Archive for the Familienwagen Category

Der neue VW Sharan 2015 – Test / Meinung / Kritik / Video!

Nichts neues beim neuen VW Sharan? Okay, bei den Rückleuchten wurden die Glühbirnen gegen LEDs ausgetauscht und es gibt da wohl auch ein neues Felgendesign. An der Front gibt es immer noch keine LED Scheinwerfer, da hatte wohl irgendein Controller die Hand draufgelegt. Hier geht es übrigens direkt zum Video, dort seht ihr den neuen VW Sharan in Aktion und könnt euch über die Outtakes freuen.

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VW ist besonders stolz auf die neuen Turbomotoren, denn die wurden bis zu 14,3 Prozent sparsamer. Das günstigste Modell verbraucht lediglich 5,0 Liter auf 100 km und alle Motoren (die übrigens über eine Leistungsrange zwischen 115 PS und 220 PS verfügen) erfüllen natürlich die strenge Euro-6-Norm. Im Hinblick auf die Fahrzeug­größe bemerkenswert: Nahezu alle TSI-Modelle erreichen die Effizienzklasse B, okay, die 220 PS Version schafft nur das hohe C, aber die TDI-Versionen erfüllen durchgängig die Effizienzklasse A.

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Als 5 Sitzer steht ein Volumen von 955-2430 Liter zur Verfügung, als 7 Sitzer verbleiben 300 Liter, klappt man die Sitze um sind es 2297 Liter. Die Zuladung liegt über 670 Kilogramm.

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Bis auf den kleinsten Diesel lassen sich alle Aggregate mit einem automatischen 6-Gang-Doppel­kupp­lungsge­triebe (DSG) kombinieren, das ab sofort auch das kraftstoffsparende „Segeln“ ermöglicht. Segeln nennt man das auskoppeln des Motors beim Gaswegnehmen, nicht zu verwechseln mit der Schubabschaltung. Im Fall der 220 PS starken Topmotorisierung ist das DSG serienmäßig an Bord. Der 150-PS-TDI wird alternativ zudem als 4MOTION-Version, also mit Allradantrieb angeboten.

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Es gibt ein komplett neues Spektrum der Infotainmentsysteme und wie inzwischen fast alle anderen Fahrzeuge aus dem VW Konzern zeigt sich auch der neue VW Sharan perfekt vernetzt mit „Android Auto™“ (Google), „CarPlay™“ (Apple), „MirrorLink™“ und „Volkswagen Car-Net“.

Der neue VW Sharan wird dank Blind Spot-Sensor (optional vernetzt mit Lane Assist), Ausparkassistent und Multikollisionsbremse noch sicherer. Die Automatische Distanzregelung ACC und Front Assist mit City-Notbremsfunktion sind nun auch erstmals für den VW Sharan verfügbar. Es gibt neue LED-Rückleuchten und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und der Innenraum zeigt sich optisch aufgewertet.

Der VW Sharan ist 4.85m lang, 1,71 hoch – gemessen wurde hier ohne die Dachreling, und inkl. Außenspiegel 2,08 breit. Er bietet auch weiterhin eine große Variabilität. Die Einzelsitze der zweiten und dritten Sitzreihe werden – dank des Sitzkonzeptes EasyFold – mit einem leicht zu bedienenden Klappmechanismus einfach im Fahrzeugboden verstaut.

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Die Fondsitze der zweiten Sitzreihe sind zudem längs und um 20 Grad in der Lehnenneigung einstellbar. Fakten wie zwei integrierte Kindersitze, bis zu neun Airbags und 33 Ablagen dürften Familienväter und Mütter ansprechen.

