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Erlebnisbericht: smart for jeremy – Brabus Edition – 2014

Heute bin ich ca. 350 km mit dem smart for jeremy gefahren und bevor ich euch gleich das Fahrzeug noch kurz vorstelle, gibt es nun ein paar Geschichten, die alle genau so passiert sind:

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Ich bin ein Lügner – oder auch nicht? 

Auf einem Autobahnrastplatz – ich parkte kurz um zum Kofferraum zu gehen – kam eine Gruppe “Heranwachsender” an. Ich könnte nun auch noch die Herkunft erwähnen, doch die macht bei der heutige Jugend doch eh keinen Unterschied mehr. Von weitem sah ich schon die lachenden Gesichter und der Anführer des Trios, nennen wir ihn mal Tarzan, hatte auch direkt einen “flotten Spruch” auf den Lippen: “Ey, bist du schwul oder was?” – Irgendwann bekomm ich für meine große Klappe noch einmal einen drüber, anstatt dem Konflikt aus dem Weg zu gehen konterte ich: “Jep, sorry, aber du bist nicht mein Typ!” – Klar, ich hätte auch antworten können, dass ich heterosexuelle Neigungen schätze und mich in einer Beziehung befinde und keine Lust hätte auf bisexuelle Erfahrungen und wenn dann schon gar nicht mit ihm. Ich hätte auch sagen können, dass mir die Flügeltüren von einem Mercedes-Benz SLS auch besser gefallen oder hätte ihn von dem Mercedes-Benz 300 SL vorschwärmen können, aber wofür? Mein Spruch saß! Die Kumpels von Tarzan lachten, Tarzan blickte wie ein begossener Pudel und zog von dannen.

Der Foto-Bus!

Der smart for jeremy polarisiert. Manche lachen, manche heben den Daumen, viele fotografieren und ein ganzer Bus voller Japaner / Chinesen sorgte für ein kurzzeitiges Blitzlichtgewitter. Auffällig ist er nämlich, der weiße smart mit den kleinen Flügel. Frauen lächeln, Kinder winken und irgendwie habe ich das Gefühl, dass man in dem smart über sich hinauswächst. Ich winke zurück, grüße andere smart Fahrer zurück und grinse auch in die Kameras der vorbeifahrenden Paparazzos.

Ab auf die Landstraße!

Zeit! Ich habe heute Zeit! Muss nicht rasen wie ein wilder Stier und das macht mit dem smart for jeremy – auch in der Brabus “Benziner-Edition” mit 102 PS keinen Spaß. Bei Tempo 160 auf der Autobahn spielt man “Spurrillen-Wetthüpfen” und beim Ampelsprint sorgt das automatisch schaltende 5-Gang Getriebe für Zug-Unterbrechungen die ihres gleichen suchen. Also runter von der Autobahn und ab auf die Landstraße und in die Stadt. Da fühlt sich der Kurvenräuber wohl und ich begann Gefühle für das Flügeltier zu entwickeln. Der Hecktriebler macht vor allem in engen Kurven Spaß – zumindest solange bis das ESP den Fahrspaß einbremst.

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Von Bielefeld nach Hannover über Land, das sind ca. 2 Stunden Fahrspaß. Gespickt mit vielen Blitzern, bei zehn Stück habe ich aufgehört zu zählen. Vorbei geht es über grüne Wiesen, man merkt die leichten Anstiege vom Teutoburger Wald und an einem Sonntag sind irgendwie die anderen Verkehrsteilnehmer auch besonders gut drauf. Ich werde vorgelassen, man macht mir Platz zum überholen und irgendwie bleibt das Gefühl, dass die anderen eher sich freuen als mich auszulassen.

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Der BMW-Fahrer – ein heimlicher Scott Jeremy Fan?

Kurz vor Hannover fuhr ich dann doch wieder auf die Autobahn, neben mir fuhr kurze Zeit später ein BMW 1er Fahrer, der mir zunächst mit einem hoch gestreckten Daumen zu meinem fabelhaften Geschmack gratulierte. Anschließend zückte er – also sein imaginärer Beifahrer – das Smartphone und fotografierte – von hinten – von der Seite – von vorne… dann fuhr er noch mal neben mich und bedankte sich.

