So sieht er aus: Der neue Lexus IS 2013

Wieso hatte ich bis dato eigentlich nie den Lexus IS auf den Schirm? Nun muss erst ein Nachfolger kommen um auf das Fahrzeug so richtig Aufmerksam zu werden? “Mit einer Gesamtlänge von 4.665 Millimetern ist der neue IS 80 Millimeter länger und zehn Millimeter breiter als sein Vorgänger. Der vordere Überhang wuchs um nur zehn Millimeter, während der Radstand mit 2.800 Millimetern jetzt 70 Millimeter länger ausfällt.” – so steht es in der Pressemitteilung und schon die ersten Fotos haben mich irgendwie neugierig gemacht. Das liegt wohl auch an dem Frontdesign mit dem “markentypischen Diabolo Kühlergrill” auch wenn ich gestehen darf, dass ich da eher an einen italienischen Rennwagen denke.

“Der neue Auftritt verleiht der Limousine sportliche Eleganz, kraftvolle Präsenz und eine gestärkte Markenidentität. Die straffen, sportlichen Proportionen des neuen Lexus werden von einer ansteigenden Gürtellinie betont. Die Linienführung grenzt die Kabine visuell klar vom Rumpf ab und betont zugleich die breit ausgestellten Radhäuser, die auch aus der Heckansicht entscheidend zum kraftvollen, markanten Auftritt des neuen IS beitragen.”

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Na? Das liest sich doch wie aus dem Lehrbuch für Marketingstrategen, gerade habe ich mich noch gefragt wann man das Wort Gürtellinie noch mal wiederholt und schon kommt es auch: “In der Seitenansicht betont die kraftvolle Gürtellinie den niedrigen Fahrzeugschwerpunkt. Eine schwungvoll vom vorderen Türschweller durch den hinteren Radausschnitt bis zum Rücklicht ansteigende Linie betont die Dynamik.”

Gürtellinie… bei Männern und Frauen oft ein Thema über das man nicht sprechen sollte, beim Auto aber durchaus interessant. Gerade das Design, die breiten Backen und die Linien machen ein Fahrzeug aus und das weiß man auch bei Lexus: “Das Karosseriedesign zeichnet sich durch mehrere erstmals von Lexus verwendete Designmerkmale aus, darunter das neue, markant strukturierte Design der Scheinwerfer, unter denen die markentypisch L-förmigen Tagfahrleuchten separat angeordnet sind. Die neue aktive Motorhaube erlaubt eine flache Frontpartie bei gleichzeitig optimiertem Fußgängerschutz.”

Jaja, der Fußgängerschutz… das ist aber auch fies mit dem Fußgängerschutz bei so flachen Fahrzeugen, da müssen die Entwickler wirklich schon fast zaubern um da noch die Bestwerte zu bekommen. Gezaubert hat man zwar nicht beim neuen Lexus IS, aber gelötet: “Zur klaren, eleganten Linienführung im Stil eines Coupés kommen zwei weitere erstmals eingesetzte Lexus Designmerkmale: Ein neuartiges Falzverfahren an den hinteren Radhäusern gestattet es, die Radausschnitte enger an den Reifen entlang zu führen, so dass die Hinterräder wuchtiger erscheinen. Zudem gestattet ein spezielles Laser-Lötverfahren für die Dachstruktur einen fließenden Übergang vom Dach zu den Seitenteilen der Karosserie ohne unansehnliche Regenrinnen.”

Weg mit den Regenrinnen, wobei die mich nicht stören, denn ich sitz ja in der Regel hinter dem Lenkrad. Wie sieht es denn da aus beim neuen Lexus IS? “Der Innenraum des neuen IS bietet ein ergonomisches und ideal auf den Fahrer zugeschnittenes Umfeld, in dem sich die herausragende Fahrdynamik der neuen Lexus Limousine voll auskosten lässt. Das um den Fahrersitz herum gezogene Cockpit ist eng an den Lexus Supersportwagen LFA angelehnt. Zu den Merkmalen im Stil des Lexus LFA zählen insbesondere das mit griffigem, perforiertem Leder bezogene Sportlenkrad sowie die exklusiven Sportsitze mit besonders hohem Seitenhalt. Hier setzt Lexus erstmals auf eine Integralschaum-Konstruktion, die fantastischen Komfort mit herausragendem Seitenhalt kombiniert. Der Hüftpunkt liegt jetzt 20 Millimeter tiefer. Das neue 370 Millimeter große Dreispeichen-Lenkrad ist jetzt zugunsten einer sportlicheren Sitzposition um drei Grad steiler angestellt, und der Einstellbereich in Längsrichtung wuchs um 23 Millimeter.”

