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Im Jahre 2015 wird aus dem Chevrolet Spark der Opel Karl! Stark!

“„Kurz, knackig, charaktervoll – der Name KARL spiegelt seine Stärken wider.” – das habe ich mir nicht selber ausgedacht, das habe ich 1:1 aus der Pressemitteilung von Opel entnommen, dabei dachte ich bis heute, dass es Karl der Große war… und nicht Karl der kurze, knackige…

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Klein aber geräumig soll er sein, der neue Opel Karl. Mit einer Länge von 3,68 Meter gemacht für die Stadt, mit seinen fünf Türen ideal für kleine Einkäufe und Familien und unter der Haube? Die neuen 1.0 Liter 3-Zylinder. Der Preis? Der darf nicht groß sein, anfangen soll er unter 10.000 Euro! Damit könnte Opel – sorry Wolfsburg – einen echten Volkswagen bauen! Genug der Vorschusslorbeeren, die restlichen Sporen muss sich der neue Opel Karl erst einmal verdienen – ich finde ihn clever und bin gespannt auf weitere Fakten, Fakten, Fakten…

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Woran erinnert mich der Opel Karl? Ganz klar an den Chevrolet Spark, das fünftürige Stadtauto von Chevrolet, welches nun in Deutschland so nicht mehr zu kaufen ist. Der war gar nicht so unerfolgreich, deswegen ist es nur konsequent von Opel genau diese Nische zu besetzen und dem Fahrzeug noch den neuen, frischen, Opel Look zu verpassen ohne aber die Preisschraube komplett nach oben zu schrauben.

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Kurbeln muss man hinten! Also bei den Fensterhebern… das ist okay, denn der Preis soll ja schließlich im Rahmen bleiben. Bereits jetzt kann ich sagen, dass es eine Eigenschaft gibt, die der neue Opel Karl besser kann als der VW up, der Skoda Citigo oder der Seat Mii! Die Fensterscheibe vom Beifahrer lässt sich auch vom Fahrersitz aus versenken.

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Fotos: © GM 2014

Thomas “Karl” Gigold hat auch über seinen neuen Namensvetter geschrieben …


Fahrbericht – Test – Video – Review: 2015 Opel Corsa E

Über den neuen Opel Corsa E kann ich euch so viel erzählen. Ich fang mal ganz langweilig klassisch, an:

Der neue Opel Corsa ist mittlerweile die 5. Generation und als 5-Türer 4,02 m lang, 1,48 m hoch und mit Außenspiegeln 1,94 Meter breit. Der Radstand beträgt 2,51 Meter und der Wendekreis liegt bei 11 Metern. Das zulässige Gesamtgewicht des neuen Opel Corsa liegt bei 1665 kg, leer wiegt der Rüsselsheimer 1199 kg.

Gähn, nun könnten wir eine Runde Autoquartett spielen, oder? 1200kg sticht und mit 11 Metern Wendekreis (von Wand zu Wand) ist er nun auch wahrlich kein City-Flitzer mehr, oder? War der direkte Vorgänger aber auch nicht, denn da hat sich rein von den Größen nicht viel getan.

Den Kofferraum könnt ihr mit maximal 1120 Litern beladen, wenn die Rücksitze umgeklappt sind. Im Verhältnis 60:40 geteilt ist dies übrigens nicht in jeder Ausstattungsvariante möglich. Maximal zuladen dürft ihr 466 kg, davon 75 kg auf das Dach. In unserem Testwagen lässt sich der Laderaumboden 2-fach in der Höhe verstellen. Nun wird es lustig: Das Reserverad bekommt ihr nur optional, es ist dafür ein Reifen-Reparatur-Set an Bord. Sofern denn eine Anhängerkupplung vorhanden ist, beträgt die maximale Anhängelast bei dieser Motorisierung 1,2 Tonnen ungebremst dürfen die Anhänger 560 kg schwer sein.