Wie fährt sich der neue VW Sharan? Ich bin den VW Sharan nun ein paar Stunden im Umland von Hannover gefahren, was soll ich sagen? Das Getriebe tut das was es soll, die Bremsen ebenso, die Federung ist komfortabel abgestimmt, die elektromechanische Servolenkung ist leichtgängig und das Lenkrad ist höhen- und längseinstellbar. Dadurch habe ich eine gute Sitzposition und könnte mir durchaus vorstellen mit den VW Sharan unseren VW Caddy abzulösen. Seine 1,7-1,8 Tonnen merkt man ihm natürlich an, aber es wäre auch wahrlich vermessen nach einer so kurzen Testfahrt eine ausführliche Beurteilung abzugeben.

Beurteilt doch selbst:

Was ich aber sagen kann: Ich habe richtig viel Platz! Vorne, hinten und sogar ganz hinten. 5 Kindersitze? Kein Problem! Damit wird der VW Sharan zum idealen 7 Sitzer, denn beim VW Caddy gibt es dann keinen Platz mehr im Kofferraum. Den bietet aber der VW Sharan und sieht dabei auch etwas hochwertiger aus. Wer sparen möchte (so wie ich) kann aber auch weiterhin zum VW Caddy greifen. Das hier gezeigte Fahrzeug hatte einiges an Sonderausstattung, die stelle ich euch beizeiten noch einmal getrennt vor.

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Mein Kritikpunkt? Die A-Säule, bzw. dieses ganze Bauwerk da herum. Das Konstrukt nimmt einen, vor allem in engen Kurven (bei meiner Sitzposition) schon die Sicht, dazu kommen, dass die Spiegel mir persönlich etwas zu klein geworden sind, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Die Markteinführung erfolgt in Europa ab Mitte Juli und zur Markteinführung gibt es die Exklusivmodelle „Beach“ und „Ocean“! Preislich gesehen startet der VW Sharan, den es auch weiterhin in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline gibt, ab 32.000 Euro, für den Beach oder den Ocean muss man mindestens 38.950 Euro auf den Verkaufstresen legen und der teuerste Sharan liegt ohne Zusatzausstattungen derzeitig bei knapp 46.100 Euro. Viel Holz für ein Fahrzeug das ursprünglich mal für Familien gedacht war, inzwischen aber auch sehr häufig als Business-Mobil genutzt wird, oder?

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Video: Mercedes-Benz GLC – der Nachfolger vom GLK!

Nur wer gegen den Strom schwimmt, erreicht die Quelle! Wer auch mal etwas anders macht, dem gehört die Welt. Wer seinen Pfad verlässt und auch mal nach links und rechts schaut erweitert seinen Horizont und wer auf bewährtes setzt, ist einfach cleverer.

Der Mercedes-Benz GLK ist einer der erfolgreichsten SUVs in Deutschland und ein Umsatzmagnet für Mercedes-Benz. Der leicht eckige GLK ist nun allerdings Geschichte, denn sein Nachfolger kommt nicht nur runder „um die Ecke“, nein er trägt auch einen neuen Namen. GLC!

Mercedes-Benz GLC Video:

Der neue Mercedes-Benz GLC feierte gestern in Metzingen (keine Witze über das Outlet-Center, die Reste-Truhe, den Rausverkauf) seine Weltpremiere. Nicht im Outlet-Center, nein – bei Hugo Boss. Hugo Boss und Mercedes-Benz verbindet eine enge Partnerschaft und der GLC ist ja auch irgendwie ein kleiner SUV im Maßanzug. Besser gesagt eine höhergelegte C-Klasse mit angenehmen Modifikationen. Ich mag den GLC und das heißt was, denn ich mag eigentlich keine SUVs.

Die Mitbewerber aus München und Ingolstadt werden nun sicherlich nicht gleich zittern, aber der GLC ist irgendwie in fast allen Punkten besser geworden als der eigene Vorgänger. Er ist leichter geworden, geräumiger und technisch ausgereifter. Wie auch sein Plattformgeber, das ist die Mercedes-Benz C-Klasse, kommt er optional mit einem Luftfahrwerk um die Ecke.