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Egal wo ich war, die Leute schauen! Wer das möchte, wer gerne mal im Rampenlicht stehen mag, der darf sich die Sonderedition “smart for jeremy” zulegen. Los geht es ab 33.333 Euro und dann hat man den 102 PS starken Brabus-Benziner unter der Haube. Elektrische Modelle gibt es wohl auch und der smart Electric Drive hat mir ja schon bewiesen, dass man mit ihm auch Spaß haben kann. Wer eher introvertiert ist, der sollte sich dann doch den normalen smart holen, oder noch etwas warten, denn bald kommen ja die neuen smart Modelle.

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Sprechen wir einmal kurz über die Fahreigenschaften, die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk hart und somit ist er “eigentlich” umkomfortabel, aber genau so will man einen 102 PS starken Brabus smart doch haben, oder? Wer mit 160 km/h in dem City-Floh auf der Autobahn unterwegs ist, der wird übrigens schnell den kleinen Tank leeren, dann ist nach ca. 250 km Schluss mit Lustig. Mehr Spaß macht der smart in der Stadt oder auf Landstraßen, da gehört er eher hin und da können ihn auch die anderen Verkehrsteilnehmer länger sehen.

In den Kofferraum passt das Handgepäck für einen Kurztrip und wer den Beifahrersitz (erkennbar an der Schleife) mitbenutzt, der kann ohne Probleme auch sein Wochenendeinkauf mit dem smart erledigen. Ablageflächen gibt es auch, eine am Armaturenbrett, eine vor dem Gangwahlhebel und die beiden Türtaschen sind ebenfalls vom Fahrersitz aus zu erreichen. Das Handschuhfach ist klein, wen verwundert das bei der kompakten Bauweise? Die Sonnenblenden sind gut dimensioniert, das große Panaroma-Glasdach lässt viel Licht in den Innenraum und die Rundumsicht ist perfekt. Kein Wunder also, dass man mit dem smart auch ohne elektronischen Helferlein in jede Parklücke zirkeln kann.

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Optisch unterscheidet sich der smart for jeremy allerdings nicht nur durch die Flügel, die tridion Sicherheitszelle ist in Alubeam lackiert, genauso wie die Außenspiegel. Die Bodypanele und die Felgen sind in Polarweiß gehalten. Vermutlich musste ich daher auch immer an einen Engel denken. Der Innenraum ist ebenfalls in weiß gehalten. Die Ledersitze, die Türverkleidungen usw. – alles in (anfälligen) weiß. Wer da also ein Bengel ist im Innenraum, der macht den weißen Engel schnell schmutzig.

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Ihr wollt mehr über das Fahrzeug erfahren?

Markus Jordan fuhr den smart for jeremy als electric drive und ich glaube, demnächst könnt ihr das Fahrzeug auch noch in Aktion erleben. Ich gestehe, ich hatte Vorbehalte gegen das Design. Ich gestehe auch, dass ich ihn mir so nicht kaufen würde, aber das liegt nun nicht mehr an der Optik, sondern immer noch an dem Getriebe. Da macht die elektrische Version vom smart viel mehr Spaß bzw. bereitet mehr Fahrfreude. Gespannt bin ich auf den kommenden smart, den es als fortwo und als forfour geben wird, eines bleibt übrigens. Der Heckantrieb und damit vermutlich auch die Agilität.

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IAA 2013: smart fourjoy concept – die smart Studie – Fotos / Fakten

Ich bin gerade auf dem Sprung, ein Termin jagt den nächsten. New York, Rio, Rosenheim… ihr kennt das! Die smart Studie “fourjoy” möchte ich euch aber dennoch kurz um die Ohren hauen, daher wie schon gewohnt. Die von mir kommentierte Pressemitteilung:

“Zum smart Markenerlebnis passen auch mehr als zwei Sitzplätze: Das stellt der smart fourjoy unter Beweis. Die Studie besitzt alle typischen smart Attribute und verkörpert damit das unbeschwerte urbane Lebensgefühl „pure urban joy of life“. Der kompakte Viersitzer ist der Vorbote einer neuen Generation von smart und feiert seine Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt
(12. bis 22. September 2013).”

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So, nun feiert also nur der Vorbote die Weltpremiere. Wann sehen wir denn endlich den neuen smart forfour, vor oder nach dem neuen Twingo? Aber okay, schauen wir uns doch mal die Studie an, was bietet denn das Concept-Car?

“Vier vollwertige Sitze bei minimaler Fahrzeuglänge – der smart fourjoy zeigt erstmals die Dimensionen des smart Viersitzers der nächsten Generation. Türen, Heckscheiben und Dach werden noch nicht dargestellt, wodurch der Betrachter freien Blick auf den futuristisch anmutenden Innenraum hat.”

