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Der unfaire Vergleich: VW Golf III GTI (1996) vs. Opel Corsa E OPC (2015)

Man wird ja auch noch mal träumen dürfen. Bei Fahrzeugen, die mir bei Probefahrten besonders gut gefallen haben, werfe ich später auch noch mal den Konfigurator an und schaue, was mich das Fahrzeug denn so kosten würde. Der aktuelle Opel Corsa OPC wäre natürlich kein Fahrzeug für mich.

Denn ich habe ja Familie, zwei Kinder, einen Hund und was es da nicht noch alles für Gründe geben könnte die dagegen sprechen. Auf der anderen Seite stehen hier genügend Fahrzeuge herum, wir haben noch den Familienbomber. Warum also nicht ein kleines Spaßfahrzeug für den Papa? Problem? Das was ich haben eigentlich haben will ist weit entfernt, also schaut man mal bei realistischeren Fahrzeugen. Also doch ein Opel Corsa E OPC?

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Konfiguriert habe ich mir den Opel Corsa, OPC, 3-Türer mit dem 1.6 Turbo Benziner. Gekoppelt an einem manuellen 6-Gang-Getriebe, lackiert in Mandarina Orange, ausgestattet mit Recaro Sportsitze, Nappaleder, großem Heckspoiler, Performance Paket und und und schon erhöht man den Einstiegspreis von 24.650 Euro auf fast genau 32.390,00. Autsch.

Hier kommt der unfaire Vergleich zwischen dem Opel Corsa E OPC und meinem VW Golf III GTI, mal sehen wer unterm Strich gewinnt:

Technische Daten Opel Corsa E OPC (2015) vs. VW Golf 3 GTI (1996)

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI 2015 Opel Corsa E OPC
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2015 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse Kompaktwagen
Türen 2 2
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 24.650 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 207 (152) bei 5800 U/min
Hubraum 1984 ccm 1,6 Liter
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 230 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6.8 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / manueller Schaltung
Antrieb Vorderradantrieb Frontantrieb
Drehmoment 166 Nm 245 Nm
Kraftstoff Benzin Super
Tankinhalt (max.) 55 l 45 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 7.50 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 9,9 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 6,2 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 174 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4020/1480/1780 in mm
Radstand 2475 mm 2510 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1670 kg
Leergewicht 1110 kg 1293 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 280 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1090 l
Nutzlast 360 kg 377 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1200 kg / 580 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

 

Beim Hubraum hat mein VW Golf natürlich die Nase vorn, bei der Leistung, bei der Beschleunigung, bei der Höchstgeschwindigkeit, ja selbst bei der Zuladung und Anhängelast zieht er den kürzeren. Punkten kann er beim Kofferraumvolumen und wer ganz genau hingesehen hat, der sieht, dass de neue Opel Corsa E OPC als Kleinwagen, genauso lang ist wie ein VW Golf 3 aus dem Jahre 1996. Was damals Kompaktklasse war, ist nun ein Kleinwagen. Verbrauchstechnisch liegen die beiden Fahrzeuge gar nicht so weit auseinander, ich würde wetten, dass ich dank dem 10 Liter größeren Tank weiter fahren kann mit meinem Golf 3 GTI als mit dem Opel Corsa E OPC, aber darauf kommt es ja nun wirklich nicht an. Technisch betrachtet ist der OPC alleine schon durch seine Sperre besser, dynamischer und agiler natürlich auch und auch das Infotainmentsystem lässt da keine Wünsche übrigen. Besser klingen? Tja, vom Motor her auf jeden Fall mein GTI – aber das ist ja Geschmacksache.

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht

Ihr wollt mehr lesen / erfahren über den Opel Corsa OPC? Kein Problem: hier klicken – dann empfehle euch zunächst das Video von Tobias und Jan (wohlwissend, dass Jan in dem Clip einen Scherz auf meine Kosten macht):

…und dann gibt es natürlich auch noch die Automobile Blogosphäre: mein-auto-blog.de / iMaedia / autophorie / drive-blog / kennzeichen-blog und so weiter.

Probefahrt: Opel Corsa OPC mit Performance Paket (2015)

Das ist er also, der aktuelle Opel Corsa OPC. OPC steht übrigens für Opel Performance Center und performant ist der Corsa, eine richtige Pocket Rocket. Müssen wir über Sinn oder Unsinn sprechen wenn man einen Kleinwagen mit 207 PS unterm Hintern hat? Nein, wir können einfach auch Zahlen sprechen lassen. Ca. 23.000 Fahrzeuge wurden vom Vorgängermodell verkauft, schaut da doch mal in die Zulassungszahlen der Elektrofahrzeuge, die automobile Welt braucht auch Spaßmobile und Spaß macht der aktuelle Opel Corsa OPC definitiv.