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Die Fondpassagiere sollen durch den um 70mm verlängerten Radstand profitieren, man spricht von Raumgewinn und sogar von 50% mehr Beinfreiheit. Doch kommen wir zu ganz anderen Freiheiten, denn auch die Hybridbatterie musste sich einen neuen Platz suchen: “Die Hybridbatterie ist beim neuen IS 300h erstmals unterhalb des Kofferraums verbaut, so dass es keinerlei Einschränkungen im Innenraum gibt.”

In Europa kommt der neue Lexus IS als Hecktriebler auf die Bahn, unter die Motorhaube kommt entweder der 2.5 Liter V6 Benziner oder halt der IS 300h, sorich ein Lexus Hybridfahrzeug. Während der IS 250 mit 208 PS protzen darf, hat der 300h auf eine Systemleistung von 223 Pferdestärken zurückgreifen, welche über ein CVT-Getriebe galoppieren müssen. Etwas entäuscht war ich von dem 0 auf 100 km/h Wert von dem 208 PS starken 2.5 V6, denn erst nach 8,1 Sekunden fällt die Mauer und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 km/h. Damit sieht der Lexus IS irgendwie schneller aus, als er eigentlich ist. Sparsamer als er aussieht dürfte der IS 300h sein, der IS 250 zeigt sich schon im NEFZ-Verbrauch mit 8,6 Litern nicht gerade als Sprit-Sparmeister. Beim IS 300h könnte eine 4 vor dem Komma stehen, wenn der Fahrer es denn möchte…

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Quelle: Pressemitteilung Lexus / Fotos: © Lexus 2013

 

ABT Audi R8 Tuning? Darf es etwas mehr sein? Von mir aus gern!

Der Audi R8 ist der erste Mittelmotor-Sportwagen bei Audi, der den Weg von der Rennstrecke auf die Straße gefunden hat und natürlich fuhr er sich auch in die Herzen der Tuner. ABT – laut Pressemitteilung – der weltweit führende Veredler von Fahrzeugen aus dem Volkswagenkonzern verstärkt mit ABT POWER konsequent die dynamische Note des normalen Audi R8-Portfolios und möchte mit extravaganten Stilelementen den sportiven Charakter des Autos unterstreichen.

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Aus dem Audi R8 V10 wird der ABT R8 V10 und somit ein Extremsportler in dem die Erfahrung aus dem Motorsport steckt. Der serienmäßig mit 525 PS nicht gerade untermotorisierte R8 darf nach der ABT Leistungskur 600 Pferdestärken losgallopieren lassen. Das Drehmoment von 550 Nm reißt förmlich an der Kurbelwelle wenn das Geschoss innerhalb von 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt wird. V/max? 320! Holla die Waldfee!

