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Fahrbericht: VW Polo “Fresh” 2014 Facelift – inkl. Video!

Man ist der groß geworden. Der aktuelle VW Polo wird dafür sorgen, dass demnächst die 14 Millionen Grenze überschritten wird und mit dem neuen VW Polo Facelift hat sich Volkswagen selbst übertroffen.

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Dieses mal kann ich es richtig kurz machen: Antrieb, Fahrwerk, Lenkung, Raumgefühl, Haptik = Top! Warum sollte ich es blumig umschreiben wenn es doch einfach so ist? Wie sparsam die neuen Motoren nun wirklich sind, kann ich nach den kurzen Testfahrten nicht sagen, aber die Leistung (gefahren bin ich die 90 PS Version als Benziner, einmal mit DSG und einmal mit Handschaltung) reicht! Flott in der Stadt, Flink über das Land und selbst auf der Autobahn war der neue VW Polo bei Tempo 140 km/h angenehm ruhig. Bei Tempo 185 km/h war dann Schluss, die Höchstgeschwindigkeit war erreicht und das Fahrgefühl immer noch enorm. Das Handling, das Einlenkverhalten, der Bodenkontakt. Und das obwohl mein “freshes Sondermodell” nicht einmal über das optional erhältliche, adaptive, Sportfahrwerk verfügte.

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Ich bin von den Fahreigenschaften wirklich begeistert. Begeistert bin ich auch vom Raumgefühl. Mit meiner Körpergröße von 1,75 sitze ich sehr gut in dem neuen VW Polo, der mit einer Länge von etwas über vier Metern und einer Breite von 1,95 inkl. Außenspiegel ja immer noch zu den Kleinstfahrzeugen gehört. Bei den optionalen Assistenzsystemen, da spielt er aber schon in der großen Liga. Auf der Autobahn freute ich mich über den adaptiven Tempomaten. Einmal die Höchst-Geschwindigkeit eingestellt konnte ich dem Vordermann quasi folgen, die Geschwindigkeit wird angepasst. Ein Staufolge-Fahren ist noch nicht möglich, aber man muss sich ja auch etwas Platz nach oben lassen.

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Nach oben, da hatte ich ausreichend Platz. Die Sitze sind in der Höhe verstellbar und selbst in der höchsten Positionierung hatte ich ausreichend Kopffreiheit zur Verfügung. Ablagen gibt es auch zahlreiche, die Getränkehalter versperren allerdings das Smartphone-Fach mit den Konnektivitätsmöglichkeiten. Größere Getränkeflaschen passen ohne Probleme in die großen Türtaschen. Groß ist auch das Handschuhfach bzw. die beiden Stauräume unter den Sitzen.

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Großartig ist das neue Infotainment-System, gut ablesbar, leicht zu bedienen. Der CD-Schacht wurde nun allerdings, etwas ungewohnt und vom Fahrersitz auch schlecht zu erreichen, ins Handschuhfach verlagert. Nun – ich muss gestehen ich höre kaum noch CDs sondern streame die Musik über mein iPhone. Das funktionierte tadellos, selbst die Titel wurden angezeigt und da geht der Trend auch hin.

Video:

Mirror-Link ist das Zauberwort, derzeitig können drei Smartphone-Hersteller da mithalten (Apple ist nicht dabei, bzw. auf einem eigenen Weg) und spiegeln quasi das Smartphone Display ins Auto. Das Auto nutzt die Apps vom Smartphone – allerdings nicht alle Apps. Leider! Spotify soll aber folgen, somit bin ich schon mal zufrieden.

Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen könnte ich nun auf verdammt hohem Niveau jammern und sagen, dass mir das Bild der Rückfahrkamera etwas zu unscharf ist. Wer auf den Luxus verzichtet, der kann auch ohne gut einparken, denn es stehen optische und akustische Einparkhilfen zur Verfügung. Die Rundumsicht an sich ist – sofern die Rücksitzbank unbelegt ist – aber auch vollkommen in Ordnung.

