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Category Archives: Fahrberichte

Classic Review: Audi Ur-quattro – Audi quattro – Der UR-Audi!

14. Juni 2013 09:55 / 3 Kommentare / Jens Stratmann
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Ich kann wirklich verstehen warum im Jahre 1988 einige etwas über 85.000 DM für diesen automobilen Traum ausgegeben haben. In den Jahren 1980 bis 1991 verließen gerade mal 11.452 Audi quattro (auch gerne Ur-Quattro genannt) die heiligen Audi Hallen. Unser Modell hat einen 2,2 Liter Reihen 5-Zylinder unter der Motorhaube. Dank dem permanenten Allradantrieb schaufelt der Motor die 200 PS bzw. die 230 Nm an alle 4 Räder und sorgt nicht nur dank dem Leergewicht von nur 1,3 Tonnen für überzeugende Fahrwerte.

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Die Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h haben Jan Gleitsmann und meine Wenigkeit beim Ausfahrt.TV Videodreh nicht auf dem digitalen Mäusekino gesehen, doch auch so waren die Beschleunigungswerte schon imposant. Hier seht ihr nach dem Opel Commodore B – Video direkt schon den zweiten Klassiker (der mit seinen 25 Jahren natürlich noch ein Youngtimer ist):

Beeindruckend fand ich den Verbrauch. Rein theoretisch hätte ich den Audi Urquattro vermutlich mit einem Verbrauch von 8 Litern fahren können. Wir sind am Schluss bei 12 gelandet, ich darf gestehen, dass mein alter Opel Corsa denselben Verbrauch hatte aber nicht so viel Fahrfreude gebracht hat.

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Was heute selbstverständlich ist, war damals Luxus! Purer Luxus: Klimaanlage, Radio mit Kassette, Sitzheizung, Ledersitze vorne und hinten, elektrische Fensterheber, Bordcomputer, digitaler Tacho (Mäusekino genannt), Scheinwerferreinigungsanlage, 5-Gang Getriebe, elektrisch ausfahrbare Antenne und ein Stahl-Hubdach (manuell zu öffnen). Toll! Mehr braucht man nicht, das ABS war damals noch abschaltbar, die Differenzialsperre einstellbar und so wurde der Audi quattro zum Rennwagen für die Straße.

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Das Fahrwerk sportlich straff, die Lenkung im Vergleich sehr direkt und nur die Bremsen (Scheibenbremsen vorne und hinten) haben mich etwas enttäuscht. Wie im Video erwähnt, früher kann ja nicht alles besser gewesen sein. Der Urquattro war schon immer ein Traumwagen von mir, als kleiner “Bub” sah ich nicht nur die Werbung, ich sah auch einige Fahrzeuge auf der Straße, hatte ein Modellauto und hab immer “Walter Röhrl” nachgespielt. Der Motor übrigens ein Traum: Daran könnte man in der Tat noch selber schrauben, fast alle wichtigen Bauteile sind gut zu erreichen und nicht durch irgendwelche kosmetischen Abdeckungen versteckt:

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Was soll ich sagen? Ich saß gestern in dem Fahrzeug, fuhr ein paar Stunden über die Straßen von Ingolstadt und Umgebung und es fühlte sich einfach großartig an. Die 215/50 Dunlop Reifen auf den 8 x 15″ Felgen versuchten erst gar nicht den Kontakt zur Fahrbahn zu verlieren, nach ca. 7-8 Sekunden war man auch schon bei Tempo 100 km/h und das Mäusekino zeigte dank Bordcomputer nicht nur den Verbrauch sondern auch schon die Restreichweite an. Der Audi quattro war damals ein Meilenstein, nicht nur was den Vortrieb und den Antrieb betrifft sondern auch das Styling. Viele Tuner namen sich das Bodykit zum Vorbild. Die Stoßstangen vorne und hinten, den Heckspoiler, die verbreiterten Radläufe (die so wunderschön eckig bzw. kantig sind). Hach, ich komme schon wieder ins Schwärmen, doch bei dem Fahrzeug werdet ihr mir das verzeihen.

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Vielen Dank an das Team von Audi Tradition für die Erfüllung dieses Wunsches, ich möchte keine Namen nennen, sondern einfach nur mal Danke sagen. Danke, dass es Menschen wie euch gibt, die sich um die Tradtion eines Herstellers kümmern – denn ohne Tradition und Vergangenheit gibt es keine Zukunft. Das sieht man ja auch sehr schön beim Audi 100 Coupé und dem A7!

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Erstellt in: Angetestet, Audi, Fahrberichte, Oldtimer / Youngtimer, Schönes Altmetall / Getaggt mit: 1988 urquattro, Audi quattro, audi quattro 200 ps, audi quattro antrieb, audi sammlung, audi tradtion, audi ur-quattro, audi urquattro

Nissan 370Z Nismo Fahrbericht – Test – Video – das volle Programm!

12. Juni 2013 20:06 / 1 Kommentar / Jens Stratmann
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Rein optisch gesehen erkennt man den Nissan 370Z Nismo auf den ersten Blick. Der 344 PS starke Flitzer verfügt nämlich über rote Zierstreifen die sich wie ein roter Faden um den Sportwagen schlängeln. Ganz nebenbei gibt es natürlich auch die sportliche Frontspoilerstoßstange, einen Heckspoiler und einen Diffusor der ebenfalls für einen verbesserten Anpressdruck sorgen soll. Nissan Motorsport hat dem Nissan 370Z das Optikpaket verpasst, die Mehrleistung von 16 PS gegenüber dem serienmäßigen 370Z spürt man allerdings nicht, bzw. ich spüre die nicht. Gesehen habe ich allerdings die rot lackierten Bremssättel, die durch die dunkelgrauen 19″ RAYS Alufelgen durchblitzten.

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Kommen wir kurz zurück zu den Bremssätteln. Fest im Sattel sitzen quasi die 355er Bremsscheiben vorne und die 350er Scheiben an der Hinterachse die für die negative Beschleunigung verantwortlich sind. 245/40er Reifen drehen sich im vorderen Radkasten, hinten sind es sogar 285/35er die den Radlauf nicht nur optisch ausfüllen. Ideal ist auch die Gewichtsverteilung beim Nissan 370Z Nismo (53/47) und ja, verdammt dieses Fahrzeug ist agil. Das man den 72 Liter Tank unterschiedlich schnell leeren kann dürfte außer Frage stehen, oder?

