Techno Classica Highlights 2015: Mercedes-Benz 300 SL – der Flügeltürer!

Na? Interessiert jemand den Punktestand im Auto Trumpf Duell gegen Moritz Nolte? Vermutlich nicht, es steht 2:2 und so könnte es von mir aus auch bleiben, denn beim Thema Automobil muss es doch gar keinen Gewinner geben, schließlich geht es doch um die zweitschönste Nebensache der Welt. Im letzten Match musste sich der Kadett C von Moritz gegen meinen VW Golf I GTI geschlagen geben. Nun gibt es also das letzte Spiel mit den Fahrzeugen der Techno Classica und mit welchem Modell trete ich wohl an?

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Natürlich! Mit einem Mercedes-Benz W 198! W-Was? W 198! Das ist nicht nur mein Kennwort für alle Webseiten (kleiner Scherz), das ist die Bezeichnung vom Mercedes-Benz 300 SL, dem Flügeltürer, dem Sportwagen, dem Traum meiner schlaflosen Nächte und vermutlich eines der Fahrzeuge welches ich am häufigsten auf der Techno Classica gesehen habe (neben dem Porsche 911). Der Mercedes-Benz 300 SL (das 300 steht übrigens für den 3.0 Liter Motor) wurde von 1954 bis 1957 als Coupé mit Flügeltüren gebaut und genau so ein Fahrzeug wollte ich immer mal fahren. Der Traum ging bereits in Erfüllung, im Rahmen einer Fahrveranstaltung konnte ich mich davon überzeugen, dass Trommelbremsen an der Vorder- sowie an der Hinterachse nicht gerade förderlich sind für gute Verzögerungswerte.DSC00992

Ansonsten habe ich den 300 SL geschont. Die 240 Pferde mussten damals nicht einmal ansatzweise zeigen was sie können (je nach Übersetzung sind Tempo 220-260 km/h möglich). Innerhalb von 10 Sekunden ging es in den 50er Jahren bereits von 0 auf 100 km/h. Der Motor? Ein Reihen-Sechser, einen 6er im Lotto bräuchte man heute allerdings auch wenn man sich so ein Fahrzeug in die Garage stellen möchte. Fly on the Wings of Love! Der Flügeltürer und ich, eine automobile Liebe die wohl nie enden wird.

Tja, mit was schicke ich den Mercedes-Benz 300 SL denn in das Duell gegen Moritz? Ich versuche es mit der maximalen Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h, eventuell kann ich mir damit ja den letzten Trumpf sichern? Damit endet das Spiel, doch die Techno Classica bietet natürlich noch viel mehr, freut euch daher am Sonntag auf eine Bildergalerie und auf weitere Fotos von der vermutlich schönsten Old- und Youngtimer Messe in Deutschland und wer von uns beiden nun gewonnen hat? Das lest ihr beim Moritz!

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Techno Classica 2015 Highlights: Der VW Golf 1 GTI!

Gewinner! Ich bin ein Gewinner! Okay, nach zwei Niederlagen musste das aber nun auch mal sein. Ihr seid Quereinsteiger? Ich spiele gerade gegen Moritz Nolte vom Automobil-Blog Auto-Quartett. Mit Fahrzeugen die auf der Techno Classica ausgestellt werden und meim letzten Match gewann mein Lamborghini Countach gegen seinen De Tomaso. Es steht nach Punkten 2:1 – wobei hier liegt der Spaß ja eher im Vordergrund und der nicht Sieg.

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Spaß hätte ich ja an einem 1er GTI! Also der VW Golf I als GTI und den schicke ich jetzt ins Rennen. Die drei heiligen Buchstaben GTI stehen für Gran Turismo Injektion und die drei Buchstaben wurden bei Volkswagen für besonders stark motorisierte Modelle verwendet. Nach dem VW Golf GTI, gab es den VW Polo GTI, den VW Lupe GTI usw. – inzwischen haben die R-Modelle die Nase vorne was die Leistung betrifft, aber an den Kultstatus vom 1er GTI, kommen die auch nicht ran.

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Der VW Golf I wurde in Deutschland von Mai 1974 bis Juli 1983 gebaut. Der letzte VW Golf I GTI verließ im Dezember 1983 die Produktionslinie. Gerüchte halber soll der Weihnachtsmann sich noch einen gewünscht haben, ist das Exponat hier deswegen rot? Der GTI wurde übrigens damals von den VW Ingenieuren quasi als Hobby-Projekt gebastelt, konnte ja keiner ahnen, dass der Erfolg so einschlagen würde. Später wurde er beworben mit “Golf GTI. Serienmäßig noch exclusiver” oder man nannten ihn das Auto mit Sportanzug. Ich mag den GTI, leider wurden viele Modelle verbastelt. Ich persönlich hätte es damals aber vermutlich auch gemacht. F-F-F! Felgen, Fahrwerk, Fertig! Vermutlich noch eine andere Auspuffanlage. BBS-Felgen in 15″, ja das wäre heute mein 1er GTI!

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Viele wünschen sich vermutlich die 1.6 Liter GTI Modelle mit 110 PS, mein Herz schlägt für den letzten, den mit den breiten Rückleuchten und dem 122 PS starken 1.8 Liter Benziner. Ja, doch! Für genau so einen VW Golf I GTI würde ich Platz machen in meiner Garage. Doch mit Hubraum und Leistung kann ich nun nicht punkten und auch die Beschleunigungswerte (9,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h) ziehen nun keinen Hering vom Teller. Also versuche ich es mal mit etwas ganz fiesem: Leergewicht! Der erste GTI hat ein Leergewicht von ca. 810 kg! Was will Moritz wohl dagegen setzen?

