Dacia macht ernst im C-Segment. Nachdem die Marke mit Sandero, Duster, Jogger, Spring und zuletzt Bigster längst bewiesen hat, dass günstige Autos nicht automatisch nach Verzicht riechen müssen, kommt nun der nächste Schritt. Der neue Dacia Striker soll ab Ende 2026 als Lifestyle-Kombi antreten und dabei gleich drei Welten miteinander verbinden: die erhöhte Sitzposition und den robusten Auftritt eines SUV, die Vielseitigkeit eines Kombis und die Effizienz einer Limousine.

Das klingt erst einmal nach Marketing-Buffet mit drei Tellern und nur zwei Händen. Aber genau hier wird es spannend. Denn Dacia versucht mit dem Striker nicht einfach, noch ein SUV-Derivat auf die Räder zu stellen. Der Striker soll eine Alternative für alle sein, die zwar Raum, Robustheit und Alltagstauglichkeit wollen, aber nicht zwingend ein hohes SUV brauchen. Oder anders gesagt: ein Auto für Menschen, die am Wochenende gerne nach Outdoor aussehen, aber unter der Woche trotzdem nicht mit dem Luftwiderstand einer Schrankwand zur Arbeit fahren möchten.

Wichtig ist dabei: Die Entwicklung für den europäischen und deutschen Markt ist noch nicht abgeschlossen. Der Dacia Striker ist noch nicht für Deutschland homologiert, wird aktuell noch nicht zum Verkauf angeboten und alle technischen Daten, Verbrauchs- und Emissionswerte stehen unter dem Vorbehalt der finalen Homologation vor Verkaufsstart.

Warum ist der Dacia Striker für Dacia so wichtig?

Dacia will mit dem Striker seine Präsenz im volumenstarken C-Segment ausbauen. Dieses Segment ist in Deutschland besonders relevant, weil hier Familien, Dienstwagenkunden, Flottenbetreiber und Privatkunden unterwegs sind, die mehr Platz als in einem Kleinwagen wollen, aber nicht zwingend in die klassische Mittelklasse wechseln möchten.

Der Striker ergänzt dabei den Bigster, soll ihn aber nicht ersetzen. Während der Bigster eher die SUV-Karte spielt, tritt der Striker als Lifestyle-Kombi an. Dacia selbst spricht von einer mutigen Alternative zu klassischen SUVs. Strategisch ist das ein wichtiger Baustein, denn die Marke will den Anteil des C-Segments am eigenen Gesamtabsatz bis 2035 von 20 auf 33 Prozent steigern.

Der Name Striker soll sinngemäß für „einen Treffer landen“ oder „ins Ziel treffen“ stehen. Das ist natürlich etwas dick aufgetragen, aber bei Dacia darf man das ruhig mit einem Augenzwinkern sehen. Früher hätte man bei einem günstigen Kombi zuerst an Hartplastik, Kofferraum und Radiovorbereitung gedacht. Heute redet Dacia über Crossover-Design, T-förmige LED-Lichtsignaturen, aerodynamische Feinarbeit und elektrifizierte Multi-Energy-Antriebe. Zeiten ändern sich. Nur der Wunsch nach viel Auto fürs Geld bleibt.

Kein Bock viel zu lesen? Kann ich verstehen! Schaut euch doch einfach mein Dacia Striker Video an:

Was ist der Dacia Striker überhaupt?

Der Dacia Striker ist 4,62 Meter lang und damit von der Länge her auf dem Niveau eines klassischen C-Segment-Kombis. Gleichzeitig bietet er eine Bodenfreiheit von 20 Zentimetern beim 4×4-Modell und 19 Zentimetern bei den 4×2-Versionen. Das ist ein Wert, der eher aus der SUV-Welt kommt. In der Höhe bleibt der Striker mit 1,53 Metern jedoch deutlich flacher als viele SUVs im C-Segment, die häufig über 1,60 Meter hoch sind.

Genau diese Mischung ist der Kern des Konzepts. Der Striker soll nicht einfach ein hochgebockter Kombi sein, sondern ein Crossover mit bewusst flacherer Silhouette. Die lange Dachlinie, die geneigte Windschutzscheibe und die schräg stehende Heckscheibe sollen die Effizienz verbessern und dem Fahrzeug einen dynamischeren Auftritt geben. Gleichzeitig sorgen robuste Proportionen, größere Bodenfreiheit und Schutzflächen für den Outdoor-Charakter.