Achso, das bleibt gar nicht so? Wie sieht das denn mit den Abmessungen aus? Antrieb? Lasst mich raten, es ist eine Studie, da gibt es bestimmt einen Elektro-Antrieb, oder?

“Mit seinen kompakten Maßen (Länge/Breite/Höhe: 3.494/1.978/ 1.494 Millimeter) und einem Wendekreis von 9,1 Metern setzt der smart fourjoy auf die markentypische Wendigkeit und kann seine Stärken besonders in den Metropolen der Welt ausspielen. Und dank des aktuellen electric drive mit 55-kW-Permanentmagnetmotor bewegt sich der smart fourjoy lokal emissionsfrei, agil und ohne Schaltunterbrechungen.”

Mmmh, 9,1 Metern ist aber nicht wirklich klein. Der Mitsubishi Space Star z.B. ist knapp 20 cm länger und hat trotzdem nur einen Wendekreis von 9,2 Metern. Aber, okay – klein genug für die Stadt ist der Wendekreis so oder so! Was verbindet denn die Studie zum smart?

“Zudem hat der Viersitzer viele genetische Anlagen des kultigen Ursmart. „Der smart fourjoy ist das perfekte Icon unserer smart Designphilosophie, die in eine neue Ära übertragen wird. Erstmalig zeigen wir die zukünftig sportliche Viersitzigkeit der neuen smart Familie“, so Gorden Wagener, Designchef der Daimler AG. Die smart-typische Silhouette, die klaren Linien und Formen und auch die Weiterentwicklung des smart Gesichts machen diese Studie zu einer modernen Design-Ikone.”

Eine Ikone? Okay, da lasst uns doch noch mal kurz auf das Design zu sprechen kommen? Was macht die Studie zur Ikone?

Zahlreiche Designelemente verweisen auf die erste smart Baureihe: Dazu zählen unter anderem die extrem kurzen Überhänge, die weit außen in den Ecken platzierten Räder, die in die massive tridion Zelle integrierten Rückleuchten sowie das kugelförmige Kombiinstrument.

„Mit dem smart fourjoy zeigen wir eine Studie, die das einzigartige Design und den urbanen Fahrspaß des smart fortwo wunderbar in einen außerordentlich kompakten Viersitzer überträgt“, so smart Chefin Dr. Annette Winkler. „Der fourjoy vereint zahlreiche Details früherer Showcars, auf die wir sehr positive Rückmeldungen erhalten haben. Seine äußeren Proportionen verraten schon viel über das Erscheinungsbild unseres viersitzigen Serien-smart, der Ende 2014 auf den Markt kommt und es auch Familien ermöglichen wird, gemeinsam im smart unterwegs zu sein.“

Die betont dreidimensionale, aufrechte Front gibt dem fourjoy eine ausdrucksstarke Erscheinung, die mit einem frischen Lächeln freundlich, aber bestimmt dem Betrachter entgegen blickt. Im Grill trägt er stolz sein großes Markenemblem. Die Wabenstruktur der Lufteinlässe an der Front und die überwölbten, sinnlich ausgeführten Karosserieflächen betonen die Verwandtschaft zu den Studien smart for-us (Detroit 2012) und smart forstars (Paris 2012), auf die es sehr positive Rückmeldungen von Kunden gab.”

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Jep, solange warten wir nun schon auf ein neues Zeichen. Aber was ist denn nun diese tridion Zelle?

“Ein bestimmendes Merkmal ist die stark ausgeprägte tridion Zelle. Bei der Studie besteht sie aus poliertem Vollaluminium, ihr schimmerndes Hochglanz-Finish betont den Premiumcharakter der Marke und lässt den smart fourjoy futuristisch und edel wirken. In Kontrast zum Aluminium der tridion Zelle steht der weiße Perleffekt-Lack von Stoßfängern, Fronthaube und Heckklappe. Blick zurück nach vorn: Wie bei der ersten Generation des smart fortwo sind die Rückleuchten in die tridion Zelle integriert. Turbinenartig wurden dort Cubes ins Plexiglas eingearbeitet.”

Wo viel Licht, da ist viel Schatten! Wie sieht es mit den Scheinwerfern aus? Fehlt da nicht was?

