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Test Mitsubishi Lancer Sportback: erster Eindruck

Samstag, 4. Februar 2012

Sicherlich spielt eine gewisse Vernunft bei einem Autokauf eine Rolle, aber wer würde sich ein Auto vor die Tür stellen, das er hässlich findet? Im Normalfall wohl niemand. Also spielt das Design von Fahrzeugen eine unter Umständen kaufentscheidende Rolle. Da hatte Mitsubishi, wie in diesem Beitrag zur Marke Mitsubishi bereits von mir geschildert, in der Vergangenheit kein besonders glückliches Händchen bewiesen und mit langweiligen Fahrzeugen wie dem Carisma nicht wirklich für Aufsehen gesorgt.

Mitsubishi Lancer Sportback mit MIGNun gefällt mir das derzeitige Markengesicht, das laut Artikel von Jens ab diesem Jahr leider wieder geändert wird, zugegebenermaßen sehr gut. Die aggressive Jetfighter-Front mit den “böse” dreinschauenden Scheinwerfern hat es mir wirklich angetan und selbst als Fan der Marke Audi muss ich sagen, dass mir der große Grill der Japaner in seiner Form und Positionierung besser gefällt. Dementsprechend erfreut war ich, als ich hörte, dass ich einen Lancer für den Test bekomme.

Mitsubishi Lancer Sportback FrontDoch die Recherche im Internet offenbarte scheinbar Gruseliges. Es gab drei mögliche Lancer, die hier zum Übergabetermin auftauchen konnten, wobei ich den Evolution aufgrund der Information, dass ich einen 1,6 Liter erhalte schon direkt ausschließen konnte – leider. Blieben also die Mitsubishi Lancer Sportlimousine und das Mitsubishi Lancer Sportback. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf klassische Formen stehe und mit der Fließheckfraktion meistens nichts anfangen kann. Also hoffte ich einfach auf die Sportlimousine.

Mitsubishi Lancer Sportback Heck schräg hochNicht wirklich schwer zu erraten, was für ein Wagen kam, zumal ich es ja auch schon in der Testwagenvorstellung gezeigt hatte: das Sportback. Und ganz ehrlich? Ich fand das Heck des Wagens anfänglich echt befremdlich und erschrak fast jeden Morgen, wenn ich aus dem Fenster blickte. Doch bei genauerer Betrachtung des Wagens aus verschiedenen Blickwickeln wirkte das Design samt Spoiler doch irgendwie stimmig. Das die große Heckklappe des Mitsubishi natürlich auch diverse Vorteile bietet, steht dazu noch auf einem anderen Blatt. Und mittlerweile hab ich mich tatsächlich daran gewöhnt, finde es fast schon schick.

Mitsubishi Lancer Sportback SeitenansichtSchade nur, dass so wenig davon unterwegs sind. Wie so oft, wenn man sich mit einem Fahrzeug ein wenig intensiver beschäftigt oder selbst eines fährt, achtet man auch verstärkt darauf im Straßenverkehr. Doch trotz des Mitsubishi-Händlers im nahe gelegenen Ortsteil bleibt ein Mitsubishi Lancer der aktuellen Baureihe hier eher ein seltener Wagen. Sieht man die Jetfighter-Front, ist meist ein kleiner Mitsubishi Colt oder ein größerer ASX unterwegs. Woran das eventuell liegende könnte, werde ich im nächsten Beitrag näher beleuchten.

Mitsubishi Lancer Sportback vorne schräg hochBereits jetzt möchte ich mich übrigens für die Qualität der Bilder entschuldigen. Die für das Frühjahr geplante Anschaffung einer digitalen Spiegelreflexkamera ist aufgrund des Autounfalls meiner Frau erst einmal wieder in den Hintergrund gerückt. Daher sind diese Fotos hier mit meiner Kompaktkamera entstanden, die leider kaum manuelle Einstellmöglichkeiten bietet und je nach Lichtverhältnissen etwas überfordert ist. Gerade beim weißen Wagen in der Sonne machte sich dies stark bemerkbar.

Mitsubishi Lancer Sportback von obenIch hoffe dennoch, dass die Bilder zumindest einen positiven Eindruck vom Mitsubishi vermitteln können, auch wenn ich meine Ideen technisch nicht immer so umsetzen kann. Im nächsten Beitrag wird es dann im Innenraum des Mitsubishi Lancer Sportback weitergehen. Denn dort befindet man sich als Fahrer, Beifahrer oder Rückbänkler ja meistens.

Neuer Testwagen: Mitsubishi Lancer Sportback “XTRA” 1.6

Freitag, 27. Januar 2012

Unsere “Facebook-Fans” haben es ja bereits mitbekommen: seit Dienstag gibt es ein neues Testfahrzeug. Es handelt sich dabei um einen Mitsubishi Lancer der achten Generation. Die Karosserievariante Schrägheck, die bei Mitsubishi Sportback genannt wird, war für mich zugegebenermaßen anfänglich eher gewöhnungsbedürftig, doch nach den ersten Tagen finde ich das Heck gar nicht mehr so schlecht. Zudem bietet die große Klappe sicherlich auch Vorteile, auf die ich im Laufe des Tests in kommenden Beiträgen noch eingehen werde.