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Auf der Rücksitzbank sehe ich, obwohl fünf Sitzplätze vorgesehen sind, nur vier Personen auf längeren Strecken bequem sitzen. Kindersitze lassen sich entweder über die ISO-Fix-Halterung oder aber auch über die ausreichende Gurtlänge befestigen. Die Fenster hinten lassen sich, auf Grund der Bauform, nicht komplett versenken – verfügen aber über einen Einklemmschutz für besonders ungeschickte Leute oder halt Kinder. Selbstverständlich kann man die elektronische Funktion vom Fahrersitz aus sperren und die hinteren Sitze verfügen auch über einen Kinderschutz. Wer sein Kleinkind im Maxi-Cosi z.B. lieber auf dem Beifahrersitz platziert freut sich über den abschaltbaren Beifahrerairbag. Wer Hunde oder Kinder kurzzeitig alleine im Auto lassen möchte, kann die Innenraumüberwachung der Alarmanlage per Knopfdruck ausschalten.

Ab Herbst gibt es den VW Polo übrigens auch mit LED-Scheinwerfern, aber auch die Xenon-Scheinwerfer machen mit den neuen LED-Tagfahrlichtern schon einen guten Eindruck. Weitere technische Features wären z.B. die Multikollisionsbremse. Nehmen wir mal an, ihr fahrt jemanden aufs Auto. In dem Fall bremst der VW Polo automatisch und verhindert somit schlimmere Unfallschäden. Die Müdigkeitserkennung überwacht das Fahrverhalten vom Fahrer und die City-Notbremsfunktion versucht Unfälle gar zu vermeiden.

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Was unter die Haube kommt entscheidet der Kunde, zunächst gibt es vier Benziner mit einer Range zwischen 60 und 110 PS oder aber drei Diesel Modelle mit einer Leistung zwischen 75 und 105 PS. Gefahren bin ich vermutlich die goldene Mitte, mit der man wahrlich nichts verkehrt macht. Das sparsamste Modell soll wohl der 75 PS starke VW Polo TDI BlueMotion sein. Bei diesem Fahrzeug gibt VW einen Verbrauch von 3,1 Liter auf 100 km an, auch hier könnte ich mir vorstellen, dass die gute Abstimmung von Lenkung und Fahrwerk, in Verbindung mit den sportlichen Sitzen, den Wert etwas nach oben treiben könnte, wenn der Fahrer den Fahrspaß hinterm neuen Lenkrad erleben möchte.

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Der Kofferaum bietet ein Volumen zwischen 280 und 951 Liter, der doppelte Ladeboden sorgt für eine fast ebene Ladefläche. Die Rücksitzelehnen können vom Kofferraum aus umgelegt werden. Die Heckklappe schwingt fast 2 Meter hoch, somit können Personen bis zu einer Größe von 1,80 Meter bequem darunter stehen.

Natürlich hat Volkswagen mit dem neuen VW Polo Facelift die Welt nicht komplett neu erfunden, aber warum sollte man ein sehr gutes Rezept auch grundsätzlich verändern. Verfeinert durch ein paar bessere Zutaten, sehr gut abgeschmeckt. Der neue VW Polo sieht nicht nur lecker aus, er fährt sich auch gut. Gut und günstig! Ab 12.450 Euro geht es los. Ja, es gibt günstigere Alternativen, aber meiner Meinung derzeitig keine besseren. Unser Testfahrzeug hatte einen Preis von ca. 20.000 Euro und war mit Klimaanlage, Sitzheizung, Mittelarmlehne, schönen Felgen, getönten Scheiben und und und sehr gut ausgestattet.


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Erlebnisbericht: smart for jeremy – Brabus Edition – 2014

Heute bin ich ca. 350 km mit dem smart for jeremy gefahren und bevor ich euch gleich das Fahrzeug noch kurz vorstelle, gibt es nun ein paar Geschichten, die alle genau so passiert sind:

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Ich bin ein Lügner – oder auch nicht? 