Die Luftfederung ermöglicht im Offroad-Modus ein Anheben von 5 cm. Wie er sich fahren lässt? Das werde ich euch hoffentlich ganz bald mal erzählen können, bei der ersten Sitzprobe ist mir aufgefallen, dass ich vorne und hinten ausreichend Platz habe und auch der 550 Liter große Kofferraum hat mir gefallen. Werde ich auf meine alten Tage etwa doch noch zum SUV-Fan?

Das Einstiegsmodell ist der Mercedes-Benz GLC 220d, der mit 125 kW / 170 PS bei ca. 45.000 Euro kosten wird. Der größere Mercedes-Benz GLC 250d leistet 150 kW / 204 PS und der Benziner, das ist der GLC 250 verfügt über 155 kW / 211 PS. Ende des Jahres kommt dann noch der GLC 350e, das ist die Hybrid-Version. Dann wird der 211 PS starke Benziner von einem 115 PS starken Elektro-Motor unterstützt. Rein elektrisch kann dieses Fahrzeug dann 34 km weit bewegt werden – sagt der Hersteller – das möchte ich gerne mal erleben! Ob nun auch die anderen C-Klasse Motoren unter die Haube kommen? Ein GLC 450? Ein Mercedes-AMG GLC 63? Ich glaube schon! Aber warten wir es ab…

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2015 Skoda Superb Fahrbericht – Der Beste aus dem modularen Querbaukasten!

Live aus Italien, live aus der wunderschönen Toscana. In ein paar Minuten geht es zum Abendessen, doch vorher möchte ich euch quasi brandheiß meine Meinung zum neuen Skoda Superb mitteilen, bevor ich später noch was vergesse.

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Der neue Skoda Superb, sprich die dritte Generation, soll durch eine aufwändige Fertigung und eine Verarbeitung auf allerhöchstem Niveau überzeugen. Die Form? Dynamisch! Die Technik? Auf dem neusten Stand der Technik! Die Antriebe? Modern, effizient und durchzugsstark! Das Design? Laut Skoda zeigt es sich elegant und filigran, gleichzeitig soll das Fahrzeug Ecken und Kanten haben. Eine hohe Gürtellinie, flache Scheinwerfer, flache Windschutzscheibe und ein breites Heck.

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Rein optisch betrachtet, ein großer Wurf doch hält der Superb was er verspricht? Das haben wir heute ausprobiert und ich kann bestätigen: Beim neuen Superb hat Skoda noch einmal nachgelegt: Noch mehr Platz im Innenraum, technisch gesehen muss sich der Superb auch nicht verstecken und vom Fahrverhalten her fährt er genau so wie man es erwartet: Aufregend unaufregend.

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Was bedeutet eigentlich Superb? Bereits in den Jahren 1934 bis 1949 rollte ein Skoda Superb vom Band, ja die Tradition verpflichtet. Superb ist, laut Skoda, angelehnt an das lateinische „superbus“ – das bedeutet herausragend, prächtig oder auch einfach nur schön. Vor knapp 14 Jahren führte Skoda mit dem Superb die Limousine wieder ein, 2008 kam die zweite Generation auf den Markt und insg. sind inzwischen über 750.000 Skoda Superb vom Band gelaufen und nun im Juni, passend zu meinem Geburtstag, kommt die 3. Generation in den Handel und ich möchte vorweg nehmen: Da können andere Hersteller einpacken.skoda-superb-2015-test-fahrbericht-jens-stratmann-5

Der Kofferraum zeigt sich mit einmal maximalen Volumen von 1760 Liter (in der Limousine) großartig und wie bei Skoda inzwischen schon gewohnt (und irgendwie auch erwartet) gibt es hier auch, die oft aus der Pressemitteilung zitierten, simply cleveren Lösungen. Doch sprechen wir nicht nur über die Kapazitäten, sprechen wir gleich über alle Skoda Superb Fakten:

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8 Motorisierungen stehen ab Marktstart zur Verfügung, alle erfüllen die strenge Euro 6 Abgasnorm und sollen nun die Umwelt schonen. Bis zu 20% stärker, bis zu 30% weniger Verbrauch. Der sparsamste Superb soll mit 3,7 Liter Diesel auf 100 km auskommen, der schnellste ist bis zu 250 km/h schnell. Die Topmotorisierung? Das ist nun der 2.0 TSI mit 280 PS.

