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Fotos vom Mercedes-Benz GLA

Mmmh, ganz schön viel Mercedes-Benz GLA Content hier in den letzten Tagen, oder? Das liegt natürlich auf der einen Seite an der guten Versorgung mit News des Herstellers, an meinem grundsätzlichen Interesse an dem Fahrzeug und auf der anderen Seite, dass mein Kollege Jan Gleitsmann vor Ort in Shanghai ist und mich mit Fotos versorgt hat. Hier also ungeschönte Bilder, direkt von der Vorabendpräsentation von Mercedes-Benz:

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Die Scheinwerfer mit Laser-Beamer muss man vermutlich live erlebt haben um diese richtig bewerten zu können, für mich ein schöner Blick in die Zukunft auch wenn ich die leicht bläuliche Farbe der Scheinwerfer nicht mag.

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Auf dem Dach sind übrigens nicht einfach nur so zwei Lampen montiert, daneben verstecken sich Action-Cams die auch während der Fahrt filmen könnten. Durch die doppelte Ausführung und dem dementsprechend versetzen Winkel kann so ein 3D-Effekt entstehen, bzw. 3D Filme erstellt werden.

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Der GLA ist natürlich eine aufgeblasene A-Klasse, schließlich basiert das Fahrzeug auf dem Modell, nutzt zahlreiche Bauteile und auch unter der Motorhaube steckt die Technik vom A 250 Sport bzw. vom CLA 250.

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Die 20″ Felgen mag ich, die mag ich wirklich und ich hoffe, dass diese Felgen so – oder so ähnlich – auch beim serienmäßigen Modell zum Einsatz kommen werden. Die Welt ist reif für 20″ Felgen, von mir aus auch 21″.

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Der Innenraum wird später anders aussehen, die Aussenspiegel und die Türgriffe bestimmt auch, hoffentlich setzen sich die Rückleuchten durch, denn die finde ich äusserst attraktiv.

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Wer braucht einen Mercedes-Benz GLA? Die Kunden die sich jetzt auch schon für einen kompakten SUV entscheiden, aber einen Mercedes haben wollen. Bei Mercedes-Benz ist man zuversichtlich und auch ich bin der Meinung, dass der GLA in einigen Ländern zum Erfolg wird. Ob Deutschland reif ist für einen Mercedes-Benz GLA? Weiß ich nicht!

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Fotos: © Jan Gleitsmann – auto-geil.de

Weitere Beiträge zum Mercedes-Benz GLA: Fakten Mercedes-Benz GLAMercedes GLA 45 AMG


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Angetestet: Audi RS6 Avant

Audi RS6 Avant – alleine die beiden Buchstaben RS versprechen doch Rennsport-Charakter oder? Heute durfte ich überprüfen ob der Audi RS6 Avant (den RS6 gibt es übrigens nur als Avant, sprich als Kombi) das Versprechen auch hält. Vor zwei Tagen bin ich mit einem BMW M6 Grand Coupé unterwegs gewesen, ebenfalls in München, wir hatten Kaiserwetter. Heute hatte Petrus nicht unbedingt gute Laune und uns so etwas die Probefahrt verhagelt. In 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, also schneller als der BMW M6 Grand Coupé und etwas langsamer als der vermutlich direkte Mitbewerber ( Mercedes-Benz E 63 AMG S ) – ein Wert der sich trotzdem mehr als nur sehen lassen kann.

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Mit dem Dynamikpaket Plus könnte der Audi RS6 Avant über 300 km/h schnell sein und das obwohl er jetzt “nur” noch 560 PS aus 4 Liter Hubraum kitzelt. Dabei erzeugt der V8 Biturbomotor allerdings einen sehr schönes Klangbild, wenn die Automatik zurückschaltet. Er bollert halt etwas – kann man mögen, muss man nicht – ich mag es. 700 Nm reißen an der Kurbelwelle und wollen unbedingt über die 4 Räder vom quattro Antrieb die Straßen erobern. Der quattro Schriftzug an der Front signalisiert dem Vordermann: “Aus dem Weg, ich brauche Platz…” und diesen Anspruch untermauert der Audi RS6 Avant durch große Lufteinlässe.

