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Fotos / Bilder: VW Treffen Bielefeld / Lenkwerk 2014

Ohne viele Worte, einfach viele Fotos vom VW Treffen in Bielefeld welches heute stattgefunden hat. Viele schöne Fahrzeuge waren vor Ort, einige Exoten, einige bis zur Unkenntlichkeit verbastelt und einige wunderschön hergerichtet. Über Geschmack soll man nicht streiten, gell? Ich mag Tuning immer noch!

Hier sind die Fotos im Stream:

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Video: Mercedes-Benz S63 AMG Coupe – Nicht perfekt aber sexy!

Kann ein Auto sexy sein? Für mich ja! Vor allem wenn das Fahrzeug über so sinnliche Formen verfügt wie das neue Mercedes-Benz S63 AMG Coupé. Ist sexy nicht etwas was man sieht und dann sofort haben möchte, anfassen, fühlen, fummeln oder – wenn es ein Gegenstand ist – auch besitzen? Sind Autos sexy? Ich sage ja! Würde das sogar noch ausweiten: Sexy ist alles was man anfassen will! Das können schöne Oberflächen, tolle Formen oder aber auch haptisch sehr ansprechende Gegenstände sein. Also ist das neue S-Klasse Coupé – für mich – sexy! Denn es verfügt über diese gewisse Anziehungskraft.

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Stehen Männer auf tolle Hinterteile? Nun, davon kann ich mich nicht freisprechen. Ich mag attraktive Hinterteile, egal ob beim weiblichen Geschlecht oder bei Fahrzeugen und ich kann es nicht anderes sagen:

Das Heck vom neuen S-Klasse Coupé finde ich sexy. Leider ist es nicht perfekt! Denn es fehlt die Taste zum Öffnen! Viele Wege führen nach Rom, doch die Heckklappe hat keinen direkten Taster. Der Öffnungs- und Schließmechanismus arbeitet erst nach Tastendruck auf den Schlüssel, per Tastendruck in der Türtasche oder halt optional per Fußkick. Aber sind kleine Mängel nicht auch sexy? Wer will schon etwas perfektes? Dann wäre die Beziehung doch auch schnell langweilig.

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Aber zurück zur Kritik: Welcher Controller hat das verbrochen? Wie kann das “beste Fahrzeug der Welt” auf einmal so unperfekt sein? Ich könnte nun noch kritisieren, dass der neue CLS Shooting-Brake die neuen Multibeam Scheinwerfer bekommt, das neue Coupé der S-Klasse aber nicht und das Gewicht. Tja, da müssen wir auch drüber reden!

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Das Coupé bringt knapp 2 Tonnen auf die Waage und das merkt man am Kurveneingang. Aber Kurven sind doch sexy, oder? Meiner Meinung nach ein wunderschönes Fahrzeug, technisch auf dem Stand der Dinge. Auf Grund der Tatsache, dass wir es in Italien gefahren sind, bin ich (nur einmal) schneller als 90-100 km/h gefahren.

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Welch eine Qual! Der 5.5 Liter AMG Motor war somit noch nicht einmal “warm” da haben wir ihn schon wieder abgestellt. Die 585 Pferdestärken haben sich im V8 gelangweilt und das maximale Drehmoment von 900 Nm habe ich nur einmal gespürt. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Der funktioniert im S63 AMG Coupé hervorragend und dank 4MATIC und 7G-Tronic innerhalb von 3,9 Sekunden.

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Mitgebracht habe ich neben den Fotos auch dieses Ausfahrt.TV Video welches zusammen mit den Kollegen Sarah Sauer und Jan Gleitsmann entstanden ist:

Ihr mögt mich nicht? Kann ich verstehen! Wer der englischen Sprache mächtig ist, darf sich auch das Review von Jan anschauen, dort hört man den V8 direkt am Anfang auch noch etwas brüllen:

Gut, mir fehlen aktuell 180.000 Euro in der Portokasse für diesen automobilen Traum, aber das ist ja nicht das Problem von Mercedes-Benz. Das Problem ist hausgemacht. Mir würde auch der S500 reichen, da könnte ich sparen, allerdings würde ich das AMG Optik-Paket haben wollen, denn das wirkt meiner Meinung nach optisch viel besser und haucht dem formschönen Coupé die Sportlichkeit ein.

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Größe Räder müssen die Radkästen ausfüllen und dann würde ich noch die Embleme vom Heck entfernen. Dann wäre es mein Fahrzeug, selbst der Kofferraum wäre für mich groß genug. Mit einem Volumen von 400 Liter ist er gar größer als von manchen Kompaktfahrzeugen. Ihr merkt schon, ich bin da befangen und habe mich verliebt. Wenn das Coupé mit den optischen Reizen spielt, dann ist es halt um mich geschehen, da bin ich einfach gestrickt.


rad-ab.com klärt auf: Versicherungsschutz auf der Nordschleife?