“Die Frontscheinwerfer kommen ohne Deckglas aus, was den dreidimensionalen Eindruck des u-förmigen Tagfahrlichts verstärkt. Bei Front- wie Heckleuchten kommen ausschließlich LED zum Einsatz. Den lebensfrohen Charakter des Fahrzeugs betonen transparente petroleumfarbene Formteile. Sie kommen beim Windabweiser oben an der Frontscheibe sowie seitlich an den A-Säulen und beim hinteren Dachspoiler zum Einsatz. In Funktion und Farbe erinnern sie augenzwinkernd an Tennis-Caps der 90er Jahre.”

Nun mal auf Deutsch, warum hat das Auto keine Türen, kein Dach, keine Heckscheibe? 

“Ohne Türen, Heckscheibe und Dachpanel holt der smart fourjoy die Stadt förmlich nach innen. Verbindende Elemente zwischen Exterieur und Interieur sind die Griffe für Fahrer und Beifahrer auf den Seitenschwellern sowie die Öffnungen in der Dachstruktur. Am auffälligsten im Innenraum sind die beiden futuristisch anmutenden Vordersitze und die ebenso gestaltete Rücksitzbank. Die Sitzschale wirkt wie aus einem Guss. Die Rückseite der Sitze ist in Dunkelchrom ausgeführt. Seitlich schlingt sich um die Sitze eine kederartige Linie, die ebenso petroleumfarben wie die Plexiglas-Akzente im Exterieur ist. Am Fahrzeugboden wechseln sich perforierte und glatte Flächen ab. Da der Boden dunkel gehalten ist, scheinen die Sitze zu schweben.”

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Sicher! Schweben! Alles klar! Türen rein, Heckscheibe montieren, Dach druff… und ab damit in die Produktin! Was gibt es über den Inneraum zu wissen, was schwebt einem da noch so vor?

Die Sitze und die Armaturentafel werden von einer mittleren, durchgehenden Struktur getragen. Sie wird von einer positiv überspannten Fläche belegt, die touch-sensitive Bedienfunktionen beinhaltet. Die Armaturentafel besitzt Tiefenwirkung und greift mit Waben und Verlauf zwei Themen des Exterieurs auf. Der massive Instrumententräger besteht aus transparentem, beleuchtetem Plexiglas, in das Aussparungen gefräst wurden. Die auffällige mehrdimensionale Wabenstruktur entstand dadurch, dass an diesen Stellen weißer Kunststoff mit Perleffekt angegossen wurde. Das kugelförmige Kombiinstrument erinnert ebenso wie das einspeichige Lenkrad formal an den ursprünglichen smart. Zwei Smartphones sind im Armaturenbrett und auf dem Mitteltunnel im Fond angebracht und erlauben zeitgemäße Connectivity und maßgeschneidertes Entertainment für alle vier Passagiere.

Das mag ich! Smartphones finde ich zeitgemäß. Funktioniert das dann auch schon mit dem iPhone 5?  Das ist State of the Art! Apropo Art! Kommen wir zum Antrieb. Elektro! Hab ich oben ja schon gelesen. Was für eine Leistung steckt dahinter?

“Der im Heck untergebrachte Elektroantrieb basiert auf dem aktuellen smart fortwo electric drive. Dank seines 55-kW-Permanentmagnetmotors lässt sich der smart fourjoy agil und spritzig fahren. Die Lithium-Ionen Batterie besitzt eine Kapazität von 17,6 kWh. Komplett entleert, lässt sich die Batterie in den Stromsystemen der meisten Länder mit einer Ladezeit von maximal sieben Stunden – quasi über Nacht – an der Haushaltssteckdose oder Ladestation wieder voll aufladen. Mit dem 22-kW-Bordlader und einem Schnellladekabel kann die Ladezeit an einer Wallbox oder öffentlichen Ladestation auf unter eine Stunde verkürzt werden.”

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…und was hat das mit den Skateboards da nun auf sich?

“Oben auf dem Dach des smart fourjoy sind zwei Longboards befestigt. Mit diesen elektrisch angetriebenen Skateboards lassen sich Kurzstrecken in der Stadt lokal emissionsfrei zurücklegen. Entsprechende Helme sind hinter den Rücksitzen untergebracht. Dort ist auch eine High-Definition-Kamera befestigt, die sich mit einem Handgriff herausnehmen lässt. So lassen sich Actionvideos beim Longboard-Fahren aufzeichnen und später in den sozialen Netzwerken mit Freunden teilen.”

Ähm, ach so … ja dann ist der smart fourjoy nichts für mich, ich fahre lieber Mountainbike!

 

 


smart + Jeremy Scott = Das possierliche Flügeltierchen!