Auf einem Autobahnrastplatz – ich parkte kurz um zum Kofferraum zu gehen – kam eine Gruppe “Heranwachsender” an. Ich könnte nun auch noch die Herkunft erwähnen, doch die macht bei der heutige Jugend doch eh keinen Unterschied mehr. Von weitem sah ich schon die lachenden Gesichter und der Anführer des Trios, nennen wir ihn mal Tarzan, hatte auch direkt einen “flotten Spruch” auf den Lippen: “Ey, bist du schwul oder was?” – Irgendwann bekomm ich für meine große Klappe noch einmal einen drüber, anstatt dem Konflikt aus dem Weg zu gehen konterte ich: “Jep, sorry, aber du bist nicht mein Typ!” – Klar, ich hätte auch antworten können, dass ich heterosexuelle Neigungen schätze und mich in einer Beziehung befinde und keine Lust hätte auf bisexuelle Erfahrungen und wenn dann schon gar nicht mit ihm. Ich hätte auch sagen können, dass mir die Flügeltüren von einem Mercedes-Benz SLS auch besser gefallen oder hätte ihn von dem Mercedes-Benz 300 SL vorschwärmen können, aber wofür? Mein Spruch saß! Die Kumpels von Tarzan lachten, Tarzan blickte wie ein begossener Pudel und zog von dannen.

Der Foto-Bus!

Der smart for jeremy polarisiert. Manche lachen, manche heben den Daumen, viele fotografieren und ein ganzer Bus voller Japaner / Chinesen sorgte für ein kurzzeitiges Blitzlichtgewitter. Auffällig ist er nämlich, der weiße smart mit den kleinen Flügel. Frauen lächeln, Kinder winken und irgendwie habe ich das Gefühl, dass man in dem smart über sich hinauswächst. Ich winke zurück, grüße andere smart Fahrer zurück und grinse auch in die Kameras der vorbeifahrenden Paparazzos.

Ab auf die Landstraße!

Zeit! Ich habe heute Zeit! Muss nicht rasen wie ein wilder Stier und das macht mit dem smart for jeremy – auch in der Brabus “Benziner-Edition” mit 102 PS keinen Spaß. Bei Tempo 160 auf der Autobahn spielt man “Spurrillen-Wetthüpfen” und beim Ampelsprint sorgt das automatisch schaltende 5-Gang Getriebe für Zug-Unterbrechungen die ihres gleichen suchen. Also runter von der Autobahn und ab auf die Landstraße und in die Stadt. Da fühlt sich der Kurvenräuber wohl und ich begann Gefühle für das Flügeltier zu entwickeln. Der Hecktriebler macht vor allem in engen Kurven Spaß – zumindest solange bis das ESP den Fahrspaß einbremst.

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Von Bielefeld nach Hannover über Land, das sind ca. 2 Stunden Fahrspaß. Gespickt mit vielen Blitzern, bei zehn Stück habe ich aufgehört zu zählen. Vorbei geht es über grüne Wiesen, man merkt die leichten Anstiege vom Teutoburger Wald und an einem Sonntag sind irgendwie die anderen Verkehrsteilnehmer auch besonders gut drauf. Ich werde vorgelassen, man macht mir Platz zum überholen und irgendwie bleibt das Gefühl, dass die anderen eher sich freuen als mich auszulassen.

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Der BMW-Fahrer – ein heimlicher Scott Jeremy Fan?

Kurz vor Hannover fuhr ich dann doch wieder auf die Autobahn, neben mir fuhr kurze Zeit später ein BMW 1er Fahrer, der mir zunächst mit einem hoch gestreckten Daumen zu meinem fabelhaften Geschmack gratulierte. Anschließend zückte er – also sein imaginärer Beifahrer – das Smartphone und fotografierte – von hinten – von der Seite – von vorne… dann fuhr er noch mal neben mich und bedankte sich.

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Egal wo ich war, die Leute schauen! Wer das möchte, wer gerne mal im Rampenlicht stehen mag, der darf sich die Sonderedition “smart for jeremy” zulegen. Los geht es ab 33.333 Euro und dann hat man den 102 PS starken Brabus-Benziner unter der Haube. Elektrische Modelle gibt es wohl auch und der smart Electric Drive hat mir ja schon bewiesen, dass man mit ihm auch Spaß haben kann. Wer eher introvertiert ist, der sollte sich dann doch den normalen smart holen, oder noch etwas warten, denn bald kommen ja die neuen smart Modelle.

