Der unfaire Vergleich: VW Golf III GTI (1996) vs. Opel Corsa E OPC (2015)

Man wird ja auch noch mal träumen dürfen. Bei Fahrzeugen, die mir bei Probefahrten besonders gut gefallen haben, werfe ich später auch noch mal den Konfigurator an und schaue, was mich das Fahrzeug denn so kosten würde. Der aktuelle Opel Corsa OPC wäre natürlich kein Fahrzeug für mich.

Denn ich habe ja Familie, zwei Kinder, einen Hund und was es da nicht noch alles für Gründe geben könnte die dagegen sprechen. Auf der anderen Seite stehen hier genügend Fahrzeuge herum, wir haben noch den Familienbomber. Warum also nicht ein kleines Spaßfahrzeug für den Papa? Problem? Das was ich haben eigentlich haben will ist weit entfernt, also schaut man mal bei realistischeren Fahrzeugen. Also doch ein Opel Corsa E OPC?

opel-corsa-opc-2015-03

 

Konfiguriert habe ich mir den Opel Corsa, OPC, 3-Türer mit dem 1.6 Turbo Benziner. Gekoppelt an einem manuellen 6-Gang-Getriebe, lackiert in Mandarina Orange, ausgestattet mit Recaro Sportsitze, Nappaleder, großem Heckspoiler, Performance Paket und und und schon erhöht man den Einstiegspreis von 24.650 Euro auf fast genau 32.390,00. Autsch.

Hier kommt der unfaire Vergleich zwischen dem Opel Corsa E OPC und meinem VW Golf III GTI, mal sehen wer unterm Strich gewinnt:

Technische Daten Opel Corsa E OPC (2015) vs. VW Golf 3 GTI (1996)

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI 2015 Opel Corsa E OPC
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2015 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse Kompaktwagen
Türen 2 2
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 24.650 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 207 (152) bei 5800 U/min
Hubraum 1984 ccm 1,6 Liter
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 230 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6.8 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / manueller Schaltung
Antrieb Vorderradantrieb Frontantrieb
Drehmoment 166 Nm 245 Nm
Kraftstoff Benzin Super
Tankinhalt (max.) 55 l 45 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 7.50 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 9,9 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 6,2 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 174 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4020/1480/1780 in mm
Radstand 2475 mm 2510 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1670 kg
Leergewicht 1110 kg 1293 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 280 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1090 l
Nutzlast 360 kg 377 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1200 kg / 580 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

 

Beim Hubraum hat mein VW Golf natürlich die Nase vorn, bei der Leistung, bei der Beschleunigung, bei der Höchstgeschwindigkeit, ja selbst bei der Zuladung und Anhängelast zieht er den kürzeren. Punkten kann er beim Kofferraumvolumen und wer ganz genau hingesehen hat, der sieht, dass de neue Opel Corsa E OPC als Kleinwagen, genauso lang ist wie ein VW Golf 3 aus dem Jahre 1996. Was damals Kompaktklasse war, ist nun ein Kleinwagen. Verbrauchstechnisch liegen die beiden Fahrzeuge gar nicht so weit auseinander, ich würde wetten, dass ich dank dem 10 Liter größeren Tank weiter fahren kann mit meinem Golf 3 GTI als mit dem Opel Corsa E OPC, aber darauf kommt es ja nun wirklich nicht an. Technisch betrachtet ist der OPC alleine schon durch seine Sperre besser, dynamischer und agiler natürlich auch und auch das Infotainmentsystem lässt da keine Wünsche übrigen. Besser klingen? Tja, vom Motor her auf jeden Fall mein GTI – aber das ist ja Geschmacksache.

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht

Ihr wollt mehr lesen / erfahren über den Opel Corsa OPC? Kein Problem: hier klicken – dann empfehle euch zunächst das Video von Tobias und Jan (wohlwissend, dass Jan in dem Clip einen Scherz auf meine Kosten macht):

…und dann gibt es natürlich auch noch die Automobile Blogosphäre: mein-auto-blog.de / iMaedia / autophorie / drive-blog / kennzeichen-blog und so weiter.

Formel 1 2015: Spa Franchorchamps – Na? Wer hat das Rennen wohl gewonnen?

