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Genf 2013: Lancia Thema

“Der Lancia Thema ist das erste globale Flaggschiff, das die Kompetenz und Funktionalität von Chrysler – er basiert auf dem neuen Chrysler 300 und dessen Chrysler Group LX Hinterradantriebsplattform – mit dem Luxus eines Poltrona Frau® Leder-Interieurs, der erlesenen Stille großer Lancia-Limousinen und der Detail-Liebe verbindet, die sich in Italienischer Handarbeit ausdrückt.”

Leider gibt es den Thema aber nicht als Kombi, so wie den Chrysler 300C unter die Haube kommt aber trotzdem viel Leistung:

“Die zwei Ausstattungsversionen Platinum und Executive sind kombinierbar mit zwei Motorisierungen (286 PS V6 3.6 Benzin mit Achtgang-Automatik und MultiJet II 190 PS sowie 239 PS 3.0 V6 mit Fünfgang-Automatik) – und das zu einem der überzeugendsten Preis-Leistungsverhältnisse, die es im E-Segment gibt.”

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Genf 2013: Lancia Ypsilon Elefantino

 

Mit dem Lancia Ypsilon Elefantino möchte der Hersteller seine Attraktivität für junge, unkonventionelle Menschen, die sich selbst zum Trend machen können, steigern. Der kleine Glücksbringer Elefantino gesellt sich auf der Heckklappe zum Ypsilon Logo und soll durch diverse Grafiken, farbige Radnabenabdeckungen, Türgriffe in Wagenfarbe und weiteren Details bei der Zielgruppe punkten.

Für alle Außenfarben steht ein “lässiges Innenraumdesign” zur Verfügung, zum Einsatz kommt ein Lederlenkrad, Chrom-Applikationen für das Armaturenbrett und schwarze Stoffsitzbezügen mit Ziernähten in Türkis oder Fuchsia. Der Elefantino benimmt sich sicherlich nicht wie der Elefant im Porzellanladen, denn Stark wie ein Elefant ist der Lancia Ypsilon nun wahrlich nicht. Er überzeugt aber durchaus durch andere Qualitäten, der kurze Check in Genf 2013 hat ergeben, dass das Lenkrad vorne in Höhe und Neigung verstellbar ist und das hinten Kindersitze ohne Probleme montiert werden können. Kinder dürften auch Gefallen finden an den bunten Motiven im Innenraum, ich fürchte, dass sich Erwachsene schnell satt sehen könnten, doch wer will schon erwachsen sein?

Fotos vom Lancia Ypsilon Elefantino:

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“Das Elefantino-Symbol ist untrennbar mit der Marke Lancia verbunden. Tatsächlich war es Firmengründer Vincenzo Lancias Sohn Gianni, der im Jahr 1953 dieses Tier als Kennzeichen des Lancia Renn-Teams wählte. Das Symbol erschien wieder in den Jahren 1997 bis 2003 auf dem neuen Lancia Y. Heute ist der charmante Elefantino zurück auf dem fünftürigen Lancia Ypsilon, der sich mit seiner Linienführung und seiner einzigartigen Persönlichkeit deutlich von der Masse abhebt.” – das musste doch noch geklärt werden, oder? Die Sonderserie Elefantino gibt es wohl auch mit fünf Motoren (1.2 Fire EVO II 69 PS, 1.2 Fire EVO II LPG 69 PS, 0.9 TwinAir 85 PS und 1.3 MultiJet II 95 PS Turbo Diesel), zwei Getriebe (manuell und automatisiert). Wie er sich fährt? Erfahren wir wohl im Sommer 2013, wenn der Elefantino dann auch zu den Händlern rollt.


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Fahrbericht Lancia Thema 3.0 V6 CRD – Der weiße Riese!

