Archive for the Jaguar Category

Probefahrt: Jaguar F-Type Coupé R – Der Quertreiber!

“Papa, fahren wir noch mal mit dem Puma?” – was für ein Puma? Ich muss kurz überlegen, einen Ford Puma habe ich schon lange nicht mehr bewegt, geschweige denn gesehen. Aber meine Tochter meinte gar nicht den Ford, sie meinte den Jaguar. Besser gesagt den Jaguar F-Type als Coupé in der nachgeschärfte R-Version. Das Fahrzeug, welches man dank seinem 5.0 Liter V8 Kompressormotor zu jedem Zeitpunkt in der Lage ist mit den 20″ Felgen das Markenzeichen von Audi in den Asphalt zu malen. Das Fahrzeug welches alleine durch den Klang, wenn die 550 Pferde frei spielen dürfen, eine Gänsehaut erzeugt und das Fahrzeug welches einen in die Sportsitze drückt wenn es innerhalb von 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h geht – wenn die Traktion mitspielt.

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Bei einer morgendlichen Probefahrt zum örtlichen Kindergarten – man muss ja auch mal die SUV Fahrer etwas schocken – war die Straße noch leicht vereist, es ging also quer aus dem Kreisverkehr, quer in die Kurve, quer auf die Straße, quer auf den Parkplatz vom Kindergarten und mit dem Grinsen eines Breitmaulfroschs grüßte ich die anderen Väter und Mütter die mich ansahen, als käme ich vom Mond. Eine Dame schüttelte sogar den Kopf und stieg in ihr Kleinwagen. Der F-Type mit Hinterradantrieb bräuchte eigentlich auch Scheibenwischer für die Seitenscheiben ;). Na? Wer hatte wohl mehr Spaß an diesem Tag? Sicherlich meine Tochter und ich, dabei waren wir nicht einmal richtig schnell dabei unterwegs.

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Die Katze kann aber, wenn sie gelassen wird! Während ein richtiger Jaguar “nur” ca. 70 km/h schnell laufen kann, beschleunigt das automobile Raubtier auf bis zu 300 km/h und weil man bei solchen Fahrzeugen auch schnell verzögern muss, gibt es passenderweise die Carbon-Keramik-Bremsscheiben die das Tier dann auch wieder einfangen. Während das richtige Tier ein Rumtreiber ist, ist der F-Type mit Heckantrieb also ein Quertreiber, wer das nicht mag sollte 6.000 Euro mehr auf den Verkaufstresen legen und sich den F-Type mit Allradantrieb bestellen. Das heckgetriebene Jaguar F-Type R Coupé startet übrigens bei einem Basispreis von 106.800 Euro.

Durstig ist das Kätzchen, der Tank fasst 72 Liter Kraftstoff, der durchschnittliche NEFZ Verbrauch liegt bei 10,7 Litern auf 100 Kilometer. Wer den schafft, schiebt das Coupé vermutlich und müsste sich eine Klage für nicht artgerechte Haltung einfangen.

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Der F-Type R ist ein echter Sportwagen. Der will auch so bewegt werden und bewegend finde ich die Optik. Mit seiner langen und tiefgezogenen Schnauze, dem großen Kühlergrill, den kurzen Überhängen, sowie den großen Lufteinlässen und -auslässen. Vorne leuchten Bi-Xenon-Scheinwerfer und LED-Tagfahrleuchten. Rundherum beeindruckt er mit 20″-großen Leichtmetallrädern vor den großen Bremsen. Am Heck prangt der ausfahrbare Heckspoiler, der dann allerdings das Heckfenster überflüssig macht, über den flachen LED-Heckleuchten und der 4-flutigen Sport-Abgasanlage mit Klappensteuerung. Die brüllt euch die Symphone der Vernichtung um die Ohren, allerdings – und nun kommt Kritik auf aller höchsten Niveau, klingt der 3.0 Liter V6 F-Type meiner Meinung nach noch etwas kerniger und ist an der Vorderachse natürlich auch etwas leichter (das Leergewicht des Briten beträgt 1650 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2050 kg) und ganz nebenbei auch “etwas” günstiger.

