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Renault Koleos: Neue Runde, neues Glück

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Renault ist eine erfinderische Marke: Der R4 war so etwas wie der Vorreiter der praktischen Kleinwagen oder eine Art Mico-Van. Sein Nachfolger war der kleine Twingo, der mit seinen niedlichen Kulleraugen die Kleinwagenwelt bereicherte und mit seinem Innenraumkonzept eine „tolle Kiste“ war. Der Renault Scénic begründete 1996 schließlich die Klasse der Kompaktvans und löste damit einen Boom aus. Der Volkswagen Touran kam erst sieben Jahre später auf den Markt, zäumte das Pferd aber von hinten auf und ist ein seitdemein riesiger Erfolg. Mit dem Renault Koleos waren die Franzosen aber nie so richtig erfolgreich – ganz im Gegenteil. Man wollte auf der Welle der Kompakt-SUV mitschwimmen, griff mit dem Design aber so daneben, dass dieses Modell in den Verkaufsräumen stand, wie Blei. Das will der neue Koleos nun ändern und positioniert sich höher, als der Kadjar.

Damit wäre aber schon der erste Feind genannt, den es überhaupt zu besiegen gilt: Der Renault Kadjar – und dazu noch in den eigenen Reihen. Die Nomenklatur bei Renault ist meines Erachtens nach ungünstig gewählt. Versucht man verlorenen Boden in der Klasse der Kompakt-SUV mit einem neuen Modell und gänzlich neuem Namen wieder gut zu machen, konterkariert der wiederaufgelebte Renault Koleos dies wieder – zumindest auf dem deutschen Markt. International soll das komplett neu entwickelte SUV hingegen eine Schlüsselrolle in Renaults Produktoffensive spielen und die globale Wachstumsstrategie der Marke mit dem „Rhombe“ unterstützen. So wird das SUV, das etwa das Format eines Volvo XC 60 oder Audi A5 haben wird, rund um die Welt auf den Markt kommen und soll die Präsenz der Franzosen gerade in China hervorheben. Schließlich ist Renault – und das wissen viele nicht – bereits seit Anfang des Jahres im Reich der Mitte aktiv und hat in Wuhan ein neues Werk eröffnet.

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