Mitsubishi Lancer Sportback Test Bild 1Wie im Beitragstitel angegeben handelt es sich um ein Sondermodell namens XTRA, dass zusätzlich zum normalen Lancer mit Bi-Xenon-Scheinwerfern mit Kurvenlicht (anfangs etwas irritierend), Einparkhilfe hinten und Sitzheizung vorne ausgestattet ist. Zudem soll es eine USB-Audioschnittstelle geben, die ich bisher aber noch nicht entdeckt habe.

Unter der Haube werkelt der derzeit kleinste im Lancer Sportback erhältliche ClearTec – Benzinmotor, der aus 1,6 Litern Hubraum immerhin 117 PS mobilisiert. Die Kraftübertragung erfolgt mittels 5-Gang-Schaltgetriebe an die angetriebenen Vorderräder.

Genug des emotionslosen Geschwafels, hier sollten erst einmal nur die knallharten Fakten präsentiert werden. Im nächsten Beitrag werde ich dann von den ersten Eindrücken berichten. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese wie immer stellen, ähnlich wie Kollege Jens werde ich gerne versuchen, eure Testvorschläge umzusetzen und Fragen zu beantworten oder Detailfotos einzustellen.

Mitsuwer? Ach Mitsubishi!

Samstag, 21. Januar 2012

In Erwartung eines weiteren Testfahrzeugs, Jens bewegt ja derzeit bereits einen Mitsubishi ASX, wird es auch für mich Zeit, sich einmal mit der Marke auseinanderzusetzen. Das ist aber gar nicht so leicht, denn irgendwie hat Mitsubishi es geschafft durch Unauffälligkeit zu glänzen, was mich zu dem leicht überspitzten Titel dieses Beitrages inspirierte.

Reisen wir zurück in die Vergangenheit. Als Jugendlicher stand ich total auf diese ganzen japanischen Offroader: eckig, spartanisch, geländegängig – also ganz anders als die heutigen der SUV-Klasse angehörenden Fahrzeuge. Und natürlich stand ich deshalb auch auf den Mitsubishi Pajero der ersten Generation, der heute aber aufgrund der braunen Pest leider weitestgehend ausgestorben ist.

Ebenfalls erinnere ich mich noch vage an einen Bekannten, der einen getunten Mitsubishi Colt fuhr. Der C10 war wild verspoilert und ging wie die Hölle. Ich vermute also, dass es sich um einen der turbogetriebenen Wagen handeln musste. Zudem konnte man überall auf dem Wagen “Ralliart” lesen. Nach der Schule fing ein ehemaliger Klassenkamerad seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker (ja, früher hieß das noch so) bei Mitsubishi an, was einem die Marke aber dennoch nicht näher brachte. Jahre später traf ich den Kumpel dann bei einem Klassentreffen. Er fuhr einen Mitsubishi Eclipse der 1. Generation, den ich dann nachts im Dunkeln mal ein paar Kilometer fahren durfte, da der ehemalige Mitschüler ein wenig zu viel getankt hatte.

Mitsubishi Colt altDas letzte Mal bewusst wahrgenommen habe ich einen Mitsubishi, als wir vor einigen Jahren nach Aachen zogen und einer der Nachbarn seinen schrottreifen Colt vor der Türe stehen hatte. Danach wurde es wieder still um die Marke. Niemand im Bekanntenkreis fuhr einen Mitsubishi und im Straßenverkehr rollten die meisten davon eher unauffällig an einem vorbei. Auch machte Mitsubishi sonst kaum auf sich aufmerksam, weder durch innovative Werbung, noch durch Lobeshymnen in Pannenstatistiken. Darum kümmerte sich die asiatische Konkurrenz.

Mitsubishi LancerMittlerweile hat sich das Ganze etwas gewandelt. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Faktoren, die mich die Marke Mitsubishi wieder stärker wahrnehmen lassen. Einerseits gibt es in einem Ortsteil der Gemeinde, in der wir jetzt wohnen einen Mitsubishi-Händler. Das führt natürlich dazu, dass die Fahrzeuge hier verstärkt unterwegs sind. Selbst mein neuer Vermieter fährt einen und schwört drauf. Ein in meinen Augen aber viel wichtigerer Grund ist die neue Front der aktuellen Modelle. Diese als Jetfighterfront bezeichnete Vorderseite gefällt mir durch ihre Aggressivität sehr gut. Natürlich gibt es Zweifler, die jammern, das Design des Kühlergrills sei bei Audi geklaut, aber ich finde das Thema bei Mitsubishi viel besser umgesetzt. In dem Zusammenhang ist es sehr schön, dass man dies nun zum Markengesicht macht und fast alle Modelle diese unverwechselbare Front haben. Ich persönlich finde das 10 x besser als die langweilige Front eines Mitsubishi Carismas aus der Vergangenheit.

Und nun bin ich sehr gespannt, wie sich der Mitsubishi Testwagen so im Alltag machen wird und ob er den guten Eindruck, den er von außen macht, auch im Inneren fortsetzen kann.