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Der Kofferraum? Eine Zumutung! Naja, der Golfbag dürfte ggf. noch hineinpassen. Eventuell auch zwei, für den Wochendendtrip ins Ferienhaus dürfte es aber langen und wenn nicht, dann kann man ja die Sachen ja auch vorher per Spedition ins Haus schicken. Der Kofferraum fällt ab und ist hinten flacher als meine Witze bzw. der Bodensee, machen wir uns aber nichts vor: Mit einem Jaguar F-Type plant man auch keinen Umzug!

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Schick ist so ein Jaguar F-Type Coupé meiner Meinung nach, hätte ich das notwendige Kleingeld, dann wäre dieses Fahrzeug sicherlich unter den Top 10 Fahrzeugen die ich mir unbedingt kaufen würde, vermutlich aber eher als Cabrio,  das F-Type Cabrio hatten wir ja schon hier. In meiner persönlichen Top 10 befinden sich übrigens auch so Klassiker wie der Mercedes-Benz 300 SL oder ein alter Porsche 911. Wer noch mehr technische Informationen über das Jaguar F-Type Coupé nachlesen möchte, der ist im Drive-Blog richtig aufgehoben.

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Erste technischen Fakten: Jaguar XE S (2014/2015)

In London wurde heute der Jaguar XE S enthüllt. Ihr wollt ein paar technische Daten? Die kann ich euch geben: Zu einem Preis ab 36.500 Euro kann man sich demnächst ein Jaguar vor die Tür stellen, dann aber nicht mit der Topmotorisierung, das dürfte klar sein. Mit dem 3.0 Liter V6 – der dank Kompressor über 340 PS verfügt – geht es innerhalb von 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sparsamer dürfte der 2.0 Liter Diesel sein, der soll nur 3,8 Liter verbrauchen. Engelchen und Teufelchen, ich würde dem Teufel den Vortritt lassen, obwohl, eventuell doch lieber dem Engelchen?

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Der Jaguar XE tritt in einer interessanten Klasse an. Premium-Mittelklasse! Damit trifft er auf den Audi A4, dem BMW 3er und die Mercedes-Benz C-Klasse. Ja, auch mit dem Infiniti Q50 muss er sich messen, ist er doch auch ein Exot. Geschaltet wird übrigens im Jaguar XE S über eine ZF 8-Stufen Automatik. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h und das maximale Drehmoment beträgt 450 Nm. Der 3.0 Liter V6 verbraucht dann im besten Fall 8,3 Liter.

4,67 Meter lang und 1,41 Meter hoch ist der Jaguar XE S, die Breite (ohne Außenspiegel) liegt bei 1,85 Meter. Warum geben die Hersteller nicht die Breite an mit Außenspiegel, fährt jemand ohne? Das “Trockengewicht” wird angegeben mit 1,474 Tonnen – das wird interessant – da kommt es dann auf die realen Werte an. Gefällig finde ich die großen Lufteinlässe, die Front ans sich finde ich schön gezeichnet und der leichte böse Blick wird bei der Zielgruppe bestimmt auch gut ankommen. Warten wir mal Paris ab, dann werden wir wohl auf dem Automobil-Salon weitere Neuigkeiten erfahren.

© Foto Jaguar 2014

Jaguar bringt das F-Type Coupe – Ole, Ole…

Die Coupé-Version des komplett aus Aluminium gefertigten – und bereits von uns gefahrenen – Jaguar F-TYPE Cabrio feiert am Vorabend der Los Angeles Auto Show ihre Weltpremiere. Natürlich wird sowas (wie immer) angemessen zelebriert. So hat Jaguar ausgewählte Medienvertreter zu einem “geheimen Ort der kalifornischen Metropole” eingeladen und wird dort um ca. 04 Uhr unserer Zeit den neuen Sportwagen enthüllen. Einen Tag später steht das Jaguar F-Type Coupe dann in L.A. und Tokyo, denn diese beiden Messen finden parallel statt.

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Mit dem neuen Jaguar F-Type Coupe vervollständigt Jaguar die F-TYPE-Baureihe und bringt zu Ende, was mit wunderschönen Concept-Fahrzeugen begann. Mit der Studie C-X16 zeigte Jaguar bereits einen Ausblick auf der IAA 2011, dank der positiven Resonanz und natürlich durch den Erfolg des F-Types hat man sich vermutlich ermutigt gefühlt, das Fahrzeug so umzusetzen.

