Parken for runaways

Eine lange Schlange steht vor dem Parkhaus in Aachens Innenstadt. Obwohl die Ampel grün zeigt, bleibt die Schranke unten. Dann kommt ein Wagen von der Tiefgarage aus hoch, verlässt das Parkhaus und schon hat der erste Wartende wieder die Gelegenheit, den Knopf zu drücken. Die Schranke hebt sich und er verschwindet in der Tiefe. Der Nächste drückt, aber bleibt trotz der grünen Ampel erfolglos – bis der nächste Wagen hinausfährt. So geht das eine ganze Weile und irgendwann sind auch wir an der Reihe.

Unten angekommen wird schnell klar, warum die Ampel grün ist: es gibt eine Reihe von “freien” Parkplätzen, die aber aufgrund … nennen wir es mal unachtsamer Menschen und deren Stil zu parken für alle anderen Parkplatzsuchenden unbrauchbar sind. Manche sind sich einfach selbst die Nächsten. Da die Säulen irgendwie doof sind, parken wir halt einfach dazwischen. Ist ja egal, wenn da sonst nur noch Smartfahrer glücklich sind.

Neben den dreisten Parkern gibt es aber auch noch die, die es wirklich nicht besser können. Sie haben keine Ahnung von den Abmessungen ihres Wagens und schon stehen sie mit der rechten Wagenseite zu einem Drittel auf dem Nachbarparkplatz, können aber selber super aussteigen.

Ich finde, das Parken gehört zum Autofahren einfach dazu und sollte viel mehr geübt werden. Doch in der Ausbildungspraxis scheint dies kaum noch vorzukommen. Während ich noch rückwärts in Parklücken zirkeln durfte, danach den Abstand zum Bordstein bewertet bekam und das sogar Bestandteil meiner Prüfung war, kenne ich tatsächlich Leute, die in der Fahrschule so sehr mit dem halbwegs geradeaus Fahren beschäftigt waren, dass für unwichtige Dinge wie Parken einfach keine zeit mehr blieb. Ein ewiges Ärgernis …

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