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Doch ist das zündfähige Gemisch erstmal in den Brennkammern des 3,7 Liter Aggregats gibt es kein halten mehr, ein paar Millisekunden später sind die Abgase schon veredelt und durchströmen die Sportauspuffanlage. Ein Klang der mir allerdings keine Gänsehaut beschert, für mich hätte er ruhig noch etwas lauter sein dürfen. Ich mag sowas, bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Nein!


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Musik höre ich gerne über mein iPhone bzw. über Spotify. Das funktioniert mit dem großen Navigationsystem von Nissan tadellos und der Sound der verbauten Bose-Anlage ist auch vollkommen in Ordnung. Im Innenraum gibt es Alcantara und Leder – am Lenkrad! Eine Mittelmarkierung (natürlich in rot) am Lenkrad und elektrisch verstellbare Sportsitze (ebenfalls mit roten Nähten).

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So, hier ist das Ausfahrt.TV-Video von Jan Gleitsmann und meiner Wenigkeit. Ihr seht den Sprint von 0 auf 100 km/h, einige Fahrszenen, die Highlights vom Nissan 370Z, den Innenraum und natürlich auch den Kofferraum. Ganz zum Schluss gibt es ein Fazit und eine ehrliche Kritik am Optikpaket:

Nissan spricht von einem Sprintwert von 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, geschaltet wird über ein kurzes, knackiges, eng abgestuftes 6-Gang Schaltgetriebe. Der Nissan Nismo 370Z verfügt dabei auch über die Drehzahlsynchronisation namens “Syncro Rev Control” – sagen wir mal so: Das Fahrzeug gibt Zwischengas!

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Der neue Nissan 370Z Nismo ist für 44.900 Euro bestellbar. Dafür erhält man den aktuell stärksten Z mit Straßenzulassung, angetrieben durch einen 3,7-Liter-V6-Motor gibt er die Kraft von 371 Nm an die Hinterachse ab. Ein Nissan 370Z Cabrio / Roadster von Nismo wird es vermutlich nicht geben. Spaß macht er auch geschlossen, auch wenn mir persönlich der Nissan 370Z ohne Spoilerwerk besser gefällt. Da darf gerne der persönliche Geschmack entscheiden, für 44.900 Euro bekommt man einen sportlichen Wagen der eine Menge Fahrspaß vermittelt, eine tolle Kurvenlage hat und sich sehr sportiv durch die Kurven fahren lässt. Die Elektronik bremst die übermütigen Fahrer wieder ein, genau so soll es sein. Damit die Käufer auch stets die schönsten Routen finden gibt es beim Nissan 370Z Nismo das Navigationssystem bereits ab Werk dabei, na wenn das kein Grund ist sich nun auch mal auf eine Probefahrt zu begeben.

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Der 2-Sitzer ist ehrlich, abgrundtief – Kinder auf der Rücksitzbank gibt es hier nicht, das ist ein Fahrzeug für Mutti und Vati, wenn die Kinder entweder noch geplant, schon außer Haus oder zu Haus sind. Hart ist er, straff wäre untertrieben. Der Nissan 370Z Nismo ist halt kein Pseudosportwagen, hier stimmen Leistung, Antrieb, Fahrwerk. Der ideale Zweitwagen, müsste ich täglich einige Kilometer fahren um zur Arbeit zu kommen, ich würde mir den Arbeitsweg so angenehm wie nur möglich gestalten. Genau für solche Anwendungsfälle sehe ich den Nissan 370Z Nismo – und wenn man dann mal mag, lässt man den auch mal eine Runde über die Nordschleife fliegen.

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Fazit: Wer auf der Suche ist nach einem erschwinglichen sportlichen 2-Sitzer, der kommt an dem Nissan 370Z sowieso nicht vorbei. Wer dann eine möglichst hochwertige Ausstattung bevorzugt, der darf sich ruhig den Nismo anschauen. Mit einem Kofferraumvolumen von 235 Litern kann er zwar nicht gerade glänzen, doch schaut euch mal das oben eingebundene Video an, dann werdet ihr staunen wie viel eigentlich 235 Liter Volumen sind. Ihr braucht mehr Platz, dann schaut euch doch den Nissan Juke Nismo an, der hat dann allerdings auch weniger Leistung ;)

Erstellt in: Angetestet, Fahrberichte, Nissan / Getaggt mit: 370Z Nismo, Fotos 370Z Nismo, Nissan 370Z, Nissan 370Z Nismo, Nissan 370Z Video, Video 370Z Nismo

Fahrbericht Audi R8 etron – der Wagen von Iron Man bzw. Tony Stark

4. Juni 2013 06:55 / 12 Kommentare / Jens Stratmann
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Ein Fahrbericht über ein Fahrzeug welches es so vermutlich niemals geben wird. Eigentlich paradox, oder? Doch beim Audi R8 etron geht es nicht nur um den Elektroantrieb, es geht um Zukunftsmusik die da gespielt wird und ich denke Audi wollte einfach mal zeigen was technisch so möglich ist. Es ist also ein serienreifes Fahrzeug, welcher nun als Technologieträger unterwegs ist. Das hat doch auch was, oder? Außerdem durfte Tony Stark damit in Iron Man 3 eine Runde drehen…

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Was kann der Audi R8 etron?

Zügig aus der Kurve beschleunigen! Schuld sind die beiden Elektromotoren die sich jeweils um ein Hinterrad kümmern. In sportlichen Kurven hält der R8 etron die Spur! Der Fachmann spricht vom Torque Vectoring. Ich versuche euch das nun mal anschaulich zu erklären. Wenn ein Rad mehr Kraft benötigt als das andere, bekommt dieses Rad einfach mehr Drehmoment zugeteilt. In Kurven z.B. läuft das Kurvenäussere Rad stets einen Ticken schneller und sorgt damit für ausgezeichnete Fahrleistungen und stets eine gute Traktion. Das Heck dreht sich quasi mit in die Kurve ein und das funktioniert sogar in ganz schnellen Kurven. Das ESP kann man nicht komplett ausstellen, doch in der Sporteinstellung lässt es schon so einiges zu und ja, man kann das Fahrzeug hinten auch kontrolliert ausbrechen lassen (wenn man das denn möchte).