Immer wenn ich jemanden sagen höre, dass die Nordschleife (also diese legendäre Rennstrecke in der Eifel, die auch den Spitznamen “grüne Hölle” trägt) ja “nur eine Landstraße ist” und man deswegen doch da auch den ganz normalen Versicherungsschutz hat, dann bekomme ich Bauchschmerzen.

Recht gibt mir nun das Oberlandesgericht in Karlsruhe, denn laut dem Ur­teil vom 15.04.2014 (Az.: 12 U 149/13) ergeht, dass kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die bei der Beteiligung an Fahrtveranstaltungen entstehen, bei denen es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt. Selbst Übungsfahrten sind dabei eingeschlossen und gar Schäden, die bei jeglichen Fahrten auf Motorsport-Rennstrecken entstehen, auch wenn es nicht auf einer Erzielung der Höchstgeschwindigkeit ankommt.

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Kurz zur Geschichte, am 04.04.2012 kam es auf der Nordschleife des Nürburgrings zu einem Abflug. Abgeflogen? Ein Porsche 911 GT3! Das Fahrzeug war über eine Haftpflichtversicherung und über eine Vollkaskoversicherung abgesichert. Im Kleingedruckten der Versicherung steht z,B. :

“Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die bei der Beteiligung an Fahrtveranstaltungen entstehen, bei denen es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt. Dies gilt auch für dazugehörige Übungsfahrten. Darüber hinaus besteht kein Versicherungsschutz für jegliche Fahrten auf Motorsport-Rennstrecken, auch wenn es nicht auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt (z.B. bei Gleichmäßigkeitsfahrten, Touristenfahrten). Versicherungsschutz besteht jedoch für Fahrsicherheitstrainings.” und weiter kann man dort lesen: “Das Fahrzeug darf nicht zu Fahrtveranstaltungen und den dazugehörigen Übungsfahrten verwendet werden, bei denen es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt und die behördlich nicht genehmigt sind.”

Nun, der Porsche-Fahrer fuhr bei einer DSK (Deutschen Sporfahrerkreis) Veranstaltung mit, die Veranstaltung fand auf einem Teil des Nürburgrings statt und dort ereignet sich nachfolgende Unfallschilderung: “Nach Rechtskurve hat Wagen übersteuert, hat sich gedreht und ist 2 x in Leitplanke gefahren. Gott sei Dank immer vorn! Geschw. ca. 115 km/h. Ich hatte Schuld.” – der Unfall sei in einer geschlossenen Ortschaft passiert. Die Versicherung fragte nach, da 115 km/h in einer geschlossenen Ortschaft doch eher untypisch sei. Erst da gab der Fahrer an, dass ihm bei der Schadensanzeige wohl ein Fehler unterlaufen sei. Der richtige Ort wäre außerhalb geschlossener Ortschaften gewesen, genauer gesagt: “Nürburgring Nordschleife, Abschnitt „Hohe Acht“ anlässlich einer Besichtigung während einer Touristenfahrt!”

2012 wurde die Kostenübernahme von der Versicherung abgelehnt. Der Fahrer, bzw. die Dame der das Fahrzeug gehörte, klagte und begründete: “Der Versicherungsnehmer wisse nicht, wann er versichert sei und wann nicht. Insbesondere sei intransparent, was unter einer Motorsport-Rennstrecke zu verstehen sei. Da die Klausel unter dem Stichwort „Rennen“ zu finden sei, müsse ein Versicherungsnehmer davon ausgehen, dass nur die Teilnahme an einem Rennen von der Versicherungsleistung ausgeschlossen sei. Bei der streitgegenständlichen Fahrt habe es sich nicht um ein Rennen gehandelt. Es sei weder um die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten noch um die Ermittlung der kürzesten Fahrzeit gegangen, sondern lediglich um die Optimierung von Fahrkönnen und Fahrtechnik. Ausschließliches Ziel der Veranstaltung sei die Verbesserung der Fahrsicherheit für den Straßenverkehr gewesen, weshalb sich die Veranstaltung letztlich als Fahrsicherheitstraining darstelle.” – Eigentlich clever, oder?

Das sah das Landgericht in Mannheim nicht so: “Die Versicherungs-Klausel sei wirksam, ihr Wortlaut klar und eindeutig; hiernach sollten jegliche Fahrten auf Motorsport-Rennstrecken vom Versicherungsschutz ausgenommen sein. Bei einer Motorsport-Rennstrecke handle es sich – was sich dem durchschnittlichen Versicherungsnehmer erschließe – um Strecken, die dem Motorsport gewidmet seien und auf denen kein öffentlicher Straßenverkehr stattfinde. Auch dass es mehrere Klauseln unterschiedlichen Inhalts gebe, mache Ziffer A 2.18.2 AKB nicht intransparent; vielmehr erschließe sich dem aufmerksamen Versicherungsnehmer problemlos, dass die unterschiedlichen Klauseln für unterschiedliche Versicherungen gelten. Etwas anders ergebe sich auch nicht daraus, dass das „Zwischenstichwort“ vor dieser Klausel „Rennen“ laute. Der Zusammenhang zwischen einem „Rennen“ und dem „Fahren auf einer Motorsport-Rennstrecke“ sei so eng, dass der verständige Versicherungsnehmer, der beabsichtige, an einer Veranstaltung auf einer Motorsport-Rennstrecke teilzunehmen, vom Lesen der Bedingung nicht deshalb absehe, weil er glauben könne, die Klausel sei für ihn keinesfalls einschlägig. Bei der streitgegenständlichen Veranstaltung handle es sich auch nicht um ein Fahrsicherheitstraining i.S.d. Versicherungsbedingungen.”

