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Blogvorstellung / Blogger Interview: 10 automobile Fragen an Nicole Y. Männl von 0511web.de

Erstens kommt es anders und Zweitens als man(n) denkt. Gestern hatte ich dieses Interview schon veröffentlicht, doch kurze Zeit später ist die Datenbank von Manitu abgeraucht. Es war wohl ein allgemeiner Fehler und konnte dann gestern Abend auch irgendwann wieder behoben werden. Rad-ab.com stand also einen Tag ohne Benzin am Straßenrand und hat auf den Internet-Pannendienst gewartet. Das ist echt ärgerlich, vor allem da die neu gesetzten Links alle ins Leere laufen und dieser Umstand auch heute noch so bleibt. Denn auch in unserer Datenbank kam es zu einem Content-Verlust. Glück im Unglück: Das Interview mit Nicole habe ich noch, genauso wie die Fotos, die Nicole uns freundlicherweise mitgesandt hat. Also nächster Versuch:

Hallo Nicole, du bist die erste Dame! Also eine Premiere hier bei Rad-ab.com. Stell dich und deinen Blog doch mal kurz vor, worüber bloggst du?

Mein Name ist Nicole Y. Männl, ich bin Freiberuflerin (Konzept, Beratung, Ausführung, Workshops für das Web und Social Web und stehe auch für Vorträge/Panels zur Verfügung). Ich organisiere seit 2006 den WebMontag Hannover, seit 2008 das BarCamp Hannover und seit 2010 die WP Blogger Treffen. Mein Blog habe ich 2007 mit Postings über Veranstaltungen wie WebMontag und BarCamps angefangen, mittlerweile sind Social Web Themen (Facebook, Twitter, Google+, …) dazu gekommen. Meine Autothemen im Blog sind Testfahrten mit allen möglichen Autos, Fahrzeugpremieren, Berichte von Motor Shows, Video-Interviews / Interviews vom CEO bis zum Experten von Autofirmen sowie Berichte und Probefahrten über E-Autos. Ich habe schon an mehreren E-Auto Rallyes teilgenommen (Silvretta, e-miglia, F-Cell World Drive, Bertha Benz Challenge), über die ich natürlich auch schreibe.

Du bist also wirklich viel im Auto unterwegs. Gehen wir mal ein paar Jahre zurück. Wie waren die Führerscheinprüfungen (Theorie und Praxis) und hast Du Deinen Führerschein auf Anhieb bestanden?

Null Fehler Theorie, die praktische Prüfung auf Anhieb. So wie sich das gehört. Der Prüfer mokierte lediglich, ich sollte mehr in den Rückspiegel schauen. Also Rückspiegel, nicht Schminkspiegel! Hatte ich zwar gemacht, aber eben nur aus dem Augenwinkel und meinen Kopf dabei nicht soooo sichtbar verbogen. Das war ihm wohl entgangen. Wichtig war, dass ich den Lappen sofort bekam! Ein neues Leben begann!

Ohja, das kenne ich. Mit dem Führerschein begann auch bei mir ein neues Leben. Was war denn dein erstes Auto, bzw. das erste Auto was du bewegt hast?

Mein erstes Auto war doch tatsächlich mein Fahrschulwagen, ein Ford Escort 1,6 Diesel. Direkt nach der bestandenen Prüfung saß ich öfter am Steuer des Mercedes 200/8 Diesel von meinem Damaligen.
Das erste eigene Fahrzeug – falls Du das meintest – war ein VW Käfer 1302. Er war süße siebzehn, ich war achtzehn.


Den Ford Escort Diesel hatte ich auch als Fahrschulwagen. Der Fahrlehrer sagte als Grund: Der Prüfer muss ja hinten bequem sitzen können. Gibt es bei dir da auch eine besondere Geschichte zu? Erzähl doch mal…

Oh, schöne Geschichten gibt es so viele, die ich gern erzähle, darum blogge ich ja auch jetzt über Autos. Lustig war die eine Fahrschulstunde, bei der mir mein Fahrschullehrer “Anfahren am Berg” beibringen wollte. Da ich sonst alles sehr schnell begriff, erwartete mein Lehrer, dass ich dies auch auf Anhieb können musste. Es ging zwar irgendwie, aber damals war mein sanfter Frauengasfuß ein Stück zu zögerlich, dass ich immer ein winziges kleines Stückchen zurückrollte, bevor ich den Berg “erklimmen” konnte.