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Sprechen wir einmal kurz über die Fahreigenschaften, die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk hart und somit ist er “eigentlich” umkomfortabel, aber genau so will man einen 102 PS starken Brabus smart doch haben, oder? Wer mit 160 km/h in dem City-Floh auf der Autobahn unterwegs ist, der wird übrigens schnell den kleinen Tank leeren, dann ist nach ca. 250 km Schluss mit Lustig. Mehr Spaß macht der smart in der Stadt oder auf Landstraßen, da gehört er eher hin und da können ihn auch die anderen Verkehrsteilnehmer länger sehen.

In den Kofferraum passt das Handgepäck für einen Kurztrip und wer den Beifahrersitz (erkennbar an der Schleife) mitbenutzt, der kann ohne Probleme auch sein Wochenendeinkauf mit dem smart erledigen. Ablageflächen gibt es auch, eine am Armaturenbrett, eine vor dem Gangwahlhebel und die beiden Türtaschen sind ebenfalls vom Fahrersitz aus zu erreichen. Das Handschuhfach ist klein, wen verwundert das bei der kompakten Bauweise? Die Sonnenblenden sind gut dimensioniert, das große Panaroma-Glasdach lässt viel Licht in den Innenraum und die Rundumsicht ist perfekt. Kein Wunder also, dass man mit dem smart auch ohne elektronischen Helferlein in jede Parklücke zirkeln kann.

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Optisch unterscheidet sich der smart for jeremy allerdings nicht nur durch die Flügel, die tridion Sicherheitszelle ist in Alubeam lackiert, genauso wie die Außenspiegel. Die Bodypanele und die Felgen sind in Polarweiß gehalten. Vermutlich musste ich daher auch immer an einen Engel denken. Der Innenraum ist ebenfalls in weiß gehalten. Die Ledersitze, die Türverkleidungen usw. – alles in (anfälligen) weiß. Wer da also ein Bengel ist im Innenraum, der macht den weißen Engel schnell schmutzig.

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Ihr wollt mehr über das Fahrzeug erfahren?

Markus Jordan fuhr den smart for jeremy als electric drive und ich glaube, demnächst könnt ihr das Fahrzeug auch noch in Aktion erleben. Ich gestehe, ich hatte Vorbehalte gegen das Design. Ich gestehe auch, dass ich ihn mir so nicht kaufen würde, aber das liegt nun nicht mehr an der Optik, sondern immer noch an dem Getriebe. Da macht die elektrische Version vom smart viel mehr Spaß bzw. bereitet mehr Fahrfreude. Gespannt bin ich auf den kommenden smart, den es als fortwo und als forfour geben wird, eines bleibt übrigens. Der Heckantrieb und damit vermutlich auch die Agilität.

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Die neue Mercedes-Benz V-Klasse – V250 Edition 1 Fahrbericht / Test

Alle guten Dinge sind drei und alles neu macht der Mai. Ab Mai steht die neue Mercedes-Benz V-Klasse im Handel und die hat mit dem typischen Transporter bzw. dem eigenen Vorgängern nun wahrlich nicht mehr viel gemeinsam, außer ggf. den Antrieb und den Stern.

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Als direkter Nachfolger von Vito bzw. Viano geht die neue Mercedes-Benz V-Klasse an den Start, jetzt jedoch als Großraumlimousine mit PKW-Charakter und Star-Allüren. Eines steht bereits nach der kurzen Probefahrt fest, dem Mitbewerber aus Hannover / Wolfsburg / wo auch immer kann die neue V-Klasse mehr als nur das Wasser reichen.

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Gefahren bin ich, zusammen mit Jan Gleitsmann, die V-Klasse als V 250 Edition 1. War der alte Viano noch ein Nutzfahrzeug mit Personenbeförderungsmöglichkeit, so sehen wir hier ein PKW mit hohem Nutzfahrzeug-Wert. Vom alten Vito bzw. vom Viano ist also nur das V geblieben, V wie vielseitig einsetzbar – also vergessen wir die Geschichte und fangen einfach mal neu an.