Wisst ihr was? Ihr könnt euch übrigens auch das nachfolgende Video ansehen. In unserem Ausfahrt.TV Video seht ihr den neuen Opel Corsa 1.0 ECOTEC Direct Injection Turbo in der Farbe Magma Rot mit Sportfahrwerk und auf 16″ Felgen, auf denen bereits die Winterreifen aufgezogen wurden. Wir erzählen euch was zur Geschichte, hauen auf den Motor, zeigen die Veränderungen beim Exterior, schauen uns den Innenraum und den Kofferraum an und dann drehen wir auch noch eine Runde:

Weitere Informationen? Gerne:

Warum schreibe ich denn so viele Corsa E Fakten bzw. technische Daten hier hin? Nun, ich bin ja wie ein Traumfänger immer auf der Suche nach den nächsten Lesern. Also nach euch. In der Regel kommt ihr doch via Google zu dieser Seite. Also habt ihr irgendetwas gesucht. Da ich aber vorher nicht weiß was ihr sucht, versuche ich möglichst viele Informationen bereitzustellen. Am allerliebsten würde ich ja nur meine Meinung schreiben, kurze Geschichte drumherum, fertig. Aber nach meiner Meinung zum Opel Corsa E googlen halt nur wenige, also weiter im Text (angereichert mit meiner ganz persönlichen Meinung):

Angetrieben wird der neue Opel Corsa über die Vorderachse, unser Testfahrzeug schaltet mittels 6-Gang-Schaltgetriebe, verfügbar sind aber auch ein 5-Gang-Schaltgetriebe, ein 5-Gang-Schaltgetriebe Easytronic und eine 6-Stufen-Automatik. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt ihr mit dem kleinen Benziner innerhalb von 10,3 Sekunden bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 195 km/h oder bis der 45-Liter-Tank leer ist. 45 geteilt durch 5 sind 9, sprich 900 km könnten maximal als Reichweite drin sein. Gar nicht so übel, wenn man den Wert denn erreicht.

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Der 115 PS starke 3-Zylinder 1.0 Liter ECOTEC Direct Injection Turbo-Motor besitzt ein maximales Drehmoment von 170 Nm welches zwischen 1800 und 4500 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle anliegt. Betanken solltet ihr diese Maschine mit Super Kraftstoff, wovon durchschnittlich 5,0 Liter auf 100 km verbraucht werden sollen, wenn man denn auch ordentlich fährt und den 3-Zylinder nicht zu höheren Drehzahlen zwingt. Ich habe mal unter die Abdeckung geschaut, es sind tatsächlich nur 3 Zylinder vorhanden. Im Video hört man es im Soundcheck auch, aber ganz ehrlich? Der Corsa zeigt sich ganz gut gedämmt, da haben die Jungs und Mädels von Opel einen guten Job gemacht.

Wisst ihr was ich richtig gut finde? Beim Opel Corsa E steht auf dem Öldeckel geschrieben welches Öl man nachfüllen muss. Das heißt, wenn man mal “zufällig feststellt”, dass Öl nachgefüllt werden muss, kann man einfach losgehen und welches besorgen und muss nicht erst in die Anleitung blicken um den Typ zu suchen. Da gibt es nämlich kleine, aber feine Unterschiede.

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Zusätzlich zum geringen Verbrauch sollen alle neuen Corsa-Motoren die Grenzwerte der Abgasnorm EU6 erfüllen und daher besonders emissionsarm sein, dieses unterstützt unter anderem die Start-Stopp-Automatik, die man aber auch ausschalten kann. Über den ecoFLEX Fahrassistenten bekommt ihr außerdem Infos über den Verbrauch und er gibt auch Empfehlungen für optimiertes Fahren. An die muss man sich natürlich nicht halten, aber wer Sprit sparen möchte, der kann es ja mal versuchen.

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Bla, bla, bla! Interessiert das überhaupt jemanden? Nun denn, weiter im Text:

In allen 4 Ausstattungsvarianten des neuen Opel Corsa bekommt ihr serienmäßig 8 Airbags, ABS und ESP und ein umfangreiches Sicherheitspaket mit einigen Assistenzsystemen, wie zum Beispiel einem Berg-Anfahr-Assistenten. Der serienmäßige City-Modus soll bei geringeren Geschwindigkeiten auf Knopfdruck das Lenken zu einem Kinderspiel machen und die Funktion überzeugte bei der Probefahrt. Die Lenkung ist mir persönlich nicht direkt genug, aber dafür schön leichtgängig. Vermutlich wollen das die Kunden so.