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Werfen wir ganz kurz ein Blick auf die Optik. Vorne erkennt man ihn an den größeren Lufteinlässen, an der geänderten Front und am Heck sieht man den Sppiler und die zweiflutige Abgas-Anlage, die von Remus stammt und mir persönlich etwas zu brav klingt, aber das ist Geschmacksache.

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Auch im Innenraum zeigt sich der OPC eher dezent, Fahrer und Beifahrer sitzen auf serienmäßigen Recaro-Sportsitzen, die sich, das kann ich jetzt schon mal sagen, wie ein Maßanzug um den Körper schmiegen. Der Seitenhalt, gerade in sportlich gefahrenen Kurven ist perfekt und dennoch sitzt man nicht unbequem. Auch nicht wenn man das Performance Paket gebucht hat, bei dem das Fahrwerk noch etwas straffer abgestimmt wurde.

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Als Familienvater blicke ich, auch bei einem sportlichen Fahrzeug einmal kurz auf die Rücksitzbank. Da passen zwei Kinder hin, nicht mehr und nicht weniger, aber wer will in einem 207 PS Kleinwagen auch schon hinten sitzen.

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Einen Kofferraum bzw. ein Kofferräumchen hat der OPC natürlich auch, doch ich will euch heute gar nicht mit den langweiligen Fakten langweilen, denn heute dürfen wir auch mal unvernünftig sein und Spaß haben.

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Wie sieht das ideale Rezept aus? Viel Leistung, wenig Gewicht. Beim Gewicht landet unser Fahrzeug hier bei 1.293 kg – das spürt man nicht nur bei der Beschleunigung, sondern auch beim anbremsen vor der Kurve. Ich würde dem Fahrzeug sogar noch etwas mehr Leistung zutrauen, man was haben die Ingenieure denn da für ein kleines Meisterwerk auf die Räder gestellt?

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Werfen wir also einen ganz kurzen Blick unter die Haube, dort findet man den 1.6 Liter Turbo-Benziner. 207 PS bringt diese Maschine auf den Leistungsprüfstand. Die Kraft geht über ein kurzes und knackiges 6-Gang Handschaltgetriebe auf die Vorderachse. Das maximale Drehmoment liegt bei 245 Nm bzw. mit der Overboost Funktion bei 280. Von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 6,8 Sekunden und wie die meisten Fahrzeuge, die über die Vorderräder angetrieben werden, schiebt er durchaus auch mal über die Vorderachse wenn man es übertreibt. Bei nasser Fahrbahn muss man mit dem Gasfuß halt etwas vorsichtiger umgehen und geregnet hatte es leider in Dudenhofen.

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Der Fahrer sitzt, wie schon erwähnt, auf bequemen Recaro-Sitzen und greift zum unten abgeflachten Lederlenkrad. Die Lenkung ist direkt und leichtgängig, das Fahrzeug gibt eine gute Rückmeldung. Der OPC zeigt sich, im Vergleich zum zivilen Corsa, etwas tiefergelegt, das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt aber nicht sonderlich unbequem. Ideal für die Stadt, das Land oder die Autobahn. Die Höchstgeschwindigkeit liegt übrigens bei Tempo 230 und die sind wir in Dudenhofen auf dem Testgelände auch gefahren.

Hinter Volker Strycek auf der vierspurigen Hochgeschwindigkeits Steilbahn. Bis zu 40° Neigung, ich kann euch sagen, das war ein Mega-Spaß, denn den Corsa OPC kann man hier mit Höchstgeschwindigkeit ohne Querkräfte fahren. Man könnte also sogar seine Hände vom Lenkrad nehmen, der Wagen würde sich selber seine Spur suchen, aber das macht man natürlich nicht, die Hände bleiben immer am Lenkrad und der Fahrer somit ideal mit dem Fahrzeug verbunden.

Was verbraucht so ein Corsa OPC wohl? NEFZ sagt 7,5, ich sage „Ja, ja“ – mein 90 PS starker Opel Corsa B aus dem Jahre 1997 hatte sich damals ca. 10 Liter genehmigt, der OPC dürfte das gleiche verbrauchen und dabei mindestens doppelt so viel Fahrspaß liefern.

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Was dürfte sportlich ambitionierte Autofahrer freuen? Die Traktionskontrolle, aber auch das ESP lässt sich ausschalten, wer es also kann (oder der Meinung ist), der kann auch ohne technische Hilfsmittel das Fahrzeug beherschen, die Elektronik bremst den Fahrspaß aber auch nicht aus.