Die Kraft des Motors wird über eine 8 Gang Tiptronic geschaltet, optional kann man Eingriff nehmen oder alles der Elektronik überlassen. Natürlich verfügt der Bolide über die Möglichkeiten den Fahrmodus anzupassen. Die Lenkung kann per Knopfdruck geschärft werden, das Fahrwerk etwas straffer ausgelegt werden und auch die Gasannahme wird per Knopfdruck modifiziert. Dynamik nennt sich der sportliche Fahrmodus. Während sich die technischen und elektronischen Helferlein bemühen die Kraft auf die Straße zu bekommen muss der Fahrer nur noch eines machen: Den Markus Song “Ich will Spaß ich geb Gas” hören und Spaß haben!

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Ja, der RS6 Avant macht Spaß! Ja, der RS6 Avant ist giftig! Ja, der RS6 Avant geht nach vorne! Mit scheinbar unbegrenzten Kraftreserven schiebt sich der Pampersbomber nach vorne, lässt alles hinter sich und wäre somit das ideale Fluchtfahrzeug. Nein, nicht für einen Banküberfall, sondern um einfach mal aus dem Alltag zu flüchten, mal den Kopf frei machen, einfach mal wieder fahren, weil man fahren möchte. Dank dem Kofferraumvolumen von 565 Litern und ausreichend Platz auf den hinteren Plätzen kann man sogar die Familie mitnehmen, auch wenn ich persönlich mit Kindern an Bord nicht die Höchstgeschwindigkeiten ausreizen würde. Er kann halt beides, langsam cruisen, rasant fahren und dabei auch noch eine Menge transportieren. Er bleibt komfortabel, per Knopfdruck wird zwar alles etwas sportlicher aber nicht knüppelhart. Das Gewicht von 2 Tonnen kann man nicht wegdiskutieren, vor Kurven sollte man rechtzeitig das Gas wegnehmen und hineinbremsen aber wem erzähle ich das? Auf deutschen Landstraßen fährt man schließlich nie schneller als Tempo 100!

In den Radkästen drehen sich übrigens 20″ bzw. 21″ Felgen, dahinter verstecken sich entweder 390er Bremsscheiben die von der Brembo-Bremsanlage herzlich gedrückt werden (wenn der Fahrer es will) oder 420er Keramik-Bremsscheiben die nicht nur sportlicher aussehen sondern auch länger durchhalten und wirklich kraftvoll zupacken.

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Heute war ich ohne Familie unterwegs. Ab auf die Autobahn! Fuß aufs Gas: 20,40,60,80,100… sind das da Schmetterlinge in meinem Bauch? 120, 140, 160, 180, 200, 220 … puh, 240, 260, 280… Fuß auf die Bremse! Die gut dimensionierten Spaßbremsen verzögern das Geschoss sicher und auch die Reifen leisten einen guten Dienst. Den Motor spürt und hört man erst so richtig schön wenn er Drehzahl bekommt, eigentlich schade, denn so ein V8 Klang würde ich als wunderschön bezeichnen. Für einen wohlklingenden V8 verzichte ich gerne auch mal auf das Radio / Infotainmentsystem. Das funktioniert im Audi RS6 Avant natürlich auch tadelos.

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Audi selbst gibt den NEFZ-Wert vom Audi RS6 Avant mit 9,8 Litern auf 100 km an, realisiert wird dieser Wert durch Zylinderabschaltung (aus dem 8 Zylinder wird dann ein 4 Zylinder), durch eine Start-Stop Automatik und durch weitere technischen Feinheiten. Ich muss keinem erzählen, dass dieser NEFZ-Wert heute nicht erreicht wurde, oder?

Wie gewohnt, die typischen Angetestet Fragen:

Was ist das für ein Typ?