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In der Innovation-Ausstattung unseres Testwagens sind Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahr- und Abbiegelicht und ein elektronischer Geschwindigkeitsregler enthalten. Die Sitzpolster sind eine Mischung aus Stoff und schwarzem Lederimitat, die Sitzhöhe lässt sich bei beiden Vordersitzen manuell verstellen. In die Türtaschen passen locker 1,25 Liter Flaschen, der Getränkehalter in der Mittelkonsole ist hingegen eher ein schlechter Scherz. Groß genug ist das Handschufach und das neue Lenkrad liegt gut in der Hand. Die Außenspiegel sind groß genug dimensioniert und bieten einen guten Rückblick.

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Das Multimedia-Infotainment-System IntelliLink ermöglicht euch mit seinem 7“-Touchscreen-Display die Nutzung eurer mobilen Geräte und diverser Apps, das Versenden und Empfangen von E-Mails und SMS und bietet euch außerdem Sprachsteuerung und eine Freisprecheinrichtung. Das Display ist mir persönlich aber zu tief angebracht, das machen die Mitbewerber deutlich besser. Für die Bringo-Navi App kann Opel nichts, deswegen schweige ich mich dazu mal lieber aus.

Gegen Aufpreis gibt es zum Beispiel ein Panoramaglasdach, eine Klimaautomatik, eine Standheizung, einen Parkassistenten inklusive Toter-Winkel-Warner, eine Rückfahrkamera und einige Komfort- und Style-Pakete bekommen. Viel Luxus auf kleinstem Raum, der Corsa wird zum Gadget Traum.

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Mit der Corsa-Color-Edition könnt ihr die Außenfarbe, die Farbe des Daches, die Alu-Räder und das Innenraumdekor unterschiedlich miteinander kombinieren. Außerdem gibt es verschiedene Foliendekore, unter anderem Rallye-Streifen in weiß oder schwarz.

Es geht aber auch sportlich! Die OPC (Opel Performance Center)-Line lässt den neuen Corsa außen besonders sportlich erscheinen mit exklusiven Spoilern und Seitenschwellern und einem Chrom-Auspuffendrohr, innen mit Alu-Sportpedalen und Sport-Lederlenkrad mit Fernbedienung, Lederhandbremshebel und -Schaltknauf und ja, es wird auch einen Opel Corsa E OPC geben – das dürfte inzwischen so sicher sein wie der Fall der Mauer vor 25 Jahren.

Nun zum Preis. Der Basispreis für das günstigste 5-Türer-Modell liegt bei 12.730 Euro, für den 3-Türer bei 11.980 Euro.

Fazit: Der neue Opel Corsa E ist erwachsen geworden. Äußerlich aufgefrischt, technisch überarbeitet. Ein Fehlkauf war der Opel Corsa noch nie, das hat sich auch mit der 5. Generation nicht verändert. Er ist nicht besonders aufregend, er fährt sich auch nicht besonders gut, ich finde seinen Innenraum nun auch nicht besonders pfiffig, aber das muss auch gar nicht sein. Er ist kein Streber, er ist einfach gut und das nun schon seit über 32 Jahren. Wer den Wagen für die Familie nutzen möchte, sollte sehen ob die Kindersitze hinten passen und ob die Kinder sich selber auch gut anschnallen können. Das könnte eng werden, aber irgendwas ist ja immer.

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Tachovideo: 2015 Opel Corsa E 1.0 3-Zylinder Turbo Benziner 115 PS

Unter der Haube des neuen Opel Corsa E findet man optional einen Dreizylinder-Turbo-Benzindirekteinspritzer mit 999 ccm Hubraum und einer Leistung von 115 PS (85 kW). Das maximale Drehmoment von 170 Nm liegt zwischen 1800 bis 4500 Umdrehungen pro Minute an der Kurbelwelle an. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der frontgetriebene Opel Corsa innerhalb von 10,3 Sekunden, der Vortrieb endet dann bei 195 km/h oder halt wenn der 45-Liter-Tank leer ist. Die Kraft wurde in unserem Testwagen über ein manuelles 6-Gang Getriebe an die Vorderachse weitergeleitet. Derzeitig schneide ich noch am Fahrbericht, aber das Tachovideo kann ich euch schon einmal zeigen:

Der Fahreindruck und die Meinung kommt. Das komplette Review wird knapp eine halbe Stunde lang sein und beinhaltet wie immer die Äusserlichkeiten, das Platzangebot vorne, den Ablagenscheck, das Platzangebot im Fond, der Kofferraumcheck und und und… …und ich kann jetzt schon verraten, dass der neue Opel Corsa E richtig erwachsen wirkt und gut geworden ist, auch wenn er ein zwei Kleinigkeiten hat, die mich weiterhin stören. Bald mehr dazu!

