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Erinnert ihr euch an meine Liebeserklärung an den Ferrari 296 GTB? Was Ferrari kann, das möchte Chevrolet auch können und bringt nun die Chevrolet Corvette mit einem Hybridantrieb. Den 1,9 kWh großen Akku kann man allerdings nicht extern aufladen, der speichert nur überschüssige Energie aus der Rekuperation.

Durch die Symbiose aus einem 369 kW starkem 6,2 Liter V8 – und alleine dafür muss man Chevrolet schon lieben – und einem 120 kW starken Elektromotor, der seine Kraft an die Vorderachse abgeben wird, sprechen wir hier über eine Systemleistung von 488 kW – da man die beiden Werte nicht einfach so summieren kann.

Was haben wir davon? Einen Beschleunigungswert von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden und für ein paar Meter kann man bis zu Tempo 70 km/h auch rein elektrisch fahren.

Ideal um sich morgens aus der Wohnsiedlung zu schleichen und anschließend die Symphonie der Kraftstoffvernichtung bollern zu hören.
Ab dem dritten Quartal 2023 soll die Chevrolet Corvette E-Ray in den USA erhältlich sein, die Preise? Knapp 100.000 Euro – die E-Ray Variante wird es sowohl als Cabriolet, als auch als Coupe geben und wir geben uns nun die volle Dröhnung Nerd-Wissen.

Alleine der Verbrenner ist ein echtes Meisterwerk. Wir sprechen hier über den LT2 6.2L V-8 VVT mit Direkteinspritzung und Zylinderabschaltung. 103,25 mm Bohrung, 92 mm Hub, Verdichtungsverhältnis von 11,5:1. Der Block besteht aus Aluminiumguss mit eingegossenen Zylinderlaufbuchsen. So ein Motor verfügt natürlich über eine Trockensumpfschmierung einschließlich Ölsprühkolbenkühlung, 7,5 Liter Öl stehen zur Schmierung, Kühlung und Abdichtung zur Verfügung. Wir haben oben liegende Ventile, zwei Ventile pro Zylinder sowie eine doppelte und vor allem auch variable Ventilsteuerung. Die Einlassventile sind übrigens hohl und haben einen Durchmesser von 54 mm. Die Auslassventile sind mit Natrium gefüllt und messen 40,4 mm im Durchmesser. Die Zündreihenfolge von 1-8-7-2-6-5-4-3 ändert sich bei Schleichfahrt auf 1-7-6-4, in dem Fall werden die anderen Zylinder nämlich deaktiviert. Die 87 mm große Drosselklappe wird elektronisch gesteuert und die Kraft geht natürlich auf die Hinterachse. Bis zu 637 Nm stemmt dieses Meisterwerk der Motorbaukunst an die Kurbelwelle. Die Kraft wird übrigens über ein 8-Gang DCT weiterverarbeitet.

Die 4,70 Meter lange Corvette E-Ray verfügt über einen Radstand von 2,72 Meter. Ohne Außenspiegel ist das Fahrzeug 2,03 Meter breit und gerade einmal 1,24 Meter hoch bzw. flach. Auf die Waage bringt das Geschoss trocken zwischen 1712-1749 kg, je nachdem ob man sich für das Open-Air-Feeling oder die geschlossene Kiste entscheidet. Das zur Verfügung stehende Kofferraumvolumen wird mit 355 Liter angegeben, somit wird die Corvette E-Ray ja fast zum Familien-Flucht-Auto des Jahres.

So, den Antrieb für die Hinterachse haben wir nun, vorne kommt ein permanentmagnetischer Elektromotor mit einer Peakleistung von 120 kW und einem maximalen Drehmoment von 165 Nm zum Einsatz. Eine 1,9 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie versorgt diesen mit der notwendigen Energie und wenn davon genug da ist, fahren wir hier eine Corvette mit Allrad-Antrieb und überzeugenden Beschleunigungswerten, nicht nur auf der Viertel-Meile. Fast vergessen, der Kraftstoff-Tank fasst übrigens 70 Liter, da bekommt man bei Vollgas-Fahrten sicherlich schneller Reichweitenangst als in einem reinen Elektroauto.

Doppelquerlenker vorne und hinten, die oberen Querlenker aus geschmiedetem Aluminium und das Mangetic Selective Ride Control. Die Zahnstangenlenkung verfügt über ein variables Übersetzungsverhältnis von bis zu 15,7:1, der Wendekreis wird mit 11,1 Meter angegeben. Neben der Rekuperation sind bei diesem Sportwagen auch ordentliche Bremsen verbaut. Karbon-Keramik-Scheiben mit Brembo Sechs-Kolben-Monobloc-Bremssätteln vorne und Vier-Kolben-Monobloc-Bremssätteln hinten, vorne 398er Scheiben, hinten 391er. Die Bremsen verstecken sich hinter 20″ Felgen vorne und 21″ Felgen hinten. Die 10×20″ Felgen an der Vorderachse sind mit 275/30 ZR20 bereift, auf die 13×21″ Felgen kommen 345/25 ZR21 Reifen zum Einsatz.