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Probefahrt: Isuzu D-MAX Space Cab 2012

Mann! Ich bin ein Mann! Selten habe ich mich so männlich gefühlt wie heute! Ehrlich gesagt fühle ich mich etwas wie Colt Seavers, dabei fuhr ich heute gar keinen amerikanischen Pick-Up, sprang nicht aus dem 10. Stock und ging auch nicht seelenruhig durchs Feuer.

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Meine Knochen habe ich mir schon mehrfach poliert und Isuzu hat auch den neuen D-Max auf Hochglanz poliert. DMAX = Der Sender für Männer, D-Max = Der Wagen für Männer? Ich möchte nun gar kein typischen Männer-Frauen-Auto-Klischee bedienen, aber ich bin bis dato kein Fahrzeug gefahren was mehr Testosteron versprüht hat, dabei steckt kein großer V8 unter der Motorhaube, sondern “nur” ein 2,5 Liter Twin Turbo Dieselmotor.

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Dieser ist mit einer Leistung von 163 PS ausreichend dimensioniert, schließlich ist ein Pick-Up ein Lastentier und kein Rennlaster. Mit einem Drehmoment von 400 Nm kann der Isuzu D-Max glänzen und wenn es im Gelände mal schwer wird, wühlt er sich mit dem Allradantrieb auch wieder raus.

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Die Anhängerkupplung verspricht übrigens auch einiges, die Modelle mit 4WD Antrieb sind für eine Anhängelast von bis zu drei Tonnen zugelassen, auf der Ladefläche (übrigens bei dem Testfahrzeug weich gepolstert) wird es erst bei einer Tonne Zuladung eng. Damit wird der Pick-Up zum Multifunktionsfahrzeug, egal ob man es für Freizeit, Arbeit oder zum Spielen einsetzt.

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Das Testfahrzeug ist ein sogenannter D-MAX Space Cab, sprich das Fahrzeug bietet Platz für 4 Personen, nun könnte man denken, dass so ein Fahrzeug einen riesigen Wendekreis hat. Die Wette würde man verlieren, denn mit einem Radius von etwas über 6 Metern fällt der Wendekreis verdammt gering aus. Man darf die Überhänge natürlich nicht ausser Acht lassen, aber daran gewöhnt man sich schnell. Bei der ersten Probefahrt fuhr in den D-Max instinktiv richtig, sprich ich gewöhnte mich schnell an die Außenmaße und die gute Rundumsicht sorgte dafür, dass ich mich dabei gut fühlte. Der D-MAX fährt sich wie ein PKW, die Servolenkung ist leichtgängig, die 5-Gang Automatik nimmt mir die Schaltarbeit ab und man sitzt, erhöht, gut! Ergomisch hab ich nichts zu kritisieren, ganz im Gegenteil, ich könnte mir gar vorstellen längere Strecken mit dem D-Max zu fahren.

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Im Innenraum geht es nüchtern, aber nicht langweilig zur Sache. Viele Kleinigkeiten überraschen, viele Getränkehalter, viele Ablagefächer, zwei Handschuhfächer (eines davon abschließbar, das andere mit einer 12 Volt Steckdose, eine Mittelarmlehne mit Staufach usw. – etwas Luxus darf natürlich auch sein. Gekurbelt wird nicht mehr, die Fenster öffnen und schließen sich elektrisch und bieten darüber hinaus auch noch einen Einklemmschutz. Eine manuelle Klimaanlage sorgt für ein gutes Raumklima und auch an das Thema Sicherheit hat man bei Isuzu gedacht. Airbags, ABS, Bremsassistent, abblendbarer Innenspiegel, Seitenaufprallschutz in den Türen, Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle – alles an Bord, selbst auf ein Tempomat muss man nicht verzichten wenn man z.B. den Isuzu D-MAX Space Cab Custom nimmt.

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Colt Seavers fuhr früher in “Ein Colt für alle Fälle” einen GMC Sierra Grande, ein Pickup der in den Jahren zwischen 1980 und 1984 gebaut wurde, er hätte heute sicherlich viel Spaß an dem Isuzu D-Max, der sicherlich auch den ein oder anderen Sprung locker wegstecken würde. Nach meiner ersten Probefahrt schaute ich direkt unter die Hinterachse, doch da sind tatsächlich Blattfedern verbaut. Klar, sonst wäre die hohe Zuladung ja auch nicht möglich gewesen, doch während der Fahrt habe ich kein “typisches boltern” gehört und die Blattfedern auch nicht gespürt.

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Vorne kommen PKW-typische Schraubenfedern zum Einsatz, PKW-typisch ist auch die Qualitäts- und Materialanmutung. Was ich bis dato noch gar nicht wusste, euch nun aber mitteilen kann: Man kann den Isuzu D-Max auch ohne Ladefläche bestellen, sicherlich interessant um das Fahrzeug zu einem Wohnmobil umzubauen oder halt andere Aufbauten auf das Fahrgestell zu schrauben. Für Familien würde ich eine Doppel-Kabine empfehlen, ansonsten reicht auch der Space-Cab, doch vorsicht – mit dem D-Max fällt man definitiv auf.

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Heute morgen fuhr ich noch schnell eine kurze extra Runde zum Bäcker, dort vor der Tür hörte ich direkt den ersten Spruch: “Das Leben ist zu kurz für kleine Fahrzeuge, wie?” – ich entgegnete: “Zu kurz sind eigentlich nur die Parklücken!” – und das ist leider nicht gelogen, in der Stadt eine Parklücke für den 5,3 Meter langen D-Max zu finden ist schon nicht einfach, hat man eine Lücke gefunden die groß genug ist kann man dann allerdings schon fast wie mit einem normalen PKW einparken, wenn man vorher etwas geübt hat. Übung macht den Meister, beim Pickup einparken und natürlich auch beim Stuntman spielen, ich spring dann jetzt noch über ein paar Züge… ohne Klimmzüge und Verrenkungen kann ich ja einsteigen, in den D-MAX, selbst hinten, dank den gegenläufig öffnenden Türen:

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