Die Räder messen serienmäßig 17 Zoll, je nach Ausstattung sind auch 18 und 19 Zoll erhältlich. Ab der Ausstattung Expression stehen sieben Außenfarben zur Wahl, darunter die neuen Farbtöne Frost-Grün und Cosmic-Blau. Ob man Cosmic-Blau später wirklich kosmisch findet oder eher „schönes Blau, aber der Nachbar nennt es Türkis“, wird sich zeigen. Dacia jedenfalls möchte sichtbar selbstbewusster auftreten.

Wie sieht der neue Dacia Striker aus?

Das Design des Striker baut auf einer markanten Schulterlinie auf, die vordere und hintere Leuchteinheiten miteinander verbindet. Oberhalb dieser Linie wirkt das Fahrzeug fließend und aerodynamisch. Unterhalb davon wird die Karosserie robuster und vertikaler. Das ist nicht nur Designsprech, sondern tatsächlich ein interessanter Ansatz: oben effizient, unten widerstandsfähig.

Erstmals trägt der Striker die neue T-förmige LED-Lichtsignatur von Dacia. Sie sitzt an den vier Ecken des Fahrzeugs und soll Front und Heck klar strukturieren. Vorne ist sie in einen glänzend schwarzen Kühlergrill eingebettet, in dessen Mitte das Dacia-Link-Emblem sitzt. Hinten greift eine breite schwarze Leiste die Gestaltung der Front auf. Dazu kommt ein geprägter Dacia-Schriftzug.

Das klingt nach mehr Designbewusstsein, als man Dacia vor einigen Jahren vielleicht zugetraut hätte. Und das ist genau der Punkt. Die Marke will nicht mehr nur über Preis argumentieren, sondern auch über Charakter. Der Striker soll nicht aussehen wie ein Auto, das man kauft, weil es halt günstig ist. Er soll aussehen wie ein Auto, das man bewusst nimmt, weil es praktisch ist, robust wirkt und trotzdem nicht nach rollendem Werkzeugkasten aussieht.

Wie viel Platz bietet der Dacia Striker?

Beim Thema Alltagstauglichkeit liefert der Striker auf dem Papier ziemlich starke Argumente. Der Kofferraum fasst bis zu 600 Liter. Damit positioniert sich der Lifestyle-Kombi im oberen Bereich des C-Segments. Für Familien, Hundebesitzer, Baumarkt-Ausflüge oder den klassischen „Wir fahren nur übers Wochenende weg und nehmen trotzdem den halben Hausstand mit“-Moment ist das ein wichtiger Wert.

Neu bei Dacia ist ein dreiteiliger modularer Ladeboden, der bei Extreme und Journey serienmäßig ist. Er kann auf zwei Ebenen genutzt werden. In der oberen Position entsteht darunter ein verdeckter Stauraum und bei umgeklappten Rücksitzen eine ebene Ladefläche. In der unteren Position wird das maximale Ladevolumen genutzt. Alle drei Bodenelemente sind drehbar. Eine Seite ist mit Teppich bezogen, die andere besteht aus einem robusteren, leichter zu reinigenden Material.

Das ist genau die Art von pfiffigem Detail, die im Alltag mehr bringt als die fünfte Ambientebeleuchtungsfarbe. Wer schon einmal nach einem matschigen Ausflug Schuhe, Hundedecke, Kinderroller oder tropfende Einkaufstaschen eingeladen hat, weiß: Ein Kofferraumboden mit robuster Seite ist keine Spielerei, sondern Beziehungspflege. Vor allem, wenn man sonst erklären müsste, warum der Teppich riecht wie ein feuchter Waldweg nach Klassenfahrt.

Dazu kommt eine Gepäckraumabdeckung, die in zwei Teile unterteilt ist und bei Bedarf unter dem Ladeboden verstaut werden kann. Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 60 zu 40 teilbar und lässt sich über das Easy-Fold-System vom Kofferraum aus umklappen. Auch von der Rückbank aus gibt es Laschen zum Umlegen der Sitze.

Dacia Striker Fotos Exterieur

Was macht die elektrische Heckklappe besonders?