Mit einem Gewicht von 1780 Kilogramm ist der Audi R8 etron kein Leichtgewicht, eigentlich kein Wunder bringt die Batterie doch 577 kg auf die Waage. Der Rest des elektrischen Sportwagen besteht dann aus den Stoffen aus dem Motorsportträume sind: Carbon und weitere leichte Werkstoffe wie Titan oder Aluminium. Der R8 etron verfügt mit einer Leistung von ca. 380 PS und 820 Nm über ausreichend Kraft um dieses Geschoss zu beschleunigen. Laut NEFZ-Wert sind über 200 km rein elektrisch möglich, ich möchte aber jede Wette eingehen, dass ich den Akku ebenfalls in 2 Runden Nordschleife in seine Grenzen bringen würde (so wie beim Nissan Leaf übrigens auch geschehen). Apropos Nordschleife: Markus Winkelhock hat bereits im Juni 2012, also vor fast genau einem Jahr, mit dem Audi R8 etron schon zwei Bestzeiten in den Asphalt gebrannt. 8:09,099 – Nordschleife – ein Wert für Serienfahrzeuge mit Elektroantrieb, nun eine Kleinserie wurde ja hergestellt, da wollen wir mal nicht so genau hinsehen, oder? Die zweite Zeit war 16:56,966 für 2 Runden (ob danach wohl der Akku leer war?).

Warum kommt dieser R8 etron nicht auf die Straße?

Eventuell liegt es am SLS e-Cell, der nicht nur über mehr Leistung, mehr Drehmoment sondern auch über eine höhere Endgeschwindigkeit verfügt. Während der Audi R8 etron bei 200 km/h “zu macht” kann der Elektro SLS Tempo 250 erreichen. Rein technisch wäre die Geschwindigkeit für den R8 etron übrigens auch kein Problem. Es könnte aber auch an den immer noch hohen Batteriepreisen liegen oder einfach an der Tatsache, dass so ein Fahrzeug vermutlich querfinanziert werden müsste und der Hersteller dieses nicht möchte.

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Den R8 etron (der übrigens nun auch über die Landesgrenzen durch den Film Iron Man 3 bekannt wurde) muss sich also mit einem Fahrzeug messen lassen, den es auf dem Markt gibt und dank vier Elektromotoren gerade in Sachen Vortrieb, Straßenlage, Sportlichkeit eine Benchmark gesetzt hat. Übrigens behaupte ich auch bei diesem Fahrzeug, dass nach 2 Runden Nordschleife der Akku leer ist. Vorsprung durch Technik? Durchaus, denn wie oben schon gesagt werden wir einige Teile aus dem Audi R8 etron auch in anderen Fahrzeugen von Audi wiederfinden, da bin ich mir ziemlich sicher.

Einen Wert bin ich euch noch schuldig! 4,2 Sekunden! Innerhalb von 4,2 Sekunden beschleunigt der Audi R8 etron von 0 auf 100, das übrigens (leider) nicht ganz geräuschlos. Audi hat dem etron einen Soundgenerator verpasst der sich (leider) nicht abschalten lässt. Hier haben die Kollegen in Stuttgart auch an die Fahrer gedacht, die keinen Sound wollen, was man Audi aber lassen muss: Der Klang ist vollkommen in Ordnung und nicht aufdringlich. Im Innenraum harmoniert der künstlich erzeuge Motorenklang nahezu mit dem Geräusch vom Planetengetriebe und den Abrollgeräuschen der Reifen.

Video:

Interessant: Auch wenn der Audi R8 etron optisch gesehen (natürlich) dem R8 ähnelt, sind nur 9 gleiche Bauteile bei der Karosserie verbaut und auch der Spoiler entfällt beim elektrischen Mobil gänzlich. Es gibt hinten “nur” noch eine Abrisskante. Ein glatter Fahrzeugboden und weitere aerodynamische Verbesserungen sorgen für einen cw-Wert von 0,27! Das liegt sicherlich auch daran, dass zahlreiche Öffnungen geschlossen, also gecleant worden sind.

Was sind die technischen Highlights von denen wir in der Zukunft vermutlich noch mehr hören bzw. sehen werden?

Vor zwei Jahren saß ich mal auf einer GFK-Feder, im Audi R8 etron ist diese nun verbaut. GFK als Werkstoff der Zukunft? Na, warum denn nicht? Gerade beim Thema Gewichtsersparnis dürfte der leichte Werkstoff (der viel günstiger ist als Carbon) seinen Trumpf ausspielen und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es früher oder später GFK Federn auch in herkömmlichen Autos geben wird, schließlich reden wir hier über Massen. Bis zu 40% wiegen diese Federn nun weniger und da kann man doch durchaus von einem Gewichtsvorteil sprechen.

GFK ist bei Federn übrigens nicht ganz neu, zahlreiche Fahrzeuge sind schon mit GFK Blattfedern ausgerüstet. Audi prescht nur bei den Schraubenfedern nach vorne. Neben dem Vorteil der Gewichtsersparnis ist GFK natürlich auch gegen Wasser imun. Rosten kann da nichts mehr.

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Ein weiteres Highlight ist der digitale Rückspiegel. Eigentlich nichts anderes als eine Kamera im Heck und ein flaches AMOLED (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) Display in einer Größe von 6,8 Zoll. Vorteile: Ein besonders großes Sichtfeld und natürlich auch eine lichtempfindliche Kamera. Das Bild wird aufbereitet, sprich Kontrast angepasst, teilweise nachgeschärft oder einfach etwas heller belichtet. Ist das die Zukunft und das Ende vom herkömmlichen Innenspiegel? Für mich persönlich schon und ich könnte mir auch digitale Außenspiegel vorstellen.

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Alle gute Dinge sind drei? Beim Audi R8 etron sind mir die Felgen ins Auge gefallen. Die 19″ Felgen (die natürlich mit rollwiderstandsoptimierten Reifen in den Größen 225/35 und 275/35 ausgestatten waren) haben Lamellen. Durch die Fliehkraft schließen diese sich bei Geschwindigkeiten ab 50 km/h und öffnen sich wieder wenn man langsamer unterwegs sind. Audi nennt diese Felgen “aktive Aero-Räder” und natürlich bringt diese Technik einen aerodynmischen Vorteil. Den cw-Wert beinflusst diese Technik in dem Fall mit einem Wert von 0,02 doch ich sehe da ganz andere Vorteile. Man könnte durch die Aero-Felgen optische Highlights setzen (im Stand) die dann während der Fahrt sich aus aerodynamischen Gründen verabschieden und somit dann auch Kraftstoff sparen (bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungs-Motor).