Die Formel 1, welche (wieder) seit dem Jahre 1950 ausgetragen wird, ist einer der angesehensten Motorsport-Wettbewerbe und ebenfalls beliebt in der ganzen Welt. Im letzten Jahr sahen, so vermeldet es die Formel 1, alleine 425 Millionen Fernsehzuschauer das Spektakel.

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-16

Die Formel 1 wird in über 200 Ländern ausgestrahlt und RTL hat sich auch für die kommende Saison die Rechte gesichert. Ich sitze derzeitig, auf Einladung von Shell Deutschland, in Spa. Besser gesagt sitze ich direkt an der Eau Rouge, eine Kurvenkombination die ich selbst schon mal mit ca. 50 km/h durchrollt bin, normale PKW sollen hier 160 km/h schaffen und Kollege Vettel knallt hier in seinem Formel 1 Boliden mit Vollgas durch. Tempo 300! Wahnsinn!

Ferrari, der „Mythos“, das erfolgreichste und vor allem auch das Team mit den meisten Teilnahmen in der Formel 1. Der rote Flitzer hat Tradition, wenn auch derzeitig die Silberpfeile wegziehen (die ja ebenfalls über eine beeindruckende Vergangenheit verfügen).

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-13

Seit 2015 fährt Sebastian Vettel, übrigens als dritter Deutscher der Grand-Prix-Geschichte, für Ferrari. Neben Vettel sitzt Kimi Räikkönen ebenfalls hinterm Lenkrad.

So ein Ferrari-Lenkrad hatten schon eindrucksvolle Fahrer in der Hand. Einige wurden zu Legenden: Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio, John Surtees, Niki Lauda (den ich heute noch fast umgerannt habe) und natürlich Michael Schumacher. Der Held meiner Jugend und damals auch der Grund warum ich überhaupt Formel 1 geschaut habe (auch wenn er damals noch im Benetton saß)

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-12

Der Erfolg von Ferrari ist aber nicht nur hausgemacht bzw. liegt es auch nicht nur am Fahrer. Hier sind ganz viele Unternehmen am Werk und alle zusammen puzzeln am Erfolgsrezept. So fährt der Ferrari SF15-T mit dem Ferrari 059/3 1.6 Liter V6-Turbo-Benziner und rollt auf Pirelli Reifen. Die Bezeichnung des Wagens setzt sich aus der Abkürzung des Teamnamens, SF für Scuderia Ferrari, der Jahreszahl (15) und der Abkürzung T für Turbolader zusammen. Der Flitzer wiegt inkl. Fahrer genau 702 kg.

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-10

Für den Kraftstoff (bei Ferrari) ist der Premiumpartner Shell verantwortlich. Diese Beziehung geht zurück auf das Jahr 1929, als Enzo Ferrari sein Rennteam in Modena gründete und sich, so ist es überliefert, Shell als Partner seiner Wahl aussuchte. Heute ist die Partnerschaft zwischen Shell und Ferrari eine der erfolgreichsten im Motorsport, nach 12 Meisterschaften und 10 Konstrukteurstiteln kein Wunder.

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-13

Das Rennen in Spa hatte für Ferrari, aber auch für Sebastian Vettel eine besondere Bedeutung. Ferrari startete in das 900. Formel 1 Rennen. Sebastian Vettel ging zum 150. mal an den Start. Große Zahlen leider auch nach dem Qualifing, Sebastian ging von Platz 8 an den Start, Teamkollege Kimi Räikkönen vermeldete bei der Qualifikation „Something broke“ und verließ das Fahrzeug. Er startete von Startplatz 16.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Sonne. 23 Grad, die Strecke ca. 38 Grad „warm“. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich der ein oder andere Fahrer auch Regen gewünscht hätte, doch die zahlreichen Zuschauer vor Ort haben sich sicherlich über den Sonnenschein gefreut. Doch während des Rennen zogen auf einmal dunkle Wolken auf und manch ein Team-Mitglied (egal ob Mercedes oder Ferrari) bekamen ein paar Sorgenfalten mehr.