Ein Traumwagen? Definitiv! Ich bin gespannt auf L.A. und vor allem auf die Reaktionen nach der Präsentation. Auf den Markt kommt das Modell im Frühjahr 2014, weitere technische Daten und Preise folgen, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass diese sich im Rahmen des Cabrios bewegen werden.

Goodwood Festival of Speed 2013: Jaguar F-Type Project 7

“Die 20. Auflage des Goodwood Festival of Speed (12. – 14. Juli) ist Premierenbühne für die neue Konzeptstudie Jaguar Project 7. Ein puristischer Einsitzer auf Basis des neuen F-TYPE und eine Hommage an die sieben Jaguar Gesamtsiege in Le Mans. Die Studie ist mit einem 550 PS starken Kompressor-V8 bestückt und 300 km/h schnell. In ihrer radikalen Offenheit mimt sie einen Speedster, die Stabilisierungsflosse am Heck dagegen zitiert den legendären Jaguar D-TYPE von 1954. Als weitere Highlights treten die R-Performance-Modelle Jaguar XFR-S, XKR-S, XKR-S GT und der neue XJR auf. Klassiker wie der XK 120 “Sieben Tage, sieben Nächte”, der Le Mans-Sieger XJR-9 von 1988 und der XJ13 von 1966 lassen bei Fahrten auf den Goodwood Hill große Rennschlachten von einst neu aufleben.”

Holla, die Waldfee! Hat es mir der F-Type schon angetan (Fahrbericht inkl. Video) ist der “Projekt 7″ ja mal was ganz Besonderes! Was ist er denn?

“Project 7 ist ein einsitziger Sportwagen auf Basis des F-TYPE, mit einer vom Motorsport inspirierten Form, von der alle Designer träumen. Er verfolgt vor allem ein Ziel: schnell gefahren zu werden und seinen Piloten zu erfreuen. Jaguar Sportwagen sind berühmt für außergewöhnliche Performance und schnörkelloses Design. Project 7 verkörpert diese Tugenden in ihrer reinsten Form.”
So umschreibt Jaguar Designdirektor Ian Callum die Philosophie rund um die neue Studie Project 7. Der Name ist eine Hommage an die sieben Jaguar Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans zwischen 1951 und 1990. Die blaue Außenfarbe samt weißer Schärpe um die Haube schlägt eine Brücke zu den siegreichen D-TYPE von 1956 und 1957. Auch sie waren – von der privaten Ecurie Ecosse genannt – in Analogie zur schottischen Nationalflagge in Blau statt British Racing Green lackiert.”

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Wieder so ein schönes Concept-Car was nur als Staubfänger dient?

“Project 7 ist kein statisches Konzept für eine Automobilmesse, sondern ein voll funktionsfähiger Hochleistungssportwagen. Die verwindungssteife Aluminium-Architektur des Serienmodells bildet eine solide Basis für die Aufnahme des 550 PS starken Kompressor-V8, der hier bis zu 680 Nm auf die Hinterachse schickt. Im Vergleich zum F-TYPE V8 S ein Plus von jeweils 55 PS und Newtonmeter. Folge der Kraftspritzen sind eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,2 Sekunden und der Vorstoß an die 300-km/h-Marke. Aber auch die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h in nur 2,4 Sekunden wirkt beeindruckend.

Wie wurde das Projekt-Fahrzeug entwickelt?

“Jaguar Designdirektor Ian Callum treibt sein Team immer wieder aufs Neue an, die Grenzen des Automobil-Designs weiter zu verschieben. So auch im Fall Project 7: Es dauerte nur vier Monate, ehe auf Basis einer ersten Zeichnung des Designers Cesar Pieri ein fahrfertiges Modell auf den Rädern stand. “Als ich die Skizze eines einsitzigen F-TYPE mit flacher Windschutzscheibe sah, war ich auf Anhieb begeistert. Designer haben das Ziel, Abläufe zu unterbrechen – die Norm auf den Kopf zu stellen und herausfinden, ob es dann immer noch funktioniert. Und hier bei Jaguar lieben wir es, Grenzen weiter hinauszuschieben”,sagt Ian Callum. “Als Team hatten wir den Ehrgeiz, aus dieser wertvollen Idee etwas Handfestes zu machen. Daher ermutigte ich Cesar und unseren Chefdesigner Alister Whelan, das Auto zu einer fahrbaren Studie weiterzuentwickeln.”

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Was gibt es über das Design zu sagen?

