Genf 2015: Ein QUANT, ein Quentchen, ein Quantino – Was für ein Film!

In der Physik bezeichnet der Begriff Quant ein Objekt, das durch einen Zustandswechsel in einem System mit diskreten Werten einer physikalischen Größe, meist Energie, erzeugt. Ein Quentchen Glück gibt es auch. Ein Quentchen ist umgangssprachlich ein Synonym für “ein bisschen”, “ein wenig” oder auch “ein Hauch”. Ein Hauch von Haargel lag in der Luft, als bei der Pressekonferenz Nunzio La Vecchia, so heißt der Chief Technical Officer der nanoFlowcell AG, den neuen Quantino und den Quant F vorstellte. Ein Hauch Quentin Tarantino wohl auch, denn das was ich da hörte, passt eher zu einem Film.

Quant FDamals hatten sie uns in Zurück in die Zukunft gezeigt, dass wir in diesem Jahr mit dem Hoverboard fliegen würden. Nun erzählt uns Nunzio La Vecchia, dass er das Patentrezept hat? Quasi das Cola-Rezept für die fortschrittlichste Art der Fortbewegung?

Quant F

“Die Flusszellentechnologie ist unseres Erachtens die vielversprechendste und zukunftsträchtigste Technologie für eine nachhaltige Elektromobiliät ohne schädliche Emissionen. Sie ermöglicht enorme Reichweiten und eine außergewöhnliche Performance. Für uns ist sie die beste Alternative zu batteriebetriebenen oder brennstoffzellenbetriebenen Elektrofahrzeugen. Der Flusszellenantrieb eliminiert viele Nachteile der bestehenden Antriebssysteme und ist zudem kostengünstig. Die Zukunft der Elektromobilität liegt nach unserer Auffassung in der Flusszelle” sagt Nunzio La Vecchia. (Quelle: Pressemitteilung)

Quant F

Geht nicht! Sage ich! Der neue QUANT F soll über 300 km/h schnell sein und Reichweiten von bis zu 800 km erreichen. Mit einem 2-Gang-Getriebe soll der 4-Sitzer, der übrigens 2,3 Tonnen schwer sein soll, von 0-100 km/h in nur 2,8 Sekunden beschleunigen. Neben dem QUANT F stand auch der kleinere Bruder in Genf, der QUANTINO.

Quantino

Nun wird es noch abstrakter. Mit einer Nennspannung von nur 48 Volt möchte die nanoFlowcell AG dieses Fahrzeug antreiben. Erreicht werden soll das durch eine Kombination aus nanoFlowcell®, Puffersystem und Elektromotoren die dann vier mal 25 kW also 136 PS auf die Straße bringen sollen. 200 km/h Höchstgeschindigkeit und eine Reichweite von über 1000 km stehen auch noch auf dem Datenblatt.Quantino

Wie soll das funktionieren? “Mit seinen zwei 175 Liter Tanks kann der QUANTiNO insgesamt 350 Liter ionische Flüssigkeit aufnehmen. Davon ist eine positiv und eine negativ geladen. Der Tankvorgang ähnelt dabei einem heute üblichen Tankvorgang, nur mit dem Unterschied, dass man zwei verschiedene Tanks gleichzeitig mit jeweils einer Flüssigkeit befüllt.” (Quelle: Pressemitteilung)

Doch wie funktioniert dieses Flusszellen-Prinzip? Das kann man sich hier bei Wikipedia ganz gut erklären lassen und dort findet man auch den Hinweis, der mich zu der Erkenntnis bringt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das ganze funktioniert. QUANT möchte 2015 ja noch den ersten Prototypen vorstellen. Bevor ich hier also auf den Jubel-Zug aufspringe, möchte ich Fakten sehen und keine Erzählungen die so auch in einem modernen Märchen stehen könnten: “Es war einmal ein schön Prinz, der liebte seine Umwelt und seine Freiheit so sehr, dass er ein Automobil entwickelte, welches ihm über weite Strecken bringen konnte, flink wie ein Wiesel, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Das ganze durch eine neue Technologie, die schon fast an ein Wunder grenzt.”

Zauberei, Elfen-Technologie, man weiß es nicht. Nun möchte man wohl noch den Sprung an die Börse anstreben, aber das wäre dann doch wohl eher Stoff für einen Film von Quentin Tarantino – From Genf till Down?!

Ich bin – Achtung Wortwitz – gespannt! Will aber nun nach den vollmundigen Versprechungen der letzte Jahre nun auch endlich mal etwas sehen, denn ich kann auch sagen, dass ich eine Eierlegende Wollmilchsau im Keller habe, die aber erst zeige wenn mir jeder hier einen Euro gespendet hat. Meiner Meinung nach – und ich war damals in Physik nicht der Beste – kann das nicht funktionieren. Gut, die Welt ist auch keine Scheibe und Flugzeuge können fliegen, aber lassen wir die Kirche mal im Dorf und werfen im kommenden Jahr noch mal ein Blick auf das quentchen was übrig geblieben sein dürfte. Falls ich mich irren sollte, spende ich ein Pott Haargel als Entschuldigung! Aber selbst wenn, wie auch immer, das mit der Flusszellentechnik funktionieren könnte, dann müsste ja dafür auch die Infrastruktur aufgebaut werden und wenn ich nun mal überlege, wie lange das schon gedauert hat um hier überall Ladesäulen hinzustellen?! Ja dann… bestell ich mir nun mal mein Hoverboard. Den Visionären gehört die Welt, den Träumern auch man muss nur aufpassen, dass aus den Träumen keine Alpträume werden. Aber vermutlich ist mein persönlicher Kosmos einfach nur zu begrenzt und ich habe irgendwo etwas falsch verstanden. Vermutlich bin ich einfach zu ungebildet um den Sachverhalt richtig einordnen zu können. Vermutlich ist das so. Oder halt auch nicht.

