche Modelle auch noch mal als nachgeschärfte “S”-Version! Das “S” steht für Sport – oder halt für Stig Blomquist der damals den ersten “S” bewegte. Wie dem auch sei, auch das Audi A3 Cabrio bekommt nun sportliche Gene verpasst. 300 PS unter die Haube, damit wird das 1,6 Tonnen Cabriolet innerhalb von 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Auspuffanlage sorgt für eine nette, klangliche Untermalung, hin und wieder rotzt es beim Gangwechsel sogar und der Vortrieb endet – wie gehabt – bei 250 km/h.

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Ich bin das Fahrzeug in Schweden exakt 48 km gefahren! Zwei Kurven hatte meine Teststrecke. Ich kann also nicht wirklich etwas zu dem Fahrzeug sagen, da wir uns auf den neuen Audi S1 fokussiert hatten. Daher verkünde ich noch stolz, dass die Gewichtsverteilung 56:44 ist, dass es das erste Cabrio in der Komapktklasse ist mit quattro – sprich Allradantrieb und das Dach innerhalb von 18 Sekunden geöffnet ist. Ist das Dach geschlossen, dann wird es im Innenraum leise. Ist das Dach offen, dann wird es nicht unbedingt kälter. Dafür sorgt die Sitzheizung und das Nackengebläse.

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Unter der Motorhaube gibt es auch ein Gebläse, besser gesagt einen Turbolader. Mit 1,2 bar Ladedruck sorgt er für eine rasche Füllung der Zylinder. 380 Nm werden realisiert und im Dynamic-Modus macht das Audi S3 Cabriolet, welches ohne den Aufklebe-Heckspoiler auskommt, auch Spaß. Die adaptiven Dämpfer sorgen für ein sportliches Fahrgefühl, die Lenkung ist okay, die Rückmeldung auch, doch mit einem Basis-Preis von 48.500 Euro zielt das Cabrio auf ganz potente Kompaktklässler ab.

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Im direkten Vergleich zum Audi A3 Cabriolet zeigt sich die Karosserie um 25 mm tiefergelegt, in den Radkästen drehen sich 18″ Felgen und unter dem Blech- und Alukleid wurde wohl auch noch Gewicht gespart. Sparen muss man sich auch größere Einkäufe, denn die passen nicht in das Fahrzeug. 4 Personen können die Frischluftkur aber wohl genießen, richtig sinnvoll ist so ein Cabrio aber sowieso nur für 2 Personen.

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Das Cabrio möchte ich noch mal in Ruhe fahren und testen, denn ich glaube das “s”tecken noch mehr Qualitäten hinter, die ich in der kurzen Zeit noch nicht entdecken konnte.

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Weiterführende Links: autorild.de / autogefuehl.de


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Liebling, Audi hat den S1 geschrumpft! Der neue Audi S1!

Audi S1? Na klar, da klingelt es doch, oder? Der kurze Sport quattro S1 ist eine Legende! Gefahren von Walter Röhrl überzeugte das 476 PS starke Rallye-Fahrzeug nicht nur bei der Rallye in San Remo. Das war übrigens im Jahr 1985. Ein paar Jahre später standen für den Pikes Peak dann sogar 600 PS zur Verfügung. Von 0 auf 100 km/h ging es damals in unter 4 Sekunden. Der Grund? Der Audi S1 wog gerade einmal 1000 kg und verfügte natürlich über den quattro-Antrieb.

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Eingeführt mit dem ur-quattro schraubte der Hersteller, bzw. die quattro GmbH nun seit über 34 Jahren an dem Vorsprung durch Technik, bewies die Leistungsfähigkeit auf Rallye & Rennstrecken, im Alltag und zu Werbezwecken sogar auf Ski-Pisten und nicht nur die großen Fahrzeuge profitieren von dem Allradantrieb!

Der kleine Giftzwerg trägt einen großen Namen, in die Fußspuren kann er natürlich nicht fahren. Auf der anderen Seite: Der ursprüngliche Audi S1 ist nun schon so lange her, da kann sich die Zielgruppe vom Audi S1 wohl kaum dran erinnern. Interessante Frage: Wo sieht Audi eigentlich die Zielgruppe vom Audi S1? Geht es nach dem Hersteller, dann soll der Audi S1 der Traumwagen von jungen, aufstiegsorientierten Kunden sein, vermutlich eher männlicher Natur.

Moment mal – Audi A1 quattro? Gab es! Limitiert auf 333 Stück und ich weiß zumindest wo eines dieser begehrten Stücke steht. Der “Vorgänger” vom Audi S1 quattro hatte 256 PS. Nun kommt der Audi S1 quattro und da dieser nicht so streng limitiert ist, dürften sich davon demnächst auch mehrere Fahrzeuge auf den Straßen befinden.