Kommen wir zum Preis. Basis? 24.395 Euro, wir sind das Fahrzeug mit Performance Paket gefahren, damit landet er zusammen mit einigen anderen Ausstattungsfeatures knapp unter 30.000 Euro, denn technisch lässt er sich noch aufwerten. Der Corsa OPC macht auf der Rennstrecke, aber auch im Alltag eine gute Figur, das Handling ist vorbildhaft und der Spaßfaktor ziemlich hoch, was verlangt man eigentlich mehr von so einer kleinen Rakete?

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Mein Fazit? Wäre ich 10 Jahre jünger und hätte ich keine Familie, dann wäre der Opel Corsa OPC definitiv auf meiner Liste, der noch zu fahrenden Fahrzeuge. Das Performance-Paket enthält neben den 18-Zoll-Schmiederädern eine größere Bremsanlage von Brembo, eine noch straffere Fahrwerksabstimmung sowie eine mechanische Drexler-Differenzialsperre.

Wer sich mit dem OPC also auch mal auf einer Rennstrecke rumtreiben möchte, der sollte das Performance-Paket wählen. Das Fahrwerk wurde mit Koni entwickelt, damit liegt er richtig satt auf der Straße, wippt nicht nach, alles so wie man es sich wünschen würde.

3 Runden Probefahrt mit dem Opel Astra GTC VLN CUP 2015

Wie geil war das denn? Mit dem Gedanken, dass ich einen Opel Corsa OPC auf dem Testgelände von Opel (in Dudenhofen) fahren darf bin ich angereist. Später erfuhr ich, dass ich auch noch drei Runden mit dem aktuellen Opel Astra GTC VLN CUP drehen darf. Unter der Haube? Ein 2.0 Liter 4-Zylinder Turbo-Benziner. 320 Pferdestärken wollen hier nach vorne, und die wiehern nicht leise, nein sie brüllen.

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Das maximale Drehmoment von 400 Nm habe ich bei meiner Testfahrt auf dem engen Parcours nicht benötigt, die 378er Bremsscheiben an der Vorderachse und die 314er an der Hinterachse hatten bei mir nicht viel zu tun und ich habe auch nur die ersten 3 Gänge vom 6-Gang Schaltgetriebe benötigt.

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Neben mir saß ein erfahrener Rennfahrer, ich selbst saß viel zu tief und habe nicht wirklich viel gesehen, aber vor allem hatte ich Respekt. Respekt vor der Leistung, Respekt vor dem Grip (auf Slicks) und somit fuhr ich schön langsam.

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Was ich dennoch sagen kann: Es war geil! Leider waren 3 Runden viel zu kurz, die abgesteckte Rennstrecke auch. Mit dem mal über die Nordschleife oder über den Bilster Berg fahren, ja – das wäre was – ich bin irgendwie angefixt.

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Hot News: Playmate des Jahres 2015 (Sarah Nowak) fährt nun Opel Adam S

Das, vermutlich jedem Mann bekannte, „Männermagazin“ Playboy hat eine neue Botschafterin im Häschen-Kostüm: Sarah Nowak (unter anderem auch bekannt aus dem RTL-Format „Der Bachelor“ ist zum Playmate des Jahres 2015 gewählt worden. Im Finale standen übrigens drei Blondinen. Gefeiert wurde das im Münchener Nobel-Club P1 (wo schon so manche an der Tür gescheitert sind).

Sarah Nowak und ihr neuer Opel ADAM S.

Aus den Händen von Opel-Manager Thomas Schut und Playboy-Chefredakteur Florian Boitin bekam Sarah Nowak anschließend noch die Schlüssel für ihren Opel ADAM S überreicht, denn sie darf während ihrer Amtszeit als Playmate des Jahres nun den 150 PS starken Flitzer fahren.

Sarah, das S steht übrigens für Sport, du kannst das ESP deaktivieren und dank dem Sportfahrwerk die anderen attraktiven Kurven mal so richtig ausreizen.

All diejenigen die nicht Playmate des Jahres geworden sind müssen nicht traurig sein, den Opel Adam S gibt es ab 18.690 Euro und den Fahrbericht gibt es hier: Fahrbericht Opel Adam S. Über die unterschiedlichen Geschmäcker soll man bekanntlich nicht streiten, ich hätte ein anderes Playmate zum Bunny des Jahres gekürt, aber ich kann natürlich auch diejenigen verstehen die nun von einer Probefahrt träumen. Heiß auf weiß? Demnächst kommt hier auf rad-ab.com noch eine ganz besondere Story dazu, stay tuned!

Fotos: © Opel 2015