In der Ausstattung Journey ist eine elektrische Heckklappe serienmäßig, für Extreme ist sie optional erhältlich. Das System arbeitet mit der Keycard Handsfree. Steht der Nutzer einige Sekunden lang in weniger als einem Meter Entfernung hinter dem Fahrzeug, startet der Striker eine Warnsequenz mit Blinkern und akustischem Signal und öffnet danach automatisch die Heckklappe.

Das ist praktisch, wenn beide Hände voll sind. Also in der Realität: eine Einkaufstasche links, ein Getränk rechts, der Autoschlüssel irgendwo in der Jacke, ein Kind fragt etwas Wichtiges über Dinosaurier und im Kofferraum liegt noch die Tasche vom Vortag. In solchen Momenten ist eine automatisch öffnende Heckklappe kein Luxus, sondern ein kleiner Sieg über das Chaos.

Wie ist der Innenraum aufgebaut?

Im Innenraum setzt Dacia auf ein neues Cockpit-Konzept mit horizontaler Linienführung. Das Armaturenbrett ist in drei Ebenen gegliedert. Die erste Ebene liegt nah bei den Insassen und soll Komfort und wahrgenommene Qualität vermitteln. Hier kommen textile Oberflächen und erstmals auch Starkle im Innenraum zum Einsatz. Starkle ist ein von Dacia entwickeltes Material mit Recyclinganteil, das bereits außen bei Schutzteilen eingesetzt wird.

Die zweite Ebene ist funktional ausgerichtet. Hier sitzen häufig genutzte Bedienelemente als physische Schalter. Das ist erfreulich, denn nicht jeder Mensch möchte für die Temperaturregelung durch ein Menü wischen wie beim Bestellen eines überteuerten Cappuccinos mit Hafermilch. Physische Tasten sind im Auto weiterhin sinnvoll, weil sie sich schneller und sicherer bedienen lassen.

Die dritte Ebene umfasst die Anzeigen und Schnittstellen. Serienmäßig ist ein 10,1-Zoll-Zentral-Touchscreen an Bord. Je nach Ausstattung gibt es Media Display oder Media Nav Live. Media Nav Live umfasst Connected Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen und Kartenupdates für acht Jahre. Dazu kommt je nach Version ein Arkamys 3D-Soundsystem mit sechs Lautsprechern.

Dacia Striker Fotos Interieur

Was ist LightVisio?

Eine Neuheit im Striker ist das digitale Fahrinfodisplay LightVisio. Es ist serienmäßig über die gesamte Modellpalette hinweg an Bord. Bei Essential wird ein 7-Zoll-LightVisio-Fahrinfodisplay genannt, in den höheren Versionen kommt ein 10-Zoll-Fahrinfodisplay zum Einsatz.

LightVisio nutzt optische Reflexion. Vereinfacht gesagt werden wichtige Fahrinformationen so dargestellt, dass sie wie ein schwebendes 3D-Bild wirken. Der Vorteil soll in einer klaren, gut ablesbaren Darstellung liegen, die weniger aufdringlich ist als klassische Anzeigen. Ob das in der Praxis wirklich so luftig und entspannt wirkt, wie Dacia es beschreibt, müssen wir bei einer ersten Sitzprobe und später im Fahrbericht prüfen.

Welche praktischen Details bietet der Striker?

Dacia bleibt bei seiner Linie, praktische Lösungen in den Alltag zu bringen. Im Striker gibt es eine Kabelführung vom Staufach gegenüber dem Beifahrer bis zur Mittelkonsole, damit Ladekabel nicht quer durch den Innenraum hängen. Außerdem ist ein Eiskratzer dezent in das Armaturenbrett integriert und bei geschlossener Tür verborgen.

Die Mittelkonsole ist hoch ausgeführt und bietet modulare Stauraumlösungen. Unter der Armlehne gibt es ein 6,7-Liter-Fach. Je nach Version kommt eine verschiebbare Schublade hinzu. Herausnehmbare Becherhalter können über YouClip-Befestigungspunkte im Innenraum neu positioniert werden.