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Kommen wir zu den technischen Daten vom Audi R8 etron:

Leistung: 2 x 140 kW = ungefähr 380 PS
maximales Drehmoment: 2 x 410 Nm = Systemdrehmoment = ca. 820 Nm
Batteriekapazität: 48,6 kWh
Reichweite (NEFZ Wert): 215 km
v/Max: 200 km/h (abgeregelt)
Länge: 4,43 Meter
Höhe: 1,25 Meter
Breite (inkl. Außenspiegel): 2,02 Meter
Radstand: 2.65 m
Leergewicht: 1.780 kg

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Tja, einen Preis kann ich euch leider nicht nennen. Bedenke ich, dass der Mercedes SLS Electric Drive einen Preis von etwas über 400.000 Euro hat, wäre vermutlich auch der Audi R8 etron für die meisten von uns unerschwinglich gewesen. Es sei denn, man heißt Tony Stark und rettet im Iron Man Anzug die Welt. Die Vorteile der Elektromobilität liegen derzeitig noch nicht im Preis, sondern einfach an der andersartigen Fortbewegung. Man hat das Drehmoment von Anfang an, es gibt keine Kraftunterbrechung und durch die Möglichkeiten der individuellen Ansteuerung der Elektromotoren hat man ein ganz anderes Fahrgefühl. Mit dem Audi R8 etron bin ich durch die Straßen von Berlin gefahren und durfte ihn ein paar Runden über eine Art Teststrecke (auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin) scheuchen. Was soll ich sagen? Schade, dass er so nicht auf den Markt kommt? Ein Traum aus Carbon. Kritikpunkte: Nur ein Becherhalter, kein Einklemmschutz bei den elektrischen Fensterhebern, keine Schminkspiegelbeleuchtung und in den Kofferraum passt auch nur ein Kabinen-Trolley bzw. 2 Kisten Malzbier. Na? Gemerkt? Kritikpunkte zu finden war wahrlich schwer, denn so ein Fahrzeug beschleunigt sich innerhalb von wenigen Sekunden direkt in das automobile Herz.

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Erstellt in: Angetestet, Audi, Auto-Blog, Concept Studien, Fahrberichte, Sportwagen / Getaggt mit: AMOLED Innenspiegel, AMOLED Rückspiegel, Anhängerkupplung R8, Audi, Audi R8, Audi R8 Berlin, Audi R8 e-Tron, Audi R8 etron, Elektro R8, Federn aus GFK, GFK Blattfedern, GFK Federn, Iron Man Audi, LED Rückspiegel, R8 e-tron, R8 etron

Fahrbericht: Audi Q3 2.0 TDI quattro S tronic

23. Mai 2013 10:07 / 4 Kommentare / Jens Stratmann
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Der Audi Q3 hat ein cw-Wert von gerade mal 0,32!Das liegt an den zahlreichen kleinen Verbesserungen wie z.B. kleinen Abrisskanten, kleine Spoilerlippen oder aber auch dem Wagenboden vom Audi Q3, der fast glattflächig ist. Er ist also strömungsoptimiert – nicht bei jedem SUV haben die Hersteller das in den Fokus bei der Entwicklung gesetzt.

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Setzt man sich erstmal in 4,39 Meter langen Audi Q3 sitzt man vorne bequem, hat ausreichend Platz und eine gute Kopffreiheit. Eine bequeme Sitzposition hat man sich schnell eingestellt und die Sportsitze würde ich durchaus als Langstreckentauglich bezeichnen. Unser Testfahrzeug war mit einem 7-Gang Doppelkupplungs-Getriebe ausgestattet. Das wäre auch bei einem eventuellen Kauf meine erste Wahl, denn irgendwie habe ich es dem Getriebe zu verdanken, dass der Audi Q3 mit einem Verbrauch von knapp unter 7 Litern nicht sehr viel mehr verbraucht hat, als im NEFZ-Wert ermittelt. Trotz nicht wirklich sparsamer Fahrweise konnte ich den Audi Q3 zwischen 6,4 und 7 Litern bewegen, das hat mich schon beeindruckt. Die beiden Schaltwippen am Lenkrad ermöglichen manuelle Eingriffe in die Gangauswahl, doch in den meisten Fällen habe ich die S-tronic schalten und walten lassen.

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Fahrbericht: Toyota Hilux 3.0 Diesel – Doppelkabine

23. Mai 2013 09:16 / Hinterlassen sie einen Kommentar / Jens Stratmann
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Im Jahr 2011 (besser gesagt im Dezember 2011) bekam der Toyota Hilux ein Facelift. Grund genug dem Pick up mal eine Chance zu geben. Toyota stellte uns (Jan und mir) einen Toyota Hilux 3.0 D-4D als Doppelkabine zur Verfügung. In der Ausstattung Executive hat man ganz nach oben ins Regal gegriffen, es fehlte eigentlich nur noch die Automatik – wir durften allerdings schalten und somit selber die Gangauswahl verwalten. Eines vorweg, heute gibt es nur ein Foto für euch, denn ihr dürft euch gerne ein paar weitere Highlights im Video ansehen.

Mit einem Grundpreis von unter 40.000 Euro liegt der Pick Up nicht unbedingt im Bereich der günstigen Fahrzeuge (in der Ausstattung) jedoch glänzt der Toyota Hilux ja bereits seit mehreren Jahren durch seine Zuverlässigkeit (gerade an Orten wo es wirklich darauf ankommt sicher von A nach B zu kommen).