“Damit der Supersportler auch im Alltag gute Rundenzeiten „hinlegen“ kann, kommen passend zum Leistungsplus ABT Fahrwerksfedern zum Einsatz, die für eine adäquate Tieferlegung und ein noch besseres Fahrverhalten sorgen. Für die V8-Version des R8 steht auch ein ABT Gewindefahrwerk zur Verfügung – die Spezialisten aus dem Allgäu sorgen so auch im Grenzbereich für perfekte Straßenlage. „Die athletische Sportlichkeit ist nicht nur spürbar: Kraft und Dynamik spiegeln sich natürlich auch in der Optik wider“, erklärt Hans-Jürgen Abt, CEO der Allgäuer Technik- und Designschmiede. Speziell für den R8 hat ABT Sportsline Stilelemente entwickelt, die überwiegend in Sichtcarbon gehalten sind. Die Gewichtsoptimierung war dabei genauso wichtig wie der fulminante Auftritt: Schürze und Grill lassen die Front des Zweisitzers noch energischer wirken, die ebenfalls speziell entwickelten Seitenleisten unterstreichen den spritzigen Charakter und am Heck sorgen Flügel und Schürze für einen markanten Abschluss. Ein gelungenes Zusammenspiel, dem zugleich eine optimale Gewichtsverteilung gelingt. Das Ausatmen erfolgt über einen ebenso gewichtsoptimierten Endschalldämpfer aus Edelstahl mit Klappentechnik. Für den „runden“ Auftritt sorgen schließlich die Sportfelgen in 9,0 und 11,0 x 19 Zoll aus dem Hause ABT Sportsline mit ihren Pneus in den Dimensionen 235/35 und 305/30 R19: Egal, ob sich der Audi R8-Besitzer für die CR oder die brandneue, geschmiedete und extrem leichte ER-F entscheidet – diese Räder sind die perfekte Ergänzung.”

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Soweit die Pressemitteilung von ABT über den ABT R8 V10, der sich von seiner carbonglänzenden Seite zeigt. Ob ABT wohl auch so viele ABT-Aufkleber verkauft wie der Werkstuner von Mercedes? Ich könnte es mir fast vorstellen, auch wenn meine erste Amtshandlung darin läge den Aufkleber wieder zu entfernen (das gleiche gilt aber auch für das R8 Emblem). Ich mag halt keine Schriftzüge auf Autos, ich mag es da eher clean…

Fotos: © ABT 2013

Genf 2013: Peugeot / Citroen und die HYbrid Air-Technologie

In Genf 2013 machte man sich bei Citroen und aber auch bei Peugeot auf die Suche nach weiteren Möglichkeiten zur Kraftstoffeinsparung. Heute findet bei Peugeot ein Workshop zu dem Thema statt, ein guter Grund mal über das Thema zu bloggen, oder?

Love is in the Air? Mit der HYbrid Air-Technologie, einem Meilenstein auf dem Weg zum Zwei-Liter-Auto, möchten sich die beiden Marken wieder einmal als Spitzenreiter etablieren. Die perfekte Basis für den neuen Antriebsstrang, der einen Benzinmotor mit Druckluftantrieb kombiniert, bietet laut Peugeot z.B. der Urban Crossover Peugeot 2008. Die neue Technik wird ab 2016 zum erschwinglichen Preis in PKWs und leichten Nutzfahrzeugen der Kleinwagen- und Kompaktklasse auf allen fünf Kontinenten erhältlich sein.

Der 2008 HYbrid Air macht sich, so der Hersteller,  zwei Energiequellen zunutze, um in jeder Fahrsituation optimale Leistung zu bringen: Einen nochmals optimierten Dreizylinder-Benzinmotor der neuesten Generation, der von einem Druckluftantrieb unterstützt bzw. vollständig ersetzt wird. Zum Erzeugen der Druckluft wird die beim Verlangsamen und Abbremsen freiwerdende Energie genutzt. Der HYbrid Air-Antriebsstrang besteht aus einem Druckluftspeicher im Mitteltunnel, einem Niederdruckbehälter an der Hinterachse sowie einer Motor-/Pumpen-Gruppe, die über dem Getriebe untergebracht ist. So konnten Platzangebot und Modularität des Fahrzeugs unverändert bleiben. Neu für den Fahrer sind lediglich die drei Betriebsarten (Druckluft-, Benzin- und Mischbetrieb), zwischen denen das Fahrzeug je nach Bedarf automatisch wechselt.

Wie muss man sich das nun vorstellen? Vorne sitzt eine Hydraulikpumpe. Diese wird durch die Bremsenergie angetrieben und komprimiert die Luft im Druckluftspeicher. Die komprimierte Luft wird anschließend wieder in Bewegungsenergie umgewandelt. Geschaltet wird über ein stufenloses Getriebe, anders ist diese Art von Fortbewegung wohl nicht möglich. Das System wurde übrigens gemeinsam mit Citroen und Bosch entwickelt und könnte eine weitere kleine Revolution in Sachen Antrieb werden.