Ein Familienkombi auf Steroiden? Ein mit Muskeln bepackter Transporteur, der nur darum bettelt: “Bring die Sachen von A nach B – doch fahr mit mir”. Dabei gibt er sich gar nicht so unsagbar aufdringlich. Was die Optik verspricht hält dich Technik, im Klang ist er sehr zurückhaltend wenn man es nicht krachen lassen möchte.

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Kann ich mich darin sehen lassen?

Ein Kombi ist ein Kombi, daran ändert auch der Sportanzug nichts. Wer auf keinen Fall einen Kombi haben möchte, der kann sich mit diesem Fahrzeug auch nicht sehen lassen. Wer sich für die großen Lufteinlässe, die breiten Backen und die großen Räder schämt oder den Neid der Nachbarn nicht abgekommen möchte, der sollte sich eventuell bei den Konzernbrüdern umsehen, dort gibt es einen VW up, einen Seat Mii oder einen Skoda Citigo zu dem Preis, den man hier für die Zubehörliste investieren möchte.

Ist er praktisch und familientauglich?

Defintiv! Bei dem Kofferraumvolumen und dem Platzangebot ist der Audi RS6 Avant sicherlich der Traum von jedem Familienvater, von den Kindern und vom Kegel. Vermutlich freut sich sogar der Hund wenn er hier im Kofferraum chauffiert wird. Problematisch dürfte es dann eher werden wenn es um die Tankabrechnungen und den Anschaffungspreis geht, aber irgendwas ist ja immer.

Höhepunkt?

Das Gefühl wenn man realisiert hat, dass man in einem Kombi sitzt der fast genauso schnell ist wie der Audi R8, dabei aber noch 2-3 weitere Personen plus mehr Gepäck dabei haben könnte.

Tiefpunkt?

Schiele ich rüber nach Stuttgart zum E 63 AMG S sehe ich dort einen Kombi der zwar etwas teurer ist, aber auch etwas mehr bollert und den typischen V8 Sound mitbringt. Da hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht, so wie ich bei Metzger auch gerne eine Scheibe mehr mitnehme. Ihr merkt schon, das ist jammern auf allerhöchstem Niveau, denn mit dem Audi RS6 Avant hat der Ingolstädter Hersteller einen Kombi auf die Räder gestellt, der definitiv in der allerhöchsten Liga mitspielt und da sind oftmals ganz andere Dinge kaufentscheidend. Ich habe beim Audi RS6 Avant keinen richtigen Tiefpunkt gefunden, persönlich hätte ich halt gerne noch mehr Klang gehabt, aber das ist Geschmacksache und darüber soll man bekanntlich nicht streiten.

Kann ich Ihn mir leisten?

Los geht der Fahrspaß hinterm Frontscheibenglas bei etwas über 107.000 Euro, wie gerade schon erwähnt – nach oben sind kaum Grenzen gesetzt, schnell versenkt man noch mal den Gegenwert von einem Kleinstwagen, ach was sag ich Kleinwagen in den Sonderausstattungen – aber spielt bei so einem Fahrzeug Geld eigentlich eine Rolle? Ich denke nicht!

Fazit: Der Audi RS6 Avant macht ebenfalls süchtig. Süchtig nach mehr und das ist das fiese, denn diese Sucht kann ich aktuell nicht befriedigen, ob es dafür wohl ein Gegenmittel gibt? Mein Führerschein dürfte allerdings froh darüber sein, denn ich muss gestehen, dass man schnell auf 180 ist in so einem Fahrzeug, vor allem wenn die linke Spur nicht frei ist bzw. notorische Linksfahrer diese blockieren.

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Meine Glaskugel verspricht: Der Mercedes-Benz GLA 45 AMG kommt 2014 auf den Markt!