Mein Lehrer schaute auf einmal ernst, verlangte (höflich, aber nicht abzulehnen) meine Uhr, ich dachte mir nichts dabei, vermutete treudoof, dass er seine vergessen habe und gab sie ihm. Es war übrigens eine wertvolle Uhr, die ich von meiner Mutter geschenkt bekam. Nun stieg mein Lehrer unerwartet aus, ich beobachtete, wie er zum rechten Hinterrad ging, sich bückte und wieder einstieg. Lächelnd erzählte er mir, dass nun meine Uhr hinter dem Rad liegen würde, er hätte eine gute Versicherung. Was glaubt Ihr, wie toll ich auf einmal am Berg anfahren konnte! Eins A! Mein Lehrer zog triumphierend amüsiert die Uhr aus seiner Jackentasche und lobte mich anständig. Ich hätte ihn vierteilen können, war aber so froh über den Erfolg, dass ich mitlachen musste.

Clever, den Trick muss ich mir merken. Was fährst du aktuell für ein Fahrzeug?

Ein MINI Cooper Cabrio, Bj. 2005, astroblackmetallic mit S-Spoke LM-Felgen, Leder schwarz, Sitzheizung, Klimaautomatik, beheizbarer Frontscheibe + Seitenspiegeln, kein Interieur oder Exterieur Chrompaket, kein Cockpit Chrono, schön schlicht mit Chilipaket.

Cabrio fahren ist ja bekanntlich die dekadenteste Form der Obdachlosigkeit! Beschreibe dein Auto mit 3 Worten…

Rennratte, Oben-Ohne-Mobil, Spaßauto

Was würdest du an deinem Auto verbessern?

Schon damals – 6 Jahre bevor das MINI Coupé auf den Markt kam! – sagte ich, dass ich auf die 2 Rücksitze im Cabrio verzichten könnte. Ohne Windschott fahre ich nicht offen und hinten sitzen kann eh keiner so richtig. Ich hätte lieber mehr Stauraum gehabt.

Früher wollte man mehr Hubraum, heute mehr Stauraum. Das Automobil im Wandel der Zeit ;) – Was war dein schönstes Erlebnis was du mit dem Auto hattest?

Meinst Du jetzt, etwas wildes, hemmungsloses? Darüber spreche ich nicht. Ach, Moment, Du meinst ein schönes Fahrerlebnis? Da gibt es einige: Meine erste Fahrt in einem Porsche 911, mein Kindheits-Traumauto, war überwältigend für mich. Ich liebe den Porsche-Sound – heute immer noch. Vor kurzem bin ich den Ferrari 458 Italia in Maranello auf der Rennstrecke mit Instructor gefahren, das ist ein echtes Highlight gewesen, ich habe das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen! Als Petrol-Head war – erst neulich – der Ford Fiesta WRC Passenger Ride mit Jati-Marri Latvala ein unbeschreibliches Erlebnis (ich werde noch auf meinem Blog berichten).

Meine erste Fahrt mit einem E-Auto war ebenso der Hit. Das hätte man auf Video aufnehmen müssen, als ich beim HONDA FCX Clarity (Fuel Cell) das erste Mal aufs Gaspedal ging. Ein Schwall von Endorphinen überrollte mich, ich konnte es kaum glauben, wie gut er meinen Pedalwunsch annahm und dabei sooo leise. Von da an begann meine “Liebe” zu E-Autos und der Wunsch mich mehr damit zu beschäftigen.

Uihuihuih, so viele schöne Autos, da wird mir ja ganz warm ums Herz und es juckt im rechten Fuß – so wie bei der Opel Ampera Probefahrt. Sag doch mal: Was ist Dein Traumwagen?

Es gibt mehrere. Ich kann es nicht auf ein Auto reduzieren, mein Auto-Herz ist groß. Unvernünftig toll finde ich die ganz alten Porsche 911 als Targa mit Fuchsfelgen.

Aber auch der ganz neue 911 würde mir vermutlich Spaß machen, bin ihn allerdings noch nicht gefahren. Ist also das Vorschussvertrauen in die Marke. Realistischer als Alltagsauto wäre jedoch der Mercedes CLS 500. Okay, okay, 350 würde mir auch reichen. Nach meiner Probefahrt in Florenz. habe ich mich ein bisschen verliebt und wollte ihn gar nicht wieder abgeben.

Aber mein eigener MINI ist mir auch sehr ans Herz gewachsen, ich habe also schon mein kleines Traumauto gefunden, was ich auch fahre.