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Im Vergleich zum direkten Vorgänger ist der neue Skoda Superb nun 28 mm länger und der Radstand wuchs um ganze 8 cm. Der Kofferraum fasst 625 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um sind es die vorhin schon erwähnten 1760 Liter und nun kommt es: Ladegüter bis zu einer Länge von 3 Meter und 10 cm können verladen werden, so z.B. ein Surfbrett oder aber auch Randleisten. Doch der Skoda Superb ist nicht nur ein Raumwunder und Lastenschlepper, er kann auch kräftig anpacken und Anhänger ziehen.

Der 2.0 TDI 4×4 z.B. darf bis zu 2,2 Tonnen ziehen und während andere Hersteller das Fassungsvermögen vom Tank reduzieren, legt man beim Superb noch etwas zu! 66 Liter fasst der Tank, somit schafft der 1.6 TDI mit einer Füllung bis zu 1692 Kilometer. Zugegeben, in der Realität wird man den Wert nur selten erreichen können, aber dennoch ein Schritt in die richtige Richtung. Auch bei den Ablagen wurde nicht gegeizt, bis zu 26,7 Liter passen in alle Ablagen und es kommen bis zu 29 Simply-Clever Lösungen zum Einsatz, so z.B. zwei Regenschirmfächer in den Vordertüren. Ich lege mich bereits jetzt fest, der Skoda Superb ist das Beste was man aus dem Modularen Querbaukasten von Volkswagen fertigen kann.

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Überspitzt gesagt: Die Mercedes-Benz S-Klasse für den kleinen Geldbeutel, der Mercedes aus dem VW Konzern. Die Premium-Limousine zum Volkswagen-Preis. VW Passat Qualität schön verpackt, nicht überladen und meiner Meinung nach attraktiver als – sorry Audi – Audi A4 und sorry VW – Passat zusammen und der Fahreindruck? Der hat mich nicht enttäuscht.

Komfortabel!
Ich möchte ihn wirklich schon fast mit der S-Klasse vergleichen, wobei der Vergleich natürlich hinkt, denn das vermutlich beste Fahrzeug der Welt gibt es nicht ab 24.590 Euro. Klar, den Wert kann man nach oben konfigurieren, doch dafür bekommt man dann definitiv viel Platz, viel Komfort und tolle Fahreigenschaften.

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Der Innenraum zeigt sich nicht nur geräumig sondern er bleibt auch ruhig. Ich bestätige hiermit noch mal meine These: Der Skoda Superb ist definitiv das beste Fahrzeug – welches auf dem MQB basiert – was ich je gefahren bin und Skoda hat mal wieder ein großartiges Fahrzeug auf die Räder gestellt. Habe ich eigentlich irgendwas zu kritisieren? Jein! Ich hatte zunächst das Gefühl, dass der VW Konzern Skoda nicht an der kurzen Leine gehalten hat. Die Ernüchterung kam bei den Scheinwerfern, denn da ist bei Bi-Xenon Schluss. Während es für den kleinen VW Polo oder für den Seat Leon z.B. optional LED Scheinwerfer gibt, muss es bei Skoda immer noch Abstriche geben, vermutlich auch weil ja bald noch der neue Audi A4 oder der VW CC kommt. Nun könnte ich auch noch rumjammern, dass diese neue innovative Display nicht verbaut wurde – sprich die virtuelle Anzeige des Cockpits. Schwamm drüber – klassische Rundinstrumente sind eh nicht zu ersetzen, Tradition verpflichtet.