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Unter der Haube schlummert ein 2,1 Liter Turbodiesel. Einmal geweckt stehen 190 PS bzw. ein maximales Drehmoment von 440 Nm zur Verfügung. Damit beschleunigt die V-Klasse innerhalb von 0 auf 100 km/h innerhalb von 9,1 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 206 km/h im durchaus akzetablen Rahmen für lange Touren über die Autobahn. Der NEFZ-Verbrauch wird von Mercedes-Benz mit 6,0 Litern angegeben. Für einen kurzen Moment steht auch die sogenannte Over-Boost-Funktion zur Verfügung. Für einen kurzen Moment hat man, ähnlich wie in der Formel 1, 14 PS und 40 Nm mehr zur Verfügung. Wenn man es human angehen lässt, kann man locker einen Verbrauch von 7,5-7,6 Liter schaffen.

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Werfen wir kurz einen Blick auf die Außenmaße, die neue V-Klasse ist 5,14 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,88 Meter hoch. Damit ist sie länger und breiter, aber auch flacher als der direkte Mitbewerber. Preislich gesehen spielen die beiden Modelle sowieso in der gleichen Klasse, wobei…

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Die Edition 1 steht preislich gesehen schon am oberen Ende der Fahnenstange, wer den Preis von 67,378 Euro investiert bekommt allerdings auch eine umfangreiche Ausstattung: Die Edition 1 gibt es in der 190 PS Version mit der 7G TRONIC PLUS und Sportfahrwerk. Optional gibt es auch das Agility Control Fahrwerk mit selektiven Dämpfern. Verbaut ist das LED Intelligent Light System, welches dank dem Stand der Technik nicht nur die Straße erhellt sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Eine Chromzierleiste in der Stoßstange vorne und die Edition 1 Embleme in den Kotflügel lassen die Sonder-Serie auf den ersten Blick erkennen. In den Radkästen drehen sich 19 ” LM Felgen, darüber hinaus gibt es eine Colorverglasung im Fond, beidseitig elektrische Schiebetüren und die Easy-Pack Heckklappe mit der seperat zu öffnenden Heckscheibe. Die Heckklappe lässt sich ebenfalls elektrisch öffnen und schließen, wenn man denn an den Taster kommt. Unter der Heckklappe kann ich bequem auch im Regen stehen, denn hier habe ich eine Höhe von 1,90 Metern zur Verfügung.

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Die V-Klasse verfügt über eine Gurthöhenverstellung und auch das Lenkrad lässt sich in der Höhe verstellen. Kopffreiheit ist ausreichend vorhanden und ich selbst fühle mich mit meinen 1,75 Metern auch sehr wohl hinterm Lenkrad. Das Lenkrad selbst liegt gut in der Hand und ich kann sämtliche Bedienungselemente gut erreichen. Bei der 7G-Tronic Version verfügt das Fahrzeug über Schaltwippen hinterm Lenkrad, bei Fahrzeugen mit einem manuellen Getriebe sitzt der Schaltknauf auf der Mittelkonsole.

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Im Innenraum dominiert in der Edition 1 der aus der C-Klasse bekannte Luxus. Sitze in Nappa Leder, das Armaturenbrett ebenfalls in Lederoptik beledert und mit einer Ziernaht versehen. Fahrer und Beifahrer freuen sich über eine Sitzheizung bzw. Sitzbelüftung und die Thermotronic genannte Klimaanlage sorgt für einen kühlen – bzw. warmen – Fahrgastraum. In der von uns gefahrenen V-Klasse V250 BlueTec Edition 1 werden die Ohren durch das Burmester Surround-System verwöhnt. 15 Boxen, 640 Watt und ein gut einstellbares Sounderlebnis sorgen für ein audiophilen “Ohrgasmus”.

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Das Kombiinstrument und aber auch das freistehende Display vom Infotainmentsystem lassen sich gut ablesen, sämtliche Schalter sind selbsterklärend lassen sich intuitiv bedienen und ich kann von vorne die Türen öffnen und schließen. Das funktioniert auch vom Schlüssel aus, mit dem kann ich sogar die Heckklappe öffnen und schließen. Was für ein Mehrwert!

