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Genf 2013: Der neue Ferrari heißt LaFerrari und gefällt mir nicht, oder?

Ja, ich weiß, über Geschmack soll man nicht streiten. Die einen haben Geschmack, die anderen nicht, doch ich persönlich mag den Ferrari nicht. Der obligatorische Enzo-Nachfolger ist das neue Alpha-Tier aus Maranello. ferrari-laferrari-genf-2013-01

Ja, okay, die Front ist eigentlich gar nicht so hässlich und als ich mir gerade die Fotos angesehen habe, wollte ich auch schon fast meinen ersten Eindruck wieder revidieren.ferrari-laferrari-genf-2013-02

LaFerrari! Der Ferrari? Ich weiß nicht. In der Ansicht gefällt er mir nun auch, sollte ich meinen ersten Gedanken noch einmal überlegen? Passt ein Hybrid Antrieb eigentlich zu Ferrari? Ich meine, warum nicht, der SLS AMG Electric Drive hat mich ja sogar komplett ohne Benzin-Motor überzeugt.

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Hinter den großen Fünf-Speichen Felgen (mit Pirelli bereift) verstecken sich Brembo-Bremsen, doch wer hat diesen Seitenblinker da verbrochen? Welcher Designer hat denn in der alten Fiat Ersatzteil-Kiste rumgewühlt und den Seitenblinker da platziert? Im Außenspiegel hätte ich es verstanden, gar kein Seitenblinker auch noch, von mir aus ein gelb blinkenden Ferrari-Emblem doch dieser kleine runde Seitenblinker? Boar!

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Beim Rückflug hab ich übrigens die Fotos gesichtet, eine sehr freundliche Stewardess hat sich durchaus für die “Highlights aus Genf” interessiert und war ebenfalls “meiner Meinung”, dass der Ferrari nun wahrlich nicht attraktiv ist. Sie fährt privat einen Fiat 500, in rot… das Geld bleibt also in der Familie!ferrari-laferrari-genf-2013-05

Technisch gesehen ist er natürlich ein Meisterwerk, der 6.3 Liter V12 bringt 800 PS auf die Achse, das ganze ohne Turbolader, bei Ferrari hat man “einfach” die Drehzahl angehoben. Zusammen mit dem Hybrid “Hy-Kers” System summiert sich die Gesamtleistung von der flachen Flunder auf 963 PS und das Limit ist erst bei 9250 Umdrehungen pro Minute erreicht. Interessant: Rekuperiert wird beim Bremsvorgang und wenn der Motor zuviel Leistung produziert, auch interessant: Von 0 auf 200 km/h soll es innerhalb von 7 Sekunden gehen! Ich brauchte 3 Sekunden (die gleiche Zeit braucht der Ferrari von 0 auf 100) um zu sagen, dass ich “LaFerrrari” nicht mag, sorry habe ich nun die Familie entehrt?

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Das Jahr 2013 wird sportlich!

Wie hoch schätzt ihr den Marktanteil von sportlichen Fahrzeugen ein? Okay, in Düsseldorf und München dürfte der Anteil etwas höher sein, aber ansonsten pendelt sich dieser bei ca 1-2% ein. Das ist wahrlich nicht viel, von einem Massengeschäft kann man da noch lange nicht sprechen und das ist vermutlich auch der Grund, warum sich kleine Sportwagenmanufakturen nicht besonders gut halten können.

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Rühmliche Ausnahmen wie Wiesmann schließe ich da nun mal aus. Sportwagen sind also kein Massengeschäft, trotzdem hat fast jeder Hersteller, sportliche Fahrzeuge im Sortiment, denn erst mit einem sportlichen Fahrzeug wird man zum Vollsortimentler, zum Gemischtwarenladen der Automobilindustrie. Bei Tante Emma bekam man früher alles und so muss es heute auch bei einer Marke sein. Der Familienwagen für die Frau Mama, den Kleinwagen für die Tochter, der Roadster für den Sohn und den Sportwagen? Natürlich für den Herrn Papa, als Spielzeug oder für den Fall das der Geländewagen mal in der Werkstatt steht.