YouClip ist eines dieser Systeme, bei denen man erst denkt: „Na ja, ein Clip halt.“ Und dann merkt man, dass es im Alltag ziemlich clever sein kann. Im Striker gibt es bis zu neun Befestigungspunkte. Daran lassen sich Zubehörteile sicher befestigen, etwa ein Flaschenhalter, ein Mehrzwecknetz oder eine Kinder-Spielteppichdecke. Letztere hat auf einer Seite eine Rennstrecke für Spielzeugautos und auf der anderen eine weiche Oberfläche. Damit ist die Decke vermutlich das ehrlichste Familienzubehör seit Erfindung der feuchten Reinigungstücher.

Wie komfortabel soll der Dacia Striker sein?

Der Striker soll fünf Personen samt Gepäck langstreckentauglich transportieren. Für ein helleres Raumgefühl ist ein Panorama-Glasdach verfügbar. In der Ausstattung Extreme ist es serienmäßig, für Journey optional. Das Dach besteht aus emissionsarmem Glas mit mehreren Schichten und unsichtbaren Filtern. Dadurch sollen thermische und akustische Isolierung verbessert werden.

Auch bei der Geräuschdämmung hat Dacia nach eigenen Angaben umfangreich gearbeitet. Windgeräusche sollen durch aeroakustische Optimierung reduziert werden. Dazu kommen schallabsorbierende Materialien sowie dickere Scheiben für Windschutzscheibe und vordere Seitenfenster.

Erstmals bei Dacia gibt es zudem ein Autohold-System in Verbindung mit der elektrischen Parkbremse. Ab Expression ist es serienmäßig. Autohold hält das Fahrzeug im Stillstand automatisch fest, ohne dass der Fahrer auf der Bremse bleiben muss. Besonders im Stadtverkehr ist das angenehm, weil Stop-and-Go sonst irgendwann den rechten Fuß in einen genervten Türsteher verwandelt.

Dacia Striker Detail-Aufnahmen

Welche Assistenzsysteme sind an Bord?

Der Dacia Striker erfüllt die aktuelle europäische Sicherheitsnorm GSR2. Serienmäßig in allen Versionen sind ein automatisches Notbremssystem für Stadt- und Vorortverkehr mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgängern, Radfahrern und Motorrädern, eine Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarnung, eine hintere Einparkhilfe, ein Notbremslicht, ein Spurhalteassistent mit Spurhaltewarner, eine kameraunterstützte Müdigkeitserkennung und das Notrufsystem eCall.

Zusätzlich ist ein adaptiver Tempopilot serienmäßig. Optional gibt es ein Paket mit Toter-Winkel-Warner, automatischem Notbremsassistenten hinten beim Rückwärtsfahren, Ausstiegsassistent, Notbremsfunktion mit Kreuzungsassistent, Querverkehrswarner hinten und Multiview-Kamera.

Dacia bündelt außerdem bestimmte Assistenzfunktionen unter „My Safety“. Damit lassen sich bestimmte Systeme beim Fahrzeugstart individuell festlegen, sodass nicht bei jedem Start wieder dieselben Einstellungen vorgenommen werden müssen. Das ist relevant, weil moderne Assistenzsysteme zwar sinnvoll sind, ihre Bedienlogik aber manchmal wirkt, als hätten sich drei Ingenieure, zwei Juristen und ein EU-Formular nachts um halb drei in einem Konferenzraum eingeschlossen.

Welche Antriebe bekommt der Dacia Striker?

Der Dacia Striker wird mit vier elektrifizierten Multi-Energy-Hybridantrieben angekündigt. In den vorliegenden Informationen werden drei davon detailliert beschrieben: mild hybrid-G 140, hybrid 155 und hybrid 150 4×4. Alle Angaben stehen unter dem Vorbehalt der Homologation.

Der Dacia Striker mild hybrid-G 140 kombiniert einen bivalenten Benzin-LPG-Antrieb mit 48-Volt-Mildhybridtechnik. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbomotor kann also mit Benzin oder LPG betrieben werden. Unterstützt wird er beim Starten und Beschleunigen durch ein Mildhybridsystem. Die dabei eingesetzte 0,8-kWh-Batterie wird über Rekuperation geladen. Rekuperation bedeutet, dass beim Bremsen oder Verzögern Energie zurückgewonnen und in der Batterie gespeichert wird. Zur Wahl stehen ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder ein Sechs-Gang-Automatikgetriebe.

