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Was kostet die Mercedes-Benz B-Klasse als Elektroauto?

Der Preis ist heiß und das Geheimnis wurde bis dato auch (eigentlich) ganz gut gehütet. Mein-Auto-Blogger Bjoern Habegger hatte den Preis ja schon vorab verkündet und lag damit natürlich nicht ganz so falsch. Unter uns? Die Preise wurden hinter vorgehaltener Hand auch schon mal erwähnt, von daher war er nun keine ganz so große Überraschung. Die neue B-Klasse startet als Electric Drive bei 39.151 Euro. Interessanter dürfte sein: Die monatliche Leasingrate fängt bei 399 Euro an. Klar, viel Geld auf der einen Seite. Dafür aber auch ein unbeschreibliches, leises und lokal emissionsfreie Fahrgefühl auf der anderen Seite. Der 132 kW starke Elektromotor sorgt mit seinen 340 Nm für die Beschleunigung. Ihr könnt mit der Kilowatt Angabe nichts anfangen? 180 Pferdestärken wollen hier nach vorne. Von 0 auf 100 km/h benötigt die Elektro-B-Klasse 7,9 Sekunden.

B-Klasse Electric Drive (W 242) 2014B-Class Electric Drive (W 242) 2014

Kein Bestwert? Nein, die Stärken der elektrischen B-Klasse liegen nicht bei der Beschleunigung, sondern bei der Alltagstauglichkeit. Diese elektrisch angetriebene B-Klasse ist ein vollwertiger Fünfsitzer der vier Personen ausreichend Platz bietet und dessen Kofferraum noch bis zu 501 Liter schluckt. Dabei wurde vom Design gar nicht so viel verändert, die B-Klasse ED basiert auf dem Vor-MOPF Modell der B-Klasse, zeigt sich im Innenraum aber up 2 date und unterscheidet sich ansonsten nur durch ein paar Details von einem herkömmlichen Fahrzeug. Optional kann man sich die B-Klasse Electric Drive so gestalten wie man gerne möchte und die B-Klasse ED sieht nicht aus wie ein typisches Elektroauto. Ich mag das. Ich muss kein Statement setzen und wenn dann reichen mir die kleinen optischen Highlights wie z.B. die blauen Spiegelkappen.

B-Klasse Electric Drive (W 242) 2014

Wie sieht es mit der Reichweite aus? NEFZ sagt 200 km, wer die Batterie etwas mehr belastet (gegen Aufpreis möglich) schafft 230 km. Interessanter als die Reichweitenerhöhung finde ich in dem Fall die Frontscheibenheizung. Vorausschauend blickt das radargestützte Bremssystem, welches die Reichweite ebenfalls durch die Rekuperation vergrößern soll. Bei der Reichweite setzt Mercedes hier auch Maßstäbe. Der Elektro-Golf schafft 190, der BMW i3 “nur” 160, allerdings verfügt der optional über einen Benzin-Motor der als Reichweitenverlängerer genutzt werden kann.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass man seine eigenen Fahreigenschaften in einem Elektrofahrzeug verändert. Man fährt sparsamer, man lässt auch mal die Klimaanlage aus und man fängt an bewusster zu fahren. Klingt komisch, ist aber so. Mir persönlich reicht das Platzangebot der Mercedes-Benz B-Klasse (inzwischen) vollkommen aus. 2 Kinder, 1 Hund, 1 Paar – dafür ist die B-Klasse gemacht. Meine Liebste würde auch mit der Reichweite auskommen, ich hingegen leider nicht und da ist mein persönlicher Knackpunkt. Ich fahre häufiger – viel zu häufig 250-300 km und habe keine großartige Lust / Zeit mich dann zwischendurch auch noch mal an die Ladesäule zu stellen. Ich bin aber auch nicht der Durchschnitt, im Durchschnitt fährt man 60-80 km pro Tag und für die Zielgruppe bietet die elektrische B-Klasse ausreichend Puffer, selbst im Winter wo die Reichweite abnehmen wird. Der NEFZ Wert wird nämlich bei einer Außentemperatur von 20°C errechnet.