Ein smart für über 40.000 Euro? Wer hat hier ein Rad-ab? Nun, auf der Auto Shanghai zeigt smart zur Zeit das Sondermodell welches zusammen mit Jeremy Scott entwickelt wurde. Auf die Flügel wurden nicht verzichtet, die Produktion startet bereits in diesem Monat und es gibt das Fahrzeug entweder als Coupé mit dem Brabus 75 kW-Benzinmotor, dem BRABUS electric Drive Antrieb oder dem “herkömmlichen smart electric drive Motor. Ob smart nun genauso wie ein Energy-Drink Hersteller Flügel verleihen möchte weiß ich nicht. Das Fahrzeug verfügt aber nicht nur über die Flügel, die mich immer noch an Asterix erinnern.

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“tridion-Sicherheitszelle, Außenspiegelkappen und Kühlergrill sind in Alubeam lackiert. Die Bodypanels sowie die Leichtmetallräder im Format 16 bzw. 17 Zoll und im Monoblock-Design bei den BRABUS Antriebsvarianten sind hingegen in Polarweiß gehalten. Logos mit dem Schriftzug „by Jeremy Scott” zieren die Spiegeldreiecke sowie den Heckdeckel. Im Interieur dominieren ebenfalls die Farbe Weiß sowie edle Materialien: Sitze, Türmittelfelder, Schaltknauf der Benzinversion und Kniepad sind aus weißem, geprägtem Leder tailor made gefertigt und besitzen weiße Nähte. Die Sitze weisen an Sitz- und Rückenfläche eine Rautensteppung auf, die gleiche Steppung findet sich auch im Türmittelfeld. Das Oberteil der Instrumententafel ist mit geprägtem schwarzem tailor made Leder bezogen und hat ebenfalls weiße Kontrastnähte. Das 3-Speichen-Sportlenkrad ist weiß beledert.”

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Erhältlich ist das Sondermodell wie oben schon erwähnt in drei Motorisierungen. Dabei werden alle Fahrzeuge im tailor made Manufakturprozess bei der smart-BRABUS GmbH aufgebaut! Preise? smart fortwo edition by Jeremy Scott, mit dem 3 Zylinder-Reihen Turbomotor (102 PS): 33.333 Euro – für 34.800 bekommt man dem smart electric drive im Jeremy Scott Design und 5 kW mehr (60) leistet der BRABUS electric drive, welcher ebenfalls mit dem Permanent-Magnet Motor angetrieben wird. 40.600 Euro müssen dafür allerdings den Besitzer wechseln… dafür könnte man einige Energy-Drinks kaufen…

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Quelle: Mercedes-Benz / Fotos: Jan Gleitsmann – auto-geil.de

 


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Angetestet: smart electric drive – Mr. ED Jumps the Gun!

Mr. ED Jumps the Gun war (ist?) eine Musikband aus Berlin. Ich kann mich genau an zwei Song erinnern: “Wild Thang” und “Don´t ha ha” – beides Songs aus den glorreichen 90er Jahren und damals wagte auch Daimler mit dem smart einen Frühstart der sich auszahlen sollte. 1998 kam der erste smart auf die Straße und ich war zwar kein early adaptor aber fuhr im Jahr 1999 auch schon mal kurz einen smart zur Probe. Über 100.000 bunte Smarties werden derzeitig im Jahr abgesetzt. Einen beachtlichen Anteil sollen nun die ED´s ausmachen. Der smart electric drive durfte ich nun zusammen mit Bjoern Habegger in New York fahren. In der Stadt die niemals schläft ging es nicht durch enge Gassen, es ging rein in das Großstadtgetümmel.

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Big City Lights? So ein smart wirkt zwischen den Hochhausschluchten noch viel kleiner. Im Innenraum haben zwei Personen ausreichend Platz und dank dem Elektroantrieb auch durchaus viel Spaß. An der Ampel einen Frühstart wagen um noch mal schnell die Spur zu wechseln? Für den smart electric drive kein Problem.

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Bud Spencer und Terence Hill unterwegs mit Mr. ED – ich müsste lügen wenn ich nun sagen würde, dass ich nicht begeistert gewesen wäre. Begeistert von New York, beeindruckt vom smart! Endlich kein Kopfnicken mehr beim Schaltvorgang. SO hätte der smart von Anfang an sein müssen, da waren Bud äh Doug umpf Bjoern und ich uns schnell sicher. Miss Liberty konnte ich nicht fragen, aber ich denke sie hätte auch nichts dagegen wenn demnächst mehr von den kleinen, ruhigen Flitzern durch NYC stromern und die Luft nicht mehr verschmutzen. Positiver Nebeneffekt? Diese Ruhe! Im Auto! Herrlich!