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Angetestet: Mercedes-Benz E 400 Cabrio Fahrbericht

16. Mai 2013 08:21 / Hinterlassen sie einen Kommentar / Jens Stratmann
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Ja, es ist ein MOPF! Eine Modellpflege! Doch anstatt nur etwas an der Karosserie zu feilen hat Mercedes-Benz gleich noch die Assistenzsysteme der neuen S-Klasse (welche gestern Abend in Hamburg präsentiert wurde) mit eingepackt. “Intelligent Drive” nennt der Hersteller die zukunftsweisende Technologie die nicht nur die Insassen sondern auch andere Verkehrsteilnehmer schützt. Unfälle mit anderen querenden Fahrzeugen oder aber mit Fußgängern sollen vermieden werden, der aktive Spurhalte-Assistent hilft dem Fahrer in seiner Fahrspur zu bleiben und dazu greift das Fahrzeug gerne auch mal aktiv ein. Gute Sicht? Nicht immer gewährleistet. Bei der Mercedes-Benz E-Klasse gibt es ein blendfreies Dauerfernlicht, welches durch eine ausgeklügelte Technik dafür sorgt das andere Verkehrsteilnehmer blendfrei entgegen kommen (oder vorwegfahren) können.

Was ist sonst neu? Unter der Motorhaube finden sich neue (und effizientere) 4-Zylindermotoren, behutsam wurde das Fahrzeug (sprich das Mercedes-Benz Cabriolet) an die neue Formensprache des Herstellers herangeführt. Die neue Front mit den neuen Scheinwerfern, die neue Stoßstangen, die lange Motorhaube und die gestreckte Seitenlinien. Tradition trifft moderne, markante Linien. Die neue E-Klasse wirkt dynamischer, sportlicher und jünger. Im Innenraum hingegen ist das Fahrzeug ein typischer Mercedes: Tür auf, wie Zuhause fühlen! Die E-Klasse zeigt sich exklusiv und luxuriös und erlaubt sich im Innenraum keine Mängel.

Mit dem E-Klasse Cabriolet macht Mercedes alles richtig, denn man versucht dieses Fahrzeug nicht als fünfsitziges Cabrio zu verkaufen. 4 Personen haben ausreichend Platz, also ist das Fahrzeug auch für vier Personen gedacht.

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Die Seitenscheiben sind voll versenkbar, alles andere wäre für mich auch ein No-Go gewesen. Dank des Akustik-Verdecks, welches laut Hersteller mit einer besonders hochwertiger Dämmung ausgestattet wurde, erreicht die E-Klasse das niedrigste Geräuschniveau seiner Klasse. Bei Geschwindigkeiten über 40 km/h fährt im Rahmen der Frontscheibe das sogenannte AIRCAP-System automatisch aus. Mercedes weiß vermutlich, dass diese “Windlamelle” nicht sonderlich zur Attraktivität des Fahrzeuges beiträgt und lässt dieses bei Geschwindigkeiten unter 15 km/h wieder automatisch einfahren. Ich gestehe: Ich mag diese Lamelle nicht, die Tatsache, dass die im Stand nicht zu sehen ist gefällt mir daher sehr. Intelligent gelöst ist die Technik allerdings, merkt das Fahrzeug, dass hinten Personen sitzen (geschlossene Gurte im Fond) passt sich die Windlamelle automatisch an und auch das Windschott zwischen den Kopfstützen reagiert auf die Sitzsensoren. Optional gibt es eine Kopfraumheizung, AIRSCARF genannt. Über die hätte man sich vermutlich bei dem langen Winter den wir nun hatten sehr gefreut.

Kommen wir kurz zu den Assistenzsystemen: Durch die Stereo-Kamera im Bereich des Innenspiegels kann das Fahrzeug ca. 50 Meter weit “räumlich” sehen. Die Steuergeräte der E-Klasse errechnen dann aus diesen, und den Daten der Radarsensoren, die Positionen von anderen Fahrzeugen, Fußgängern etc. und kann so ggf. Gefahrensituationen vermeiden. Bei der Sicht nach vorne schränkt dieses System etwas ein, die Technik muss schließlich in der Windschutzscheibe untergebracht werden, mich hat das bei meiner Größe (1,75m) und meiner Sitzposition allerdings nicht gestört!

In Deutschland ist das E-Klasse Cabriolet mit einem adaptivem Bremsassistenten und einem Aufprallwarner ausgestattet. Ebenfalls gibt es die berühmte Kaffee-Tasse, die durch eine ausgefeilte Sensorik ermittelt ob der Fahrer langsam Ermüdungszustände zeigt oder noch fahren kann. Dabei greift das Fahrzeug auf zahlreiche Sensoren zurück und vergleicht diese mit den “normalen” Werten.

Optional gibt es die Distronic Plus mit Lenk-Assistent. Damit beherrscht das Fahrzeug ein Staufolgefahren. Sprich es wird automatisch gebremst und auch wieder beschleunigt. Gerade für Vielfahrer sicherlich ein Feature mit Mehrwert. Mit der Pre-Safe Bremse kann das Fahrzeug Fußgänger erkennen und durch eine autonome Bremsung (bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h) den Aufprall vermeiden. Ausprobiert haben wir das allerdings nicht. Viele Hersteller bieten inzwischen aktive Park-Assistenten an, auch die E-Klasse kann automatisch in Längs- und Querparklücken einparken wenn diese ausreichend groß sind und vom System erkannt werden.

Verkehrszeichenerkennung! “Wie schnell darf ich hier?” Dafür reicht ein Blick auf den Tacho, denn dort wird die Höchstgeschwindigkeit angezeigt (falls richtig erkannt). Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung kann das Fahrzeug optisch und akustisch warnen, eigentlich müsste so ein Assistenzsystem in jedes Fahrzeug um ungewollte Falschfahrten zu vermeiden. So warnt das System und dank dem Wendekreis von gerade mal 11 Metern kann man dann noch schnell umdrehen. Begeistert war ich bei der Probefahrt wie gut inzwischen (ja, man muss gestehen, dass war nicht immer so) diese Technik funktioniert.

Für das Mercedes-Benz Cabriolet der E-Klasse steht ein breites Angebot an Benzin- und Dieselmotoren zur Wahl. Alle sind aus Effizienzsgründen mit dem ECO Start-Stopp-System ausgerüstet. Zur Verfügung stehen sechs Ottomotoren mit 135 kW (184 PS) bis 300 kW (408 PS) sowie drei Dieselmotoren mit 125 kW (170 PS) bis 195 kW (265 PS). Die neuen BlueDIRECT Vierzylinder-Benzinmotoren erfüllen bereits jetzt die EU6 Norm, die ab 2015 gilt.