Techno Classica Highlights 2015: Lamborghini Countach!

Pah, zwei mal hatte ich mit Hubraum nun Pech im Duell gegen Moritz, denn auch meinen 5,4 Liter grossen Jaguar XJ-S konterte er geschickt mit einem Hubraum-Boliden: Shelby Mustang Fastback Mach1 GT500. Das war aber auch unfair, gegen meinen vornehmen Briten mit einem amerikanischen Muscle-Car zu antworten. Jetzt schicke ich aber einen Kult-Sportwagen ins Rennen und zwar mit einem ganz besonderen Trumpf.

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Das ist unschwer zu erkennen ein Lamborghini Countach und der beflügelte meine Fantasie bereits als Kind. In der Comic-Serie “Transformers” spielte der nämlich in weiß eine Rolle. Kein Wunder also, dass ein weißer Countach auch als Modell-Auto auf meinem Regal stand, oder? Vermutlich lag es auch an dem Film “Auf dem Highway ist die Hölle los” (Originaltitel: The Cannonball Run), denn den Film habe ich als Kind geliebt. Dort fährt auch ein Countach durchs Bild und ich hätte wirklich gerne einen.

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Den Countach LP400 gab es mit einem 4 Liter V12 und 375 PS, bzw, als LP 400S mit 355 PS. Leistungsstärker war der LP 500 S mit dem 4,8 Liter V12 und 375 Pferdestärken. Ich würde mir allerdings einen Lamborghini Countach LP5000S QV mit einem 5,2 Liter V12 vor die Tür stellen. 455 PS, 500 Nm und von 0 auf 100 km/h innerhalb von 4,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ca. 300 km/h um mit ca. 30 Liter auf 100 km muss man bei zügier Fahrweise wohl auch rechnen. Von mienem Traummodell sind als QV 610 Stück gebaut worden, als 25 Jahre Edition genau 657 Stück. Man darf also davon ausgehen, dass die nicht mehr günstiger werden, leider…

Am liebsten einen aus dem Jahre 1991 in der 25er Jahre Edition. Einen mit 5,2 Liter V12 und 455 PS! Am liebsten in weiß Metallic doch wisst ihr was mich daran hindert? Das ist nun mein Trumpf, denn so ein Fahrzeug kostet heute gut und gerne eine halbe Million Euro! Schaut mal in den einschlägig bekannten Auto-Börsen nach! Was will Moritz da wohl gegen zu halten?

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Techno Classica 2015 Highlights: 1975 Jaguar XJ-S

Tja, in unserem ersten Duell (Mercedes-Benz E 500 vs. BMW 850 CSI) hat Moritz gewonnen, hätte ich mal auf die Beschleunigung gesetzt, denn da wäre ich eine Millisekunde schneller gewesen. Aber es geht ja hier gar nicht um das gewinnen, sondern um schönes Altmetall und damit mache ich direkt mal weiter und schicke ein ganz besonderes Fahrzeug ins Rennen:

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Ein goldener Jaguar! Also nicht das ich einen Jaguar in einen goldenen Käfig sperren würde, aber ein goldener Jaguar kam mir eigentlich noch nie in den Sinn, bis ich den Jaguar XJ-S gesehen habe, der auf der Techno Classica seinen 40. Geburtstag feiert. Ja, auf der diesjährigen Techno Classica gibt es viele Geburtstage, also zünden wir doch mal eine Zündkerze für den XJ-S an.

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Das ausgestellte Exponat ist übrigens die Nummer 154 und er verfügt – wie könnte es auch anders sein – über ein Lenkrad auf der rechten Seite. Gebaut im Jahre 1975 kam ein V12 unter die Haube von dem formschönen Coupé. Der wurde damals natürlich nicht in Gold ausgeliefert, der wurde später (für einen Auftritt auf der Londoner Motor Show) umlackiert, vorher stand das Fahrzeug jahrelang im Fundus der Leyland Kollektion rum. Eigentlich schade, denn solche Fahrzeuge gehören doch auf die Straße, die müssen doch bewegt werden. In den letzten 40 Jahren musste dieser Jaguar XJ-S nicht viel leisten, er hat nur wenige Kilometer gelaufen.

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Der als Nachfolger des ikonischen E-TYPE wurde bis zum Jahre 1996 ca. 120.000 Exemplaren hergestellt. Und der 5,3 Liter V12 sorgte für den Vortrieb. 285 Pferdestärken reichten für eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 230 km/h. Nicht vergessen: Der Jaguar XJ-S ist kein Sportwagen, er ist ein sportlicher Gran Turismo und er ist eine Ikone, denn er ist der letzten Jaguar bei dem die Firmengründer (Lyons und Sayer) noch Einfluss nahmen.


Zunächst gab es den Jaguar XJ-S nur als Coupé, später folgte dann ein Targa-Modell und ein Cabrio. Neben dem V12 zogen noch 3,6 und 4,0 Liter 6-Zylinder in den Motorraum ein und weil man Hubraum ja nur durch noch mehr Hubraum ersetzen sollte, gab es neben dem 5,3 Liter V12 auch noch einen 6.0 Zwölfzylinder. Also für den XJ-S würde ich auch die Garage frei räumen…

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Mein Trumpf im Duell gegen Moritz? Ich bleib beim Hubraum: 5,3 Liter muss er erst einmal schlagen!