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Auf dem Blatt Papier hat er mit 231 PS etwas weniger Leistung als sein “Vorgänger” zur Verfügung, doch wen interessieren diese Zahlenwerte, wenn man sie so ja gar nicht beschreiben kann. Wenn die vier Räder das maximale Drehmoment von 370 Nm verarbeiten dürfen, dann kommt einem der Audi S1 auf keinem Fall untermotorisiert vor.

Optisch unterscheidet sich der Audi S1 vom seiner zivilen Version durch seine Scheinwerfer, die zeigen sich etwas schärfer gezeichnet, durch die geänderte Front, den Seitenschwellern, dem optionalen Heckspoiler und durch die Heckstoßstange mit Diffusor.

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Die Abgasanlage führt die quattrologie fort und zeigt sich durch die vierstrahlige Version, die sich durch den durchaus sonoren Klang sogar hören lassen kann. Dank “Klangoptimierung” hört sich der Audi S1 im Innenraum sportlicher an als draußen, schön klingen tut er trotzdem.
Sehen lassen können sich auch die neuen Rückleuchten, die wirken durch die neue Farbgestaltung frischer, spritziger, dynamischer. Dynamisch! Das ist der Audi S1. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, der Audi S1 ist ein Kurvenräuber wie er im Buche steht.

Der Antrieb ist clever gelöst. Je nach Traktion bzw. Fahrmodus wird die Kraft über eine Lamellenkupplung (die an der Hinterachse sitzt) hin und her geschoben. In den meisten Fällen dürfte es sich positiv auf den Verbrauch auswirken, dass nur die Vorderräder angetrieben werden. Der S1 bekommt sogar eine Start-Stop-Funktion, man hat also mit allen Mitteln versucht den Verbrauch zu senken.

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Unter der Haube sitzt also der 2.0 TFSI quattro, handgerissen über ein manuelles 6-Gang Getriebe wird die Kraft auf die Straße gebracht. Ein DSG steht nicht zur Verfügung. Die Begründung: Die Audi A1 quattro Kunden waren von der Handschaltung begeistert und natürlich hätte auch das ca. 20 kg schwerere DSG-Getriebe zu einer veränderten Achslastverteilung gesorgt, welches vermutlich das Fahrverhalten eingeschränkt bzw. verändert hätte.

Update:

Die Leistung von 231 PS bzw. 370 Nm stehen im normalen Audi S1 und natürlich auch im Audi S1 Sportback zur Verfügung. Kombiniert sollen die beiden Modelle zwischen 7 und 7,1 Liter nach NEFZ verbrauchen. Ich muss euch nicht verschweigen, dass man diesen Wert bei flotter Gangart verdoppeln kann? Preislich gesehen startet der Audi S1 ab 29.950 Euro, der viertürige Sportback liegt bei 30.800 Euro in der Basis-Version.

Serienmäßig rollt der kleine quattro auf 7,5 J × 17 Felgen, optional gibt es auch 18 Zöller die die Radkästen schmücken dürfen. Die genialen Felgen vom limitierten Audi A1 quattro wird es allerdings nicht mehr geben.

Fahrer und Beifahrer sitzen auf Sportsitzen, die dank den ausgeprägten Seitenwangen für einen besseren Seitenhalt in Kurven sorgen. Damit man auch flott durch die Kurven flitzen kann hat Audi dem S1 das sogenannte “Audi drive select” spendiert. Dait kann man in den Modi “auto, dynamic oder efficieny” die gewünschten Kennlinien einstellen. Angepasst wird die Gaspedal-Kennlinie, der Motorsound und die Kennlinie des Fahrwerks. So lässt sich der Fahrkomfort und die Dynamik quasi per Knopfdruck verstellen und aus dem Stadtflitzer macht man den Landstraßenräuber.

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In der Höhe sind beide Sitze manuell einstellbar und damit man auch nicht vergisst in was für einem Fahrzeug man sitzt verfügen die Audi S1 Modelle auch noch über die sympathische S-Prägung in den Lehnen der Vordersitze. Könnte auch für Superman stehen, oder halt für Stratmann, aber es symbolisert natürlich die Sportlichkeit. Sportlich ist auch das Lenkrad, optional kann man sich den Lenkradkranz auch beledern lassen. Der S-spezifische Schaltknauf ist allerdings serienmäßig verbaut, wenn man sich für einen S1 entscheidet.

Der 2.0 Liter beschleunigt den Audi S1 und den S1 Sportback innerhalb von 5,8 bzw. 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei beiden liegt die Höchstgeschwindigkeit bei den obligatorischen 250 km/h.

Damit der Fahrer nicht überfordert wird, gibt es im Audi A1 und somit natürlich auch im Audi S1 viele Assistenssysteme die bereits serienmäßig verbaut sind. ASR, EDS, ESC… ich könnte fast das komplette Alphabet durchgehen. S steht also nicht nur für sportlich, sondern auch für Sicher und das Thema Sicherheit kann man ja gar nicht hoch genug aufhängen.