“Ebenfalls zu den BlueDIRECT Benzinmotoren gehören die bereits bekannten V6- und V8-Motoren. Neu ist ein Sechszylinder, der zum ersten Mal auch als E 400 mit Biturbo-Antrieb angeboten wird. Dieser Motor setzt mit seinem Leistungspotenzial und seinem enorm hohen Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen neue Maßstäbe im Sechszylinderbereich und erfüllt ebenfalls die Abgasstufe EU6. Der Sechszylinder-Dieselmotor von Coupé und Cabriolet ist als BlueTEC Modell mit der bekannten SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) ausgerüstet und erfüllt damit die Abgasnorm nach EU6.”

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Geschaltet wird im Mercedes-Benz Cabriolet entweder über ein 6-Gang Schaltgetriebe oder über die 7G-Tronic Plus, sprich der Automatik. Wer mag kann dann über die Schaltwippen schalten. Serienmäßig gibt es im Cabriolet das Agility Control Fahrwerk, welches mit einem selektivem Dämpfersystem ausgestattet ist. Das bedeutet: Die Stoßdämpfer passen sich an die jeweilige Beschaffenheit der Fahrbahn an. Wer mag kann optional auch ein Fahrwerk haben welches straffer abgestimmt ist und bei dem man ebenfalls noch in die Fahrdynamik eingreifen kann. Der Fahrer hat die Wahl, kann die Dämpfung elektronisch regeln und ebenfalls die Gaspedalkennlinie und die Schaltpunkte des Getriebes “schärfen”. Das Comand Online System, mit dem großen Farbdisplay, muss ich nicht mehr vorstellen, oder? Das hat es (allerdings auch preislich) in sich. Auch wenn Mercedes-Benz die Nutzer immer noch nicht “touchen” lässt, gefällt mir dieses Infotainmentsystem immer noch am Besten im Vergleich zu den Mitbewerbern. Ich kann es einfach “blind” bedienen und muss auch nicht nach rechts drehen um mich auf dem Display nach links zu bewegen ;).

Die Preise starten ab 47.600 Euro für das Cabriolet. Im Juni stehen die ersten Fahrzeuge bei den Händlern der Nation zur Abholung bereit. Ein E 500 (mit 4,7 Liter V8, 408 PS und 600 Nm beschleunigt innerhalb von 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h… und bringt mit einem Basispreis von 75.327 Euro gerade meine Traumblase zu platzen.  Der gefahrene E 400 V6 ist etwas günstiger, fährt sich sehr kultiviert und man könnte sogar “sparsam cruisen”. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h und Beschleunigungswerten von ca. 5-6 Sekunden von 0 auf 100 km/h dürfte dieser Motor sich gerade im Cabrio sehr gut machen auch wenn ich sonst immer einen V8 nehmen würde (wenn ich das nötige Kleingeld hätte). Mit einem Kofferraumvolumen von 300-390 Litern reicht der Gepäckraum durchaus aus für eine Wochenend-Spritztour und mal Hand aufs Herz, mit einem Cabrio möchte man ja schließlich keine Umzüge unternehmen.

Die Ablageflächen im Innenraum sind etwas klein, in die Türtaschen bekommt man z.B. keine Liter-Flaschen hinein. Dafür hat Mercedes-Benz “Netze” am Mitteltunnel angebracht wo man diese verstauen kann. Ich kann mich nur wiederholen: Best Life is Cabrio Drive – da entscheidet oft noch das Herz und nicht der Verstand und oft wird auch der Weg zum Ziel. Unser Ziel war Sylt um dort das Mercedes-Benz Coupé der E-Klasse zu fahren, doch darüber berichte ich ein anderes mal! Heute gibt es hier nicht viele Fotos, sondern ein langes Video mit vielen Impressionen und natürlich haben Jan Gleitsmann und meine Wenigkeit euch auch viele Features der neuen E-Klasse erklärt:

…und die Angetestet-Fragen wird auch das Coupé beantworten, denn da werde ich dann noch mal auf die “Unterschiede” zum Cabrio eingehen!

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Angetestet: Skoda Octavia Combi Fahrbericht

14. Mai 2013 06:35 / 12 Kommentare / Jens Stratmann
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Skoda Octavia gewinnt im Auto Bild Vergleichstest gegen die Mercedes-Benz C-Klasse. Puh! Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, hat man da nicht eventuell Äpfel mit Birnen verglichen? Ich möchte nun gar nicht irgendeine Marken-Brille aufsetzen, aber darf man das? Darf man ein Fahrzeug, welches sich preislich deutlich günstiger positioniert und somit eine komplett andere Zielgruppe anspricht? Scheinbar geht heutzutage fast alles und so bin ich nun nach München geflogen um mir ein Bild von dem neuen Skoda Octavia Combi zu machen. (die Mercedes-Benz C-Klasse bin ich als T-Modell ja bereits gefahren und somit kann ich diesen Vergleichstest sehr gut “nachempfinden”). Es ist natürlich etwas gemein, ein nigelnagelneues Fahrzeug wie dem Skoda Octavia Combi gegen ein bereits bestehendes Modell (welches seit 5 Jahren auf dem Markt ist und demnächst ein Modellwechsel bekommt) antreten zu lassen, aber wir sind nicht bei Wünsch dir was, sondern bei so ist es.

Der Tester der Auto Bild (Stefan Voswinkel) lobte bei der Vergleichs-Bewertung die bessere Raumausnutzung und das damit verbundene größere Platzangebot in zweiter Reihe und im Kofferraum. Ja, da punktet ohne Frage der Skoda Octavia, denn mit einem Volumen von 610-1740 Litern setzt der Combi (schreibt man bei Skoda so) eine Benchmark. Gefühlt war beim Mercedes-Benz der Kofferraum nach dem umlegen der Rücksitze allerdings etwas ebener, aber das kann täuschen. Der Vorteil für ältere Damen und Herren liegt übrigens beim Mercedes, denn die Ladekante ist niedriger!

