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Genf 2013: Land Rover und der Elektric Defender

In Genf 2013 stehen einige Studien, einige Concept Fahrzeuge und bei einigen Fahrzeugen soll einfach mal die Reaktion der Messebesucher abgewartet werden. Am Stand von Land Rover steht ein Electric Defender, der so allerdings nicht in Serie gehen soll. Der Hersteller möchte mit dem Fahrzeug einfach mal zeigen, dass sowas geht und das Fahrzeug dient zur Erprobung der Technik. Mit einer maximalen Reichweite von 80 Kilometer wäre man im Gelände vermutlich auch schnell aufgeschmissen. Unter der Karosserie steckt ein 95 PS starker Elektromotor, der durch eine ca. 400 kg schwere 27 kWh große Batterie gespeist werden. Dank dem stufenlosem Getriebe steht das Drehmoment von 330 Nm direkt von Anfang an zur Verfügung, damit könnte sich der Defender schon ordentlich durch den Matsch wühlen, doch wie gerade schon erfahren wird das Konzept so wohl nicht in Serie gehen und mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 110 km/h wäre er nun auch wahrlich nicht mehr Zeitgemäß, es sei denn man vergleicht ihn mit seinem Ur-Großvater, denn der war noch langsamer unterwegs.

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Citroen Berlingo Familientest – Teil 5: Mit der Bahn oder dem Berlingo?

Heute ist Freitag, viele Menschen freuen sich über diesen Tag, denn in der Regel läutet er das Wochenende ein. Ich weiß nicht genau was mich geritten hat, aber ich habe für heute einen Termin angenommen. Um 10 Uhr sollte ich in Wiesbaden sein, es sind drei, zwei, eins – meins – genau 321 km von Haustür zu Haustür und somit ca. 3 Stunden Fahrt über die Autobahn – pro Weg.

Ich weiß nicht welche Schnappsidee mich gestern dazu geritten hatte, aber ich hatte wirklich mal kurz ins Auge gefasst mit der Bahn zu fahren (um im Zug etwas weiterzuarbeiten). Ich nutze für solche Suchen immer ganz gerne die Seite verkehrsmittelvergleich.de – die zeigen mir auch gleich die Preise und Alternativen an. Ein Weg mit der Bahn hätte pro Person zwischen 72-77 Euro gekostet. Hätte? Ja! Es gab keine passende Verbindung.

Wenn ich um 10:10 Uhr in Wiesbaden ankommen wollte, hätte ich hier um 04:56 am Hauptbahnhof abfahren müssen. Dann wäre ich aber zu spät gekommen, (k)eine Alternative wäre die “Teilfahrt” mit dem ICE gewesen. 104 Euro hätte ich bezahlt, wäre um 04:24 Uhr losgefahren und insg. 5 Stunden unterwegs gewesen. Dazu kommt noch der Umstand, dass ich ein paar mal umgestiegen wäre. Dann wäre ich aber in Wiesbaden auch nur am Hauptbahnhof gewesen. Ihr merkt schon, definitiv keine Alternative.

Das fahren mit der Bahn birgt für mich noch weitere “Gefahren”. Ich neige dazu im Flugzeug gerne mal für ein paar Minuten die Augen zu schließen. Das ist kein Problem, denn es ist bis dato noch jeder am Zielort geweckt worden. Bei der Bahn könnte ich z.B. auch in München wach werden, oder unsanft von einem Zugbegleiter geweckt werden weil ich als Schwarzfahrer unterwegs bin.

Wie dem auch sei, entschieden habe ich mich für die Fahrt mit dem Berlingo, hab meiner kleinen Familie also heute den Familientransporter geklaut (keine Angst, sie mussten nicht zum Kindergarten, zur Schule und zur Arbeit laufen, denn wir haben auch noch ein eigenes Fahrzeug) und bin losgefahren, hier meine ganz persönlichen Eindrücke:

05:00 – Der Wecker hat gerade das erste mal geklingelt, ich habe auf “Schlummern” gedrückt und für die kommenden 25 Minuten meine Freundin zur Verzweiflung gebracht. Wäre ich mit der Bahn gefahren, säße ich nun schon im Zug.