Bei Citroen kommt der Hybrid Air Antrieb im Citroen C3 zum Vorschein. Wie gesagt, es ist eine PSA-Konzernentwicklung und da müsste es ja mit dem Teufel zu gehen, wenn wir in naher Zukunft nicht mal so ein Fahrzeug auf der Straße sehen. Die Idee hat natürlich einige Vorteile. Der Druckluftspeicher ist leichter als die Batterie und muss auch nicht sonderlich gekühlt werden. Durch “Überdruckventile” kann man auch die Gefahr des Zerbersten in den Griff bekommen, da sehe ich persönlich keine Gefahr. Die Energie in Form von Druckluft zu speichern… eigentlich eine clevere Idee, oder?

Citroen kennt sich ja schon mit Hochdruck und einer Hydraulik aus, war Citroen doch damals der Vorreiter was Luftfahrwerke betraf und auch eine Ente gab es schon mit Druckluft, doch diese Idee setzte sich nicht durch. Eventuell war die Zeit einfach noch nicht Reif genug, denn das war bereits im Jahre 1958. Nun schreiben wir das Jahr 2013 und den fossilen Stoffen geht so langsam die Luft aus, Zeit für eine französische Revolution?

“Die Technologie Hybrid Air beruht auf der Verbindung von mehreren Baugruppen und Technologien, die schon vollumfänglich erprobt wurden: Die Benzinmotorisierung PureTech, ein System zur Speicherung von Energie in Form von Druckluft und eine Einheit, die sich aus zwei hydraulischen Motorpumpen und einer automatischen Übersetzung mit Umlaufgetriebe zusammensetzt. Während der Entwicklung wurden für dieses Projekt 80 Patente vom Konzern PSA Peugeot Citroën eingereicht. Die gesamte Antriebseinheit wird von einer zentralen Schalteinheit gesteuert, welche die Anforderungen des Fahrers integriert, um den Energieverbrauch zu optimieren.”

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Welche Antriebsarten sind denn verfügbar?

“Ein Modus Air mit Null Emissionen, ein thermischer Modus, in dem lediglich der Verbrennungsmotor in Aktion tritt, ein kombinierter Modus, der die Leistung des Verbrennungsmotors und die Leistung der Druckluft kombiniert! Abgestimmt auf einen CITROËN C3 VTi 82 ermöglicht das System Hybrid Air eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um ein Drittel und erreicht einen Rekordwert von 2,9 l/100 km (kombinierter Verbrauch) und CO2–Emissionen von 69 g/km. Der Verbrauch innerorts konnte um rund 45 Prozent reduziert werden.”

Größter Vorteil?

“Die Technologie Hybrid Air, bei der keine zusätzlichen Batterien verwendet werden, ermöglicht eine attraktive Preispositionierung auf den europäischen und den internationalen Märkten. Die Technologie funktioniert unabhängig von klimatischen Voraussetzungen und Fahrbedingungen ohne den geringsten Effizienzverlust. Sie kann in Europa, aber auch in allen anderen Märkten genutzt werden, in denen CITROËN präsent ist. Die Technologie Hybrid Air kann in allen PKW wie auch in den leichten Nutzfahrzeugen eingebaut werden. Am effizientesten ist sie allerdings in den Fahrzeugen des Segments B und C.”

Wo muss man Kompromisse eingehen?

“Der Einbau der Technologie Hybrid Air hat keinerlei Einfluss auf den Innenraum, insbesondere das Kofferraumvolumen. Das im Wesentlichen mechanische System vereinfacht die Wartungsarbeiten und erleichtert das Recycling am Ende der Fahrzeuglebensdauer. Die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2–Emissionen gehen mit einer deutlichen Steigerung des Fahrkomforts einher. Dies wird dank folgender Elemente erzielt: Eines Automatikgetriebes mit Umlaufgetriebe, das ohne Unterbrechung des Drehmoments funktioniert, einer Leistungsverbesserung durch eine Steigerung des Drehmoments und zusätzliche Leistungen, welche im kombinierten Modus verfügbar sind, eines Stop&Start-Systems, das einen Starter-Generator verwendet.”