Ferrari-Formel-1-Shell-2015-Spa-Franchorcamps-Sebastian-Vettel-Kimi-7

Für Mercedes-Pilot und Lifestyle-Star Lewis Hamilton lief alles wie am Schnürrchen. Er sicherte sich nicht nur den Pole, sondern arbeitete in Spa auch an seinem Ziel, die Formel-1-Bestenliste ebenfalls zu dominieren. 6. Pole in Folge, 10. in der Saison. Da kann man schon einmal applaudieren. Während alle anderen Fahrer, scheinbar auf einem gleichen Niveau sind, fährt Lewis Hamilton scheinbar in einer anderen Liga, was für eine Fahrer-Fahrzeug-Kombination, da passt scheinbar alles. Vergleicht man ihm mit Team-Kollegen Rosberg, dann konnte man während dem Rennen schön erkennen, dass Rosberg im ersten Sektor der Schnellere Fahrer ist. Hamilton dominierte „nur“ den Rest der Strecke.

„Lustige und traurige Geschichten“: Bei V. Bottas hat das Williams Team einen falschen Reifen montiert, Botts fuhr auf drei weichen und auf einem harten Reifen. Das ist a) nicht gestattet, wird b) eine Strafe nach sich ziehen und dürfte fahrdynamisch auch nicht gerade der Hit sein. Bottas musste als Strafe eine Ehrenrunde durch die Boxengasse drehen, die Reifen durfte er behalten, scheinbar kommt er ganz gut damit zu Recht. Recht kniffelig wurde es auch für D. Ricciardo, sein Red Bull brach in der Eau Rouge aus und er musste in der Vollgas-Kurve kurz vom Gas. Ging aber alles gut, die Jungs können halt fahren. Ein paar Runden später stellte er seinen Boliden, kurz vor Start und Ziel, ab und ging zu Fuß weiter.

mercedes-benz-formel1-spa-01

Sebastian Vettel kämpfte sich zwischendurch auf den ersten Platz (er überholte Hamilton in der Box), verlor dann in der 15. Runde (während des eigenen Boxenstopps) einige Plätze und startete erneut die Aufholjagd. Ohne Frage, ein großer Fahrer. Das gilt allerdings auch für Hamilton und Rosberg.  Rosberg teilweise 3 Sekunden hinter Hamilton, Vettel dann schon eher 20-22 Sekunden hinter ihm, genauso wie Riccardo. Ich sag ja, der Hamilton fährt wie von einem anderen Stern, ich weiß auch nicht was der genommen hat. Vettel holte aber wieder auch und lag bereits in Runde 24 wieder auf den dritten Rang. Unter uns? Mehr war da auch nicht drin, zu stark waren die beiden Silberpfeile. Hier hätte man schon auf ein Wunder, auf einen technischen Defekt oder auf Regen hoffen müssen. Hamilton und Rosberg dominierten Spa, von der ersten bis zur letzten Runde.

Spannend waren die Boxenstopps. Die würfelten das Feld immer wieder schön durcheinander. So ein Radwechsel während des Boxenstopps ist übrigens echt harte Arbeit. Im Selbstversuch (ich schaffte mit „meinem Team“ eine Bestzeit von 2,9 Sekunden) merkt man erst einmal unter was für einen Stress die Crew-Mitglieder da stehen und schrauben. Beim Shell-Fahrsimulator bin ich die Strecke übrigens in 1:59 gefahren, Hamilton fuhr im Rennbetrieb teilweise 1:54er Zeiten, sollte ich eventuell doch noch mal über eine Rennfahrer-Karriere auf dem zweiten Bildungsweg nachdenken?

Den Formel 1 Grand Prix (43 Runden auf der 7 Kilometer langen Strecke des Circuit de Spa-Francorchamps in Spa Francorchamps) hat in diesem Jahr also Lewis Hamilton vor Rosberg gewonnen. Rosberg hat zwischendurch noch mal richtig Gas gegeben, so viel, dass sogar Hamilton bei der Box nachfragte wie das denn wohl passieren konnte. Kurz vorm Ende wurde es sogar noch einmal spannend, als Rosberg 1:52er Zeiten in den Asphalt brannte und Hamilton somit etwas näher kam. Sebastian Vettel, der in der 33. Runde noch über Probleme klagte fuhr 1:55er Zeiten und kam leider gar nicht mehr ins Ziel. In der 42. Runde platzte ihm ein Reifen und damit auch der Traum vom dritten Platz.