05:30 – Aufgestanden (aus Ruinen?), angezogen, Zähne geputzt und mit dem Hund eine Runde gedreht. Mit der Bahn wäre ich um die Uhrzeit fast in Hamm angekommen. Dort würde ich 30 Minuten auf dem Bahnhof herumhängen. Da ich ja nur 2. Klasse gebucht hätte, dürfte ich auch nicht in die DB-Lounge und würde mir nun vermutlich irgendwo eine Cola holen und diese vermutlich teuer bezahlen.

06:20 Uhr – Ich sitze im Berlingo. Scheiben kratzen musste ich heute nicht, dafür aber die Kindersitze in das andere Fahrzeug einbauen, etwas später als mit der Bahn in Hamm habe ich um 06:30 Bielefeld verlassen. Rein von der Strecke hat die Bahn nun einen Vorteil, denn diese bewegt sich von Hamm nun nach Frankfurt.

09:00 Uhr – Knapp drei Stunden bin ich gefahren, der ICE dürfte nun in Frankfurt angekommen sein, dort hätte ich ca. 8-10 Minuten Aufenthalt bzw. Umsteigezeit. Hätte? Ja, weiß ich denn ob die Bahn pünktlich fährt? Ich bin heute morgen ganz gut durchgekommen, bin nicht wirklich schnell gefahren sondern mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 110 km/h über die Autobahnen A33, A44, A7, A5, A66 gefahren und hatte eigentlich keine sonderlichen Schwierigkeiten. Hier und dort mal eine Baustelle, hier und dort mal ein überholender LKW. Ich darf bestätigen: Die 114 PS und das Drehmoment von 240 Nm reicht vollkommen aus um im Verkehr mitzuschwimmen, wenn man etwas mehr Gas (Diesel) gibt, dann steigt der Verbrauch natürlich auch mehr an, schließlich sitzt man in keinem cw-Wert-Rekordpreishalter sondern in einem Citroen Berlingo. In den Kassler Bergen hatte der 1.6 Liter Diesel hin und wieder etwas zu kämpfen, aber das ist vollkommen okay, das kann der VW Caddy (schön, wenn man ein fast Leistungsstarkes Referenzauto zu Hause hat) auch nicht besser.

Um 9:30 wäre der Zug in Wiesbaden angekommen, vom Hauptbahnhof hätte ich noch ca. 20 Minuten laufen oder 5 Minuten mit dem Taxi fahren müssen. Für mich alleine war es also nicht nur finanziell günstiger mit dem Auto, in diesem Fall mit dem Citroen Berlingo zu fahren. Unterwegs hatte ich natürlich auch genug Gelegenheit mich von der Langstrecken-Tauglichkeit des Berlingos überzeugen zu können.

20130308-094700.jpgWas habe ich vermisst? Heute morgen auf jeden Fall die Sitzheizung. Die sollte man unbedingt mit bestellen, bzw. darauf achten, dass der gebrauchte Berlingo eine hat. Es gibt aber auch Sitzheizungsmatten zum Nachrüsten. Ich hab mich letztens mal (nur rein aus Interesse) schlau gemacht wie die Berlingos so gehandelt werden, da ist am Anfang schon ein recht hoher Preisverfall, was Gebrauchtwagenkäufer schätzen dürften. Also, vermisst habe ich die Sitzheizung. Die Sitzposition an sich fand ich vollkommen in Ordnung und ich hatte nach den 321 km am Stück keine Schmerzen im Rücken oder in den Knien (ja, das kann auch schon mal vorkommen). Ich fühlte mich auch nicht gestresst oder verspannt, alles in bester Ordnung.

Das Licht war heute morgen in der Dunkelheit und bei der Dämmerung ausreichend, ich hatte aber auch Glück, weder starken Regen noch richtig starken Nebel hatte ich während der Fahrt.

Was ist mir aufgefallen? Heute morgen war es ja kalt, der Wagen stand die ganze Nacht und nach ca. 2-3 km kam warme Luft aus der Heizung. Erst nach ca. 10 Kilometern war der Innenraum warm genug, dass ich meine Jacke hätte ausziehen können. Die Heizleistung z.B. vom VW Caddy ist da etwas besser. Beide Fahrzeuge haben aber ein identisches Problem: Die Heizung im Fußraum lässt bei beiden Fahrzeugen zu Wünschen übrig.