Schauen wir uns das ganze noch mal im Detail an:

Der Modus Air

Sobald der Modus Air aktiviert ist, funktioniert der Antrieb entsprechend dem Modus ZEV der Hybridfahrzeuge. Der Verbrennungsmotor schaltet sich ab, die gespeicherte Energie (Druckluft) wird an die Räder über die Hydraulikmotoren und das Getriebe übertragen. Je nach Verkehrsaufkommen wird dieser Modus bei innerstädtischen Fahrten zu 60 bis 80 Prozent der Fahrtzeit genutzt. Entschleunigungs- und Bremsvorgänge werden maximal genutzt, um die Wiederaufladung des Druckluftspeichers zu ermöglichen. Der Modus Air ist bis zu einer Geschwindigkeit von 70 km/h aktiv.

Der thermische Modus (Nutzung des Verbrennungsmotors)

Im thermischen Modus wird die Energie direkt ohne Interaktion weiterer gespeicherter Energie an die Reifen übertragen. Dieser Modus wird im Wesentlichen im außerstädtischen Betrieb genutzt. Auch hier gibt es bei Entschleunigungs- und Bremsvorgängen eine unmittelbare Energierückgewinnung, um effizient und schnell entweder den Modus ZEV oder den Modus Boost im kombinierten Modus nutzen zu können.

Der kombinierte Modus

Im kombinierten Modus werden die Leistungen des Verbrennungsmotors mit der Druckluftenergie kumuliert. Er wird vorrangig beim Starten und bei starken Beschleunigungen mit einer besonders sensiblen Boost-Wirkung (Gesamtleistung bis zu 90 kW) eingesetzt und liefert somit eine Dynamik, die mit einer Motorisierung der nächsthöheren Kategorie vergleichbar ist.

Was daraus nun wird? Wird die Zukunft zeigen! Wenn man im Jahre 2025 wirklich “unter 3 Liter” Kraftstoffverbrauch sein möchte, dann muss die Industrie sich etwas anstrengen – oder es muss ein Druckluft-Ruck durchs Land ziehen. Quelle: Pressemitteilungen Citroen und Peugeot! Zeichnung: © Citroen 2013

Skoda hat den Superb aufgefrischt …

Es gibt Tage da verliert man und es gibt Tage an denen andere gewinnen. Hätte ich einen Zwillingsbruder, könnte ich viel mehr Fahrberichte hier unterbringen. In der letzten Zeit häufen sich meine Absagen bei internationalen- und nationalen Fahrveranstaltungen. Grund: Zeitmangel! Ich kann mich einfach nicht vierteilen und meine Freizeit habe ich ja schon halbiert. So kommt es teilweise auch dazu, dass ich bei Fahrveranstaltungen absage, die ich sehr gerne miterlebt hätte. Nicht wegen dem Reiseziel, nicht wegen dem leckeren Essen oder den tollen Menschen die für die Marke arbeiten. Nein, weil mich das Produkt interessiert hätte. Ja, ich bin sehr Produktlastig und es tut mir auch fast leid, dass ich kein offenes Auge habe für die anderen Sachen die man links und rechts der Straße noch so entdecken könnte. Entdeckt hätte ich gerne den neuen Skoda Superb, denn:

“Mit dem ŠKODA Superb zündet der tschechische Automobilhersteller ŠKODA die nächste Stufe seiner Modelloffensive. Das Topmodell der Marke überzeugt mit attraktiven neuen ŠKODA Design-Elementen, mit frischem Interieur und verbesserten Technik-Features. Verbrauch und Emissionen der Motorenpalette sinken um bis zu 19 Prozent. Sowohl die Limousine als auch der Combi haben ihre Markteinführung ab Ende Juni.”