Die Klage wurde also abgewiesen und man ging in Berufung diese wurde in diesem Jahr ebenfalls abgewiesen. Also “habt Acht” wenn ihr in der hohen Acht unterwegs seit, denn die Versicherung muss nicht bezahlen wenn ihr dort euer Fahrzeug oder aber die Leitplanken zerstört. Noch schlimmer dürfte es werden, wenn andere Personen gefährdet oder gar verletzt werden.

Ich persönlich bin auch schon die ein oder andere Runde auf der Nordschleife gefahren, der Respekt vor der Strecke fährt jedes mal mit, nun vermutlich auch noch die Angst, dass die Frage ungewiss ist – wenn etwas passiert – wer dann zahlt. Denn was ist z.B. wenn dir jemand auf der Nordschleife ins Auto fährt,  du dich drehst und dabei andere Fahrzeuge beschädigst bzw. noch in die Leitplanke knallst. Was ist wenn derjenige nicht zahlen kann? Wer bleibt auf den Kosten sitzen und wer kann sich ein zweijähriges Gerichtsverfahren “leisten”? Solange nichts passiert bzw. nur das eigene Material drauf geht, ist ja alles in bester Ordnung und das wünsche ich jedem. Denn die Nordschleife ist schon wunderschön und das Gefühl da einmal selber drüber zu fahren ist auch unbeschreiblich.

Deswegen mein Tipp: Versicherungs-Police gut lesen, wird da eine Fahrt ausgeschlossen, dann mietet euch vor Ort ein Fahrzeug welches extra dafür versichert wurde. Nehmt auf keinen Fall ein Leihwagen von SIXT, Europcar, Avis etc. – denn die schließen die Benutzung von Rennstrecken in ihren AGB aus – damit handelt ihr euch gleich mehrfachen Ärger ein, auch wenn die Nürburgring Nordschleife als öffentliche Bundeskraftfahrstraße im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) und Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) gilt und durch die Breite von mehr als 12 Metern es keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Es gibt auch Fahrsicherheits-Trainngs die auf / an der Nordschleife stattfinden und zahlreiche Hersteller bieten auch Kurse an, dann fährt man a) nicht nur mit sehr schönen Fahrzeugen sondern auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Quelle: Oberlandesgericht in Karlsruhe – Ur­teil vom 15.04.2014 (Az.: 12 U 149/13)


Le Mans – die Legende – die Dokumentation: We are Racers von Michelin!

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Le Mans! Die Legende! 13,629 km lang ist die Strecke in Frankreich und dort werden Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 240 km/h erreicht. Das legendäre 24 Stunden Rennen schaue ich mir gerne im TV bzw. im Live Stream an, denn an der Strecke sieht man immer nur einen kurzen Ausschnitt und nie das komplette Rennen. Fussball Spiele sehe ich gerne live, Autorennen sehr gerne auch im Stream / im TV – auch wenn ich bestätigen darf, dass es vor Ort ein ganz anderes Gefühl ist. Wenn die Luft nach Benzin und Gummi riecht, wenn die Ohren von den sonoren Klängen der Sportwagen verwöhnt werden, ja dann steht man an der Rennstrecke. Es muss für die Fahrer ein tolles Gefühl sein. Vorbei an den jubelnden Menschenmassen. Le Mans ist – seit ein paar Jahren bereits – wenn Audi gewinnt. In diesem Jahr hat Porsche auch wieder angegriffen. Gewonnen? Hat Audi! Porsche hat sich aber ganz und gar nicht blamiert, Toyota natürlich auch nicht. Die Top-Teams fuhren übrigens auf Michelin Reifen und von Michelin stammt auch nachfolgendes Video welches euch in 7:45 Minuten den Spirit von Le Mans etwas näher bringt.

Der Porsche 919 Hybrid wurde von Porsche speziell für den  FIA World Endurance Championship und den Einsatz in Le Mans entwickelt. Strenge Vorgaben in den Bereichen Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit machten schnell klar: mit reiner Kraft lässt sich der Weltmeistertitel in dieser höchsten Klasse nicht gewinnen. Vielmehr lautet das Ziel: optimale Energieeffizienz bei maximaler Performance. Das gilt für die Fahrzeuge, aber auch für die anderen Bauteile. Die Reifen z.B. mussten die Kraft ja schließlich auch in allen Situationen auf die Straße bekommen. Wie gesagt, Audi hat gewonnen, angetrieben mit einem Selbstzünder und natürlich auch mit Michelin bereift.

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