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Meine Empfehlung: Unbedingt für knapp 1000 Euro das DCC ordern, das ist ein adaptives Fahrwerk und man hat die Wahl zwischen einer sportlich straffen oder einer komfortablen Abstimmung. Ohne Witz, der Skoda Superb lässt sich auch sportlich durch die Kurven fahren und wo wir gerade bei der Technik sind, neben dem MQB gibt es hier auch den MIB – den modularen Infotainment Baukasten und auch dort durfte Skoda aus den Vollen schöpfen.

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Der neue Skoda Superb verfügt über Apple Car Play! Sack und Asche! Ist das geil! iPhone einstecken – FERTIG – funktioniert. Ich bin begeistert. Ehrlich, genau so habe ich mir das immer vorgestellt und Skoda bringt das nun so klammheimlich ab Juni auf den Markt und macht dabei nicht mal einen auf dicke Hose. Die Android-Fanboys müssen nicht weinen, auch daran hat Skoda gedacht ob und wie das funktioniert weiß ich als Apple-Jünger natürlich nicht.

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Einen besseren Volkswagen kann man derzeitig für Geld nicht kaufen, eine Stallorder scheint es nicht mehr zu geben, bzw. wurde diese stark verändert. Wir brauchen nicht meinen, dass Winterkorn bzw. Piech damals den neuen Skoda nicht gefahren wären. Hätten die beiden den Superb so nicht gewollt, dann wäre er so nicht gekommen, aber das ist doch auch visionär. Die Marke Skoda noch stärker machen als sie bereits ist. Skoda ist die stärkste Importmarke in Deutschland und nun müssen sich einige Hersteller in Deutschland – und so natürlich auch die Konzernbrüder – warm anziehen.

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Mein Kompliment nach Tschechien, der neue Skoda Superb kann sich nur noch selber übertreffen, nämlich dann wenn der Combi im September auf den Markt kommt. Im Juni steht die Limousine in den Skoda Verkaufshäusern und ich kann euch nur den Ratschlag geben: Gebt ihm eine Chance, egal ob als Geschäftsfahrzeug oder als Fahrzeug für die Familie, denn der Skoda Superb hat nicht nur eine große Klappe, nein er hält seine Versprechen auch. Wenn meine Freundin äh Verlobte nicht auf Fahrzeuge mit Schiebetüren stehen würde dann würde ich den Kombi heute bereits blind bestellen. So, das waren die ersten Eindrücke zum neuen Skoda Superb. Ich bin noch 2 Tage hier vor Ort, Videos produzieren und dann bekommt ihr den Skoda Superb nicht nur zu sehen, sondern könnt ihn auch in Aktion erleben.

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Bereits gefahren: Die neue Mercedes-Benz B-Klasse als B250 4MATIC!

Nach nunmehr 3 Jahren bringt Mercedes-Benz ein Facelift der B-Klasse auf den Markt. Auf Mallorca hatten wir die Möglichkeit, den allradgetriebenen B250 4MATIC unter die Lupe zu nehmen.

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Die von uns gefahrere rote AMG Line-Version hat optisch einiges zu bieten. Das schwarze Interieur mit roten Kontrastziernähten und die Carbon-Zierelemente wirken sehr sexy. Die Instrumente sind übersichtlich angeordnet und machen einen durchaus hochwertigen Eindruck. Man hat eine gute Rundumsicht in einer sehr komfortablen Sitzposition. Über ein hochauflösendes, freistehendes 8“ TFT-Display (Bestandteil des optionalen Multimedia-Systems Comand Online) hat man die diversen Multimediafunktionen wie Navi, Telefon, Audio, Video oder auch das Internet im Blick. Ganz nach Stimmung kann man bei der Ambientebeleuchtung zwischen 12 Farben wechseln. Neu und gegen Aufpreis erhältlich ist auch das schlüssellose Schließsystem Keyless-Go, bei dem man nur durch Mitführen des elektronischen Schlüssels das Fahrzeug öffnen, schließen oder auch starten kann und in der optionalen Wunschliste findet man auch die Möglichkeit ein Head Up Display zu ordern.