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Der Vorstandsvorsitzende von Skoda (Dr. h.c. Winfried Vahland) sagt: “Der ŠKODA Superb ist das Flaggschiff der Marke und steht seit seiner Einführung im Jahr 2001 für höchste Qualität aus Tschechien” und holt noch weiter aus mit “Unsere Designer und Ingenieure haben bei der Überarbeitung kräftig Hand angelegt und unser Topmodell noch attraktiver gemacht.“ Der Superb tritt so souverän und markant auf wie nie zuvor, er überzeugt durch neue Frische und mit verbesserten Verbrauchswerten und in Sachen Technik mit neuen Lösungen. Gleichzeitig bestätigt der Superb alle guten Werte, die seit rund zwölf Jahren seinen Erfolg ausmachen: viel Platz, herausragende Funktionalität, hoher Komfort, Top-Sicherheit, bestes Preis-/Leistungs-Verhältnis und souveräne Eleganz. „Der ŠKODA Superb bietet Komfort, der über das Angebot der Mittelklasse hinausgeht. Unseren Kunden wollen wir immer ein bisschen mehr Auto anbieten!”

In der gehobenen Mittelklasse fühlt sich der Skoda Superb zu Hause, und ich könnte mich nicht passender und gewählter ausdrücken wie Dr. Frank Welsch, der auch einen Platz im Skoda Vorstand hat: “Unsere Designer haben dem Superb ein attraktives Kleid auf den Leib geschneidert!”. Das neue Topmodell der Marke zeigt sich klar strukturiert, mit einer guten Portion Eleganz und das ganze ohne sich völlig von den anderen Fahrzeugen der Marke abzusondern. Die Skoda-DNA hat man gut umgesetzt, nicht nur bei der neuen Motorhaube, den Scheinwerfern oder dem Kühlergrill, sondern auch bei den Rückleuchten welche die Skoda typische “C-Grafik” trägt und 3 Streifen hat (ob es da mal eine Adidas-Edition gibt?)

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“Neu für das Exterieur des Superb sind zudem zwei Metallic-Lackierungen in ‚Metal-Grau‘ oder ‚Moon-Weiß‘. Auch das Räderprogramm wurde aufgefrischt: mit drei neuen Leichtmetallrädern wie 16-Zoll Helix, 17-Zoll Twister und 18-Zoll Trinity sowie neuen Radkappen im Design Solaris. Natürlich behält die Superb Limousine die clevere Twindoor Heckklappe. Dank dieser einzigartigen, von ŠKODA patentierten Lösung, kann die Heckklappe in zwei Stufen geöffnet werden: Es lässt sich entweder nur der Kofferraumdeckel öffnen oder die gesamte Heckklappe samt Heckscheibe. Das ist jetzt noch einfacher zu bedienen: Im grundlegend überarbeiteten Superb ist jeder Öffnungsart nun je eine Taste zugeordnet. Bislang musste für das Öffnen noch eine Umschalttaste gedrückt werden, das entfällt jetzt.”

Die Heckklappe kennt man vom direkten Vorgänger, frisch geht es im Innenraum zur Sache: “Neue Frische gibt es auch für das Interieur des ŠKODA Superb. Im Angebot sind neue 3-Speichen- und 4-Speichen-Lenkräder. Es gibt neue Stoffe und Farben für die Sitzbezüge, außerdem neue Dekore. Für die höchste Ausstattungsvariante ŠKODA Superb L&K ist die neue Interieur-Farbkombination Braun-Ivory erhältlich.”

Was passiert unter der Motorhaube? “Auch in Sachen Motoren- und Antriebstechnik macht der ŠKODA Superb weitere Fortschritte, er wird deutlich sparsamer als bislang. Dank Start-Stopp Systems und Bremsenergie-Rückgewinnung, die für alle Dieselmotoren und der Basis-Benzinmotor 1,4 TSI/92 kW in EU-Ländern serienmäßig sind, reduzieren sich Verbrauch und damit Emissionen um bis zu 19 Prozent. Längere Übersetzungen im Getriebe, Reifen mit verringertem Rollenwiderstand, ein besserer Luftwiderstandsbeiwert und ein niedrigeres Leergewicht tragen ebenfalls zu diesem Effizienzgewinn bei.”