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Unbestritten dürfte sein, dass beim Mercedes-Benz der Innenraum etwas wertiger, ja wenn nicht sogar hochwertiger erscheint. Irgendwie muss sich der Preisunterschied ja auch bemerkbar machen. Den neuen Skoda Octavia Combi kann man schließlich ab 16.640 Euro bestellen (Basis) und beim Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell geht der Reisespaß erst ab 34.897 Euro los. Hier dürften dann nun wirklich einige Controller ins Rechnen kommen, vor allem wenn man die Leasing-Raten mal gegenüberstellt. Gerade im Flotten-Geschäft / Firmenwagenbereich dürfte der Skoda Octavia Combi diesen Trumpf ausnutzen.

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Die “simply” cleveren Details wie die neuen Cargo-Elemente (kleine Kunststoffecken zum fixieren von Koffern im Laderaum), den Eiskratzer hinter dem Tankdeckel und dem Platz für die Sicherheitsweste darf man als Pluspunkt werten, bei Mercedes-Benz finde ich die Schalter der Fensterheber und die Bedienung des Infotainmentsystems etwas besser gelöst. Auch die Taster auf dem Lenkrad sagen mir in Stuttgart etwas besser zu, aber das ist Geschmacksache, darüber sollte man nun wahrlich nicht streiten. Unbestritten ist der Skoda Octavia Combi ein 1A Fahrzeug für Geschäft, Familie und Freizeit und das zu einem Preis, welchen man wirklich bezahlen kann. Wer etwas mehr Luxus möchte (und das auch bezahlen kann) der fühlt sich in einem Mercedes-Benz sicherlich auch “wie zuhause”, denn dort wo der Skoda Octavia aufhört, fängt die Aufpreisliste von Daimler erst an und ich gehe jede Wette ein, dass im kommenden Vergleichstest der Auto Bild die (dann) neue Mercedes-Benz C-Klasse gegen den Octavia gewinnen würde. Woran das liegt? Die Innovationen und die Entwicklungen stehen nicht still, das haben wir ja auch beim Octavia gesehen, durch konsequenten Leichtbau und den Einsatz von Bauteilen aus dem Konzern ist ein wundervolles Fahrzeug entstanden, welches zur Zeit in der Tat mit breiter Brust sich gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen kann. Das liegt beim Octavia sicherlich auch daran, dass das Fahrzeug nun leichtfüßiger daherkommt, das schlägt sich im Verbrauch und natürlich auch im Handling nieder. Der Octavia wiegt gegenüber dem Mercedes-Benz fast 200 kg weniger und auch wenn Downsizing beim Fahrer anfängt, dass kann man doch nicht mehr vergleichen, oder? Deswegen steige ich nun aus dem Vergleich aus und schaue mir weiter die Highlights vom Skoda Octavia Combi an:

 Das Fahrwerk? Sportlich straff ohne unkomfortabel zu wirken! Die Sitzposition? Vorne und hinten hervorragend, bei einer Körpergröße von 1,75 habe ich nicht nur genug Platz sondern auch ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Der Fahrersitz lässt sich optimal einstellen und auch eine ansprechende Lenkradposition habe ich schnell gefunden.

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Der neue Skoda Octavia Combi ist mit zwei Dieselmotoren und einem Benziner auch als Allradversion erhältlich. Als Diesel sind ein 1,6 TDI 77 kW (105 PS) und ein 2,0 TDI 110 kW (150 PS) verfügbar, als Benziner steht der 1,8 TSI 132 kW (180 PS) zur Verfügung. Für die Fahrstabilität soll die EDS (elektronische Differenzialsperre) sorgen die an der Vorder- sowie an der Hinterachse aktiv ist. Skoda setzt eine Haldex-5 Kupplung ein, diese ist so programmiert, dass im normalen Fahrbetrieb die Vorderachse angetrieben wird. Nur bei Bedarf wird die Hinterachse hinzugeschaltet, das hilft Kraftstoff zu sparen. Ist die Kupplung “entkoppelt” entsteht eine geringere Verlustreibung und wir wissen ja alle, wie das so mit der Reibung aussieht. Sobald mehr Drehmoment auf der Hinterachse erforderlich ist oder die Räder mehr Grip brauchen, schaltet die Elektronik in Sekundenbruchteilen die Hinterräder zu. Während die Haldex-Kupplung also als Längssperre fungiert, hat die elektronische Differenzialsperre die Funktion der Quersperre. Diese unterstützt das gleichmäßige und komfortable Anfahren auf unterschiedlich griffigen Fahrbahnoberflächen: “Dreht ein Rad durch, wird die Antriebskraft an das gegenüber liegende Rad übertragen. Dabei bremst die Technik das durchdrehende Rad gezielt ab und sorgt für einen Krafttransfer zu dem besser greifenden Rad.” – Clever Sparen! Durch diese Technik verschleißen die Reifen weniger! Entscheidet sich der Skoda Octavia Combi Käufer für ein DSG-Getriebe, bekommt er automatisch einen Berganfahrassistenten mitgeliefert.

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Genug 4×4 Technik (obwohl, mein Bauchgefühl mir schon sagen würde, dass ich den 2.0 TDI mit 150 PS als 4×4 oder aber den 1.8 TSI mit 180 PS als 4×4 bevorzugen würde, nachdem ich den 320 Nm starken Frontriebler gefahren bin), nachfolgende Fakten sind unabhängig vom Antrieb. Genau wie die Limousine setzt Skoda auch beim Combi die Sicherheitsassistenzsysteme ein die früher nur dem Mutter-Konzern “genehmigt” waren. Damit wird der Skoda Octavia Combi zum richtigen Volkswagen und ich prophezeie auch zum Erfolgswagen! Multikollionsbremse, Notbremsfunktion für die Stadt, Müdigkeitserkennung, erhöhter Insassenschutz, Spurhalteassistent und bis zu neun Airbags die im Falle eines Unfalles die Insassen schützen sollen.