Ich habe heute meine Glaskugel etwas poliert, dort habe ich nachfolgendes kommen sehen: Ein kompakter SUV auf der Basis der neuen Mercedes-Benz A-Klasse (oh, damit wird dann wohl der Mercedes-Benz GLA gemeint sein, der gerade in Shanghai als Studie gezeigt wird). Unter der Haube hatte das Fahrzeug allerdings nicht die 211 PS Version vom 2.0 Liter Turbo Benziner, sondern den Antrieb aus dem CLA 45 AMG bzw. dem A 45 AMG. Sprich 360 PS aus 2.0 Liter Hubraum. Realisiert wurde das durch das obligatorische AMG Tuning, sprich auch der Motor vom GLA 45 AMG wird von Hand hergestellt, getreu dem Motto: One Man – One Engine!

Mercedes-Benz GLA Showcar Studio; 2013

450 Nm liegen bei dem Motor an der Kurbelwelle an, die Kraft geht dann beim GLA 45 AMG über das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier Räder, denn natürlich verfügt auch der GLA 45 AMG über die 4MATIC. In den Radkästen werden sich 20″ Felgen drehen, dahinter große Bremsanlagen um den Vortrieb auf Wunsch zu verzögern. Am Heck? Da werden die sowieso schon formschönen Endrohre durch AMG typische Endrohre ersetzt. Der GLA 45 AMG wird entgegen seiner Bestimmung um 15-20 mm tiefer gelegt um den Schwerpunkt etwas tiefer zu setzen. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei Tempo 250 km/h liegen und nicht nur mit diesem Wert wird sich der GLA 45 AMG ganz weit vorne platzieren.

Der CLA 45 AMG feierte seine Premiere in New York, also gehe ich nun davon aus, dass der GLA 45 AMG im Land der fernen Sonne gezeigt wird. Ich tippe auf China! China 2014 und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses Fahrzeug dort auch gut ankommen könnte, nicht nur wegen dem Tankdeckel auf der linken Seite.

Die Fotos hier zeigen übrigens die Studie die nun in Shanghai auf der Autoshow 2013 gezeigt wird, bis zur Serie wird es wohl noch etwas dauern. Mein Tipp: Frankfurt, IAA 2013: Serien GLA … und der GLA 45 AMG dann in China – oder halt doch in der Nähe von Chinatown?

Mercedes-Benz GLA Showcar Studio; 2013

Fotos: © Mercedes-Benz / Daimler 2013


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Angestestet: BMW M6 Gran Coupe – Wolf im Schafspelz?

Unter der Motorhaube des viersitzigen und ebenso viertürigen BMW M6 Gran Coupé schlummert ein V8-Triebwerk. Per Tastendruck wird der 560 PS starke Motor aus seinem Schlaf geweckt und darf anschließend sein maximales Drehmoment von 680 Newtonmeter über ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse weiterleiten. Bei der Presse-Fahrveranstaltung hatten Jan und ich die Gelegenheit das Fahrzeug kurz kennen zu lernen, ein Video zu erstellen und Fotos zu machen. Die Zeit verging wie im Flug und nach knapp 2 1/2 Stunden mussten wir das Geschoss wieder abgeben. Trennen kann manchmal so schwer fallen, vor allem wenn man in Deutschland schon mal die Möglichkeit hat so ein potentes Fahrzeug auf Herz und Nieren zu überprüfen.

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Die BMW typischen Nieren habe ich direkt erkannt, auf dem zweiten Blick fallen die doppelten Spangen auf. Ein Stilelement welches sich durch das komplette Design des Fahrzeuges zieht. M-typisch sieht man häufiger doppelt, angefangen von den Speichen in den Nieren über die Doppelspeichenfelgen (20″) bis hin zu der Auspuffanlage die jeweils links und rechts zwei Endrohre vorweise kann.

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Tempo 280 km/h – mehr war nicht drin! Das lag nicht am BMW M6 Grand Coupé, denn das mit dem M-Performance Paket namens “M Driver’s Package” ausgestattet Fahrzeug hätte locker die 300 km/h Mauer durchbrochen. Die Autobahn war einfach zu voll, oder andere Fahrzeughalter fanden halt ebenfalls die linke Spur toll. Ja, sein Revier ist die Autobahn und dabei fährt er sich nicht einmal mörderisch, denn ganz im Gegenteil zu andere Herstellern lässt sich dieses Fahrzeug auch ganz elegant und ruhig fahren ohne damit groß aufzufallen.