Das schreiben derzeitig alle Hersteller, oder? Gehen wir in Detail: “Insgesamt arbeiten unter der Haube die bewährten vier Benzin- und drei Dieselaggregate. Das Angebot erstreckt sich vom 1,4 TSI mit 92 kW bis zur Spitzenmotorisierung 3,6 FSI mit 191 kW. Als Automatikgetriebe kommen ausschließlich moderne DSG-Sechs- oder Siebenganggetriebe zum Einsatz. Zudem bietet ŠKODA für die Superb Limousine und den Superb Combi Allradantrieb an. Die Technik basiert auf einer modernen Haldex-Kupplung der vierten Generation. Die größten Effizienz-Fortschritte zeigen sich bei den Dieselmotoren. Der Verbrauch des stärksten Superb Limousine Dieselmotors 2,0 TDI mit 125 kW mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe und Vorderantrieb liegt bei nur noch 4,6 l/100 km, das ist eine Verbesserung um 19 Prozent. Erstmals ist dieser Motor nun auch in Kombination eines Allradantriebs mit DSG-Automatikgetriebe erhältlich. Sparsamster Selbstzünder in der Superb Limousine mit dem Vorderantrieb und Handschalter ist der 1,6 TDI/77 kW in der GreenLine-Version. Der Verbrauch erreicht 4,2 l/100 km, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 109 g/km statt bislang 114 g/km. Ohne GreenLine-Features begnügt sich der 1,6 TDI-Motor in Verbindung mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe und Vorderantrieb in der Limousine mit 4,5 l Diesel auf 100 km, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 117 g/km, zehn Prozent weniger als bisher. Die Superb Limousine mit dem mittleren 2,0 TDI/103 kW Dieselmotor in Verbindung mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe und Vorderantrieb kommt auf einen Verbrauch von 4,6 l/100 km, das ist eine Verbesserung von 15 Prozent. Der deutlich verbrauchsoptimierte Basis-Benziner 1,4 TSI/92 kW ist in den EU-Ländern erstmals serienmäßig mit Start-Stopp und Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet. Der kombinierte Verbrauch der Limousine mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe und Vorderantrieb sinkt von 6,8 l auf nun 5,9 l/100 km. Top-Benziner in der Superb 4×4 Limousine ist der 3,6 FSI V6 mit 191 kW. Mit 9,3 l/100 liegt der Verbrauch des Fahrzeugs mit dem 6-Gang-DSG-Getriebe nun bei deutlich unter zehn Litern (bislang 10,1 l/100 km).”

Zack, 3,6 FSI V6 mit 191 kW – zusammen mit dem großen Kofferraum macht nicht nur dieser Motor den Superb zu einem Schnell-Laster: “Wahre Lademeister-Qualitäten weist der Kofferraum auf: Das Gepäckteil der Limousine fasst 595 Liter, das des Superb Combi sogar 633 Liter. Beide Werte sind Bestmarken im Segment. Die Rücksitzbank des Combi lässt sich serienmäßig in allen Versionen komplett umklappen, bei der Limousine sind die Rücksitzlehnen umklappbar. Dann erhöht sich das Ladevolumen der Limousine auf 1.700 Liter, beim Combi sogar auf 1.865 Liter.”