Mit einer Länge von 4,66 Metern und einem Radstand von 2,69 Metern bietet er nicht nur gefühlt viel Platz. Die Ladekantehöhe liegt mit 63 cm im “Rahmen”, die hinteren Rücksitze lassen sich vom Kofferraum aus entriegeln und geben anschließend den kompletten Nutzraum frei. Mit einer möglichen Zuladung von bis zu 645 kg wird aus dem Combi ein Transporter, mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 1,8 Tonnen zum Lastenschlepper und die Dachreiling (die bei einem Combi natürlich vorhanden sein muss) kann man bei Bedarf auch mit 75 kg belasten. Der cw-wert von 0,30 führt sicherlich auch zu den niedrigen Verbrauchswerten die Skoda (laut NEFZ-Wert) angibt. Wir sind den 2.0 TDI gefahren, mit einer Leistung von 150 PS und 320 Nm hatten die Dunlop-Räder bei der Nässe (es hat die ganze Zeit geregnet) häufiger Probleme mit der Traktion. Sprich: Wir waren nicht auf Spritsparkurs unterwegs. Trotzdem stand am Ende der ca. 250 km langen Testfahrt ein Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern auf dem Bordcomputer. Überprüft habe ich ob vorne auch 1-Liter Flaschen in die Türen passen, das funktioniert. Laut Pressemitteilung passen sogar 1,5 Liter Flaschen! Der Fahrer und der Beifahrer darf also ordentlich Durst bekommen und selber erfahren wer eher anhalten muss. Durch die komplette Motorenpalette soll der Verbrauch zwischen 3,8 und 5,7 Litern auf 100 km liegen. Da soll noch einer sagen, dass dieses ganze Downsizing nichts bringt, wobei ich da immer noch der Überzeugung bin, dass dieses beim Fahrer anfängt. Reduce to the maxximum! Der Skoda Octavia Combi vereint tadelos alle Vorteile von einem Combi, überzeugt durch eine gute Verarbeitung und kann dann auch noch preislich gesehen die Mitbewerber alt aussehen lassen. Glückwunsch nach Tschechien, vor ein paar Jahrzehnten hätte das vermutlich keiner gedacht.

Es sind die vielen kleinen Highlights die aus dem Skoda Octavia Combi ein Kaufempfehlung für Familien und Vielfahrer macht. “Simply Clever” nennt Skoda diese Lösungen die bei Taschenhaltern im Kofferraum anfangen und beim Eiskratzer hinterm Tankdeckel aufhören. Die Verarbeitung ist sicherlich nicht mit Mercedes-Benz zu vergleichen, aber viele andere Mitbewerber um die Gunst der Käufer steckt Skoda mit dem Octavia Combi in die Tasche. Der Kofferraum ist so groß, da könnte man fast ein Harlem-Shake Video drin drehen (ups, Jan – wir haben was vergessen). Selten hatten meine Beine soviel Platz in einem “normalen Kombi”. Ja, der Octavia Combi ist ein bodenständiger Kombi mit allen Tugenden die er haben sollte: Platz, bequeme Sitze und Stauraum. Meine Kaufempfehlung geht raus an alle Familien bzw. Selbstständige, Handelsvertreter oder aktive Menschen, die einfach etwas mehr Platz brauchen.skoda-octavia-combi-2013-fahrbericht-test-blog-beitrag-4x4

Hab ich auch Kritikpunkte? Nein! Ich hätte nur noch Wünsche für den Nachfolger. Da hätte ich gerne ein 7-Gang DSG (im Skoda Octavia 2.0 TDI ist das 6-Gang verbaut), dazu hätte ich dann gerne noch die Möglichkeit mit dem Infotainmentsystem ins Internet zu gehen. Eventuell sind es noch die Spiegel die ich etwas zu klein finde. Das wars… ihr merkt schon, viel zu kritisieren habe ich nach der kurzen Testfahrt nicht gefunden.Selbst an meine geliebte 220V-Steckdose im Fond hat Skoda gedacht, an den Einklemmschutz für die Kinder (Scheiben hinten) und das vollautomatische Einparken hat auch tadellos funktioniert. Die Schildererkennung hat in Deutschland ebenfalls überzeugt, genauso wie der radargestützte Tempomat der die Geschwindigkeit vom vorrausfahrenden Fahrzeug halten kann, automatisch verzögert und wieder beschleunigt. Ein Highlight ist auch der Spurhalteassistent, der autonom das Fahrzeug in der Spur hält sofern das System die Linien erkennen kann. Sowas kann man nicht beschreiben, von solchen Gadgets muss man sich selbst überzeugen.

Video gefällig? Gestern gefilmt, heute Nacht hat Jan es geschnitten und jetzt ist es schon online – mittendrin statt nur dabei, bei unserer Ausfahrt(.TV) mit dem Skoda Octavia Combi:

Uih, das waren viele Worte, jetzt noch schnell die Angetestet-Fragen bzw. die passenden Antworten und da fasse ich mich nun wirklich mal ganz kurz:

Was ist das für ein Typ?

Der perfekte Begleiter für all diejenigen die an der Fleischtheke auch gerne “eine Scheibe mehr” nehmen. Wer ein erhöhten Platzbedarf hat, darf sich dem Skoda Octavia Combi anvertrauen!

Kann ich mich darin sehen lassen?

Ich gebe zu, dass es mal Fahrzeuge von Skoda gab, da hätte ich diese Frage mit einem klaren “Nein!” beantwortet, doch die Zeiten sind lange vorbei. Der neue Skoda Octavia setzt auch intern eine Benchmark, was Haptik und Verarbeitung betrifft!

Ist er praktisch und familientauglich?

Ein ganz klares: Ja!

Höhepunkt:

Definitiv der Kofferraum, dank der Umklappfunktion aus dem Kofferraum ist dieser wirklich sehr gut nutzbar. Die Ladekante mit einer Höhe von 61cm stört mich (mit einer Körpergröße von 1,75m gar nicht.

Tiefpunkt:

Ich finde die Außenspiegel etwas zu klein, aber irgendwas ist ja immer!

Kann ich ihn mir leisten?

Zwischen 20.000 und 30.000 Euro muss man für einen gut ausgestatteten Skoda Octavia Combi schon investieren, für Familien (die eventuell auch noch gebaut haben) sicherlich keine kleine Summe, für Unternehmen dafür vermutlich eine Lachnummer (wenn man sich die Leasingraten anschaut). Mehr Auto für den gleichen Preis muss man erst einmal finden.

Fazit:

Man merkt schon, dass ich von dem Skoda Octavia Combi angetan bin, oder? Ein ausführlicher Familientest ist bereits vereinbart und dann werde ich feststellen ob der schöne erste Schein doch trügt und ob ich eventuell doch noch ein paar Kritikpunkte finde, gelobt habe ich den Volkswagen aus Tschechien ja nun genug.

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