“Die Karosserie von Project 7 behält die beiden für den Jaguar F-TYPE so charakteristischen “Herzlinien” bei, weicht aber neben dem fehlenden Verdeck vor allem im Heckbereich vom Serienmodell ab. Die vom Le Mans-Sieger D-TYPE inspirierte Kopfstütze ist gleichzeitig Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als bei hohem Tempo stabilisierend wirkende Rückenflosse nach hinten fort.
Von aerodynamischem Feinschliff zeugen auch der vordere “Splitter” aus Kohlefaser, seitliche Schürzen, ein Heck-Diffusor und der im Winkel von 14 Grad angestellte Heckspoiler. Auch die seitlichen Entlüftungsschlitze sowie die “Kiemen” der Motorhaube sind aus Kohlefaser; die Rückspiegelgehäuse aus Kohlefaser und Aluminium erinnern an die Studie C-X16 von 2011, aus der bekanntlich der neue F-TYPE hervorging. Nochmals vergrößerte Lufteinlässe und Scheinwerfergehäuse mit glänzend schwarzen statt chromierten Einfassungen sorgen auch am Bug für eine eigenständige Optik. 20 Zoll-Schmiederäder mit Kohlefaser-Einsätzen samt Pirelli P Zeros der Größen 255/30 x 20 (vorn) und 295/30 x 20 (hinten) lassen Project 7 satt auf dem Asphalt stehen. Interieur mit tief installiertem Schalensitz, Vierpunkt-Gurt und Helmhalter Das Cockpit von Jaguar Project 7 gibt sich kaum weniger aufregend als das Exterieur. Der Fahrer nimmt in einem 30 Millimeter tiefer installierten Schalensitz Platz – festgezurrt via Vierpunkt-Gurt. Wo sonst der Beifahrer säße, findet sich ein praktisches Fach zum Abstellen des Helms. Der ist passend zur Außenfarbe in Blau mit weißem Längsstreifen lackiert und wird von einem eigenen Gurt gesichert. Das abgesteppte Leder für Sitz und Tür-Innenseiten trägt ein an klassische Rennwagen angelehntes Diamant-Muster. Die Mittelkonsole und der Wählhebel des SportShift-Achtgang-Getriebes ziert ein Kohlefaser-Finish. Der Start/Stopp-Knopf ist glänzend schwarz lackiert, die Lenkrad-Schaltwippen sind aus dem vollen Aluminium gefräst.”

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Was zeigt Jaguar sonst noch in Goodwood beim Festival of Speed?

“Neben dem Jaguar Project 7 feiert der neue Jaguar XJR mit gleichfalls 550 PS starkem 5,0-Liter-V8 Kompressor-Motor in Goodwood sein Europa-Debüt. Er wird ebenso live in Aktion zu bewundern sein wie der in streng limitierter Stückzahl gebaute Jaguar XKR-S GT. Der sechsfache Olympiasieger Sir Chris Hoy wird das straßenzugelassene, jedoch für die Rennstrecke fit gemachte Coupé am Freitag beim “Super Car Run” steuern. Am folgenden Tag übernimmt dann Kazunori Yamauchi, Produzent der Grand Turismo-Spiele für die Sony PlayStation®, das Volant. Das Aufgebot an historischen Jaguar Modellen führt jener XK 120 an, der als “Sieben Tage, sieben Nächte”-Modell bekannt geworden ist. Im August 1952 spulten damit vier Piloten – darunter Stirling Moss – auf dem Kurs von Monthléry 27.113 Kilometer mit einem Schnitt von 171 km/h ab, was Jaguar neun neue Weltrekorde einbrachte. Einer der berühmten D-TYPE – Chassis XKD 401, der Entwicklungsprototyp und 1954 als Reserveauto für Le Mans genannt – wird ebenso das gesamte Wochenende über aktiv sein, ebenso wie der von Andy Wallace pilotierte XJR-9 V12, Siegerwagen der 24-Stunden-Schlacht des Jahres 1988. Der offene Jaguar XJ13 mit 5,0-Liter-V12-Mittelmotor von 1966 war ebenfalls für einen Einsatz in Le Mans gedacht. Er fuhr jedoch nie ein Rennen und blieb ein bis heute sagenumwobenes Unikat.”

Quelle: Pressemitteilung Jaguar – Fotos: © Jaguar 2013