Simply comfortable: “Das Komfortangebot des ŠKODA Superb wird weiter erhöht. Erstmals bieten Limousine und Combi künftig die neueste Generation des Parklenkassistenten Automatic Parking Assistant. Vorteil: Das neue System unterstützt zusätzlich neben dem Ein- und Ausparken parallel zur Fahrbahn auch das rückwärtige Quer-Einparken im rechten Winkel. Daneben bestätigt der überarbeitete Superb alle innovativen Komfort-Features, die ein Modell dieser Klasse heute auszeichnen. So hat die Superb Limousine ein elektrisches Schiebedach mit integrierten Solarzellen. Wird das Fahrzeug in der Sonne geparkt, erzeugen die Solarzellen Strom. Dieser Strom speist einen Lüfter, der die Temperatur im Innenraum um bis zu 25 Grad Celsius senkt, im Vergleich zu Fahrzeugen ohne Solarzellen-Schiebedach. Für den Superb Combi gibt es ein großes elektrisches Panorama-Glasschiebedach mit integriertem Sonnenrollo. Sehr komfortabel ist das automatische Schließ- und Startsystem KESSY. Zum Öffnen und Verriegeln sowie zum Starten des Fahrzeugs muss der Schlüssel nicht mehr in die Hand genommen werden. Die moderne Zweizonen-Klimaanlage Climatronic sorgt für angenehme Temperaturen an Bord. Sitzheizung gibt es für vorne und hinten. Für Unterhaltung an Bord und die richtige Orientierung stehen vier moderne Audio- und Navigationssysteme zur Auswahl: vom Basis-Radiosystem Swing bis zum Spitzen-Navigationssystem Columbus mit 6,5 Zoll großem Farb-Touchscreen und integrierter 30 GB-Festplatte. Die Navigationssoftware ist auf dem neuesten Stand.”

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Simply clever: “Der überarbeitete Superb bekräftigt zudem seinen Ruf als besonders cleverer Vertreter der oberen Mittelklasse. Der Superb besticht mit praktischen Lösungen an quasi jeder Ecke. Neben dem Regenschirmfach in der linken Hintertür gibt es vorne und hinten zahlreiche Staumöglichkeiten: die Jumbo-Box in der Mittelkonsole, Ablagefächer in den Türen, unter dem Beifahrersitz, das große Handschuhfach, das praktische Brillenfach oder auch die Ablage in der ausklappbaren Mittelarmlehne der Rücksitzbank – alles durchdacht. Das gilt auch für den Kofferraum. Der ist nicht nur riesig, sondern hat so praktische Features wie einen optionalen doppelten Ladeboden, abschließbare Ablagen hinter den Radhäusern, Taschenhaken, Verzurr-Ösen und optionale Haltenetze. Es gibt beim Combi eine herausnehmbare LED-Leuchte, die zusätzlich während der Fahrt automatisch geladen wird. Die Heckklappe des Combi kann elektrisch geöffnet werden, dabei fährt je nach Einstellung die Kofferraumabdeckung automatisch in die mittlere Position.”

Simply Sicher: “Auch in Sachen Sicherheit zeigt sich der Superb von seiner besten Seite. Dafür steht die Bestwertung von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest (2009). In den EU-Ländern fahren Superb Limousine und Combi serienmäßig mit ESP, ABS und Bremsassistent. Das innovative Frontscheinwerfersystem und ab ‚Elegance‘ Ausstattung serienmäßige Bi-Xenonscheinwerfer mit Adaptive Frontlight System (AFS) sorgen für beste Sichtverhältnisse bei Dunkelheit. AFS garantiert ein optimales Ausleuchten von Straße und Umgebung in unterschiedlichen Fahrsituationen. Dazu sind weitere moderne Assistenzsysteme erhältlich. Das Driver Activity Assistant (Müdigkeitserkennung) warnt vor einer drohenden Übermüdung des Fahrers. Der Berganfahrassistent ermöglicht ein bequemes Anfahren am Berg ohne Handbremse. Zudem gibt es eine elektronische Reifendruckkontrolle, serienmäßig ab Ausstattung ‚Elegance‘. Im Fall eines Unfalls werden die Insassen von bis zu neun Airbags sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte und höhenverstellbare Kopfstützen geschützt. Die Karosserie ist durch hochfeste Stähle besonders verwindungssteif, die ausgewogene Fahrwerksabstimmung sorgt für eine stabile Straßenlage des Fahrzeugs.”

…und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bald die Gelegenheit habe, auch die Straßenlage vom neuen Skoda Superb zu überprüfen! Ja, es ist “nur” ein Facelift, doch ein – wie ich finde – sehr schönes! Da wurde nichts verschlimmbessert, da wurde angepackt und an den richtigen Schrauben geschraubt!

Quelle: Skoda Pressemitteilung / Fotos © Skoda Auto Deutschland