Kleiner Tipp: Steht die Familiengründung vor der Tür, dann sollte es mindestens der Audi S1 Sportback sein, denn der verfügt zumindestens über hintere Türen. Der Kofferraum bleibt für Kinderwagen allerdings zu klein, eventuell ist der S1 dann doch besser der potenten Zweitwagen für den Ausflug aus dem Alltag? 2 Personen? Kein Problem! 2 Personen mit kleinen Kindern? Geht auch noch! Vier Personen sehe ich nur im “Notfall” im Audi S1 – was übrigens auch die maximale Zuladung belegt.

Fazit: Sexy, sportlich, speziell. Der kleine Audi S1 wäre ein Auto für den “jüngeren Jens” gewesen. Inzwischen bin ich älter, Familienvater und Hundebesitzer, daher passt er nicht mehr in “mein Beuteschema”. Von der Haptik hat er mich überzeugt, die Bedienung ist Audi-typisch einfach gestaltet und das Fahrgefühl könnte mich schwärmen lassen. Ich hätte die Zeit gerne mehr genossen, leider hatten wir einen sehr geringen Fahranteil, somit möchte ich mir keine weitergehenden Beurteilungen erlauben. Von der maximalen Höchstgeschwindigkeit war ich im winterlichen, aber wunderschönen Schweden, Meilenweit entfernt.


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2014 Audi TT Workshop in Ingolstadt – Heute: Das virtuelle Cockpit

Gestochen scharf, brillant und kontrastreich! Das Audi “virtual cockpit” soll Maßstäbe sezten. Das 12,3″ Display hat zwar keine Retina-Auflösung, besticht aber durch eine Auflösung von 1.440 x 540 Pixel. Zuständig für das Display ist der Nvidia Tegra 30 Chip. Mit 1 GHz kann der Grafikprozessor auch bei den 3D Anzeigen Vollgas geben. In jeder Sekunde werden bis zu acht Millarden Rechenoperationen abgearbeitet, dass soll erst einmal einer nachmachen.

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Damit die virtuelle Nadel auch “gut ablesbar” bleibt, werden diese mit 60 Frames pro Sekunden berechnet. Das virtuelle Cockpit im Audi TT verfügt ja schließlich auch über digitale Anzeigen.

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Der Fahrer kann mit einer speziellen “View”-Taste am Lenkrad zwischen zwei verschiedenen Oberflächen wechseln. Im “Infotainment-Modus” dominiert ein zentrales Fenster die Ansicht – es bietet der Navigationskarte oder den Listen aus den Bereichen Telefon, Radio und Audio mehr Platz und lässt den Drehzahlmesser und den Tachometer als kleine Rundinstrumente erscheinen. In der klassischen Ansicht werden die wichtigen Anzeigen vergrößert dargestellt. “Beim Audi TTS kommt ein dritter, sportlicher Modus dazu, in dem ein zentraler Drehzahlmesser das Bild dominiert.” – und ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch noch andere Bildschirm-Darstellungen geben wird.

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Bei Audi ist man sich sicher, dass es mit dem virtuellen Cockpit nicht mehr Ausfälle geben wird wie bei einem herkömmlichen Tacho. Das Syste wurde z.B. im 1.000 Stunden Betrieb bei über 100 Grad Celsius getestet, bei einem anderen Testversuch wurden auch Temperaturen bis zu -50°C ausprobiert. Zur Absicherung setzt gibt es auch zwei getrennte Systeme: Infotainment und Anzeige der Fahrzeugdaten sind getrennt voneinander – nur das Bild, das erscheint gemeinsam auf dem Display.

Was sagen die Kunden? Was sagt die Sicherheit? “Einige Monate vor Beginn der Serienfertigung wird der neue TT bereits auf vielen Tausend Kilometern im Absicherungslauf unter realen Kundenbedingungen getestet. Eine immer größere Rolle spielen dabei die zunehmenden Software- funktionen und natürlich eine jederzeit einwandfreie Anzeige unter allen Bedingungen im neuen Audi virtual Cockpit.”

Nicht nur das Cockpit wurde verändert. Neu präsentiert sich auch die Software, das sogenannte MMI-System. Die Bedienung wurde einfacher, logischer und intuitiver. Beim Workshop selbst gab es leider zuwenig Zeit, dass man sich selbst mal durch alle Menüs klicken konnte, aber der erste positive Eindruck wird schon nicht zu viel versprechen.

Apropo Sprechen, per Sprachsteuerung kann man das System natürlich auch bedienen. Das Touchpad dient zur Handschriftenerkennung und verarbeitet jetzt auch Mehrfingergesten. Scrollen, zoomen, alles wie beim Smartphone. Das Beste kommt zum Schluss: Audi hat die Drehrichtung geändert! Nicht vom 4-Zylinder, nein – vom Verstellrad des Infotainment-System. Jetzt fühlt es sich endlich “richtig” an. Richtig toll finde ich die Einstellmöglichkeiten für die Klimaanlage. Die Temperatur stellt man nämlich dort ein, wo die warme oder kalte Luft herauskommen soll.

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Quelle: Pressemitteilung Audi / Fotos: Jens Stratmann