Jetzt mal Butter bei die Fische, wie viele Punkte hast Du in Flensburg?

Ganz, ganz, ganz lange Null Punkte gehabt. Ich würde mal sagen: viel Glück dabei … vor zwei Jahren bin ich bei Dunkelgelb über eine Ampel gefahren, kein Ampelblitzer, alles frei, keine Gefährdung. Nur der kleine hässliche blau-silberne Wagen mit der blauen Dachschmuckbeleuchtung hinter mir meinte, dass ich bei Rot gefahren sei. Was willste machen? Also vermute ich jetzt mal, da kein Fahrverbot erteilt wurde, es sind die 3 Punkte geworden. Alle guten Dinge? Na, wollen wir hoffen, dass es dabei bleibt und sich diese Punkte irgendwann wieder in Luft, Wasserstoff, Wohlgefallen oder was auch immer auflösen.

Demnächst habe ich wieder einige Fahrveranstaltungen vor mir, da brauche ich ‘ne weiße Weste! Hoffe, man sieht sich dann mal! Das Interview hat Spaß gemacht, wenn es noch Fragen gibt, ich beantworte sie gern!

Vielen Dank Nicole! Marco und ich haben uns auch schon weitere bloggende Frauen aufgeschrieben. Aber auf besonderen Wunsch der Leser wird Marco als nächstes auch mal so einen Fragebogen hier ausfüllen. Wir haben noch einige Blogger in der Pipeline für 10 automobile Fragen an… und wir schreiben täglich neue auf! Hier findet ihr die anderen die schon die “10 automobilen Fragen an” beantwortet haben.


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Einige weitere Fakten über den Opel Ampera – ergänzend zum Opel Ampera Test

Ich hatte es in dem Opel Ampera Test Beitrag (in den Kommentaren) ja bereits angekündigt, dass ich noch weitere Fakten aus den zuständigen Opel Mitarbeitern herauskitzeln werde. Bevor ich nun detaillierter auf den Opel Ampera zu sprechen kommen wollte ich euch kurz mit auf die Opel Zeitreise nehmen. Besser gesagt auf die Opel-Zeitreise durch die Elektromobilität. Also, schwingt euch zu mir in den DeLorean, ich habe die Zeit schon eingestellt.

Es geht zurück in das Jahr 1969, dort startete nämlich in Santa Barbara (in einem Forschungsinstitut von General Motors) die Entwicklung des LRV. Der LRV ist das Lunar Roving Vehicle, also das Elektrofahrzeug was bei den Apollo Missionen 15 bis 17 mit im Weltall war. Opel griff also schon früh zusammen mit dem Mutterkonzern zu den Sternen. Ein paar Jahre später ging es dann auch elektrisch auf die Straße. Während früher Raketen-Fritz im RAK auf Rekordjagd war, spielte Georg von Opel lieber mit dem Elektrobaukasten. In einem Opel GT verbaute er zwei gekoppelte Gleichstrom-Motoren, passte die Karosserie zur Steigerung der Aerodynamik noch etwas an und erzielte dann mit dem Opel Elektro GT im Jahre 1971 sechs Weltrekorde. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h fuhr der Elektro GT (der übrigens mit 1,7 Tonnen genauso schwer war wie der aktuelle Opel Ampera) 44 Kilometer weit. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 188 km/h. Hier habe ich euch mal zwei Fotos von so einem Elektro GT mitgebracht:

Opel forschte weiter und zwischen 1990 und 1997 ging es auch einen großen Schritt nach vorne. 1990 wurde auf Basis des Opel Kadett E ein Elektroauto hergestellt, Impuls 1 hieß das Meisterstück. Der herkömmliche Verbrennungsmotor wurde durch einen 16 kW Gleichstrom-Motor ersetzt. Der Impuls 1 erzielte eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h bei einer Reichweite von ca. 80 km. Wer A sagt muss auch B sagen, also folgte der Impuls 2 auf der Basis vom Astra F Caravan: 2 Drehstrom-Motoren wurden von 32 Blei-Säure Batterien mit Leistung versorgt. Zusammen erreichten die beiden Motoren 61 PS. Da alle guten Dinge 3 sind, basierte der Impuls 3 ebenfalls auf dem Astra F Caravan. Bei diesem Fahrzeug wurden neue Batteriesystem erprobt. Man testete Nickel-Cadium sowie Natrium-Nickelchlorid Batterien.