Vettel Verfolger R. Grosjean im Lotus holte in den letzten Runden noch mächtig auf und es kam zum 1:1 Duell zwischen Lotus und Ferrari ab der 40. Runde. Grosjean hatte einfach die noch frischeren Reifen drauf, eventuell lag es aber auch an dem technischen Defekt den Vettel in Runde 33 beklagte.  Da wurde es dann noch einmal richtig spannend in den letzten zwei Runden. Grosjean klar der schnellere, Vettel aber vor ihm und er machte auch keine Anstalten das freiwillig zu ändern, bis ihm halt der Reifen platzte. Die Ingenieure hatten ihm vorher noch über Funk gesagt, dass die Reifen von den Daten her gut aussehen, tja hätten die mal auf Vettel gehört, der wollte nämlich einen weiteren Wechsel, manchmal misst das sogenannte Popo-Meter doch besser als die moderne Messtechnik.

mercedes-benz-formel-1-spa-2015

Fotos: © Ferrari / Shell / Mercedes-Benz / Daimler

Wer übrigens mal darüber nachdenkt, sich selbst so ein Formel 1 Rennen live anzusehen, dem sei gesagt, dass man an der Strecke immer nur temporär mitbekommt, was so passiert. Besser mitverfolgen kann man das Rennen sicherlich vor dem heimischen Fernseher, aber einmal im Leben sollte man so ein Rennen schon live gesehen haben, damit man auch einmal die Atmosphäre miterlebt hat. Da bekommt man schon eine Gänsehaut wenn die Teufelskerle in den tollkühnen Kisten mit Tempo 300 an einem vorbei donnern.  Im Rahmenprogramm gibt es noch weitere GP-Rennserien und hier fuhr auch noch der Porsche Cup. Patrick Dempsey, alias Mc. Dreamy, habe ich somit auch gesehen. Die Karten vor Ort sind nicht ganz günstig, manche kosten bis zu 424 Euro. Was auch ansteigt sind die Verpflegungskosten, bekommt man am Freitag und am Samstag noch für 4 Euro eine Pommes mit Ketchup, muss man am Renn-Sonntag dafür schon 2 Euro mehr bezahlen. Parken war mit 10 Euro pro Fahrzeug aber günstig und ich kann gut verstehen, dass die Händler und Imbissbetreiber vor Ort auch ihren Umsatz / Gewinn machen müssen.

Disclaimer: Wie oben bereits erwähnt, wurde ich (zusammen mit Raphael von heldth.com) von Shell zu dem Formel 1 Rennen eingeladen. Weder Shell, noch der Technologie-Partner Ferrari hatte Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich sympathisiere klar mit Sebastian Vettel, freue mich aber ebenso für Mercedes-Benz und Lewis Hamilton, denn so einer meisterhafte Leistung muss man einfach Respekt zollen.

Der unfaire Vergleich: 1996 VW Golf 3 GTI (115 PS) vs. 2015 VW Golf 7 GTI (230 PS)

Heute im unfairen Vergleich, der VW Golf 3 GTI aus dem Jahre 1996 und der aktuelle VW Golf 7 GTI. Ein guter Grund sich einmal vor Augen zu halten, was in den letzten 20 Jahren so alles passiert ist. Wir verdienen inzwischen alle mehr Geld (hoffentlich) und können uns deswegen ein Auto leisten, was inzwischen 10.740 Euro teurer geworden ist. Dafür gibt es auch genau doppelt so viel Leistung und ein Fahrzeug was in der Lage ist genau 54 km/h schneller zu fahren.

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-9

Ganze vier Sekunden schneller beschleunigt der neue GTI von 0 auf 100 km/h und das obwohl er knapp 285 kg schwerer geworden ist. Teurer, schwerer, dafür aber auch besser ausgestattet und vor allem auch größer. 24 cm länger, 1,7 cm höher und 6,5 cm breiter. Der Radstand wuchs in den 20 Jahren um satte 15,6 cm und das kommt vor allem natürlich den Passagieren zu Gute. Das Kofferraumvolumen ist auch gewachsen, um 60-118 Liter.

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-14

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-7

Gar nicht mal so viel, der GTI war halt noch nie ein Lademeister. Beim kombinierten Verbrauch ging es nach unten, um satte 1,2 Liter. In der Stadt um 3,7 Liter und Überland werden 2,1 Liter (laut NEFZ) auf 100 km gespart und das obwohl der neue GTI 184 Nm, als mehr als das doppelte, mehr leistet als der Vor-Vor-Vor-Vorgänger. Bringen wir es auf den Punkt: Der aktuelle VW Golf 7 GTI ist größer, schneller, sparsamer (laut NEFZ) und dank etwas größerem Kofferraum auch praktischer.