Wie sieht es mit Wankbewegungen aus? Ich habe eine Lieblingsstelle, Kassler Berge! Früh morgens kann man sich da schön über alle Spuren treiben lassen. Das ging auch mit dem Berlingo, auch wenn man natürlich sagen muss, dass der Berlingo das ist was er ist – ein Familientransporter und kein Sportwagen. Unsicher habe ich mich nicht gefühlt, da gibt es ganz andere Kandidaten.

Mein Fazit: Egal ob allein oder mit der Familie, ich würde auch beim nächsten mal mit dem Auto fahren. Ich bin halt ein Autofahrer. Der Citroen Berlingo hat mich gut und sicher von A nach B gebracht, im Radio dudelte stets der örtliche Sender und wenn ich was zu kritisieren habe, dann ist es die Bluetooth Funktion bzw. die Freisprechanlage. Da haben sich mehrfach die Gesprächspartner über die nicht ganz so gute Qualität beschwert. Das sind aber nun schon Luxusprobleme, denn vermutlich hätte ich im ICE gar nicht telefonieren können. Pünktlich um 9:30 bin ich in Wiesbaden angekommen, habe also weniger Zeit gebraucht als mit der Bahn, konnte in Ruhe und ohne Mithörer telefonieren und ja – das ist purer Luxus. Verbrauch? 321 km = ca. 25 Liter Dieselkraftstoff für den Berlingo und ca. 200ml Cola für den Fahrer.

Nur zur Info: Die Fotos aus diesem Beitrag sind mit dem iPhone entstanden. Der Citroen Berlingo HDi 115 (84 kW) verbraucht laut Hersteller Innerorts 6,1 Liter, Ausserorts: 4,9 Liter und kombiniert: 5,3 Liter. Die CO2-Emissionen betragen kombiniert: 139(g/km). Mir ist bewusst, dass ich nicht verpflichtet bin diese Angaben zu machen, jedoch möchte ich es nun einfach auf allen Kanälen etablieren. Ich verbrauche in der Regel 20% mehr als der offiziell angegeben NEFZ-Wert, das liegt an meinem schweren Gasfuß oder an dem Fahrspaß ;).

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Genf 2013: Alfa Romeo 4C – der mit den markanten Scheinwerfern

“Alfa Romeo kehrt mit einem Stand auf den Genfer Salon zurück, der wie eine kurvenreiche, dynamische Straße aufgebaut ist und so die ideale Bühne für die Weltpremiere des Alfa Romeo 4C darstellt. Als „kompakter Supersportwagen” verkörpert das zweisitzige Coupé mit Heckantrieb und Mittelmotor die unverfälschte DNA der Mailänder Traditionsmarke: Performance, italienisches Stilempfinden und hohe technische Kompetenz bieten maximales Fahrvergnügen bei zugleich höchster Sicherheit.”

So fängt die Pressemitteilung von Alfa Romeo zum 4C an, der im Maserati Werk in Modena gebaute Sportwagen soll überwiegend in die USA verkauft, zu einem Preis von ca. 60.000 Euro dürfte er aber auch Abnehmer in Europa und vor allem in Deutschland finden und es soll sogar schon Vorbestellungen geben.

Mit Designpreisen und Vorschusslorbeeren überhäuft wurde das Concept: “Die Leser der Auto Bild wählten den atemberaubenden Alfa Romeo 2011 zum „Schönsten Concept Car des Jahres”; 2012 verlieh ihm eine italienische Jury den „Design Award for Concept Cars & Prototypes”; und das britische Fachblatt What Car? kürte den 4C im vergangenen Jahr zum „Most Exciting Car of 2013″!”

…und nun? Ich bin auf dem Autosalon Genf 2013. Der Alfa Romeo 4C steht vor mir, ich schaue wahrlich nicht auf die attraktive Hostess, ich schau mir den Alfa-Romeo 4C an, ich schaue ihm tief in die Rückleuchten, lasse meinen Blick an seinen weichen Kurven vorbeigleiten und stoppe bei den Scheinwerfern. What the fuck? War da das Geld alle? Hatte das Design-Team keine Lust mehr oder hat da jemand eine Wette verloren? Bei einem Concept-Fahrzeug hätte ich die noch durchgehen lassen, doch jetzt hoffe ich auf einen findigen Tuner der schnell ein paar schöne Scheinwerfer für den Alfa Romeo 4C auf den Markt bringt. Bis zu 500 Stück könnte er absetzen, dass ist erstmal das Ziel. Ich würde wetten, dass es dem Alfa dann auch noch an Kopf und Kragen geht, denn die Formgebung bietet sich ideal für ein Cabrio bzw. Roadster an.