Im Heck gibt es ebenfalls bequeme Einzelsitze, man sitzt also auch im Fond quasi in der ersten Reihe. Ausreichend Kopf und Beinfreiheit sind vorhanden, kein Wunder – verfügt die V-Klasse doch über einen Radstand von 3,2 Meter. Gefahren sind wir die Version mit den 6 Einzelsitzen, wie beim VW Multivan gibt es aber auch eine Version mit 3er Rückbank, die sich quasi zu einem Bett umklappen lassen kann. Die Einzelsitze lassen sich in der V-Klasse nur dann drehen, wenn man diese ausbaut und wieder einsetzt, das hat VW irgendwie cleverer gelöst. Eines muss man aber bestätigen, die Sitze der neuen V-Klasse sind leichter als beim Mitbewerber, damit fällt die Umbauarbeit leicht.

Der Kofferraum fasst 1030 Liter – mit ausgebauten Sitzen vervierfacht sich der Wert fast. Die Zuladung liegt zwischen 655 und 905 kg und bis zu 2,5 Tonnen darf die neue V-Klasse ziehen.

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Im dritten Anlauf hat Mercedes-Benz es ohne Zweifel geschafft, sich gegen den Klassenprimus durchzusetzen. Die neue V-Klasse überzeugt durch mehr Platz im Kofferraum, mehr Platz im Innenraum, einen längeren Radstand und vor allem durch die umfassende Sicherheitsausstattung. Die V-Klasse ist kein Transporter, die neue V-Klasse ist eine Großraumlimousine und definitiv auf PKW-Niveau. Die V-Klasse muss sich hinter den anderen Fahrzeugen von Mercedes-Benz nicht verstecken.

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Kritisieren könnte man die mangelnden Ablagen auf “Augenhöhe”, man muss sich halt doch immer nach “unten” bewegen um z.B. Flaschen oder sein Handy zu verstauen. Die Dreiecksfenster sind klein und “unnötig” und tragen nicht zur – ansonsten sehr guten – Rundumsicht bei. Wo wir gerade beim Thema sind, mit der 360° Kamera wird das Einparken zum Kinderspiel, die V-Klasse fährt sich wie ein ganz normaler PKW und zusammen mit dem “Handschmeichler”, dem großen Comand-Online System und den ganzen Assistenzsystemen (Distronic-Plus, 360° Kamera, Einparkfunktion, Seitenwind-Assistent…) ist sie sehr gut ausgestattet.

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Von Fahrspaß möchte ich nicht unbedingt reden, die V-Klasse ist kein Kurvenräuber und spätestens in den Kurven merkt man auch das Gewicht. Der Van fährt gut. Punkt! Mehr verlangt auch keiner, bis 120 km/h hält sich sogar die Geräuschentwicklung in Grenzen, 160 km/h wäre eine gute Reisegeschwindigkeit. Der bekannte 2,1 Liter Diesel Motor dröhnt hin und wieder, aber das ist alles vergessen wenn man den Alltagsnutzen und den Komfort dagegen rechnet. Dank der hohen Variablität der V-Klasse sind den zukünftigen Anforderungen fast keine Grenzen gesetzt, wenn die finanziellen Mittel denn ausreichend verfügbar sind. Die V-Klasse lässt sich preislich gesehen, nämlich genauso ausstatten und aufwerten wie jeder andere Mercedes-Benz PKW und das ist eine Leidenschaft die finanzielle Leiden schafft. Die Edition 1 in unserer Ausstattung wird bei über 70.000 Euro liegen, die anderen V-Klassen starten bereits (mit etwas weniger Leistung) so um die 42.000 Euro. Ihr wollt mehr über die neue Mercedes-Benz V-Klasse erfahren? Dann schaut euch demnächst auch das Ausfahrt.TV Video an.


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Liebling, Audi hat den S1 geschrumpft! Der neue Audi S1!

