2020 KIA X-Ceed Fahrbericht

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Der KIA X-Ceed ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Kompakt-SUV und Crossover, mit seiner Coupé-haften Form sticht er rein optisch heraus und präsentiert sich eher sportlich und frech. Als Mitbewerber sehe ich hier übrigens in der Tat den BMW X2, den Mazda CX-30, den Mercedes-Benz GLA oder aber auch den Audi Q3 Sportback. Mit diesen Fahrzeugen muss sich der X-Ceed messen lassen und ich kann schon mal sagen: Den Vergleich muss er gar nicht scheuen!

Das Fahrzeug ist ein echter Preisträger! Goldenes Lenkrad 2019, 1. Platz im Vergleichs-Test gegen den VW T-Roc bei der Auto Bild und und und… jetzt wird es auch mal Zeit für einen eigenen Check, oder?

Das Fahrzeug ist 4,39 Meter lang und 1,50 Meter hoch! Inklusive Außenspiegel ist der X-Ceed 2,02 Meter breit und der Radstand beträgt 2,65 Meter. Somit haben wir einen Wendekreis von 11,2 Meter und die Bodenfreiheit wird mit 18,4 cm angegeben.

Werfen wir mal einen Blick unter die Haube, dort werkelt bei unserem Testwagen ein 1.4 Liter T-GDI – T steht für Turbo – GDI für Gasolin Direkt-Injection, sprich Benzin Direkteinspritzer. Wir haben hier eine Leistung von 103 kW also 140 PS bei genau 6.000 Umdrehungen in der Minute. Das maximale Drehmoment von 242 Nm liegt zwischen 1.500 und 3.200 Umdrehungen an der Kurbelwelle an. Geschaltet wird in unserem Fall über ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe und im besten Fall geht es innerhalb von 9,5 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, sprich mit dem X-Ceed zieht ihr locker jeden neuen Volvo auf der Autobahn ab.

Der Federungskomfort ist genau wie beim Kia Ceed hervorragend, nur bei ganz schlechten Straßenverhältnissen spürt man diese im Popometer. Vorne haben wir übrigens klassische MacPherson-Federbeine, hinten eine Mehrlenker-Hinterachse mit Stabilisatoren, als eine aufwändigere Geschichte und keine einfache Verbundlenker-Hinterachse.

Umso unglaublicher, dass der X-Ceed ohne Allrad auskommt. Vermutlich hat man bei der Konstruktion schon an den Plugin-Hybrid gedacht, den es ja nun auch gibt. Da muss der Akku ja schließlich auch irgendwo hin.
Der Aufbau und die höhere Bodenfreiheit verschlechtert auf keinen Fall die Fahrdynamik, mit dem X-Ceed kann man auch mal flott durch eine Kurve fahren. Die elektronisch unterstützte Zahnstangen-Lenkung ist direkt und lässt sich präzise steuern und die Bremsanlage ist ausreichend groß dimensioniert um das Fahrzeug wieder zu verzögern. Die aufzuwendene Kraft ist in allen Geschwindigkeiten als gut zu bewerten. Die Bremsanlage lässt sich sauber dosieren und spricht ebenfalls gut an.

Die Fahrstabilität ist super und das ESP fängt das Fahrzeug ansonsten auch sehr gut wieder ein wenn man es hinterm Volant etwas übertreibt. Das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe hat sich auf meinen Testfahrten keine Schaltfehler erlaubt, es schaltet sich unauffällig durch die Fahrstufen und wirkt sehr gut abgestimmt, allerdings nimmt sich das Getriebe eine kleine Gedenksekunde beim Losfahren. Wer das berücksichtigt, kann damit sehr gut leben.

Gefallen hat mir auch der aktive Spurhalte-Assistent, der kann nicht nur warnen sondern auch korrigieren, sprich gegenlenken. Wir hatten in unserem Testfahrzeug ein adaptiven Tempomat, der den Abstand zum vorrausfahrenden Fahrzeug selber halten konnte.

Kommen wir zum Preis. Los geht es beim X-Ceed ab 21.390 Euro, mit unserem Motor, mit dem Getriebe und der Ausstattungslinie startet man bei knapp 33.390 Euro und mit ein paar weiteren Kreuzen auf der Ausstattungsliste liegt man schnell bei 35.000 Euro, dafür bekommt man dann ein Fahrzeug welches viel Platz vorne bietet, technisch auf dem aktuellsten Stand der Technik ist und im Straßenverkehr positiv auffällt. Dazu gibt es viele Assistenzsysteme und sieben Jahre Garantie.