Die Frontansicht des 4C wird durch die markanten Scheinwerfer-Einheiten (mit LED-Tagfahrlicht) und das Alfa Romeo-typische „V”-Motiv bestimmt.” Markant ist also das neue Wort für abgrundtief hässlich? Man hat mir letztens  noch gesagt ich hätte ein markantes Gesicht, wenn ich denjenigen das nächste mal sehe werde ich dem auch mal meine Meinung geigen.

Interessant: Wirklich nur die Scheinwerfer stören mich bei diesem Gefährt, und da macht es auch keinen Unterschied, dass es eine Sonderedition mit Carbon-Scheinwerfern gibt. Die 240 PS reichen, die Höchstgeschwindigkeit dürfte bei 250 km/h liegen und mit dem Fahrzeug mal eine Runde drehen würde vermutlich jeder gerne. Ich rede übrigens immer noch von dem Fahrzeug und nicht von der attraktiven Hostess, welche schönere Augen hatte als der Alfa Romeo 4C Scheinwerfer!


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Genf 2013: Der neue Ferrari heißt LaFerrari und gefällt mir nicht, oder?

Ja, ich weiß, über Geschmack soll man nicht streiten. Die einen haben Geschmack, die anderen nicht, doch ich persönlich mag den Ferrari nicht. Der obligatorische Enzo-Nachfolger ist das neue Alpha-Tier aus Maranello. ferrari-laferrari-genf-2013-01

Ja, okay, die Front ist eigentlich gar nicht so hässlich und als ich mir gerade die Fotos angesehen habe, wollte ich auch schon fast meinen ersten Eindruck wieder revidieren.ferrari-laferrari-genf-2013-02

LaFerrari! Der Ferrari? Ich weiß nicht. In der Ansicht gefällt er mir nun auch, sollte ich meinen ersten Gedanken noch einmal überlegen? Passt ein Hybrid Antrieb eigentlich zu Ferrari? Ich meine, warum nicht, der SLS AMG Electric Drive hat mich ja sogar komplett ohne Benzin-Motor überzeugt.

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Hinter den großen Fünf-Speichen Felgen (mit Pirelli bereift) verstecken sich Brembo-Bremsen, doch wer hat diesen Seitenblinker da verbrochen? Welcher Designer hat denn in der alten Fiat Ersatzteil-Kiste rumgewühlt und den Seitenblinker da platziert? Im Außenspiegel hätte ich es verstanden, gar kein Seitenblinker auch noch, von mir aus ein gelb blinkenden Ferrari-Emblem doch dieser kleine runde Seitenblinker? Boar!

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Beim Rückflug hab ich übrigens die Fotos gesichtet, eine sehr freundliche Stewardess hat sich durchaus für die “Highlights aus Genf” interessiert und war ebenfalls “meiner Meinung”, dass der Ferrari nun wahrlich nicht attraktiv ist. Sie fährt privat einen Fiat 500, in rot… das Geld bleibt also in der Familie!ferrari-laferrari-genf-2013-05

Technisch gesehen ist er natürlich ein Meisterwerk, der 6.3 Liter V12 bringt 800 PS auf die Achse, das ganze ohne Turbolader, bei Ferrari hat man “einfach” die Drehzahl angehoben. Zusammen mit dem Hybrid “Hy-Kers” System summiert sich die Gesamtleistung von der flachen Flunder auf 963 PS und das Limit ist erst bei 9250 Umdrehungen pro Minute erreicht. Interessant: Rekuperiert wird beim Bremsvorgang und wenn der Motor zuviel Leistung produziert, auch interessant: Von 0 auf 200 km/h soll es innerhalb von 7 Sekunden gehen! Ich brauchte 3 Sekunden (die gleiche Zeit braucht der Ferrari von 0 auf 100) um zu sagen, dass ich “LaFerrrari” nicht mag, sorry habe ich nun die Familie entehrt?