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Sind Äusserlichkeiten entscheidend? Das Exterieur wartet auf mit einer zweiflutigen Abgasanlage mit verchromten Endrohrblenden und AMG-spezifischer Front- und Heckschürze sowie Seitenschwellerverkleidungen. Die Tagfahrleuchten sind nun in die Scheinwerfer integriert. Optional bekommt man die LED High Performance-Scheinwerfer, die zur Begrüßung erst blau und dann weiß leuchten. Ein Feature welches witzig, aber unsinnig ist.

Je nachdem, ob man sich für die Ausstattungslinie Style, Urban oder AMG-Line entscheidet, gehören 16-, 17 oder, wie in unserem Fall, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen zum Serienumfang. Noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten gibt es über die Night-, Exklusiv- und AMG Exklusiv-Pakete.

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Nun mal zu den Assistenzsystemen, was ist verbaut? Was kann man haben? In allen Ausstattungsvarianten der B-Klasse gibt es serienmäßig den Collision Prevention Assist Plus. Er überwacht die Straße und warnt vor möglichen Kollisionen, im Notfall bremst er das Fahrzeug selbstständig ab. Zum Serienumfang gehört auch der Aufmerksamkeits-Assistent. Er kann den Ablenkungsgrad des Fahrers über eine Balkenanzeige darstellen. Ein Park-Assistent und eine Verkehrzeichen-Erkennung stehen auch noch in der Aufpreisliste. Macht man überall sein Kreuz in der (fast unendlichen) Aufpreisliste, dann arbeitet das autonome Bremssystem bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h, serienmäßig ist bei Tempo 100 km/h schon Schluss.

Länge, Breite, Höhe und sollte man auch das Gewicht verraten? Die neue B-Klasse ist 4,39 m lang, 1,56 m hoch und mit Außenspiegeln 2,01 Meter breit. Der Radstand beträgt 2.70 Meter und der Wendekreis liegt bei 11 Metern. Das zulässige Gesamtgewicht vom B250 4MATIC liegt bei 2030 kg, leer wiegt der Schwabe 1505 kg. Den Kofferraum kann man mit maximal 1547 Litern beladen. Dafür sorgt die, dank optionalem EASY-VARIO-PLUS System, verschiebbare und umklappbare Rücksitzbank. Maximal zuladen darf man 525 kg, davon 75 kg auf das Dach. Sofern denn eine Anhängerkupplung vorhanden ist, beträgt die maximale Anhängelast bei dieser Motorisierung 1,5 Tonnen.

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Welche Motoren gibt es bei der neuen B-Klasse? Die neue B-Klasse bietet eine ganze Reihe an Motorisierungen: Insgesamt stehen 4 Diesel, 4 Benziner sowie 2 Modelle mit alternativen Antrieben zur Wahl, nämlich mit Erdgas- und Elektroantrieb. Außerdem gibt es 2 sparsamere BlueEFFICIENCY-Editionen und 4 Modelle mit Allradantrieb.

Wie sieht es mit der Leistung und dem Verbrauch aus? Wer mich kennt, der weiß: Ich greife gerne mal ganz nach rechts in das Regal. Gefahren? Die Spitzenmotorisierung: Das 211 PS starke 2.0 Liter-Aggregat mit Turboaufladung besitzt ein maximales Drehmoment von 350 Nm bei 1200 bis 4000 Umdrehungen pro Minute. Betankt werden sollte diese Maschine mit Super Benzin, wovon durchschnittlich 6,6 Liter auf 100 km verbraucht werden, wenn die Silver Surfer hinterm Volant sitzen und das Gaspedal streicheln. Fährt der Jens, dann liegt der Verbrauch bei knapp unter 10 Liter, dafür steigt aber auch der Fahrspaß. Lenkrad! Gutes Stichwort, in der B-Klasse findet man nun auch das Lenkrad welches auch bei der aktuellen C-Klasse zum Einsatz kommt. Dieses wertet den Innenraum ungemein auf…