Bevor mir hier noch einer eine Art Markenblindheit unterstellt wird es doch auch mal Zeit Lancia zu thematisieren, oder? Ich weiß noch, ich war jung und hatte Auto Poster an der Wand, dabei war ein roter Lancia Delta HF Integrale, hach – was habe ich dieses Auto geliebt, dabei bin ich ihn nie gefahren. Gefahren bin ich nun einen ganz anderen Lancia, ein ganz anderen – einen Thema:

Jan hat die Umstände ja schon passend beschrieben. Immer als wir hier in Bielefeld einen Allradler vor der Tür hatten wollten wir Schnee, der Schnee und das schlechte Wetter kam als der Lancia Thema vor der Tür stand. Kein Thema für so einen alten Hasen wie mich… (dachte ich) und schon musste sah ich mich den Nachbarn um Hilfe bitten. Mist! Festgefahren! Doch das stimmte gar nicht, vergessen hatte ich nur die Fußbremse zu lösen. Puh! Los gingen also diverse kurze Probefahrten, immer die Gefahr im Nacken mit dem Heck auszubrechen oder das ein anderer Verkehrsteilnehmer (ihr wisst ja wie die alle fahren wenn Schnee liegt) mir in das schöne Auto fährt.

Schönes Auto? Ja, ich mochte schon den Chrylser 300C, ich mag auch den Lancia Thema, auch wenn ich nicht verstehen kann, dass es den nicht auch als Kombi gibt. Optisch gesehen ist der Lancia Thema für mich definitiv in der Oberklasse angesiedelt, doch preislich gesehen befinden wir uns in der Kompaktklasse. Das ist natürlich ein Pluspunkt für den Lancia Thema, der nicht nur durch ein wahrlich großzügiges Raumangebot und einem guten Komfort punkten kann. Der 3.0 Liter V6 Diesel war kräftig genug und brummte nur zwischenzeitig “in den Innenraum”. Überrascht war ich von der verdamt reichhaltigen Serienausstattung und selbst wenn man sich sämtliche Features hinzu bestellt bleibt der Preis “im Rahmen”.

Die Bildergalerie:

Weißer Riese? Nun mit einer Länge von 5.06 Metern und einer Breite von 1,92 ist er schon eine imposante Erscheinung (und passt auch nicht in jede Garage) Die Tatsache, dass der Lancia Thema nur 1,50 Meter hoch ist trägt positiv zu einem maskulinen, amerikanischen Eindruck bei. Amerikanisch? Natürlich steckt da ein Chrysler drunter, steht so sogar im Fahrzeugschein, aber im Innenraum mag es der Lancia dann teilweise doch kuschelig.

Beledert aber nicht gepolstert! Ich gehöre zu der Generation: “Drücken” – wenn ich ein Auto fahre drücke ich auf das Armaturenbrett, schaue mir die Armauflage an, ziehe am Griff, drücke auf Taster. Die Haptik ist mir wichtig, wichtiger als die Optik. Das Armaturenbrett vom Lancia Thema zeigt sich beledert, aber nicht aufgepolstert. Der Rest ist wertig verarbeitet und wenn man zwischendurch immer auf den Preis schielt muss man sich echt die Frage stellen warum der Marktanteil so gering ist.

Rundumsicht? Nun ja, ich könnte nun erklären, dass die Rundumsicht durch die lange Motorhaube und das lange Heck natürlich etwas schlechter ist. Aber ganz unter uns? Die Rundumsicht ist für mich inzwischen zu einem Thema verkommen, welches kein Thema mehr ist. Im Lancia Thema habe ich mich auf die Rückfahrkamera verlassen die mich Problemlos in jede Parklücke (die entsprechend lang war) gelotst hat. Das Display hatte dabei ein interessantes “Instagram” Format, aber eine ideale Größe von 8,9″.

Kofferraum? Groß! Die Ladekante ist etwas hoch, ich habe nicht nachgemessen aber ca. bei 80 cm wird diese wohl liegen. Wenn man die Rücksitzbank umlegt kann man ohne Problemen das Volumen vergrößern. Damit wird der Lancia Thema auch zum Transporter von eingerollten Teppichen italienischer Geschäftsmänner mit schwarzen Anzügen bzw. von ein paar Zementsäcken und Eimern. Doch auf die Zuladung sollte man achten, denn die liegt unter 500 kg und auf das Dach darf man scheinbar auch nichts laden.