B-Klasse Electric Drive (W 242) 2014B-Class Electric Drive (W 242) 2014

Ich durfte damals schon mal mit einem Entwicklungsträger fahren, hier seht ihr das Video davon und vor ein paar Tagen durfte ich mir auf der wunderschönen Insel Mallorca das fertige Produkt ansehen und muss gestehen: Die neue B-Klasse wäre in der Tat ein Fahrzeug für unsere Familie. Also Electric Drive auf Grund der persönlichen Anforderungen an die Reichweite leider nicht, aber ansonsten zu 100%.

Andere Blogger habe ich zu Wort kommen lassen in meinem Video-Fahrbericht zur neuen B-Klasse. Jan und Sarah konnten leider nicht und so haben wir aktuell kein ausfahrt.TV Video zur B-Klasse, aber ein paar Eindrücke und vor allem andere Meinungen kann ich euch hier präsentieren:

Fotos: © Mercedes-Benz 2014


1 Kommentar

NYIAS 2013: Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive 2013

Kennt ihr das? Ihr seid enttäuscht? Enttäuscht von euch selbst? Von eurer eigenen Zeitplanung? Eine Nacht war ich in New York, wollte so viel schaffen, so viel machen und nicht viel hat geklappt. Schuld? Ich, mangelndes Internet (ich kam nicht ins UMTS Netz weil es scheinbar überlastet war auf der Messe) und sicherlich auch der Reiz der großen Stadt die niemals schläft. Dazu kam noch die Tatsache, dass einige Hersteller scheinbar den Sinn eines Pressetages verschlafen haben und die Fahrzeuge erst am späten Nachmittag enthüllt oder gar nicht auf der Messe gezeigt haben. Pech! Habe ich halt nur die Fahrzeuge von den ausgeschlafenen Herstellern fotografiert. Das war teilweise auch gar nicht so einfach, denn überall gab es Kamerateams und “Sperrzonen” wo man nicht durchlaufen durfte um hier z.B. mal die Tür zu schließen oder die Ladeklappe zu schließen:

mercedes-benz-b-klasse-eletric-drive-usa-deutschland-kaufen-preis

Ausgeschlafen hat nun die Elektrik-Drive Studie von der Mercedes-Benz B-Klasse. Das Fahrzeug welches bis dato in blau foliert von Messe zu Messe gefahren wurde, zeigte sich auf der NYIAS 2013 im serienmäßig Zustand und hellblau lackiert. Unter der Haube? Ein starker Elektromotor der ein maximales Drehmoment von mehr als 310 Nm freigeben kann. Die Höchstgeschwindigkeit ist zu Gunsten der Reichweite elektronisch auf 160 km/h. Keine Platzprobleme:

“Die Energieversorgung des elektrischen Antriebs übernimmt eine leistungsstarke Lithium-Ionen Batterie. Sie ist platzsparend und sicher im sogenannten „Energy Space“ im Unterboden des Fahrzeugs untergebracht. Durch dieses intelligente Packaging behält der Fünfsitzer den bekannt großzügigen Innen- und Kofferraum der B-Klasse.”


mercedes-benz-b-klasse-eletric-drive-usa-deutschland-kaufen-seite

Mit der Reichweite von 200 Kilometern (ermittelt nach dem NEFZ Wert) dürfte der Alltagsbedarf von vielen Menschen gedeckt sein, lädt man das Fahrzeug auf kommt man vermutlich zu derzeitigen Strom-Preisen zwischen 4-5 Euro 100 km weit, wenn man kein Eigenversorger ist. Eigenversorger? Ja, sowas funktioniert in anderen Ländern. Andere Länder, andere Sitten! Die USA lässt sich nicht lange bitten, denn in den USA geht die B-Klasse Electric Drive zu erst an den Start. Man munkelt, dass es Ende 2013 – Anfang 2014 soweit ist. Ein Jahr später dürfte die Elektro-B-Klasse dann auch in Deutschland über die Straßen rollen.

Ich habe wirklich jeden Moment genutzt um den Preis herauszufinden, man wird sich sicherlich am Markt bewegen und setzt natürlich auch auf die Länder die eine große Förderung anbieten. 12.500 US$ bekommt man z.B. derzeitig in Kalifornien, wenn das mal kein Grund ist über alternative Antriebe nachzudenken – in den USA!

mercedes-benz-b-klasse-eletric-drive-usa-deutschland-kaufen-preis-heck