Genf 2015: Das zeigt BMW auf dem Automobil-Salon…

Auf dem Automobilsalon in Genf präsentiert BMW dieses Jahr erstmalig sowohl den BMW 2er Gran Tourer, den neuen BMW 1er und das BMW M4 MotoGP Safety Car.

BMW begründet mit dem BMW 2er Gran Tourer wieder ein neues Fahrzeugsegment, bei dem das großzügige Raumangebot bei kompakten Abmessungen kennzeichnend ist. Als weltweit erstes Fahrzeug der Premium-Kompaktklasse bietet es auf Wunsch in drei Sitzreihen Platz für bis zu sieben Personen und einen großzügigen und variabel nutzbaren Kofferraum. Wenn ich fies wäre, würde ich nun sagen, dass ist der Opel Zafira von BMW. Die fünf neu entwickelten Turbomotoren von 116 PS bis 192 PS und das BMW EfficientDynamics Paket sollen für sportliche Dynamik mit höchster Effizienz und die niedrigsten CO2-Emissionen im Segment sorgen. Der Kraftstoffverbrauch liegt kombiniert zwischen 6,4 und 3,9 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen zwischen 149 und 104 Gramm pro Kilometer.

BMW 2er Gran Tourer

BMW 2er Gran Tourer

BMW 2er Gran Tourer

BMW 2er Gran Tourer

BMW 220i Gran Tourer

Die Neuauflage der bisher weltweit fast zwei Millionen Mal verkauften BMW 1er Reihe präsentiert sich im umfangreich modifizierten Front- und Heckdesign als 3- und 5-Türer. Das neue Benzin- und Dieselmotorenprogramm der jüngsten Generation mit zusätzlichen Maßnahmen zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung ermöglicht einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 8,0 bis 3,4 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen liegen zwischen 188 und 89 Gramm pro Kilometer. Der Effizienteste im BMW Modellprogramm ist der BMW 116d EfficientDynamics Edition mit dem 116 PS-Dreizylinder-Motor und einem Durchschnittsverbrauch von 3,4 Litern auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen von 89 Gramm pro Kilometer im EU-Testzyklus. Das Facelift ist allerdings so gering ausgefallen, dass ich es auf dem ersten Blick gar nicht erkannt hatte, an den Rückleuchten, da sieht man es dann doch.

BMW M135i xDrive - BMW 1er Facelift

BMW M135i xDrive - BMW 1er Facelift

M135i - BMW 1er Facelift 2015

Das BMW M4 Coupé führt auch in der Saison 2015 die „Safety Car“-Flotte in der MotoGP an, wo es als Technologie- und Innovationsträger mit einer innovativen Wassereinspritzung eingesetzt wird, die dem Motor ein spürbares Leistungsplus verschaffen soll. Diese Technik soll auch bei Volllast für eine ausgezeichnete Effizienz mit echten Vorteilen beim Verbrauch und bei den Abgas-Emissionen sorgen. Mit der Wassereinspritzung möchte die BMW M GmbH einmal mehr ihre langjährige Motorsport-Erfahrung und große Kompetenz bei der Entwicklung leistungsstarker Triebwerke unterstreichen und einen Ausblick auf ein M Automobil bieten, das bereits in naher Zukunft eine neue Benchmark in Sachen Performance, Exklusivität und Individualität setzen soll. Das Thema mit der Wassereinspritzung ist übrigens gar nicht so frisch… und der Rest? Tja, so richtig vom Hocker gehauen hat mich das nun alles nicht. Keine Revolution, eher eine Evolution – eventuell ist es aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm? Wer weiß das schon?

BMW M4 Coupe 2015

BMW M4 Coupé 2015

Meine ganz subjektiven Messe Highlights vom Genfer Automobil-Salon 2015

Früher war eventuell nicht alles besser, aber doch vieles schöner. Die Fahrzeuge hatten noch Formen, die Fahrzeuge hatten noch Spitznamen, die Fahrzeuge hatten noch Charakter und waren nicht einfach so austauschbar. Während ich durch die Messe Hallen in Genf wandelte, musste ich unweigerlich bei nachfolgenden Fahrzeugen stehen bleiben.

Hach! Sind die nicht schön? Sicherlich, die heutigen Fahrzeuge sind sicherer, sparsamer und in vielen Augen sicherlich auch schöner. In meinen Augen sind das hier die Highlights von Genf, die Blickfänge, quasi der Augenschmaus zwischen den Neuerscheinungen. Ich bin übrigens der Meinung, dass es nicht viele aktuelle Fahrzeuge gibt, die das Zeug haben zu einer Ikone zu werden.

Ikone? Nun, der 300 SL prägte ja schon die Geschichte, genauso wie der Land Rover Defender, die Göttin von Citroen oder die Isabella von Borgward. Die kenne ich sogar, obwohl ich eigentlich zu jung für die Marke bin und der 1990 Porsche 911. Ja, der wäre was für Vati, aber leider ist das Schmuckstück schon verkauft.

#Opel – Roadtrip nach Genf 2015 – Video 03 – Die 3. Aufgabe!

Die dritte und letzte Aufgabe der Opel Blogger Challenge war es übrigens ein gutes Restaurant zu finden. Tja, wie macht man das am Besten im Auto?

genf-2015-roadtrip-opel-3