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Den neuen Audi RS3 Sportback braucht kein Mensch!

Kein Mensch braucht einen Audi RS 3 Sportback. Kein Mensch braucht einen Audi A3 mit 367 PS und einem maximalen Drehmoment von 465 Nm. Kein Mensch braucht einen 2,5 Liter 5-Zylinder Motor, der durch einen Turbolader zwangsbeatmet wird. Kein Mensch muss innerhalb von 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h erleben. Kein Mensch braucht das, aber es gibt Menschen – die wollen das und genau für diese Menschen hat Audi ein großes Herz.

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Man was hatte ich für eine Angst. Ich habe wahrlich gedacht, dass Audi das mit dem Downsizing durchzieht und das der neue Audi RS3 nun auch so ein 2.0 Liter Turbo Motörchen unter die Haube bekommt wie z.B. beim A45 AMG von Mercedes-Benz. Nichts gegen den A45 AMG, ich liebe den Motor. Der fährt sich agil, der klingt auch richtig gut, das was AMG da aus dem 2.0 Liter Aggregat rausgekitzelt hat ist allererste Sahne, aber es ist kein Fünfzylinder. Sprechen wir über die Liter-Leistung hat Mercedes-AMG noch die Nase vorn, dennoch hat Audi von den Leistungsdaten bei allen Werten etwas draufgelegt. Wie beim Metzger an der Fleischtheke: “Darf RS noch etwas mehr sein?”

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Der ist Kult! Der Fünfzylinder! Der darf nicht verschwinden. Bereits seit den 80er Jahren und man mag mir nachsagen, dass ich nicht mit der Zeit gehe, aber der Klang ist einfach fantastisch und im neuen Audi RS3 kommt er nun, wie oben schon skizziert, mit der Extraportion Leistung.

Der überarbeitete 2.5 TFSI ist derzeitig der stärkste Serienmotor im MQB. Geschaltet wird über die 7-Gang S tronic, die noch etwas schneller reagieren soll als der Vorgänger. Der Antrieb erfolgt über alle 4 Räder. Quattro halt. 25 mm tiefergelegt präsentiert sich die Karosserie, das Fahrwerk wurde überarbeitet und optional gibt es Karbon-Keramik-Bremsscheiben hinter den 19″ Alu-Felgen die sich im Radkasten drehen.

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Im NEFZ‑Zyklus (HUST, HUST, HUST) verbraucht der neue Audi RS3 Sportback nur 8,1 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Okay! Jetzt am Samstag wird “Wetten, dass…?!?” eingestellt, aber sollen wir mal so unter uns wetten, dass man bei einer sportlich ambitionierten Fahrweise diesen Wert verdoppeln kann? Ich würde aber auch darauf wetten, dass ich diesen Wert erreichen kann, auch wenn dabei der Fahrspaß vermutlich auf der Strecke bleibt.

Was der neue Audi RS3 kostet? Das verrät Audi noch nicht, ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wo er präsentiert wird. Eventuell in Ingolstadt, eventuell in Detroit aber spätestens in Genf, da wird er stehen, da bin ich mir ziemlich sicher.

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Ich bin kein Mensch, denn ich habe das dringende Bedürfnis nun einen Audi RS3 zu fahren. Den Audi A3 mag ich, aktuell würde ich den 184 PS starken Diesel bevorzugen, ggf. auch den Audi A3 e-tron, aber so ein RS3. Übermenschlich, oder? Ich würde sogar den Begriff “Sexy” verwenden wollen. Das Catalunyarot? Teuflisch. Wo kann ich noch mal meine Seele verkaufen?

Fotos: © Audi 2014


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Bilster Berg News: Dezember 2014

Ich muss es nicht verschweigen. Ich mag den Bilster Berg. Für mich die schönste Rennstrecke nördlich der Nordschleife. Ich mag die Atmosphäre vor Ort und war nun schon ein paar Mal dort. Mal auf Einladung von einem Hersteller (Porsche / Mercedes-Benz / Audi) mal auf eigener Faust. In den letzten Tagen hatte ich bezüglich des Bilster Bergs mal wieder etwas Magenschmerzen, denn die Gesellschafter hatten mehr oder weniger öffentlich über die internen Probleme gesprochen. 

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Nun gibt es die Pressemitteilung der gestrigen Gesellschafterversammlung die ich unkommentiert nun einfach mal so stehen lassen möchte. Vorab möchte ich aber noch zum Ausdruck bringen, dass ich erfreut bin, dass Hans-Jürgen von Glasenapp wieder einer der beiden Geschäftsführer ist. 

Bad Driburg, den 11.12.2014

Die Gesellschafter des Bilster Berg Drive Resorts (BB) haben gestern nach ausführlicher Diskussion ihre öffentlich diskutierten Differenzen beigelegt und damit den Weg für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens freigemacht. Zur Einigung kam es in einer längeren Pause der Versammlung, in der sich der Vorsitzende des Beirates Hans-Joachim Pillich und Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff zusammensetzten und gemeinsam einen Vorschlag zur Lösung der Differenzen ausarbeiteten, dem die Gesellschafter anschließend zustimmten.