Im LPG-Betrieb soll der mild hybrid-G 140 im Durchschnitt rund zehn Prozent weniger CO₂ ausstoßen als ein vergleichbarer nicht-hybridisierter Benzinmotor. Der LPG-Tank sitzt unter dem Kofferraumboden und soll das Ladevolumen nicht beeinträchtigen. Der Wechsel zwischen Benzin und LPG erfolgt automatisch oder manuell über einen Schalter im Armaturenbrett.

Der Dacia Striker hybrid 155 setzt auf einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 109 PS, zwei Elektromotoren und eine 1,4-kWh-Batterie mit 280 Volt. Einer der Elektromotoren leistet 49 PS, der zweite dient als Hochvolt-Startergenerator. Dazu kommt ein automatisiertes elektrisches Getriebe mit vier Gängen für den Verbrennungsmotor und zwei Gängen für den elektrischen Betrieb. Eine klassische Kupplung gibt es nicht. Der Vorteil dieses Hybridsystems liegt im hohen elektrischen Fahranteil im Stadtverkehr.

Dacia spricht davon, dass der Striker hybrid 155 bis zu 80 Prozent der Zeit im Stadtverkehr rein elektrisch fahren kann. Außerdem startet das Fahrzeug immer im Elektromodus. Die CO₂-Emissionen sollen unter 100 Gramm pro Kilometer liegen.

Der Dacia Striker hybrid 150 4×4 kombiniert vorne einen 1,2-Liter-48-Volt-Mildhybridmotor mit 103 kW, also 140 PS, und 230 Newtonmetern Drehmoment. Dieser ist mit einem 6-Gang-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe und Schaltwippen am Lenkrad verbunden. An der Hinterachse sitzt ein Elektromotor mit 23 kW, also 31 PS, und 87 Newtonmetern Drehmoment. Dieser verfügt über ein zweistufiges Automatikgetriebe und kann vollständig entkoppelt werden.

Die maximale Systemleistung des hybrid 150 4×4 liegt bei 110 kW, also 150 PS. Das System kann bei Bedarf Allradantrieb bereitstellen, im effizienten Fahrbetrieb aber wie ein 4×2-Fahrzeug unterwegs sein. In den Modi Auto, Eco und Snow bleibt das 4×4-System im Standby und schaltet sich bei Bedarf bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h zu. Rein elektrische Fahrphasen erfolgen im Frontantriebsmodus und sollen bis zu 60 Prozent der Fahrzeit im Stadt- und Umlandverkehr ausmachen.

Was bringen die Fahrmodi beim hybrid 150 4×4?

Der Dacia Striker hybrid 150 4×4 verfügt über fünf Fahrmodi. Im Modus Auto entscheidet das Fahrzeug selbstständig, ob es im 4×2- oder 4×4-Modus fährt. Eco legt den Schwerpunkt auf maximale Effizienz und schaltet den Allradantrieb bei geringer Haftung zu. Snow ist für Straßen mit wenig Traktion gedacht. Mud/Sand optimiert das System für lockeren Untergrund. Off-Road ist für Geländefahrten bei niedrigen Geschwindigkeiten ausgelegt.

Zusätzlich gibt es eine Bergabfahrhilfe, serienmäßig in der Ausstattung Extreme. Sie hält auf rutschigen Gefällstrecken eine konstante Geschwindigkeit zwischen 3 und 30 km/h. Das System greift in die Bremsen ein und verhindert, dass das Fahrzeug bergab zu schnell wird. Gerade abseits befestigter Straßen kann das hilfreich sein, weil man sich stärker auf Lenkung und Spurwahl konzentrieren kann.

Natürlich wird aus dem Striker damit kein Hardcore-Geländewagen. Niemand sollte erwarten, dass der Dacia morgens den Förster ersetzt und nachmittags die Rallye Dakar gewinnt. Aber für Waldwege, nasse Wiesen, verschneite Nebenstraßen oder den Campingplatz mit Matschkante kann dieses Konzept sehr sinnvoll sein.

Wie effizient ist der Dacia Striker?

Die finalen Verbrauchs- und Emissionswerte stehen noch nicht fest. Dacia gibt aber bereits mehrere technische Ansätze an, mit denen der Striker effizienter sein soll als viele klassische SUVs im C-Segment. Zentral ist die Aerodynamik. Der Striker ist mit 1,53 Metern vergleichsweise flach, hat eine lange Dachlinie und ein geneigtes Heck. Zusätzlich kommen Verkleidungen im vorderen und hinteren Unterbodenbereich, ein breiter Heckspoiler und Luftleitbleche zum Einsatz. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt nach vorläufiger Angabe bei 0,29. Das ist für ein Fahrzeug mit Crossover-Charakter ein ordentlicher Wert.