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Wenn das Klickgeräusch vom Blinker lauter ist als der Motor bei Voll”gas”, dann sitzt man in einem Elektro-Auto. Der smart ED ist kein motorisierter Rollstuhl, er ist ein Lifestyle-Gadget. Interessanterweise kommt er sogar gut in New York an. Wir haben häufiger mal “die Spur gewechselt” und uns irgendwo reingedrängelt. Ich gehe jede Wette ein, wenn wir keinen smart gehabt hätten (in grün foliert mit I LOVE NY auf beiden Türen) wir wären nicht so gut durch den Verkehr gekommen. Man hat Rücksicht auf uns genommen und bis auf eine Ausnahme uns auch stets einfädeln lassen.

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One Night in NY – One smart hour! Etwas über eine Stunde sind wir gefahren, zu den Verbrauchswerten kann ich euch nichts sagen. Der Hersteller spricht von ca. 15,1 kW auf 100 km. Das Fahrzeug kann man Abends einfach einstecken und morgens wieder frisch geladen losfahren. Natürlich kann man auch einfach so zwischendurch immer laden, die Lithium-Ionen-Akkus nehmen einem das nicht mehr krumm.

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Natürlich hab ich nachgesehen, da steckt wirklich nur ein Elektromotor unter der Abdeckung. Bei Kick-Down bringt der bis zu 75 PS auf die Hinterachse und damit könnte man sogar mal einen kurzen Drift wagen. Machen wir uns nichts vor, der smart ist für die Stadt und nicht für die Autobahn gedacht. Wer jeden Tag weite Strecken fahren muss, der sollte sich nach einem günstigen Dieselmodell umsehen – wer allerdings sowieso schon nicht weiß warum er einen Luftverschmutzer in der Garage hat, weil er die täglichen Fahrten auch mit einem Zweirad erledigen könnte der dürfte mit dem smart ED einen guten Freund finden.

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Wie in fast jedem Angetestet-Beitrag, hier die “fiesen Fragen”:

Was ist das für ein Typ?

Ein kleiner, wendiger Stadtflitzer. Flott im Abzug, sauber und ruhig. Mit einer Reichweite von bis zu 145 km (NEFZ!) dürfte er auch den täglichen Bedarf von 80% der Verkehrsteilnehmer abdecken und das rein elektrisch!

Kann ich mich darin sehen lassen?

Unbedingt! Der smart ED versprüht etwas “niedliches” – dem kann keiner böse sein! Außer man hat vergessen das Fahrzeug zu laden. 6-7 Stunden dauert der Ladevorgang an der heimischen Steckdose.

Ist er praktisch und familientauglich?

Praktisch für die Stadt und bei der Parkplatzsuche auf jeden Fall, für die Familie ist er nur als Zweitfahrzeug geeignet.

Höhepunkt?

Das Getriebe! Das ich ein Getriebe im smart noch mal loben würde hätte ich nach den bisherigen Erfahrungen mit normalen Modellen auch nicht gedacht. Das Getriebe war immer der Schwachpunkt. Beim Schaltvorgang musste der Fahrer unweigerlich nicken, quasi als Bestätigung zum Wechsel der Schaltstufen. Das ist beim smart electric drive vorbei – von mir gibt es dafür nickende Anerkennung an die Entwickler!

Tiefpunkt?

Im Vergleich zum normalen smart ist er natürlich schon deutlich teurer, da muss man halt wissen ob das geniale Getriebe, die Leistung (bis zu 75 PS und 130 Nm) der Mehrpreis wert ist. Bei steigenden Spritpreisen könnte sich für Daily-Fahrer in der Stadt das Blatt auch schnell wechseln und der smart ED könnte sich schneller bezahlt machen als uns allen lieb ist.

Kann ich Ihn mir leisten?

Als Coupé kostet er  ca. 24.000 Euro, als Cabrio ca. 27.000 Euro. Das ist eine deutliche Ansage. Entweder hat man einen grünen Daumen, mag den Elektro-Fahrspaß oder möchte aber den Wechsel aktiv mitgestalten. Ein wenig Spaß muss sein… und ab und zu muss man halt auch mal einen Frühstart hinlegen!