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Wo sind die japanischen Sportwagen hin?

Montag, 30. Januar 2012

Wo ich mich derzeit ja mit einem Fahrzeug aus dem Hause Mitsubishi und der Marke im Allgemeinen beschäftige, ist mir aufgefallen, dass diese – zumindest hier in Deutschland – keine Sportwagen mehr im Programm haben. Gut, der Mitsubishi Lancer Evolution ist sicherlich ein sportliches Fahrzeug, aber eben keines dieser klassischen Sportcoupés, wie es viele japanische Hersteller in den 80er und 90er Jahren im Programm hatten. Fahrzeuge wie der Mitsubishi Starion, der 3000 GT und der hierzulande sehr bekannte Mitsubishi Eclipse, der nicht zuletzt aufgrund der Fast-and-Furious-Filme zu Ruhm gelangte. Alle weg.

Toyota MR2Und auch bei anderen Herstellern aus Japan scheinen Sportwagen nicht mehr so richtig im Trend zu liegen. Fuhr ich in den 90ern noch mit einem Toyota MR2 durch die Gegend, schaute jedem Toyota Supra hinterher und kannte Celica-Fahrer, war auch bei Toyota irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht. Immerhin soll es ab Mitte 2012 den neuen Toyota GT 86 geben, der mich von der Formensprache her (kurz und knubbelig) doch arg an den Nissan 350Z / 370Z erinnert. Bei Honda sieht es ähnlich aus, der Honda NSX und der Honda S2000 wurden im letzten Jahrzehnt eingestellt. Vom Erstgenannten soll es allerdings schon ein Konzeptfahrzeug geben, von dem in rund 3 Jahren erste Serienfahrzeuge auf den Markt kommen sollen.

Kehren die japanischen Sportwagen also zurück? Und will man das überhaupt? Waren das hier wirkliche Verkaufsschlager? Was meint ihr?

Neuer Testwagen: Mitsubishi Lancer Sportback “XTRA” 1.6

Freitag, 27. Januar 2012

Unsere “Facebook-Fans” haben es ja bereits mitbekommen: seit Dienstag gibt es ein neues Testfahrzeug. Es handelt sich dabei um einen Mitsubishi Lancer der achten Generation. Die Karosserievariante Schrägheck, die bei Mitsubishi Sportback genannt wird, war für mich zugegebenermaßen anfänglich eher gewöhnungsbedürftig, doch nach den ersten Tagen finde ich das Heck gar nicht mehr so schlecht. Zudem bietet die große Klappe sicherlich auch Vorteile, auf die ich im Laufe des Tests in kommenden Beiträgen noch eingehen werde.

Mitsubishi Lancer Sportback Test Bild 1Wie im Beitragstitel angegeben handelt es sich um ein Sondermodell namens XTRA, dass zusätzlich zum normalen Lancer mit Bi-Xenon-Scheinwerfern mit Kurvenlicht (anfangs etwas irritierend), Einparkhilfe hinten und Sitzheizung vorne ausgestattet ist. Zudem soll es eine USB-Audioschnittstelle geben, die ich bisher aber noch nicht entdeckt habe.

Unter der Haube werkelt der derzeit kleinste im Lancer Sportback erhältliche ClearTec – Benzinmotor, der aus 1,6 Litern Hubraum immerhin 117 PS mobilisiert. Die Kraftübertragung erfolgt mittels 5-Gang-Schaltgetriebe an die angetriebenen Vorderräder.

Genug des emotionslosen Geschwafels, hier sollten erst einmal nur die knallharten Fakten präsentiert werden. Im nächsten Beitrag werde ich dann von den ersten Eindrücken berichten. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese wie immer stellen, ähnlich wie Kollege Jens werde ich gerne versuchen, eure Testvorschläge umzusetzen und Fragen zu beantworten oder Detailfotos einzustellen.

Mitsuwer? Ach Mitsubishi!

Samstag, 21. Januar 2012

In Erwartung eines weiteren Testfahrzeugs, Jens bewegt ja derzeit bereits einen Mitsubishi ASX, wird es auch für mich Zeit, sich einmal mit der Marke auseinanderzusetzen. Das ist aber gar nicht so leicht, denn irgendwie hat Mitsubishi es geschafft durch Unauffälligkeit zu glänzen, was mich zu dem leicht überspitzten Titel dieses Beitrages inspirierte.

Reisen wir zurück in die Vergangenheit. Als Jugendlicher stand ich total auf diese ganzen japanischen Offroader: eckig, spartanisch, geländegängig – also ganz anders als die heutigen der SUV-Klasse angehörenden Fahrzeuge. Und natürlich stand ich deshalb auch auf den Mitsubishi Pajero der ersten Generation, der heute aber aufgrund der braunen Pest leider weitestgehend ausgestorben ist.

Ebenfalls erinnere ich mich noch vage an einen Bekannten, der einen getunten Mitsubishi Colt fuhr. Der C10 war wild verspoilert und ging wie die Hölle. Ich vermute also, dass es sich um einen der turbogetriebenen Wagen handeln musste. Zudem konnte man überall auf dem Wagen “Ralliart” lesen. Nach der Schule fing ein ehemaliger Klassenkamerad seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker (ja, früher hieß das noch so) bei Mitsubishi an, was einem die Marke aber dennoch nicht näher brachte. Jahre später traf ich den Kumpel dann bei einem Klassentreffen. Er fuhr einen Mitsubishi Eclipse der 1. Generation, den ich dann nachts im Dunkeln mal ein paar Kilometer fahren durfte, da der ehemalige Mitschüler ein wenig zu viel getankt hatte.

Mitsubishi Colt altDas letzte Mal bewusst wahrgenommen habe ich einen Mitsubishi, als wir vor einigen Jahren nach Aachen zogen und einer der Nachbarn seinen schrottreifen Colt vor der Türe stehen hatte. Danach wurde es wieder still um die Marke. Niemand im Bekanntenkreis fuhr einen Mitsubishi und im Straßenverkehr rollten die meisten davon eher unauffällig an einem vorbei. Auch machte Mitsubishi sonst kaum auf sich aufmerksam, weder durch innovative Werbung, noch durch Lobeshymnen in Pannenstatistiken. Darum kümmerte sich die asiatische Konkurrenz.

Mitsubishi LancerMittlerweile hat sich das Ganze etwas gewandelt. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Faktoren, die mich die Marke Mitsubishi wieder stärker wahrnehmen lassen. Einerseits gibt es in einem Ortsteil der Gemeinde, in der wir jetzt wohnen einen Mitsubishi-Händler. Das führt natürlich dazu, dass die Fahrzeuge hier verstärkt unterwegs sind. Selbst mein neuer Vermieter fährt einen und schwört drauf. Ein in meinen Augen aber viel wichtigerer Grund ist die neue Front der aktuellen Modelle. Diese als Jetfighterfront bezeichnete Vorderseite gefällt mir durch ihre Aggressivität sehr gut. Natürlich gibt es Zweifler, die jammern, das Design des Kühlergrills sei bei Audi geklaut, aber ich finde das Thema bei Mitsubishi viel besser umgesetzt. In dem Zusammenhang ist es sehr schön, dass man dies nun zum Markengesicht macht und fast alle Modelle diese unverwechselbare Front haben. Ich persönlich finde das 10 x besser als die langweilige Front eines Mitsubishi Carismas aus der Vergangenheit.

Und nun bin ich sehr gespannt, wie sich der Mitsubishi Testwagen so im Alltag machen wird und ob er den guten Eindruck, den er von außen macht, auch im Inneren fortsetzen kann.