Der Luftwiderstandsbeiwert, oft als cw-Wert bezeichnet, beschreibt, wie gut ein Fahrzeug die Luft durchschneidet. Je niedriger der Wert, desto weniger Energie wird benötigt, um bei höherem Tempo gegen den Luftwiderstand zu fahren. Gerade auf Autobahnen spielt das eine große Rolle. Ein Auto kann in der Stadt sparsam wirken und auf der Autobahn trotzdem saufen wie Onkel Herbert am Grillabend, wenn die Aerodynamik nicht stimmt.

Auch das Gewicht soll moderat bleiben. Dacia nennt ein Leergewicht von rund 1.400 Kilogramm, abhängig von Antrieb und Ausstattung. Auch dieser Wert ist vorläufig und vorbehaltlich Homologation. Im Vergleich zu vielen SUVs im C-Segment wäre das ein recht niedriges Gewicht. Weniger Gewicht hilft beim Verbrauch, beim Reifenverschleiß und beim Fahrverhalten.

Welche Ausstattungslinien gibt es?

Der Dacia Striker wird in vier Ausstattungslinien angeboten: Essential, Expression, Extreme und Journey. Die Preise sollen unter 25.000 Euro starten, wobei es sich um eine unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers handelt. Der genaue deutsche Marktstart, die finale Preisliste und die endgültigen technischen Daten folgen erst nach Abschluss der Homologation.

Essential ist der Einstieg und bringt bereits 17-Zoll-Stahlräder, Dachreling, Media Display mit 10,1-Zoll-Zentralbildschirm, Connected Services, Smartphone-Integration, 7-Zoll-LightVisio-Fahrinfodisplay, manuelle Klimaanlage, hintere Einparkhilfe, Rückfahrkamera sowie elektrische Fensterheber vorne und hinten mit.

Expression baut darauf auf und ergänzt 17-Zoll-Leichtmetallräder, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Parkbremse mit Autohold, eine hohe Mittelkonsole mit Armlehne, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Luftauslässe im Fond und zwei USB-Anschlüsse für die zweite Reihe.

Extreme ist stärker auf Outdoor-Nutzung ausgelegt. Zur Ausstattung gehören 18-Zoll-Leichtmetallräder, Außen- und Innenakzente in Kupferfarbe, Panorama-Glasdach, Keycard Handsfree, waschbare MicroCloud-Polsterung, Gummifußmatten, Kofferraummatte, 10-Zoll-Fahrinfodisplay, Media Nav Live mit 10,1-Zoll-Zentralbildschirm, Connected Navigation, Arkamys 3D-Soundsystem mit sechs Lautsprechern und Bergabfahrhilfe.

Journey richtet sich stärker an Langstrecken- und Komfortkunden. Hier gibt es 18-Zoll-Leichtmetallräder, elektrische Heckklappe, Keycard Handsfree, hohe Mittelkonsole mit Armlehne, elektrisch verstellbaren Fahrersitz, beheizbare Vordersitze, beheizbares Lenkrad, Media Nav Live mit 10,1-Zoll-Zentralbildschirm, Connected Navigation, Arkamys 3D-Soundsystem mit sechs Lautsprechern und eine induktive Smartphone-Ladefläche.

Apple CarPlay, Android Auto, eigene Apps, dreistufige Sitzheizung, Lenkrradheizung, hier gibt es ja fast nichts, was man vermissen könnte, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Ich wünsche mir ja immer ein Drehrad für die Laustärke und wenn man die Rücksitzlehnen umlegt, was im Verhältnis 60:40 möglich ist, dann bleibt da natürlich eine Stufe, zaubern kann man bei Dacia natürlich noch nicht.