Audi S1? Na klar, da klingelt es doch, oder? Der kurze Sport quattro S1 ist eine Legende! Gefahren von Walter Röhrl überzeugte das 476 PS starke Rallye-Fahrzeug nicht nur bei der Rallye in San Remo. Das war übrigens im Jahr 1985. Ein paar Jahre später standen für den Pikes Peak dann sogar 600 PS zur Verfügung. Von 0 auf 100 km/h ging es damals in unter 4 Sekunden. Der Grund? Der Audi S1 wog gerade einmal 1000 kg und verfügte natürlich über den quattro-Antrieb.

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Eingeführt mit dem ur-quattro schraubte der Hersteller, bzw. die quattro GmbH nun seit über 34 Jahren an dem Vorsprung durch Technik, bewies die Leistungsfähigkeit auf Rallye & Rennstrecken, im Alltag und zu Werbezwecken sogar auf Ski-Pisten und nicht nur die großen Fahrzeuge profitieren von dem Allradantrieb!

Der kleine Giftzwerg trägt einen großen Namen, in die Fußspuren kann er natürlich nicht fahren. Auf der anderen Seite: Der ursprüngliche Audi S1 ist nun schon so lange her, da kann sich die Zielgruppe vom Audi S1 wohl kaum dran erinnern. Interessante Frage: Wo sieht Audi eigentlich die Zielgruppe vom Audi S1? Geht es nach dem Hersteller, dann soll der Audi S1 der Traumwagen von jungen, aufstiegsorientierten Kunden sein, vermutlich eher männlicher Natur.

Moment mal – Audi A1 quattro? Gab es! Limitiert auf 333 Stück und ich weiß zumindest wo eines dieser begehrten Stücke steht. Der “Vorgänger” vom Audi S1 quattro hatte 256 PS. Nun kommt der Audi S1 quattro und da dieser nicht so streng limitiert ist, dürften sich davon demnächst auch mehrere Fahrzeuge auf den Straßen befinden.

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Auf dem Blatt Papier hat er mit 231 PS etwas weniger Leistung als sein “Vorgänger” zur Verfügung, doch wen interessieren diese Zahlenwerte, wenn man sie so ja gar nicht beschreiben kann. Wenn die vier Räder das maximale Drehmoment von 370 Nm verarbeiten dürfen, dann kommt einem der Audi S1 auf keinem Fall untermotorisiert vor.

Optisch unterscheidet sich der Audi S1 vom seiner zivilen Version durch seine Scheinwerfer, die zeigen sich etwas schärfer gezeichnet, durch die geänderte Front, den Seitenschwellern, dem optionalen Heckspoiler und durch die Heckstoßstange mit Diffusor.

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Die Abgasanlage führt die quattrologie fort und zeigt sich durch die vierstrahlige Version, die sich durch den durchaus sonoren Klang sogar hören lassen kann. Dank “Klangoptimierung” hört sich der Audi S1 im Innenraum sportlicher an als draußen, schön klingen tut er trotzdem.
Sehen lassen können sich auch die neuen Rückleuchten, die wirken durch die neue Farbgestaltung frischer, spritziger, dynamischer. Dynamisch! Das ist der Audi S1. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, der Audi S1 ist ein Kurvenräuber wie er im Buche steht.

Der Antrieb ist clever gelöst. Je nach Traktion bzw. Fahrmodus wird die Kraft über eine Lamellenkupplung (die an der Hinterachse sitzt) hin und her geschoben. In den meisten Fällen dürfte es sich positiv auf den Verbrauch auswirken, dass nur die Vorderräder angetrieben werden. Der S1 bekommt sogar eine Start-Stop-Funktion, man hat also mit allen Mitteln versucht den Verbrauch zu senken.

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Unter der Haube sitzt also der 2.0 TFSI quattro, handgerissen über ein manuelles 6-Gang Getriebe wird die Kraft auf die Straße gebracht. Ein DSG steht nicht zur Verfügung. Die Begründung: Die Audi A1 quattro Kunden waren von der Handschaltung begeistert und natürlich hätte auch das ca. 20 kg schwerere DSG-Getriebe zu einer veränderten Achslastverteilung gesorgt, welches vermutlich das Fahrverhalten eingeschränkt bzw. verändert hätte.