Lange Rede? Wo ist der Sinn? 2013 wird sportlich! Ich hab in meine Glaskugel geschaut und einige interessante Fahrzeuge entdeckt. Bei Alfa Romeo z.B. den 2 sitzigen Alfa Romeo 4C. Mit dem 2.0 Liter Turbomotor aus der Giuiletta dürfte der Sportwagen 200 PS unter der Haube haben. Alfa Romeo verspricht eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h und eine Beschleunigung von 0-100 km/h in weniger als 5 Sekunden. Kurzer Blick nach England? Da wird es nach dem Aston Martin Vanquish Coupé nun auch das Volante, also das Cabrio kommen. Unter der Haube? Natürlich ein 6.0 Liter V12 mit 573 PS. Schön finde ich, dass man bei Aston Martin (übrigens genau wie bei Opel) dem Stoffdach treu geblieben ist (Opel baut auf den neuen Opel Cascada auch ein Stoffverdeck). Bei Audi weiß man ja inzwischen, dass der 450 PS starke V8 im Audi RS5 Cabrio turnen darf. Bis zu 280 km/h darf man damit schnell sein. Der etwas gestraffte BMW Z4 wird es weiterhin mit dem sDrive 35is (wer denkt sich eigentlich solche Bezeichnungen aus?) und 340 PS die 2 sitzige Sperrspitze aus München sein.

Eine richtige Sperrspitze wird der Nachfolger vom Ferrari Enzo sein, man spricht von einem Geschoss welches fast nur aus Carbon / Kohlefaser hergestellt wurde. Mit einer unglaublichen Leistung von geschätzten 900 PS dürfte das Fahrzeug den Vogel abschießen.

Jaguar? F-Type! Ist bekannt, kommt als Coupé und auch als Roadster. Bei den Motoren gibt es eine Range von 340 bzw. 380 PS im 3.0 Liter V6 mit Kompressor oder halt den 5,0 Liter V8 mit Kompressor und 495 PS. Der Mercedes SLS AMG kommt in der “Black Series”. 631 PS kitzelt AMG aus dem 6,3 Liter V8 und damit ist der Sprint von 0 auf Tempo 100 in 3,6 Sekunden möglich. Bei Nissan gibt es ein leichten Facelift vom Nissan 370Z, doch warum sollte man ein schönes Fahrzeug auch stark verändern? Bei Porsche kommt der neue Cayman und auch über den Porsche 911 GT3 wird man sich freuen dürfen. Als Erlkönig schon mal gesehen, aber leider nicht fotografiert: Der neue Porsche 911 Turbo. Er wird als Coupé und auch als Cabrio erwartet und wird dann sicherlich die Erwartungen erfüllen, da bin ich mir recht sicher. Bei den VW Verwandten aus Wolfsburg wird es den neuen VW Golf 7 GTI geben… auf den bin ich auch gespannt wie ein Federspanner auf dem Automobil-Salon in Paris ;)

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Motorshow Essen Highlights 2012: Top 5 Sportwagen

Am Stand der Sport Auto gab es Sportwagen der Superlative zu bewundern, Fahrzeuge die man sonst eher selten auf der Straße trifft. Hier meine persönliche Top 5, denn ich brauche gar nicht erst versuchen objektiv zu bleiben, bei solchen Fahrzeugen entscheidet das automobile Herz ganz subjektiv:

Platz 5: Audi R8 V10 plus

Da kann sich Audi aber glücklich schätzen, das neue Update kommt gut bei mir an und das liegt nicht an dem 5,2 Liter V10 Antrieb welcher mit 550 PS bzw. 540 Nm die beiden Achsen antreibt. In 3,5 Sekunden sprintet der Audi R8 V10 plus von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 317 km/h. Der Preis des ausgestellten Fahrzeuges wurde mit 173,200 Euro angegeben, wer das bezahlt darf anschließend ordentlich Gas geben. Ich bin den “kleinen Audi R8″ schon mal die ein oder andere Runde in Ascari gefahren und was soll ich sagen? Der bringt schon Fahrspaß und Freude auch wenn mir der Innenraum noch etwas “sportlicher” gefallen hätte.

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Platz 4: Ferrari 458 Spider

Kleine Kinder bekommen große Augen wenn sie einen “echten Ferrari” sehen. Eventuell ist da auch der Film Cars bzw. Cars 2 schuld, denn da wird ja auch der italienische Sportwagenhersteller hofiert. Der 4,5 Liter V8 beschleunigt dankt 570 PS den 221,589 € teuren Ferrari 458 Spider innerhalb von 3,4 Sekunden auf 100 km/h. Das Ende der Beschleunigungsorgie ist bei 320 km/h erreicht.