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Wie effizient ist die neue B-Klasse? Zusätzlich zum geringen Verbrauch sollen alle neuen B-Klasse-Motoren die Grenzwerte der Abgasnorm EU6 erfüllen und daher besonders emissionsarm sein, dieses unterstützt unter anderem die ECO Start-Stopp-Funktion. Bei diesem Modell liegen die CO2-Emissionen bei 154 g/km. Interessiert sich eigentlich wirklich jemand für diese Öko-Angaben? Vermutlich will man doch nur wissen, wie schnell so ein B250 4MATIC beschleunigen kann, oder?

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Wie schnell ist die neue B-Klasse? Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Benz innerhalb von 6,7 Sekunden bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 235 km/h oder wenn der 56-Liter-Tank leer ist. Das Tempolimit auf Mallorca hat aber leider nicht mehr als 120 km/h zugelassen.

Wer übernimmt die Gangauswahl? Geschaltet wird im B250 4MATIC über das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, direkt am Lenkrad kann man über einen Wählhebel zwischen den Gängen P, R, N und D wechseln. Über einen Schalter auf der Mittelkonsole kann man außerdem aus verschiedenen Schaltprogrammen wählen, von spritsparend bis sportlich. Das AMG Line-Fahrwerk ist komfortabel und die Sport-Direktlenkung hält, was ihr Name verspricht. Die ausreichend groß dimensionierte 4-fach-Scheibenbremse ist vorne gelocht und innenbelüftet. Die Bremsen lassen sich fein dosieren und können im Bedarfsfall ordentlich zupacken.

Wie sieht es mit der Bezahlbarkeit aus?  Mercedes hat im Vergleich zum Vorgänger nur ein paar Hunderter draufgeschlagen, aber trotzdem kann man wohl nicht gerade von günstig sprechen. Der Basispreis des B250 4MATIC liegt bei 37.336 Euro, mit der AMG-Ausstattung steigt er noch um 2.630 Euro an. Wenn man dann noch ein wenig Zusatzausstattung wie beispielsweise ein Panoramadach oder LED High Performance Scheinwerfer dazunimmt, steigt der Preis mal eben über 50.000 Euro, das ist ja üblich bei Mercedes. Das ist viel Geld für ein Familienfahrzeug, daher dürfte er wohl am ehesten die Generation 50+ ansprechen. Naja, aber wenn man sonst über nichts was zu meckern hat, dann halt über den Preis.

Wer sind die  Mitbewerber?  Die sind wir auch schon gefahren! Da wäre zum Beispiel der BMW 2er Active Tourer oder der VW Golf Sportsvan.

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Mein Fazit? Das Facelift steht der neuen B-Klasse ausgesprochen gut, die 4MATIC gefällt mir ebenfalls und der Motor hängt gut am Gas, dreht man in aus wird er – wie alle anderen auch – durstig. Die AMG Line finde ich äusserst attraktiv, doch für einen Familien-Wagen ist die B-Klasse vermutlich vielen zu teuer. Eigentlich schade, denn er würde so ein gutes Bild abgegeben vor dem örtlichen Kindergarten. Natürlich braucht man die 211 PS nicht um Kind und Kegel zu transportieren, aber wer einmal in den Genuss gekommen ist, der möchte die Leistung auch gar nicht mehr missen. Lasst uns da bitte nicht über Sinn oder Unsinn sprechen, natürlich reichen 60 PS aus um von A nach B zu kommen, mir reichten früher sogar 45 Pferdestärken und ganz früher reichte auch ein Pferd und das Automobil – so sagte man früher – würde niemals das Pferd ersetzen… da hat man sich wohl geirrt. Zum Glück!