Im Einzelnen beschlossen die Gesellschafter Folgendes:

Der Beirat wird im Laufe des kommenden Jahres in ein Aufsichtsgremium umgewandelt und auf fünf Mitglieder erweitert. Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff bleibt bis zur Umwandlung des Beirates in ein Aufsichtsgremium Geschäftsführer des Bilster Berg. Hans-Jürgen von Glasenapp nimmt seine Tätigkeit als Geschäftsführer wieder auf.

Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff wird Vorsitzender des neuen Gremiums‎. Dieses Recht wird in dem Vertrag der Gesellschaft festgelegt, dafür verzichtet er auf sein bestehendes gesellschaftsvertragliches Recht zur Geschäftsführung in der KG. Die Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG wird in eine so genannte „Einheits KG“ umgewandelt, in welcher die Gesellschafter künftig mehr Einflussmöglichkeiten haben. Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff schlägt als Mitglied für das Aufsichtgremium einen externen Dritten mit „Fach-Knowhow” vor, der von der Gesellschafterversammlung bestätigt werden muss.

Zur Verstärkung des Vertriebs wird ein weiterer Geschäftsführer eingestellt. Zu den öffentlich geäußerten Vorwürfen gegen Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff wurden der Gesellschafterversammlung zwei entlastende Gutachten vorgelegt, die jetzt vom Beirat und ggf. von einem Wirtschaftsprüfer abschließend geprüft werden sollen.

Mit diesem Vergleich sehen alle Beteiligten gute Chancen, den inzwischen von vielen bedeutenden Unternehmen der Automobilindustrie, aber auch anderen Branchen wahrgenommenen Bilster Berg als Event-Location mit Premium Charakter zum Erfolg zu führen und damit auch einen wichtigen Beitrag für die Region zu leisten.

Nun muss ich doch einen Kommentar abgeben: Ich würde mir wünschen, dass sich für den Bilster Berg, aber auch und vor allem für die Mitarbeiter vom Bilster Berg alles positiv auswirkt, denn ich habe da nur gute und motivierte Mitarbeiter kennengelernt. 

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Quelle: Pressemitteilung Bilster Berg / Fotos: © Bilster Berg


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Messe-Highlights: Fotos Motorshow Essen 2014 #04

Ford bringt den Mustang nach Deutschland. Keiner weiß aktuell wann, wie, wie teuer, welcher Händler welche verkaufen wird… …aber irgendwann wird er dann schon da sein. Die Deutschland-Premiere feierte der Ford Mustang nun auch in Essen auf der Motorshow und während sich am Pressetag noch der gelbe Mustang hier im Kreis drehte, ist es nun ein roter.

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Was klar ist: Unter die Motorhaube kommt entweder der  anerkannte 5,0-Liter-V8. Der verfügt dann über 426 PS und einem maximalen Drehmoment von 524 Nm. Optional gibt es auch einen 2,3 Liter Öko-Antrieb. Der hat dann immer noch 309 PS und 434 Nm. Der EcoBoost dürfte also die Vernunftslösung sein, doch will man wirklich immer vernünftig sein? Meiner Meinung nach darf so ein Pony-Car auch über einen 5,0 Liter V8 verfügen und dann den herrlichen V8-Klang mit sich bringen. In der schwarz/gelben Farbkombination finde ich den neuen Mustang auch rattenscharf.


Video: Audi RS7 – Rennstrecke Oschersleben – mal mit und mal ohne…

…Fahrer! Audi hatte mich eingeladen. Ich bin der Einladung gefolgt. Ziel: Oschersleben! Die Rennstrecke kenne ich gut, war schon bei zahlreichen Opeltreffen dort vor Ort, war bei einigen anderen Treffen dort und was soll ich sagen? Der Börde-Landkreis ist wunderschön. “Wie wollen Sie anreisen?” – “Ich komm mit dem Auto…” – knapp 250 km später war ich dann auch da.

Was wurde präsentiert? Das Audi RS7 Piloten driving concept sollte autonom auf der Rennstrecke unterwegs sein. Damit ihr aber auch mal seht wie anspruchsvoll die Strecke ist, habe ich Frank Biela gebeten uns doch mal eine Zeit in den Asphalt zu knallen.