Seit über 10 Jahren setzt Opel auch in die Entwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzelle, so wurde auf der Basis vom Opel Zafira A der HydroGen1 welcher als Brennstoffzellen-Konzeptfahrzeug sage und schreibe 11 internationale Rekorde aufstellte. 109 PS Dauerlast, 163 PS Spitzenlast – das sind doch Werte mit denen es sich leben und vor allem fahren lässt, denn diese Leistung stellte das umweltfreundliche kompakt Kraftwerk im Fahrzeug zur Verfügung. 75 PS leistete der Drehstrom-Elektromotor im HydroGen 1. Ein Grund für Opel weiter zu forschen und zu entwickeln. Die Leistung wurde erhöht, die Reichweite gesteigert und vor allem wurde z.B. der HydroGen3 im Alltag getestet. Mehr als 100 Testfahrzeuge sind inzwischen vom HydroGen4 im Einsatz, zusammen haben sie über 3,22 Millionen Kilometer zurück gelegt und das bei 160 km/h Höchstgeschwindigkeit, 320 Kilometer Reichweite und einer Spitzenleistung von 128 PS.

© Opel 2011

Daher kam es doch überraschend, dass Opel den Ampera vorstellte, ich hatte eigentlich mit einer serienreifen Brennstoffzelle gerechnet. Der Opel Ampera hat sicherlich seine Kritiker, jedoch überzeugt er durch das gelungene Konzept auch Autofahrer die vorher die Elektromobiltät eher belächelt hatten. Denn nun kann man Elektro-Fahrspaß haben ohne die Angst haben zu müssen einfach mal so liegen zu bleiben.

So, hier endet die Zeitreise, nun sind wir wieder im Jahre 2011 angekommen, der Opel Ampera verfügt über eine 16 kWh Lithium-Ionen Batterie. Mit der Markteinführung nimmt Opel mal wieder eine Vorreiterrolle ein, denn der Opel Ampera ist das erste europäische alltagstaugliche Elektrofahrzeug mit einer verlängerten Reichweite.

Ihr hattet noch ein paar Fragen, ich habe mich bemüht diese zusammenzustellen und kann euch jetzt schon mal den Tipp geben, auch den Opel Ampera Blog von Opel direkt zu verfolgen, denn da wird Dr. Kunstmann von Opel in Kürze die Frage beantworten, wie viel kWh der Wagen verbraucht, wenn man einen 86 PS Motor für den Generator benötigt. Beim Fahren mit Benzin wird ja – wenn ich es richtig verstanden habe – nur der Generator betrieben und nicht noch zusätzlich die Batterien geladen. Natürlich wird Herr Dr. Kunstmann auch weitere technischen Fragen zum Ampera direkt im Opel Ampera Blog beantworten, da bin ich also auf den Beitrag gespannt.

Auf die Frage nach den Instandsetzungskosten (Batterie defekt, austauschen) habe ich Stefan Seibert nachfolgende Frage gestellt:

Herr Seibert, einer unserer Blogleser hat die Frage gestellt, wie teuer denn so ein Akku wäre. Sprich als Ersatzteil, wenn dieser dann doch mal nach den 160.000 km schlapp machen würde. Eine Frage die ich so nun einfach mal direkt an Sie weitergeben möchte.

Hier die Antwort von Herrn Stefan Seibert, Produkt- und Markenkommunikation Opel Deutschland:

Die Garantie für die Batterie geht bis zu 160.000 km, von daher ist mit einem Austausch innerhalb eines durchschnittlichen “Autolebens” nicht zu rechnen. Natürlich ist solch ein Bauteil wie eine Batterie bei den kleinen bisherigen Produktionsstückzahlen teuer, der Preis wird aber mit zunehmender Nachfrage und der damit einher gehenden Steigerung des Produktionsvolumens sehr bald sinken.

Ich muss gestehen, mir hätten in der Antwort auch ein paar weitere Zahlen gefallen, denn wie sollen wir nun wissen um wieviel der Preis sinken wird, wenn wir nicht einmal den Anfangspreis kennen. Nun gut, müssen wir wohl noch etwas abwarten. Versprochen hatte ich euch noch einige Fotos vom Opel Ampera, das Versprechen möchte ich nun auch noch einlösen und zeige hier noch ein paar Schnappschüsse von der Opel Ampera Probefahrt:

Bis dato ganz vergessen, so sieht der Schlüssel aus. Ihr seht die Vorstartfunktion bzw. die Möglichkeit den Stromdeckel (Tankdeckel stimmt in dem Zusammenhang ja nicht) zu öffnen:

Schneller als die Polizei erlaubt ist man mit dem Opel Ampera, denn man merk die Beschleunigung nicht, d.h. da muss man am Anfang schon mal etwas häufiger den Blick zum Tacho schweifen lassen:

1,7 Tonnen wiegt der Opel Ampera, genauso viel wie der Elektro GT aus den 70er Jahren, doch der Opel Ampera bietet nicht nur mehr Platz und mehr Technik sondern sieht, mit Verlaub, auch besser aus:

Mit der Rückfahrkamera lässt sich der Opel Ampera auch besonders gut ausparken, doch immer schön auf die Umgebung achten:

Auf der IAA 2011 hatte ich ja schon den Ampera in rot gesehen, hier vorne ist er auch noch mal in silber. Welcher gefällt euch am besten?

Die Scheiben sind übrigens nicht rundum verdunkelt, auch wenn es auf diesem Bild hier so aussieht. Getönt sind die Scheiben leicht, vermutlich um die Wärme draußen zu lassen, denn schließlich will man nicht zu viele Strom an die Klimaanlage verlieren. Daher gibt es auch die Möglichkeit, das Fahrzeug vorab herunterzukühlen, bzw. zu heizen. Sprich wenn das Fahrzeug noch am Stromnetz hängt. Opel hat auch weitergedacht, ihr habt günstigen Nachtstrom? Dann ladet den Opel Ampera doch einfach bei Nacht auf? Ihr habt Solarstrom? Dann einfach Tagsüber! Die Zeit bestimmt ihr… wann es euch und eurem Geldbeutel am besten passt!

Ihr habt weitere Fragen? Ihr wollt weitere Fotos sehen? Wünsche sind da um erfüllt zu werden, nur eine Probefahrt, die können wir euch nicht ermöglichen, da müsst ihr noch etwas Geduld haben bis der Opel Ampera beim freundlichen Opel Händler steht.


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Rad-ab Exklusiv: Opel Ampera Probefahrt durch Hamburg (viele Fotos)

Moin Moin, sagt man in Hamburg und am frühen Morgen ging die Reise für mich auch schon los.

Ziel: Hamburg! Opel hatte mich auf eine Probefahrt mit dem neuen Opel Ampera eingeladen und da konnte und wollte ich nicht verweigern, denn schließlich ist die Marke Opel für mich ja immer noch eine Herzensangelegenheit. Zusammen mit dem Probefahrer Alex Kahl teilte ich mir einen Opel Ampera also nur halbe Fahrzeit, dafür doppeltes Vergnügen.

Den Opel Ampera finde ich innovativ, attraktiv und sportiv zugleich. Zu den sportlichen Fahrleistungen komme ich gleich, reden wir doch erstmal kurz über Äusserlichkeiten:

Der Opel Ampera:

Die Scheinwerfer haben es mir ja echt angetan, ein Grund der Freude: Opel setzt den Bumerang-Look auch bei anderen Fahrzeugen ein. Ansonsten demonstriert der Opel Ampera natürlich auch “nach aussen” seine technische Überlegenheit und kommt mit sportlichen Linien lautlos um die Ecke. Ach was erzähl ich euch hier eigentlich, macht euch doch selber ein Bild:

Hier zunächst mal der Beweis, dass wir hier hier nicht auf irgendwelche Pressefotos zurückgreifen. Sämtliche Fotos haben wir selbst erstellt und dafür (wertvolle) Test-Zeit verloren, denn wir wollten euch ja auch ein paar Highlights von Hamburg mit aufs Bild bringen:

Da steht er nun, der Opel Ampera, vorne die Scheinwerfer mit dem Bumerang-Look, unter den Seitenscheiben die schwarze Leiste und durch ein paar Chromteile wurde die Optik meiner Meinung nach auch aufgewertet:

So könnte man den Ampera denn demnächst im Rückspiegel entdecken, denn der Elektrowagen ist alles, aber nicht langsam:

Der Opel Ampera Innenraum:

Ich gebe zu, ich fühlte mich gestern wie Michael Knight in seinem automobilen Freund KITT. Anstatt auf den herkömmlichen Rundinstrumenten schaute ich auf ein Farbdisplay, dem sogenannten Driver Information Center:

Auf diesem kann alle wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit, Reichweite, Akkustand usw. ablesen. In der Mittelkonsole gibt es ein weiteres 7″ Touchscreen welches dann weitere Aufgaben wie Navigations- und Infotainmentsystem vereint. Über den Touchscreen in der Mittelkonsole wird auch die Klimaanlage gesteuert und die Funktionen von der Batterie kontrolliert. 4 Erwachsene Personen finden im Opel Ampera ausreichend Platz, der Grund dafür: Die Batterie liegt nicht nur unter dem Kofferraum, nein auch unter dem Mitteltunnel. Wer die Rücksitze umklappt kann das Kofferraumvolumen von 310 auf über 1000 Liter vergrößern. Unter der Laderraumabdeckung im Kofferraum gibt es übrigens ein spezielles Fach für das Ladekabel, denn das sollte man natürlich stets dabei haben.

Der Antrieb:

Genug über die Formen geschwärmt oder? Nun kommen wir mal zum Knackpunkt, dem wohl spannensten Teil, dem Antrieb. Der Elektromotor liefert ein Drehmoment von 370 Nm und 150 PS. Das reicht um den Opel Ampera in ca. 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 161 km/h begrenzt, doch da bin ich mir sicher, dass Tuner dagegen in der Zukunft Mittel und Wege finden werden.

Der Opel Ampera ist im Elektrobetrieb so leise, man merkt ihm weder von aussen noch von innen die Geschwindigkeit an. Für die aussenstehenden Personen wurde dafür extra eine 2. Hupe montiert, eine etwas leisere Variante. Mit Hilfe einer Drucktaste am Blinkerhebel kann der Fahrer nun Passanten mit einem “Möp Möp” vorwarnen. Auch im Innenraum merkt man nichts von der rasanten Fahrt und aus dem Grund habe ich nun vermutlich demnächst mehr Punkte als der HSV ;). Etwas lauter wird es im Innenraum wenn die Akkuleistung zu Ende ist und die Reichweitenverlängerung einsetzt. Der Benzinmotor hat übrigens eine Leistung von 63kW, sprich 86 PS – diese Werte sind allerdings “unwichtig”, da der Motor den Ampera ja nicht direkt antreibt, sondern nur die Drehbewegung für den Generator herstellt. Der Opel Ampera Fahrer merkt vermutlich nur durch die Geräuschkulisse, oder der Anzeige auf dem Touchscreen, dass er nun nicht mehr im Akku-Modus fährt.

Das Fahrwerk:

Ich gebe zu, ich habe es versucht, ich habe versucht im Kreisverkehr den Wagen in seine Grenzen zu befördern. Die Kombination aus McPherson Federbeinen an der Vorderachse und der hinteren Verbundlenkerachse hat das ganze allerdings nicht zugelassen. Das Fahrwerk ist komfortabel, lässt sich allerdings auch sportlich ambitioniert nutzen.

Die Bremsen:

Bei den Bremsen gibt es nicht nur die normalen Scheibenbremsen, nein der Opel Ampera nutzt natürlich auch den Bremsvorgang um den Akku aufzuladen. Der Wagen wird also elektronisch verzögert, durch die Rekupartion wird die Batterie im Schiebbetrieb (Berg ab) und beim leichten Bremsen also aufgeladen. Wer stärker bremsen möchte oder muss wird den Unterschied vermutlich nicht merken, aber in dem Fall greifen dann die herkömmlichen Bremsscheiben. Der Wagen verfügt über eine elektrische Parkbremse die natürlich auch bei ausgeschalteter Zündung voll funktionsfähig bleibt.

Der Verbrauch:

Die ersten 40-80 km fährt der Opel Ampera (wenn er vollgeladen ist und der Fahrer die Ladung nicht schonen (also behalten) möchte) völlig emissionsfrei und verbraucht während der Zeit natürlich auch keinen Kraftstoff. Die R(EC) 715/2007 Regelung zwingt Opel zur Angabe von 1,2 Liter auf 100 km. Bei unserer Probefahrt gestern konnte ich diesen Wert etwas “toppen”, aber man kann so eine Probefahrt, wo man durchaus auch mal Grenzen austestet, etwas sportlicher zur Sache geht natürlich nicht mit dem alltäglichen Bedarf vergleichen. Der Opel Ampera wurde für ca. 80% der Pendler gefertigt, die täglich weniger als 40-80 km zurücklegen, denn da ist das Sparpotenzial natürlich am größten. Wenn man einen Vergleich möchte:

Jährliche Fahrleistung von 15.000 km würden so rein rechnerisch ca. 480 € kosten wenn man den Wagen ausschließlich elektrisch betreibt. Ein Diesel der z.B. 5 Liter auf 100 km verbraucht (und welcher Diesel schafft diesen Wert wirklich) für etwas mehr als das doppelte kosten, Benziner erreichen spielend die dreifachen Werte.

Die Ladezeit:

4 Stunden benötigt der Opel Ampera (im besten Fall) für eine vollständige Ladung. Das dürfte also durchaus reichen um das Fahrzeug bei der Arbeit / im Büro wieder aufzuladen um den Heimweg auch vollkommen Emmisionsfrei zu bewältigen. Opel geht es nicht nur um die Veringerung der Schadstoffe, Opel geht es vor allem auch um den Verzicht von fossilen Brennstoffen. Aus dem Grund kann jeder Opel Ampera Besitzer auf die vergünstigten Öko-Stromtarife zurückgreifen, die jedes Angebot der örtlichen Stromlieferanten schlagen sollen. Zusätlich gibt es für Opel Ampera Fahrer noch eine 24 Stunden Service Hotline, eine persönliche Betreuung und auch eine kostenlose energetische Beratung fürs Eigenheim, denn natürlich soll nicht nur der Opel Ampera ökologisch wertvoll sein.

Die Reichweitenverlängerung:

Ich denke viele Käufer schrecken noch vor dem Kauf eines Elektrofahrzeuges zurück auf Grund der Angst liegen zu bleiben. Das kann mit dem Opel Ampera nicht passieren, denn wenn der Ladezustand der Batterie ein, vom Werk definiertes, Minium erreicht hat startet der 1,4 Liter Benzinmotor und treibt einen Generator an. Dieser übernimmt dann die Stromversorgung für den Elektromotor.

Der Akku:

Natürlich ist so ein Akku groß, natürlich ist so ein Akku auch teuer, natürlich ist so ein Akku auch schwer. Unnatürlich und deswegen erwähnenswert: Opel gibt 8 Jahre Garantie auf den Akku, bzw. bis zu 160.000 km Laufleistung. Das liegt daran, dass Opel natürlich von der Lithium-Ionen Batterie überzeugt ist und bei der Entwicklung die Finger im Spiel hatte. Zahlreiche andere Hersteller greifen auf fertige Lösungen, die Entwickler von Opel erforschten selbst im Opel-Forschungsstandort für alternative Antriebe in Mainz-Kastel.

Das vermutlich schlechteste Video vom Opel Ampera welches bei YouTube zu finden ist, aber ich hatte gestern keine Zeit und Lust ein Video zu drehen, ich wollte lieber noch ein paar Runden mit dem Opel Ampera drehen, wie man in dem Video hier ja sehen kann. Zum Schluss seht ihr noch die Ladeklappe die per Schlüssel-Tastendruck aufspringt:

Mit dem Video wollte ich euch eigentlich auch nur zeigen wie leise der Ampera im Elektrobetrieb an einem vorbeirollt. Was ihr in dem Video hört sind die Abrollgeräusche der Reifen sowie die anderen Fahrzeuge.

Der Preis:

Also der Opel Ampera heimste ja schon viele Preise ein, doch ich möchte euch nun nichts vom Plus X Award, vom e-car-award, von der Auto Trophy, vom grünen Lenkrad usw. berichten. Jetzt geht es um die Fakten, um die Wurst um den Kaufpreis des Opel Ampera: Der Opel Ampera geht europaweit einheitlich mit einem Verkaufspreis von 42.900 € an den Start. Jetzt sagt man erstmal “puuuuuh”, gell? Nun muss ich euch allerdings auch berichten, dass wir in Deutschland da wirklich noch Nachholbedarf haben, im Vergleich zu den Niederländern sind wir da nämlich nun ein Entwicklungsland. In den Niederlanden werden Elektrofahrzeuge z.B. vom Staat mit 7000 € subventioniert, in England sind es 5000 Pfund die vom Staat spendiert werden. In Deutschland gibt es aktuell Null komma Nix! Da muss man wohl in Berlin noch mal etwas grübeln, schließlich machte Angela Merkel auf der IAA sich ja schon schlau über den Stand der Elektrofahrzeuge der deutschen Hersteller. Wir fordern Subventionen und Steuererleichterungen für Autofahrer die nachhaltig die Umwelt schützen und die Resourcen sparen. Wir leben im Zeitalter der Massenmotorisierung, 900 Millionen Fahrzeuge rollen weltweit über die Straßen, davon 98% mit fossilen Brennstoffen die, wie wir ja alle wissen, begrenzt sind. 2020 erwartet man 1,1 Milliarden Fahrzeuge auf den Straßen der Welt. Zeit aufzuwachen?