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Interview mit einem Rockstar: Der neue Opel Adam Rocks im Fahrbericht!

Riga! Hauptstadt von Lettland und mit fast 700.000 Einwohnern gleichzeitig auch die größte Stadt des Baltikums. Riga ist eine alte Hansestadt, berühmt für die Jugendstilbauten und berüchtigt für die wunderschöne Altstadt. Die Innenstadt von Riga wurde 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und ich darf gestehen, dass ich gerne länger geblieben wäre. Doch ich war nicht in Lettland im Riga kennen zu lernen, ich sollte einen Rockstar interviewen. Okay, etwas übertrieben, ich sollte den Rockstar eigentlich nur etwas besser kennenlernen.

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Der Opel Adam Rocks kommt gar nicht aus Riga, er ist also kein Sohn dieser Stadt. Der Adam Rocks stammt aus Eisenach, genauso wie sein kleinerer Bruder, der lieber in trendigen Stylings schlüpft und nur selten im Schlamm spielt. Wobei? In das richtige Gelände wagen kann man sich auch nicht mit dem Opel Adam Rocks. Wer übrigens lieber mal “schnell” ein Video zum Opel Adam Rocks sehen möchte, kein Problem: Da habe ich hier für euch: Opel Adam Rocks – The Movie! Mit knapp 25 Minuten nicht unser längstes Ausfahrt.TV Video aber aktuell vermutlich das längste deutschsprachige Review zum Opel Adam Rocks mit dem neuen Turbo-Benziner:

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Der zeigt sich zwar optisch etwas höhergelegt, besser gesagt um 15mm, aber vermutlich auch nur damit man die formvollendeten 18″ Reifen / Räder in die verkleideten Radkästen bekommt. Optisch unterscheidet er sich durch die Kunststoffbeblankungen und natürlich durch den angedeuteten Unterfahrschutz. Serienmäßig rollt er auf 17″ Felgen, optional gibt es wie gesagt die 18 Zöller, die auf so einem Kleinwagen wirklich gut aussehen.

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Neu? Die Motoren und auch das optionale 6-Gang Getriebe. Das hatte ich damals beim Opel Adam noch kritisiert, denn das fehlte damals. Nun ist es da und es kommt natürlich nicht nur im Opel Adam Rocks sondern auch im normalen Opel Adam zum Einsatz. Unter der Haube hatten wir den nigelnagelneuen 1.0 Liter 3-Zylinder der Dank Turboaufladung über 115 PS verfügt.

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Das maximale Drehmoment liegt bei 170 Nm. Innerhalb von 9,9 Sekunden beschleunigt der City-Flitzer von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit soll bei 196 km/h liegen. Diesen Wert konnte ich in Lettland natürlich nicht ausfahren, denn ich wollte nicht hinter schwedische Gardinen sondern lieber noch etwas die verborgene Schönheit von Riga und den Opel Adam Rocks erkunden.

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Also – runter mit den Spendierhosen und erst einmal nachgezählt. Tatsächlich! Es sind nur 3 Zylinder vorhanden, dafür klingt er aber ganz angenehm. Das liegt an einer Ausgleichwelle, erst wenn er auf Touren kommt bzw. auf Drehzahl gebracht wird, dann hört man spürbar den Unterschied.

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Im Innenraum wirkt der Opel Adam Rocks übrigens fast gleich wie sein zivilerer Bruder bis auf eine Ausnahme: Das Dach! Hier haben wir ein Faltdach verbaut, welches man per Tastendruck öffnen und auch wieder schließen kann. 5 Sekunden dauert der Vorgang. Das Öffnen funktioniert bei jeder Geschwindigkeit, beim Schließvorgang darf man höchstens 140 km/h fahren. Ansonsten? Alles Prima! Die Servolenkung lässt sich per Tastendruck (City-Funktion) noch leichtgängiger schalten. Das Lenkrad selbst liegt gut und er Hand, lässt sich axial und vertikal verstellen und sämtliche Bedienungselemente lassen sich gut erreichen.