Ein gelungener Kompromiss ist BMW gelungen und den Kompromiss merkt man natürlich auch. Der BMW M6 Gran Coupé ist kein Sportwagen, er ist ein sportliches, viertüriges Fahrzeug mit einer hohen Alltags-Tauglichkeit. Hinten genügend Platz für 2 weitere Personen und der Kofferraum schluckt auch noch ein Volumen von 460 Litern, klappt man die Rücksitze um sind es sogar 1265 Liter Stauraum die zur freien Verfügung stehen.

Eine Homage an den Motorsport findet man z.B. auf dem Dach, denn das Dach ziert eine Carbon-Haut. Carbon findet sich z.B. auch beim Heckdiffusor wieder. Die direkt daneben platzierten Auspuffrohre lassen die veredelten Abgase ins Freie. 232 Gramm pro Kilometer CO2 emitiert der BMW M6 Grand Coupé wenn man dem NEFZ-Wert nimmt. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 9,9 Litern auf 100 km. Bei unseren Testfahrten lagen wir ca. 5 Liter drüber, doch ganz ehrlich? Wir haben uns auch nicht wirklich an den EU-Testzyklus gehalten ;). Das Lenkrad ist für meine kleinen Hände etwas zu dick, die Schaltwippen dafür sehr hochwertig. Schnell habe ich eine ideale Sitzposition gefunden, Sitz und Lenkrad ist optimal einstellbar.

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Verzögert wurde unser Testfahrzeug mit der M Carbon-Keramik-Bremse. Die muss bei dem Gewicht von fast 2 Tonnen auch ordentlich zupacken. Bei der kurzen Testfahrt hatten wir leider nicht die Gelegenheit sämtliche Assistenssysteme zu testen und ich lüge auch nicht, wenn wir das Fahrzeug ausschließlich in der Sport Plus Abstimmung gefahren sind. Selbst in der Einstellung würde ich das Fahrwerk (welches über eine dynamische Dämpfer Verstellung verfügt) noch komfortabel bewerten. Das deckt sich mit der Aussage, dass der BMW M6 Grand Coupé kein Sportwagen ist, sondern eher eine sportliche Langstreckenlimousine mit Coupé Form, die man mit Fahrzeugen wie dem CLS 63 AMG vergleichen müsste. Im direkten Vergleich wäre der CLS 63 AMG noch eine Spur “brachialer”, noch einen Tick “sportlicher” und auch etwas “lauter”, wenn mich da meine Erinnerungen nicht täuschen.

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Punkten konnte das M6 Grand Coupé bei mir durch das große Display im Innenraum, durch das HUD (Head-Up Display) und durch die Soft-Close Automatik der Türen. Die ziehen sich leise an, toll wenn man kleine Kinder hat die im Auto noch schlafen. Für einen Ohrgasmus sorgt entweder der V8 wenn er beim runterschalten bollern darf, das Turbo-Pfeifen beim beschleunigen oder halt die optionale Bang & Olufsen Surround Anlage. Das iPhone war (im Stand) schnell gekoppelt, auch wenn kurze Zeit später wieder der Motor für sich sprechen durfte. Auffallend unauffällig ist der Spurwechselwarner, dieser vibriert sehr angenehm im Lenkrad und stört nicht durch nervige Geräusche und auch ansonsten ist es – sofern man das Gaspedal nicht in Richtung Bodenblech drückt – angenehm leise im BMW. Windgeräusche? Abrollgeräusche? Kaum der Rede wert. Mit einer Länge von über 5 Meter und einem Radstand von fast 3 Metern war ich froh über die gut funktionierende Rückfahrkamera, der Wendekreis beträgt 12,5 Meter die Zuladung (nach DIN) liegt bei 535 kg. Getankt werden muss der 4,4 Liter Motor, nicht zuletzt dank der TwinPower Turbo Technologie mit Benzin-Direkteinspritzung und intelligenter Ventilsteuerung, mit Super Kraftstoff der Güteklasse ROZ 98. Mit mindestens ROZ 95 sollte der 80 Liter Tank gefüllt werden. Die 105 Ah Batterie befindet sich im Bereich des Kofferraums.