Luxus kein Thema? Oh doch! Im Thema gibt es Luxus! Beheiztes Lenkrad, beheizte Becherhalter die auch kühlen können, elektrisch verstellbare Pedale (JA!), elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion, Sitzheizung, Sitzlüftung, elektrische Fensterheber, Klimaanlage… für ca. 53.000 Euro bekommt man eine “volle Hütte” und teilweise Features die ich so von anderen Herstellern nicht kenne bzw. dort vermisse. Nein, ich möchte den Lancia Thema nun nicht mit anderen Fahrzeugen in der Klasse vergleichen, denn spätestens beim Preis hätte der Lancia den Trumpf in der Tasche. Neben den bequemen Sitzen ist mir vor allem die Ruhe positiv aufgefallen. Der Lancia Thema muss gut gedämmt sein, denn selbst auf zügigen Autobahnfahrten war es im Innenraum leise.

Knackpunkt: Die 5 Gang Automatik! Ihr gebt Gas, zählt bis zwei und dann kommt der Thema! Schuld daran ist mitnichten der Motor sondern die 5-Gang Automatik, die sich ansonsten aber schön im Hintergrund gehalten hat. Aufgrund der Wetterbedingungen habe ich auf großartige Bremsversuche und Kurvendurchfahrten mit höheren Geschwindigkeiten verzichtet, aus dem Bauch raus: Bremsen okay, Fahrzeug zu schwer für schnelle Kurven. Die Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h sicherlich nicht Konkurrenzfähig, auf der anderen Seite musste ich mir selber die Frage stellen wann ich das letzte mal schneller unterwegs gewesen bin.

Fazit: Der weiße Riese hat einen sauberen Eindruck hinterlassen, hätte man mich vor der Probefahrt nach einer Einschätzung gefragt, ich hätte vermutlich abgewunken, so schnell kann man sich irren und von Vorurteilen lenken lassen. Mit deutschen Herstellern kann man das Fahrzeug von der Haptik und vermutlich auch von der Verarbeitungsqualität nicht vergleichen, doch hier steckt für das gleiche Geld in einigen Punkten doch etwas mehr im Lancia Thema (und damit meine ich nicht die 300C-Gene).

Weitere Berichte zum Lancia Thema:

Sebastian Bauer – passiondriving: Ersteindruck 3.6 Liter Benziner Thema

Mario-Roman Lambrecht – fanaticar: Fahrbericht 3.6 Liter Benziner Thema

Jan Gleitsmann – auto-geil: Fahrbericht 3.0 Liter Diesel Thema

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Lancia ist bald kein Thema mehr! Schade, Schade…

Demnächst gibt es eine Automobil-Marke weniger. Wenn man allen möglichen Presse-Berichten glauben schenken darf, möchte FIAT die Marke Lancia “einschlafen” lassen. Auf der einen Seite total schade, auf der anderen Seite vermutlich die richtige Entscheidung.

Update: Ist wohl alles ganz anders, Lancia wird es auch weiterhin geben!

Was verbinde ich mit Lancia? Den Lancia Delta Integrale HF! Der Wagen meiner Jugend! Die Kult-Karre schlechthin. Ein Auto mit viel Leistung, Ecken und Kanten! Ein Rallye-Fahrzeug der ganz besonderen Art und Weise.

Sonst verbinde ich nichts mit Lancia? Nein, sorry! Ansonsten ist mir der Hersteller / die Marke komplett “durch die Lappen gegangen”.

Was ist aus Lancia geworden? Der Lancia Ypsilon ist wohl das einzige Fahrzeug aus dem Stall welches sich “gut” verkaufen ließ, der Rest blieb hinter den Erwartungen zurück und nun: Hand aufs Herz, wann habt ihr das letzte mal einen Lancia auf der Straße gesehen? Gut, Deutschland war auch sicherlich nicht der einzige Markt und irgendwo werden auch ein paar Lancia Fahrzeuge rum rollen, doch hier sieht man diese dann doch seltener.

Lancia ist dann bald wohl gar kein Thema mehr, obwohl… Legenden sterben nie, sie schlafen nur! Eventuell sind in 10 Jahren ja wieder eckige Autos total modern und FIAT kann die alten Lancia Delta HF Formen wieder rausholen. Ich würde es mir wünschen, quasi einen Youngtimer / Oldtimer direkt aus dem Werk ;).

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Auch andere Motor-Blogger haben ihre Erinnerungen über die Marke niedergeschrieben: Bjoern, Sebastian und Marco fanden passende Worte.