Früher, Digga, war Autofahren noch richtig Fly. Die Karossen hatten mehr Chrom als ein Gönnjamin in der Shoppingmall und jeder wollte damit Flexen, egal ob auf der Dorfstraße oder vorm Club. Dann kam der Golf 1 – und alle so „Wild!“. Die Karren waren lowkey klein, aber Ehrenmann unter den Autos, weil sie jeder brettern konnte, ohne Lost zu sein, wenn’s um Reparaturen ging.

In den 90ern wurde es dann richtig Swag. Cabrios, Spoiler, Unterbodenbeleuchtung. Alle wollten Smash mit der Straße haben. Aber irgendwann kam der Klimawandel um die Ecke wie so’n richtiger Lauch und meinte: „Cringe, was ihr da macht“. Die Hersteller mussten umdenken. Sie wollten nicht. Sie mussten. Sie wurden gezwungen. Plötzlich standen E-Autos am Start wie YOLO-Maschinen und man wusste nicht, ob sie Fly oder einfach nur Lost sind.

Heute cruisen Smombies mit ihrem E-SUV durch die City, blicken null auf die Straße, weil das Infotainment wichtiger ist als der Blinker. Trotzdem wird jeder Launch als Wild verkauft, egal ob’s am Ende Ehrenfrau-Technologie ist oder nur ein Cringe-Hybrid. Aber hey! Automobilentwicklung ist halt wie das Leben: Manchmal Flex, manchmal Lost, und manchmal einfach nur Gönnjamin, wenn man sich den fettesten Akku gönnt und damit dann Fabelrekorde einfährt, die keiner auf der Straße nachstellen kann, weil er damit zum fahrenden Hindernis wird.

Digga(h), die Automobilbranche ist aktuell einfach Lost. Da steht ein neuer E-SUV auf der Messe, alle so: „Wyld, jetzt mit 3 kW mehr und 0,1 Sekunden schneller auf 100“, aber in Wahrheit ist das einfach nur Cringe. Früher war ein Launch noch ein Ehrenmann-Moment, heute ist es eher so ein Gönnjamin-Move vom Hersteller: „Hier, gönn dir die gleiche Karre wie bei einer anderen Marke, mit den gleichen Specs, nur in einer neuen Farbe und einem anderen Logo, Bro.“

Und dann diese Marketing-Leute. Chat-GPT-Smombies auf Koffein, die denken, man kann jeden Schrott mit ein bisschen Swag in der Pressemappe retten. YOLO, nennen wir’s einfach „Future Mobility Experience“ und hoffen, dass keiner merkt, dass der Wendekreis jetzt größer ist als bei einem Reisebus.
Ladeinfrastruktur? Auch wild – aber im Sinne von: Wild schlecht. Du fährst 500 Kilometer, um dann an einer 350-kW-Säule mit 60 kW zu nuckeln. Auf einmal wird dir die Ladezeit als Entspannungspause verkauft, Fahrten mit 40 km/h Durchschnitt als Rekord und die Hersteller posaunen unisono: „Alles normal, Digga.“

Das crazy, oder? Aber hey, wir leben im tuffen Zeitalter des YOLO-Autos: Leasing über 36 Monate, ordentlich darauf einen goonen, danach wegschmeißen, weil’s der nächste Flex-Moment ist. Checkst du? Nachhaltigkeit? Tot. Emotionen? Cringe. Aber die Ambientebeleuchtung hat jetzt 256 Farben und das Panorama-Glasdach wird von innen beleuchtet.

Ich freue mich lowkey auf die diesjährige IAA 2025 und werde mir die Neuigkeiten ganz genau virtuell ansehen und genau schauen was uns die Hersteller erzählen wollen. Es sind schwierige Zeiten, nicht nur sprachlich, denn ihr habt es gemerkt, ich habe in diesen Zeilen ein paar Jugendwörter des Jahres versteckt, bzw. auch diejenigen die es noch werden wollen und während früher mal was geil oder hot war, ist es nun halt tuff. Die Entwicklung des Tuff Tuff, die geht weiter, doch in welche Richtung? Das werden wir sehen.