Ich finde den Dacia Striker vor allem deshalb spannend, weil er nicht einfach der nächste SUV mit etwas anderer Dachlinie ist. Dacia versucht hier erkennbar, eine Lücke zu besetzen, die viele Hersteller selbst geschaffen haben: Der klassische Kombi wurde vielerorts vernachlässigt, das SUV wurde zum Standard, und nun merken viele Kunden, dass hohe Autos zwar bequem wirken, aber bei Verbrauch, Gewicht und Aerodynamik nicht immer die cleverste Lösung sind. Der Striker könnte genau dort punkten. Er verspricht viel Platz, viel Bodenfreiheit, einen großen Kofferraum und trotzdem eine flachere, effizientere Karosserie. Das ist im Kern sehr vernünftig und die ersten Kombis waren ja auch etwas höher, von daher, alles zurück auf Anfang?

Den Ball rollen lassen und alle abräumen? Gleichzeitig bleibt natürlich abzuwarten, wie hochwertig sich der Innenraum wirklich anfühlt, wie gut die Geräuschdämmung funktioniert und ob die Antriebe im Alltag so sparsam sind, wie Dacia es andeutet. Aber die Richtung gefällt mir: weniger Status-SUV, mehr ehrliches Nutzfahrzeug mit Freizeitjacke. Und ganz ehrlich: Wenn Dacia diesen Lifestyle-Kombi tatsächlich unter 25.000 Euro sinnvoll ausstattet, dann dürften sich einige etablierte Hersteller warm anziehen. Oder zumindest mal ihre Preisliste mit einem Glas Wasser und einer Beruhigungstablette lesen. Was mir fehlt? Eine Gurthöhenverstellung, ein Griff für den Fahrer – gar nicht zum festhalten, sondern fürs Ein- und Aussteigen, ich komme so langsam in das Alter und dann kommt für mich nun ein Punkt, der wird viele von euch vermutlich gar nicht interessieren, aber wenn so ein Fahrzeug ein Panorama-Glasdach hat, dann muss man es auch verdunkeln können – und zwar komplett. Aber da kann der Hersteller ja noch nachlegen, mir würde da auch eine Einklemm-Lösung durchaus reichen.

Der Dacia Striker könnte, ach was sage ich, der Dacia Striker wird für die Marke ein sehr wichtiges Auto werden. Das Konzept wirkt plausibel, weil es nicht blind dem SUV-Trend hinterherläuft, sondern versucht, die praktischen Vorteile eines Kombis mit der Robustheit eines Crossover und der besseren Effizienz einer flacheren Karosserie zu verbinden.

Besonders spannend sind die Abmessungen: 4,62 Meter Länge, bis zu 600 Liter Kofferraum, 19 bis 20 Zentimeter Bodenfreiheit und nur 1,53 Meter Höhe. Dazu kommen elektrifizierte Antriebe, ein LPG-Mildhybrid, ein Vollhybrid, ein elektrifizierter 4×4-Antrieb, ein cw-Wert von 0,29 und ein vorläufiges Leergewicht von rund 1.400 Kilogramm. Das ist auf dem Papier eine interessante Mischung.

Dacia bleibt sich dabei treu. Der Striker will nicht Premium spielen, sondern clever sein. Die Marke setzt auf robuste Materialien, praktische Details, einfache Bedienung, modulare Lösungen und ein Preisniveau, das unter 25.000 Euro starten soll. Genau dort liegt der Reiz. Denn wenn Dacia es schafft, den Striker tatsächlich mit brauchbarer Ausstattung, vernünftigen Verbrauchswerten und attraktivem Preis auf den deutschen Markt zu bringen, könnte dieser Lifestyle-Kombi eine sehr unangenehme Frage an viele teurere C-Segment-SUVs stellen: Warum eigentlich mehr bezahlen, wenn man das Wesentliche auch günstiger, leichter und praktischer bekommen kann? Noch bleibt aber ein wichtiger Haken: Der Striker ist für Deutschland noch nicht homologiert. Die endgültigen technischen Daten, Verbrauchs- und Emissionswerte sowie die finale Preisliste stehen noch aus. Deshalb ordne ich den Striker aktuell als vielversprechende Ankündigung ein, nicht als fertiges Testurteil, aber ich bin neugierig und möchte den Striker unbedingt fahren und erfahren, denn bezahlbare Individualmobilität ist ein schöner Gegenpart zu vielem was es aktuell auf die Straßen schafft. Ihr wollt noch mehr subjektive Eindrücke? Dann schaut euch doch das einfach elektrisch Video an: