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Der unfaire Vergleich: 1996 VW Golf 3 GTI (115 PS) vs. 2015 VW Golf 7 GTI (230 PS)

Heute im unfairen Vergleich, der VW Golf 3 GTI aus dem Jahre 1996 und der aktuelle VW Golf 7 GTI. Ein guter Grund sich einmal vor Augen zu halten, was in den letzten 20 Jahren so alles passiert ist. Wir verdienen inzwischen alle mehr Geld (hoffentlich) und können uns deswegen ein Auto leisten, was inzwischen 10.740 Euro teurer geworden ist. Dafür gibt es auch genau doppelt so viel Leistung und ein Fahrzeug was in der Lage ist genau 54 km/h schneller zu fahren.

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Ganze vier Sekunden schneller beschleunigt der neue GTI von 0 auf 100 km/h und das obwohl er knapp 285 kg schwerer geworden ist. Teurer, schwerer, dafür aber auch besser ausgestattet und vor allem auch größer. 24 cm länger, 1,7 cm höher und 6,5 cm breiter. Der Radstand wuchs in den 20 Jahren um satte 15,6 cm und das kommt vor allem natürlich den Passagieren zu Gute. Das Kofferraumvolumen ist auch gewachsen, um 60-118 Liter.

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Gar nicht mal so viel, der GTI war halt noch nie ein Lademeister. Beim kombinierten Verbrauch ging es nach unten, um satte 1,2 Liter. In der Stadt um 3,7 Liter und Überland werden 2,1 Liter (laut NEFZ) auf 100 km gespart und das obwohl der neue GTI 184 Nm, als mehr als das doppelte, mehr leistet als der Vor-Vor-Vor-Vorgänger. Bringen wir es auf den Punkt: Der aktuelle VW Golf 7 GTI ist größer, schneller, sparsamer (laut NEFZ) und dank etwas größerem Kofferraum auch praktischer.

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Besser ausgestattet ist er auch, damit meine ich nicht nur die Sicherheitsfeatures, sondern natürlich auch die anderen Annehmlichkeiten wie Apple CarPlay, großem Navi, Sitzheizung und Klima-Automatik. Dank Modifizierung rollt mein GTI übrigens auch auf 18″ Felgen, der neue darf sich optional sogar 19 Zöller in die Radkästen zwängen. Objektiv betrachtet ist der neue VW Golf 7 GTI das bessere Auto, subjektiv betrachtet leider auch ;).

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Der fährt sich wirklich gut, die Lenkung ist schön direkt, das adaptive Fahrwerk gut abgestimmt, die Bremsen lassen sich fein dosieren und das Getriebe ist kurz und knackig und auch wenn er in der Anschaffung natürlich recht teuer ist, käme er mich bei der Versicherung, aber auch beim Verbrauch unterm Strich vermutlich günstiger, wenn ich den auch 20 Jahre lang fahren würde. Tue ich aber nicht und aus dem Grund gibt es bald schon wieder einen unfairen Vergleich!

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VW-Golf-3-GTI-vs-VW-Golf-7-GTI-230-PS-Vergleich-Test-Fahrbericht-4Kommen wir zu den technischen Daten vom VW Golf 3 GTI / VW Golf 7 GTI:

Fahrzeugdetails VW Golf 3 GTI VW Golf 7 GTI
Bauzeitraum 03/1996 – 08/1997 03/2009 – heute
Kategorie Limousine Limousine
Fahrzeugklasse untere Mittelklasse untere Mittelklasse
Türen 2 4
Sitze 5 5
Neupreis (ca.) 19.662 € 30.400 €
Fakten, Fakten, Fakten…
kW (PS) 85 (115) bei 5400 U/min 169 (230) bei 4700 U/min
Hubraum 1984 ccm 1984 ccm
Zylinder 4 4
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h 250 km/h
Beschl. 0-100Km/h 10,4 Sekunden 6,4 Sekunden
Gänge/Getriebeart 5 / Manuelles Getriebe 6 / Manuelles Getriebe
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Drehmoment 166 Nm 350 Nm
Kraftstoff Benzin Benzin
Tankinhalt (max.) 55 l 50 l
Verbrauch kombiniert 8,1 l/100 km 6,0 l/100km
Verbrauch Stadt 11,2 l/100 km 7,5 l/100 km
Verbrauch außerorts 6,3 l/100 km 5,1 l/100 km
CO2-Ausstoß 194 g/km 147 g/km
Länge/Höhe/Breite 4020/1425/1695 in mm 4268/1442/1790 in mm
Radstand 2475 mm 2631 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 1610 kg 1850 kg
Leergewicht 1110 kg 1395 kg
Kofferraumvolumen (min.) 320 l 380 l
Kofferraumvolumen (max.) 1152 l 1270 l
Nutzlast 360 kg 543 kg
Anhängerlast (gebremst/ungebremst) 1200 kg / 500 kg 1600 kg / 690 kg
Dachlast (max.) 75 kg 75 kg

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Der extreme VW Golf 7 GTI vom Wörthersee 2013

Schade, schade, schade… bis dato fand ich den aktuellen VW Golf 7 GTI ja ganz attraktiv und auch von den Leistungsdaten her ausreichend motorisiert, doch nun kenne ich ja dieses Concept-Fahrzeug was alles andere in den Schatten stellt:

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„Ein 370 kW / 503 PS starker Golf der Superlative. Die progressive Designstudie basiert auf dem soeben in Europa eingeführten GTI der siebten Generation; sie transferiert das Design und Leistungspotenzial der Ikone in die Welt des Rennsports. Optisch besonders markant: Das Designteam unter der Leitung von Klaus Bischoff (Designchef der Marke Volkswagen) zog die C-Säulen und Seitenschweller als eigenständige Karosserieelemente nach außen, um so Platz zu schaffen für die deutlich vergrößerten Spurweiten und eigens entwickelten 20-Zoll-Räder (vorn mit 235er Reifen, hinten mit 275er Pneus). Die 300 km/h schnelle „Design Vision GTI“ wirkt trotz der extremen Modifikationen dank der präzisen Gestaltung nach den Grundlagen der Volkswagen Design-DNA derart homogen, als würde dieser „Über-GTI“ schon morgen in einer Rennserie starten!“

503 PS? Tja, unter der Motorhaube steckt ja kein 2.0 TSI wie im normalen GTI, im Über-Golf steckt ein 3.0 Liter V6. Bis zu 560 Nm reißen förmlich an der Kurbelwelle. Die Kraft geht über alle 4 Räder auf die Straße bzw. auf das was sich unter den Rädern befindet. Die 20″ Felgen füllen die formvollendeten Radkästen aus und die Designer haben sich einiges dabei gedacht dem Fahrzeug nicht zu viele Flügel zu verpassen.

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In 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bei den Beschleunigungswerten bekommt man schon ein Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst. Ob man Pe Werner mit einem GTI wohl eine Freude machen könnte, sie war doch stets auf der Suche nach genau diesem Kribbeln, oder hab ich da etwas falsch verstanden? Richtig interpretiert habe ich wohl die Pressemitteilung von VW, aus der geht übrigens auch nachfolgender Absatz hervor, dem ich zustimmen würde: „So spektakulär die „Design Vision GTI“ bereits auf den ersten Blick ist – die Studie fasziniert auch noch beim x-ten Kontakt. Denn jedes Mal erschließen sich dem Betrachter weitere spannende Design-Elemente.“ – wie gesagt, diese Studie nimmt dem „normalen“ GTI nun die Faszination…

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Quelle: Volkswagen 2013 / © Fotos: VW 2013

Auf der Basis vom VW Golf 7 GTI entsteht der VW Golf 7 R!

Gestern gesehen, auf der legendären Nordschleife: Der VW Golf 7 GTI! Auf den ersten Blick zumindest, auf dem zweiten Blick hat das Fahrzeug nämlich 4 Endrohre! Zwei auf der linken und zwei auf der rechten Seite. Die Volkswagen Fangemeinde wartet nach dem VW Golf 7 GTI (der zur Zeit von Fachjournalisten in Nizza getestet werden darf) auf den Killer. Der VW Golf 7 R kommt, steht quasi schon in den Startlöchern und nun ist auch klar, dass dieser auf dem neuen VW Golf 7 GTI aufbaut. Andere Seitenschweller, andere Felgen, andere Endrohre und natürlich eine andere Front. Bei diesem Erlkönig war diese noch stark getarnt. Schaut euch auch mal die Heckspoiler an, da gibt es wohl auch kleine aber feine Unterschiede:

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Unter der Haube? Tja, da hätte ich gerne mal reingeschaut. Ich tippe auf 290-300 Pferdestärken, denn einen gewissen Mehrwert muss man ja haben wenn man zum Top-Modell greift. Ob in diesem Fahrzeug auch die neue Vorderachs-Differenzialsperre zum Einsatz kommt? Diese gibt es im Golf GTI Performance und ist elektronisch geregelt:

„Exklusiv im Golf GTI-Performance kommt eine neu entwickelte, geregelte Vorderachs-Differenzialsperre zum Einsatz. Volkswagen ist der bislang einzige Hersteller, der eine elektronisch geregelte Differenzialsperre in einem frontgetriebenen Serienmodell einsetzt. Im Vergleich zu rein mechanischen Sperren bietet die im Golf GTI Performance integrierte Vorderachs-Differenzialsperre Vorteile wie einen variablen Sperrgrad sowie die volle Einbindung in die ESC-, EDS- und XDS+-Funktionen. Dadurch ist es möglich, negative Einflüsse auf das Lenkgefühl respektive die Lenkpräzision, wie sie bei mechanischen Sperren auftreten, vollkommen zu vermeiden. Im Hinblick auf die Fahrdynamik kann daher stets das volle Potenzial beziehungsweise die maximale Performance einer Quersperre abgerufen werden, da der Komfort unter keinen Umständen beeinträchtigt wird.“

Was ist eine Differnzialsperre? Was macht eine Differenzialsperre?

Ein Differenzial – auch Ausgleichsgetriebe genannt – gleicht unterschiedliche Raddrehzahlen bei angetriebenen Achsen aus. Unterschiedliche Raddrehzahlen treten auf, wenn bei einer Kurvenfahrt die Räder einer Achse verschieden lange Wege zurücklegen. So dreht sich z. B. das kurvenäußere Rad schneller als das kurveninnere. Für den Drehzahlausgleich an angetriebenen Achsen sorgt in den meisten Fällen ein Kegelrad-Differenzial. Ein Sperrdifferenzial verhindert das freie Durchdrehen eines Rads und leitet die Kraft auf das Rad mit der besseren Traktion. Dafür kann der Drehzahlausgleich manuell oder automatisch bis zu 100 % gesperrt werden. So kann z.B. auf rutschigem Untergrund bis zu 100 % der Kraft auf das Rad mit der besten Bodenhaftung geleitet werden.

Bei Fahrzeugen mit Allradantrieb ist ein Verteilergetriebe erforderlich, welches das Antriebsmoment auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Da sich die Achsen bei Kurvenfahrt verschieden schnell drehen, ist auch hier ein Drehzahlausgleich erforderlich. Das hier eingesetzte Differentialgetriebe wird als Zentraldifferential bezeichnet.

Wie funktioniert die Vorderachs-Differenzialsperre?

„Die Vorderachs-Dif­ferenzialsperre arbeitet ohne Leistungsverluste, sodass die vom Motor bereitgestellte Kraft zu 100 Prozent auf die Straße übertragen wird und uneingeschränkt für den Vortrieb des GTI zur Verfügung steht. Die geregelte Vorderachs-Differenzialsperre nutzt konstruktiv ein Lamellenpaket, das zwischen der rechten Seitenwelle und dem Differenzialkorb angeordnet ist. Der zum Betätigen der Lamellen benötigte hydraulische Druck wird von einer elektromotorisch angetriebenen Hubkolbenpumpe erzeugt. Das so bereitgestellte Sperrmoment ist proportional zum hydraulischen Druck vorhanden. Die Regelung des hydraulischen Drucks erfolgt über die Pumpendrehzahl, die durch ein Steuergerät vorgegeben wird. Dieses Steuergerät errechnet aus zahlreichen Parametern – unter anderem den Raddrehzahlen, der Fahrzeuggeschwindigkeit, der Gierrate und der Querbeschleunigung – das ideale Sperrmoment.“

Sperrmoment? Wie muss man sich das vorstellen?

„1.600 Nm maximales Sperrmoment. Erkennt das Steuergerät an einem der Vorderräder Antriebsschlupf, wird durch das Betätigen der Lamellen das Antriebsmoment vom Rad mit dem niedrigeren Grip-Level auf das Rad mit dem höheren Level umverteilt. Das maximale Sperrmoment beträgt 1.600 Nm – so kann im Bedarfsfall das gesamte Antriebsmoment über nur ein Vorderrad abgesetzt werden; das entspricht einer Sperrwirkung von 100 Prozent. Dadurch wird auch bei schwierigen Fahrbahnbedingungen und in Abbiegesituationen die für ein frontgetriebenes Fahrzeug maximale Traktion erzielt.“

Buzzword-Bingo: Wie sieht es mit dem Torque-Vectoring-Effekt aus?

„Beim Beschleunigen aus der Kurve wird das Antriebsmoment am kurvenäußeren Rad erhöht. Es entsteht eine asymmetrische Antriebskraftverteilung, die der dynamischen Radlastverteilung entspricht. Durch diesen sogenannten „Torque-Vecto­ring-Effekt“ wird das Beschleunigungsuntersteuern reduziert. Folge: Der Golf GTI Performance bleibt neutral und folgt präzise der Ideallinie. Das vorhandene Grip-Level wird optimal genutzt. Dadurch kann der Fahrer im Scheitelpunkt der Kurve wesentlich forcierter das Gaspedal betätigen; in der Folge ist die Geschwindigkeit des Golf GTI Performance am Ausgang der Kurve deutlich höher.“

Wie sieht es mit der Regelung aus? Was macht das ESC?

„In hochdynamischen Situationen, wie dem schnellen Durchfahren von Wechselkurven, unerwarteten Ausweichmanövern oder bei Lastwechseln wird die Vorderachs-Differenzialsperre zur Dämpfung der Gierbewegung eingesetzt. Bei einem Übersteuern erzeugt die Vorderachs-Differenzialsperre ein stabilisierendes Giermoment; deshalb können ESC-Eingriffe sanfter und später erfolgen und mitunter sogar ganz vermieden werden. Die geregelte Vorderachs-Differenzialsperre steht so für noch mehr Fahrspaß und eine bessere Performance.“

Ganz ausschalten wird man die elektronische Regelung wohl nicht, ob diese Technik auch im VW Golf 7 R zum Einsatz kommt? Auch wenn der VW Golf 7 R mit 4MOTION – sprich mit Allradantrieb – um die Ecke kommt? Steht noch in den Sternen! Das der VW Golf 7 R auf den Markt kommt steht inzwischen aber in großen Buchstaben in der Glaskugel geschrieben.

Quelle: Volkswagen 2013 / Foto: Jens Stratmann

Genf 2013: VW Golf 7 GTI

Da ist er nun also, der VW Golf 7 GTI. Sämtliche Fakten sind ja bereits bekannt, aber dieses Video (finde ich sehr gelungen) und ein paar eigene Impressionen live aus Genf 2013 möchte ich euch noch zeigen.

Erst das Video:

…und nun die Fotos:

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