Update:

Die Leistung von 231 PS bzw. 370 Nm stehen im normalen Audi S1 und natürlich auch im Audi S1 Sportback zur Verfügung. Kombiniert sollen die beiden Modelle zwischen 7 und 7,1 Liter nach NEFZ verbrauchen. Ich muss euch nicht verschweigen, dass man diesen Wert bei flotter Gangart verdoppeln kann? Preislich gesehen startet der Audi S1 ab 29.950 Euro, der viertürige Sportback liegt bei 30.800 Euro in der Basis-Version.

Serienmäßig rollt der kleine quattro auf 7,5 J × 17 Felgen, optional gibt es auch 18 Zöller die die Radkästen schmücken dürfen. Die genialen Felgen vom limitierten Audi A1 quattro wird es allerdings nicht mehr geben.

Fahrer und Beifahrer sitzen auf Sportsitzen, die dank den ausgeprägten Seitenwangen für einen besseren Seitenhalt in Kurven sorgen. Damit man auch flott durch die Kurven flitzen kann hat Audi dem S1 das sogenannte “Audi drive select” spendiert. Dait kann man in den Modi “auto, dynamic oder efficieny” die gewünschten Kennlinien einstellen. Angepasst wird die Gaspedal-Kennlinie, der Motorsound und die Kennlinie des Fahrwerks. So lässt sich der Fahrkomfort und die Dynamik quasi per Knopfdruck verstellen und aus dem Stadtflitzer macht man den Landstraßenräuber.

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In der Höhe sind beide Sitze manuell einstellbar und damit man auch nicht vergisst in was für einem Fahrzeug man sitzt verfügen die Audi S1 Modelle auch noch über die sympathische S-Prägung in den Lehnen der Vordersitze. Könnte auch für Superman stehen, oder halt für Stratmann, aber es symbolisert natürlich die Sportlichkeit. Sportlich ist auch das Lenkrad, optional kann man sich den Lenkradkranz auch beledern lassen. Der S-spezifische Schaltknauf ist allerdings serienmäßig verbaut, wenn man sich für einen S1 entscheidet.

Der 2.0 Liter beschleunigt den Audi S1 und den S1 Sportback innerhalb von 5,8 bzw. 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei beiden liegt die Höchstgeschwindigkeit bei den obligatorischen 250 km/h.

Damit der Fahrer nicht überfordert wird, gibt es im Audi A1 und somit natürlich auch im Audi S1 viele Assistenssysteme die bereits serienmäßig verbaut sind. ASR, EDS, ESC… ich könnte fast das komplette Alphabet durchgehen. S steht also nicht nur für sportlich, sondern auch für Sicher und das Thema Sicherheit kann man ja gar nicht hoch genug aufhängen.

Kleiner Tipp: Steht die Familiengründung vor der Tür, dann sollte es mindestens der Audi S1 Sportback sein, denn der verfügt zumindestens über hintere Türen. Der Kofferraum bleibt für Kinderwagen allerdings zu klein, eventuell ist der S1 dann doch besser der potenten Zweitwagen für den Ausflug aus dem Alltag? 2 Personen? Kein Problem! 2 Personen mit kleinen Kindern? Geht auch noch! Vier Personen sehe ich nur im “Notfall” im Audi S1 – was übrigens auch die maximale Zuladung belegt.

Fazit: Sexy, sportlich, speziell. Der kleine Audi S1 wäre ein Auto für den “jüngeren Jens” gewesen. Inzwischen bin ich älter, Familienvater und Hundebesitzer, daher passt er nicht mehr in “mein Beuteschema”. Von der Haptik hat er mich überzeugt, die Bedienung ist Audi-typisch einfach gestaltet und das Fahrgefühl könnte mich schwärmen lassen. Ich hätte die Zeit gerne mehr genossen, leider hatten wir einen sehr geringen Fahranteil, somit möchte ich mir keine weitergehenden Beurteilungen erlauben. Von der maximalen Höchstgeschwindigkeit war ich im winterlichen, aber wunderschönen Schweden, Meilenweit entfernt.