Die Sicherheit:

Ich habe den Preis bewusst vor der Sicherheit erwähnt, denn viele haben ja auch noch Angst vor einem Elektroschlag beim Elektroauto. Opel hat den Opel Ampera natürlich auf Herz und Nieren getestet und auch beim Euro NCAP Crashtest bekam der Opel Ampera die Bestnoten, bzw. 5 Sterne! Opel hatte uns bei der Pressekonferenz versichtert, dass man den Wagen nicht nur unter besonders harten Kälte und Hitzesituationen getestet hätte, nein auch in einen Pool hätte man den Ampera versenkt um zu testen wie die Batterie reagiert. Aus dem Grund haben wir auf den Test verzichtet das Fahrzeug selber in die Elbe oder die Alster zu fahren ;).

8 Airbags schützen die Insassen, natürlich gibt es auch ein ESP, eine Traktionskontrolle,  sowie eine Reifendruck-Kontrolle. Eine Rückfahrkamera schützt vor Parkremplern und natürlich auch in der Innenstadt Personen.

Apropo Sicherheit, na? Erkennt hier jemand die vermutlich berühmteste Polizeiwache von Deutschland?

Das Fazit:

Einige Funktionen konnte ich leider während der Probefahrt nicht testen, so gibt es z.B. die Möglichkeit den Wagen schon mal vorzuheizen, bzw. vorzukühlen. Das ganze macht man idealweise natürlich wenn der Wagen noch am Stromanschluss hängt. Der Stromverbrauch der ansonsten für die Klimatisierung benutzt werden würde steht dann für eine weitere Reichweite zur Verfügung. Die Navigation funktioniert wie gewohnt, das Bose Soundsystem begeistert und das iPhone fand recht schnell den Kontakt zur Bluetooth Freisprecheinrichtung. Eine 60 GB Festplatte wartet darauf mit Musik befüllt zu werden. Den Ampera gibt es in Nachtschwarz, Schneeweiß, Argonsilber, Cybergrau, Powerblau, Impulsrot und in Lithiumweiß. Der Innenraum kann dann in Oxidrot, Nickelgrau oder Keramikweiß geordert werden. Wer die Qual der Farbwahl überlebt hat, wird sicherlich viel Freude an dem Elektrofahrzeug finden, Einschränkungen konnte ich nämlich keine Entdecken. Auf der Suche nach Schwachstellen vom Opel Ampera fielen mir nur die zu schmalen Armauflagen (an der Seitenscheibe), die klobigen Gurtschnallen,  sowie die fehlenden Handgriffe vorne ein, zu wenig im wirklich konstruktiv Kritik zu üben, oder?

Aus Spaß sind wir dann auch mal zu der bekanntesten Tankstelle in Hamburg, in Deutschland, ach was sag ich – auf der ganzen Welt gefahren.

Die Jungs von der Esso Tankstelle an der Reeperbahn wussten natürlich auch direkt Bescheid über den Opel Ampera und konnten uns versichern, dass man da nicht tankt:

…da kommt dann nämlich der 220 Volt Stromanschluss dran! Nun gut, wir wollten ja den Wagen nicht aufladen also fuhren wir weiter.

Bei der Probefahrt gestern durch Hamburg fühlte ich mich schon teilweise wie ein Opel-Botschafter, ach was sag ich, wie ein Verkäufer. Während der Fotoaufnahmen für diesen Blogbeitrag haben wir ja stets an beliebten Punkten in Hamburg angehalten. Stets kamen Leute auf uns zu, fragten was zum Motor, wollten mal Platz nehmen, den Motor sehen und den Geräuschpegel spüren. Alle waren sich einig: Der Opel Ampera ist eine spannende Sache. Eine nette Idee ist auf jeden Fall die Soundkulisse wenn der Opel Ampera startet, bzw. ausgeschaltet wird. Wer auf den Powerknopf drückt hört erst mal ein paar Aggregate hochfahren, das ganze ist zwar nur simuliert, aber so weiß man zumindestens wenn der Wagen an ist. Auf ein Motorengeräusch muss man ja verzichten:

In Hamburg, da sagt man Tschüß! Tschüß herkömmliche Benzin-Antriebe! Ein herzliches Willkommen für den Opel Ampera auf unseren Straßen!

So? Ihr habt weitere Fragen? Jetzt stellen, sofern ich kann werde ich diese beantworten (lassen).

Update: Blick in den Kofferraum:

Update 2:

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