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Platz 3: Mercedes C 63 AMG Black Series

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Mit dem “normalen” Mercedes-Benz C63 Coupé ging es schon mal von Bielefeld nach Hockenheim und zurück. 1000 km Fahrspaß mit Höchstgeschwindigkeiten im 290er Bereich. Etwas mehr bietet der Black Series: 6,2 Liter – 517 PS, 620 Nm und Höchstgeschwindigkeiten um die 300 km/h und das zu einem Preis von gerade mal 115,430 Euro, damit ist der schnelle Stern sogar günstiger als das Fahrzeug von Platz 2!

Platz 2: Nissan GT-R!

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Einmal gefahren, leider nur kurz, aber der Eindruck hat gereicht um das Fahrzeug auf den zweiten Platz zu stellen! Mir ist es immer noch unbegreiflich wie die Ingenieure aus dem 3,8 Liter V6 Motor die 630 PS und vor allem die 800 Nm herauskitzeln. In etwas über 3 Sekunden beschleunigt der GT-R von 0 auf 100 km/h. Für 118,000 Euro bekommt man eine Höchstgeschwindigkeit von 326 km/h und vor ihm ist in meiner persönlichen Top-Liste nur noch ein Fahrzeug.

Platz 1: Ford GT

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Felix Baumgartner wurde schon mal in einem Ford GT gesehen, doch auch ohne den Fallschirmspringer ist das Fahrzeug ein Überflieger! 5,4 Liter, 700 PS, 863 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von 355 km/h machen das Fahrzeug für mich zum absoluten Super-Sportwagen!

Die Motorshow Essen Highlights 2013 wurden euch präsentiert von BILSTEIN!


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Schon mal versucht, einen Ferrari zu organisieren?

Manchmal ist der “Redaktionsalltag” (lustiges Wort in Zusammenhang mit einem Autoblog, wie ich finde) echt knallhart. Man hat eine nette Idee, doch deren Umsetzung scheitert auf diversen Wegen, was irgendwie mehr als frustrierend ist. So auch im aktuellen Fall, der mich gerade in den Wahnsinn treibt.

Die Idee entstand beim Besuch der diesjährigen Techno Classica. Ich sah eine roten Ferrari, dachte sofort an die Fernsehserie Magnum und fragte mich, wie Tom Selleck, der ja nicht gerade zu den kleinsten Schauspielern gehört, nur in diese italienische Flunder gepasst haben mag. Und schon war es klar: wir “testen” die Fahrzeuge aus Fernsehserien und Filmen unserer Kindheits- und Jugendtage. Passt man mit über 1,90 m Körperlänge wirklich in einen Ferrari 308? Ist ein 58er Plymouth wirklich böse? Stirbt bei einem Mustang namens Eleanor wirklich im entscheidenden Moment der Motor ab? Natürlich ist uns klar, dass man mit einem orangen 69er Dodge Charger oder einem schwarzen 82er Pontiac Firebird Trans Am nicht unbeschadet über Hindernisse springt. Aber wir wollen einfach das Gefühl einfangen, dass diese Fahrzeuge vermitteln. Und ein wenig in die Gegenwart transportieren.

Doch das ist gar nicht so leicht. Nehmen wir mal die eingangs genannte Serie Magnum. Ich informierte mich im Internet kurz, welche Baureihen von Ferrari zum Einsatz kamen. Dann überlegte ich, wo ich so ein Fahrzeug finde. Also bemühte ich diverse Onlineplattformen für Gebrauchtwagenhandel. Das erste Problem: die meisten roten 308, die hierzulande zum Verkauf stehen, haben schwarze Sitze, passen also eigentlich nicht ins Beuteschema. Das zweite Problem: viele Fahrzeuge stehen natürlich am Hintern der Welt. Wir verdienen hier ja kein Geld und ich kann unmöglich 300 Euro Fahrtkosten investieren, um mir mal kurz bei einem Händler in Süddeutschland einen Ferrari anzugucken. Also schieden die Autoverkäufer erst einmal aus.

Blieben die Autobesitzer. Und wo findet man diese im Internet? Na klar, in einem Autoforum. Also flott Tante Google befragt und tatsächlich gibt es auch für Fahrer exklusiver italienischer Sportwagen die passende Spielwiese im World Wide Web. Also umgehend dort, angemeldet, wie es sich gehört einen Vorstellungsbeitrag geschrieben und im passenden Unterforum die Anfrage rausgehauen. War aber wohl, warum auch immer, gegen die Regeln der Community und wurde somit auch direkt wieder gelöscht. So wie mein Account, nachdem ich darum bat.

Und woher bekomme ich jetzt einen roten Ferrari 308 GTS mit heller Innenausstattung?