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Hier ist das Ausfahrt.TV Video zum BMW M6 Grand Coupé:

Wie bei jedem “Angetestet-Beitrag” muss sich nun auch der BMW M6 Grand Coupé den typischen Fragen stellen:

Was ist das für ein Typ?

Ein Wolf im Schafspelz? Klar, wenn man genau hinsieht, dann kann man dem M6 Grand Coupé natürlich die Leistung ansehen. Das M-Paket verspricht nicht, es hält und hält sich dazu noch dezent zurück. Er ist nicht protzig, er ist nicht aufdringlich – ein sehr gut gelungener Kompromiss aus allen was man haben muss.

Kann ich mich darin sehen lassen?

Ohne Frage! Natürlich! Ein elegant gezeichnetes Fahrzeug, hochwertig verarbeitet mit einem potenten Motor unter der Haube, nur diejenigen die gegenüber der Umwelt in dem Fall ein besonders schlechtes Gewissen haben, sollten sich lieber andere Fahrzeuge von BMW ansehen, da gibt es auch was mit Elektroantrieb.

Ist er praktisch und familientauglich?

Wenn der vermögende Familienvater mit Stil auf das BMW M6 Grand Coupé abfährt, dann spricht auch nichts gegen eine Verwendung als Familienfahrzeug. 4 Sitzplätze und ausreichend Kofferraum laden nahezu zu einer Ausfahrt ein.

Höhepunkt?

Das Head-Up-Display (welches in Deutschland übrigens serienmäßig im BMW M6 Grand Coupé verbaut wird) ist sicherlich ein Highlight, denn wer ein solch potenten Motor unter der Haube hat, sollte den Blick nicht von der Straße lassen. Das Display zeigt in die Scheibe projiziert nicht nur die Geschwindigkeit sondern optional auch die Fahranweisungen vom Navi und die aktuelle Höchstgeschwindigkeit an.

Tiefpunkt?

Stellt euch vor ihr fahrt im Sport-Plus Modus, habt richtig viel Spaß und haltet kurz an der Tankstelle an um zu tanken, anschließend muss man wieder die Tasten drücken um den Sport-Modus zu aktivieren und auch die Start-Stop Automatik musste man wieder deaktivieren. Gut für die Umwelt, schlecht für den vermeindlichen sportlichen Autofahrer.

Versicherungsklassen vom M6 Grand Coupé?

Haftpflicht: 19 / Vollkasko: 25 / Teilkasko : 26

Kann ich Ihn mir leisten?

Der Testwagenpreis lag bei etwas über 150.000 Euro, dafür bekommt man in einige Städten von Deutschland bereits eine Wohnung bzw. ein Haus doch damit ist man sicherlich nicht so flott unterwegs. Bei so einem Fahrzeug muss man nicht über den Preis diskutieren, entweder möchte man sich so ein Fahrzeug leisten oder halt nicht.

Fazit: Die Zeit war einfach zu knapp, ich hoffe auf ein Wiedersehen mit dem BMW M6 Grand Coupé, denn ich glaube, ich habe viele Dinge noch nicht gesehen, überprüft, erfahren, erforscht, daher möchte ich hier kein abschließendes Fazit abgeben. Der erste Eindruck war allerdings mehr als nur positiv.

Weitere Beiträge: Sebastian Bauer von passiondriving.de: Power nach Maß, Thomas Gigold: Das Grand Coupé im Test und Kollege Gleitsmann hat direkt aus Shanghai abgeliefert: M6 Grand Coupé Ausfahrt.