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-11

Besser ausgestattet ist er auch, damit meine ich nicht nur die Sicherheitsfeatures, sondern natürlich auch die anderen Annehmlichkeiten wie Apple CarPlay, großem Navi, Sitzheizung und Klima-Automatik. Dank Modifizierung rollt mein GTI übrigens auch auf 18″ Felgen, der neue darf sich optional sogar 19 Zöller in die Radkästen zwängen. Objektiv betrachtet ist der neue VW Golf 7 GTI das bessere Auto, subjektiv betrachtet leider auch ;).

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-8

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-12

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-10

Der fährt sich wirklich gut, die Lenkung ist schön direkt, das adaptive Fahrwerk gut abgestimmt, die Bremsen lassen sich fein dosieren und das Getriebe ist kurz und knackig und auch wenn er in der Anschaffung natürlich recht teuer ist, käme er mich bei der Versicherung, aber auch beim Verbrauch unterm Strich vermutlich günstiger, wenn ich den auch 20 Jahre lang fahren würde. Tue ich aber nicht und aus dem Grund gibt es bald schon wieder einen unfairen Vergleich!

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-5

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-4Kommen wir zu den technischen Daten vom VW Golf 3 GTI / VW Golf 7 GTI:

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI VW Golf 7 GTI
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2009 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse untere Mittelklasse
Türen 2 4
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 30.400 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 169 (230) bei 4700 U/min
Hubraum 1984 ccm 1984 ccm
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 250 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6,4 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / Manuelles Getriebe
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Drehmoment 166 Nm 350 Nm
Kraftstoff Benzin Benzin
Tankinhalt (max.) 55 l 50 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 6,0 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 7,5 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 5,1 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 147 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4268/1442/1790 in mm
Radstand 2475 mm 2631 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1850 kg
Leergewicht 1110 kg 1395 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 380 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1270 l
Nutzlast 360 kg 543 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1600 kg / 690 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-3 VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-13 VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-6 VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-15

2015 Mercedes-AMG C63 Coupé – Ein erstes Stimmungsbild!

Vroooooom V8! Natürlich bekommt auch das Mercedes-AMG C63 Coupé den bekannten 4.0 BiTurbo V8 unter die Haube. Das Aggregat kennen wir bereits aus der Limousine, das Heck vom Coupé vom S-Klasse Coupé. Eine geschrumpfte S-Klasse? Das vermag ich nicht beurteilen, ich komme aus dem Ruhrgebiet, ich darf so ein Fahrzeug – sorry – geil finden!

Ich bin quasi mit dem D&W Katalog aufgewachsen, hab Tuning Hefte gesammelt und mein Zimmer zierten Poster von getunten Fahrzeugen. Ich kann nicht anders, das Tuning-Gen kommt entweder aus dem Ruhrpott oder ich habe es mit der Muttermilch inhaliert und auch wenn AMG kein Tuner sein will, finde ich die getunte Version vom C-Coupé wirklich gelungen. Die großen Lufteinlässe vorne, die breiten Backen und der – sorry – geile Arsch. Der Wagen wird seine Zielgruppe schneller finden als wir bis drei Zählen können, da bin ich mir ziemlich sicher und auf weiße Fahrzeuge mit schwarzen Felgen stehe ich ja sowieso, den Geschmack teile ich übrigens mit sehr erfolgreichen Designern.

Einer, der hier nicht genannt werden möchte, vergleicht ihn sogar mit dem Laguna GT, aber was denken die anderen? Hier gibt es für euch ein paar Impressionen und ein gemischtes Stimmungsbild aus der Blogosphäre:

Mercedes-AMG C 63 S Coupé (C 205) 2015

Moritz Nolte (automobil-blog.de): „Mir gefällt die Linie und das Heck. Mit 467 respektive 510 PS dürfte das Coupé auch ausreichend stark motorisiert sein.“

Jan Gleitsmann (fredericken.de): „Wie schon beim S-Klasse Coupé finde ich die AMG-Variante optisch längst nicht so harmonisch, wie das weniger potente Serienmodell. Rückblickend auf meine Probefahrt mit der C63 Limousine erwarte ich mir aber auch vom Coupé-Fahrspaß pur.“