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Zeit? Nun, der Deal war eigentlich so: Journalisten fahren eine Zeit und AJ oder Bobby (so heißen die Concept-Fahrzeuge) sollen diese Zeit dann schlagen. Nun muss ich gestehen, dass AJ und Bobby meine Zeit vermutlich auch geschlagen hätten, wenn die rückwärts gefahren wären, aber ich hatte ja meinen Joker: Frank Biela. Der nagelte dann mal eben eine 1:55 in den Boden:

…anschließend ging es für mich in AJ. Bobby hat sich ausgeruht. Doch nun erklärt euch Dr. Horst Glaser erst einmal was es mit AJ / Bobby eigentlich so auf sich hat:

Was soll ich sagen? Unbeschreiblich! Während ich mich vermutlich schon mit schwitzigen Händen am Lenkrad festgehalten hätte, da stand AJ noch auf Vollgas. Ich habe wegen der tiefstehenden Sonne schon nichts mehr gesehen und AJ bremste, lenkte ein, korrigierte kurz und beschleunigte aus der Kurve wieder raus. Ich sag mal so, Frank Biela hatte zwar die bessere Zeit, aber auf eine längere Distanz wäre AJ sicherlich besser, da er ja nicht nachlässt. Er ist aber auch auf Sicherheit programmiert, fährt nicht über die Curbs, geht nicht zu 100% ans Limit und lässt so aus Sicherheitsgründen ein paar Sekunden auf der Strecke. Richtige Rennfahrer lassen AJ somit auf einer Hot Lap stehen. Noch steht es also 1:0 für die Erfahrung – aber wetten, dass das auch bald Geschichte ist?

Darum ging es aber auch gar nicht, es ging um die Technik der Zukunft, um die Möglichkeiten, um das was heute schon geht und wir bekamen somit einen Ausblick. Hier im Drive-Blog Video habe ich das auch noch einmal schön beschrieben:

Was bleibt mir? Ich habe viele neue Erkenntnisse: Ich habe keine Angst mehr vor der automobilen Zukunft, ich bin weiterhin ein schlechter Beifahrer und einige Sachen muss man sich wahrlich erst einmal durch den Kopf gehen lassen um sie wirklich zu verstehen ;).

So, jetzt aber noch schnell ein paar Worte zum Audi RS7, denn der Technik-Träger hat zwar mehr Messtechnik an Bord und wurde interessant foliert, aber darunter steckt der bewährte RS7 Sportback von Audi.

Unter der Haube steckt ein 4,0-Liter-V8-TFSI-Aggregat (mit Benzindirekteinspritzung und Abgasturboaufladung) welches 412 kW (560 PS) leistet. Von 0 auf 100 km/h ist der Audi RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro in nur 3,9 Sekunden. Dabei entwickelt er ein maximales Drehmoment von 700 Nm bei einer Drehzahl von 1750 – 5500 Umdrehungen/min. Hier haben wir dann auch noch mal ein Tacho-Video. Eines wo das Fahrzeug komplett alleine beschleunigt:

Mit der intelligenten Audi Leichtbautechnologie wurde zwar das  Leistungsgewicht und die Fahrdynamik verbessert, das Gewicht von 2005 kg spürt man trotzdem am Kurveneingang. Mittels Zylinderabschaltung sorgt der Audi für mehr Effizienz. Im Teillastbereich schaltet er vier von acht Zylindern ab, was euch wahrscheinlich nicht auffiele, würde er es euch nicht im Display des Kombi-Instruments anzeigen. Bei konstanten 100 km/h lässt sich so der Kraftstoffverbrauch um 12% auf 8,5 Liter senken. Sobald wieder kräftig Gas gegeben wird, schaltet er die 4 Zylinder wieder zu. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt übrigens regulär bei 9,5 Litern auf 100 km. Muss ich wirklich erwähnen, dass man diesen Wert verdoppeln kann? By the way? Auch hier werden wir zukünftig über neue Technologien verfügen. Dank GPS Daten, Car-to-X-Kommunikation usw. werden bestimmt auch noch weitere Spritsparmöglichkeiten angeboten. Derzeitig gibt es noch ein Start-Stop-System, was mich aber persönlich eher nervt.

Die elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h lässt sich auf maximal 305 km/h erweitern. Diese Erweiterung kostet euch samt Keramikbremse, Dynamiklenkung und Sportfahrwerk 12.500 Euro, Peanuts also, wenn man überlegt, dass der RS7 ja sowieso schon kein Schnäppchen ist.  Geschaltet wird, auch bei Bobby und AJ,  über eine Achtstufen-Tiptronic. Gegen Aufpreis bekommt ihr ein Sport-Differenzial für die Hinterachse, der Antrieb erfolgt serienmäßig über alle 4 Räder, denn natürlich verfügt der RS7 über den quattro-Antrieb.

Fazit: Ich sehe für die Zukunft viele tolle Assistenzsysteme die uns das Leben nicht nur einfacher machen sondern auch die Sicherheit erhöhen. Das ist für mich ein Case und wenn dadurch nur ein einziges Menschenleben gerettet wird, dann war die Forschung dafür doch schon ein Erfolg. Was sehe ich? Im Falle des Kontrollverlust von dem Fahrer (Krankheit, Herzinfarkt, Anfall, Niesen, Husten, Whatever) eine kontrollierte Bremsung ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden und ohne z.B. direkt vor LKWs eine Vollbremsung hinzulegen. Das wird kommen, da bin ich mir sicher. Ich bin auch froh, dass Audi uns gar nicht das Lenkrad aus der Hand nehmen will, aber hin und wieder gibt es ja die Momente, da will man auch gar nicht mehr selber fahren. Müdigkeit, Stau, Stop und Go, in der Stadt…

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