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Aufgeräumt zeigt sich auch das Dashbord. Das Infotainmentsystem, ein paar Tasten und darunter die Steuerung für die Klimaanlage / Heizung. Das ist aufgeräumt. Mir persönlich ist das Display allerdings etwas zu tief angeordnet.

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Auf den beiden vorderen Sitzen gibt es ausreichend Platz und auch das Raumgefühl stimmt. Griffe erleichtern den Ein- bzw. den Ausstieg und die vorderen Sitze verfügen über eine Easy-Entry Funktion, falls man denn doch mal nach hinten muss.

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Hinten? Strafbank! Nicht einmal meine Schwiegermutter würde ich dort platzieren wollen und die ist gerade mal 1,70m groß! Kinder? Passen! Iso-Fix Halterungen sind auch vorhanden, allerdings stelle ich es mir schwierig vor, kleinere Kinder in die Sitze zu setzen. Hinten fehlt eine Beleuchtung und die Fenster lassen sich bauartbedingt auch nicht öffnen. Haben wir das dem schwebenden Dach zu verdanken?

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Der Kofferraum? Tja, der ist klein. 170 Liter Volumen und wenn man den Subwoofer installiert hat, sind es sogar nur noch 95. Da passt also wahrlich nicht viel rein. Daher: Rücksitze, auf denen sowieso kein normal ausgewachsener Mensch ausreichend Platz hat, umlegen und sich über die maximale Zuladung von 354 kg und das vergrößerte Volumen von bis zu 663 Liter freuen.

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Fun-Fact: Der Opel Adam Rocks ist genauso lang, wie die Flugzeugkabine vom A321-200 breit ist. Nach einer kurzen Probefahrt erschließt sich für mich auch der Grund, warum Opel uns nach Riga eingeladen hatte. Wir sollten bestimmt mal den Opel Adam Rocks umparken. Umparken! Im Kopf! Übersichtlich ist der 3,75 kurze Zwerg ja, einparken und umparken war also kein Problem. Aber das Fahrwerk war in der Kombination mit den 18″ Reifen / Felgen wahrlich nicht geeignet für die schlechten Straßenverhältnisse in Riga.

Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, Loch an Loch, ich fühlte mich wie in einer Zeitmaschine, denn ähnliche Fahrbahnbeläge hatte ich vor ein paar Monaten noch in Russland. Nun, ganz so weit ist Riga ja auch nicht enfernt. Riga ist für mich aber nun Rock-City und das liegt nicht nur am Opel Adam Rocks, der allgemein einen doch sehr positiven Eindruck hinterlassen hat.

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Ob Opel nun allerdings mehr Männer ansprechen wird (aktuelles Verhältnis der Käufer: 70% Frauen / 30% Männer), das steht in den Sternen. Ich würde vermutlich zum Opel Adam S greifen, der bekommt den 1.4 Liter Motor mit 150 PS unter die Haube und damit wird der Opel Adam zum Pocket Rocket, da bin ich mir ziemlich sicher.

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Worauf man sich auch noch freuen darf? Der Opel Adam bekommt einen kleineren Bruder. Der Karl! Der schließt dann demnächst die Lücke mit den Türen, denn den Adam gibt es nur mit 3 Türen, der Karl wird – obwohl kürzer – über 5 Türen verfügen. Während man bei Opel übrigens stolz verkündet, dass der Opel Adam “Made in Germany” ist, wird der neue Karl in Korea vom Band laufen. Ob Karl wohl auch so ein schönes Interior bekommt wie der Adam?

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Das dieses allerdings ganz und gar nichts schlechtes bedeuten muss, sieht man beim aktuell Opel Mokka, der ebenfalls in Korea und nun auch im spanischen Saragossa gefertigt wird. Opel hat sich gemacht und Opel wird auch weiterhin einen guten und richtigen Weg einschlagen. Nun werden die Motoren erneuert und es ist auch mit weiteren Fahrzeugen / Fahrzeugderivaten zu rechnen, nur einen Opel Calibra – den werden wir in den kommenden Jahren wohl nicht so schnell wieder auf der Straße sehen.

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