Sebastian Bauer (passiondriving.de): „Die C63-Limousine ist großartig, das Coupé wird großartiger, weil’s als Coupé einfach großartiger sein muss und die Hinterachse noch mehr auf Fahrdynamik getrimmt wurde. Nur in Puncto Optik bin ich mir noch nicht sicher: zu sehr mochte ich den Vorgänger, zu sehr bereitet mir der C63 Black Series heute noch schlaflose Nächte.“

Nicole Y. Jodeleit (auto-diva.de): „Das neue C63 AMG Coupé ist wahrscheinlich mal wieder so eine „Rakete“, bei der jedes auf der Autobahn erscheinende Tempolimit richtig „schmerzt“. Ich würde ihn gern mal über die Rennstrecke scheuchen. Coupés mag ich sowieso am liebsten, ich brauche keinen Kombi.“

Marc J. Christiansen (fuenfkommasechs.de): „Der neue Dampfhammer aus Affalterbach – so schießt es mir durch den Kopf. Unglaubliche Rundungen und ein extrem muskulöse Erscheinung! Freue mich schon jetzt auf das erste Probehören dieses Boliden & natürlich auf eine Ausfahrt. Denn es wird fahrdynamisch viel versprochen und auch gehalten?“

Mercedes-AMG C 63 S Coupé (C 205) 2015

Markus Jordan (mbpassion.de): „Mercedes-Benz hat mit dem C Coupé ein durchaus beeindruckendes Fahrzeug auf die Räder gestellt – mit eigenständigem Heck, was nicht nur in München oder Ingolstadt für Aufsehen sorgen wird. Gerade das Heckdesign des Modells aus Affalterbach ist bestens gelungen.“

Simone Amores (www.mone-in-motion.de): „Sportlich schick mit der von Mercedes typischen Klasse – Ein Augenschmaus mit Charakter“

Don Dahlmann (racingblog.de)„Das C63 Coupé ist die schönste Mischung zwischen animalischer Kraft und wunderschönen Formen. Quasi der Panther unter den Sportwagen“

Mercedes-AMG C 63 S Coupé (C 205) 2015

Bjoern Habegger (mein-auto-blog.de): „Das neue C63 Coupe AMG verkörpert die sinnliche Erotik eines XXL-Phallus und lässt Beobachter nicht über die Dominanz seines Vorhabens im Unklaren. Das hier die Gewalt des omnipotenent V8 aus dem AMG GTS mit der scheinbaren Unverfänglichkeit eines Großserien-Coupes gekreuzt wurde, wirkt nur für unbedarfte Automobilisten erstmal unverfänglich.“

Verena Reuber (drive-blog.de): „“Schneller, tiefer und vor allem breiter“ schießt mir durch den Kopf, als ich die ersten Bilder des C63 AMG sehe. Die Unterschiede zum klassischen Coupe sind sofort erkennbar, recht markant und gut gelungen.“

Mercedes-AMG C 63 S Coupé (C 205)

Jens Stratmann (hier schon richtig): „Es gibt da tatsächlich eine Sache die mich beim C63 Coupé stört. Der Heckklappen-Spoiler sieht aufgesetzt aus, vermutlich ist das Teil aerodynamisch betrachtet ein „Must-Have“ aber ich würde rein ästhetisch lieber drauf verzichten, genauso wie auf den Stern am Heck und die Schriftzüge. Dann wäre es ein richtig schönes, cleanes Heck. Auch das Mercedes-Benz Emblem auf der Motorhaube würde ich weglassen, der Stern im Kühlergrill darf natürlich bleiben. Das die Fenster hinten starr sind und sich nicht versenken lassen dürfte auch nerven und die Rundumsicht leidet sicherlich auch dank dem Guckloch da  hinten, aber wer schaut schon in so einem Fahrzeug nach hinten?“

Update: 

Kim-Christopher Granz (designlovr.net): „Das C63 Coupé überzeugt im Exterieur durch seine stark ausgeprägten Seitenlinien. Dabei ist es das Spiel aus Klarheit und Schatten, das für ein muskulöses, gar protziges Auftreten sorgt.“

(weitere Ergänzungen auch gerne in die Kommentare!)

Fotos: © Daimler 2015