News aus Shanghai: Das ist der VW Scirocco GTS!

VW Scirocco GTS! GTS = Gran Turismo Sport! 220 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 246 km/h, damit bleibt er zwar unter den Werten vom VW Scirocco R, zeigt sich aber rein optisch gesehen genauso sportlich, wenn da doch nur die beiden Streifen in der Versenkung geblieben wären:

Weitere Fotos vom VW Scirocco GTS:

News aus Shanghai: Das ist das Mercedes-Benz GLC Coupé

Die kommentierte Pressemitteilung zum nächsten “Coup” von Mercedes-Benz – in Shanghai wird nämlich zur Zeit das “Concept GLC Coupé” gezeigt und das soll eine serienahe Studie sein. In Anführungsstrichen (wie immer) die Pressemitteilung, fett (auch wie immer) meine Kommentare:

“In einem fließenden Übergang landet Mercedes-Benz den nächsten Coup: Das Concept GLC Coupé ist eine seriennahe Studie, die das Erfolgsrezept des GLE Coupés in ein kompakteres Segment überträgt. Das dynamisch-expressive Showcar verbindet dabei typische Coupé- Stilelemente mit der sinnlich-klaren Designsprache kommender SUV- Generationen. Dieses emotionale Spannungsfeld wird mit charakterstarken Details weiter angereichert. Twin Blade-Kühlergrill, eine Motorhaube mit Powerdomes oder die vierflutige Abgasanlage bilden einen ästhetischen Kontrast zu dem harmonischen, fast organischen Grundkörper. Zitate aus der robusten Offroad-Welt wie die voluminösen 21-Zoll-Reifen, der Unterschutz vorn und hinten, die erhöhte Bodenfreiheit oder die seitlichen Trittbretter verdeutlichen hingegen das Leistungspotenzial des Concept GLC Coupés abseits ausgetretener Pfade.”

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Sinnlich klar, ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr lesen, nun wird also eine weitere Nische besetzt. Besser gesagt ist das die Antwort auf den BMW X4 und die weiteren Derivate. Nun, warum nicht, in der Zulassungsstatistik ist ja schließlich genug Platz und der SUV-Trend muss solange ausgenutzt werden. Persönlich hoffe ich ja, dass es irgendwann wieder einen anderen Trend gibt, denn ich hätte gerne sportliche Fahrzeuge die nicht hochbeinig um die Ecke kommen. 21 Zöller machen aus jedem Concept-Car ein kompaktes Fahrzeug, in der Serie sehen die 18 Zöller dann vermutlich eher verloren in den Radkästen aus.

“Jene erfolgreiche Mischung aus dem multifunktionalen SUV und der emotionalen Coupé-Welt von Mercedes-Benz, die bereits mit dem GLE Coupé für Begeisterung sorgte, geht nun mit dem Concept GLC Coupé in die zweite Runde. Allerdings spielt das seriennahe Showcar in einer kompakteren Liga, wie die Außenlänge von 4,73 Meter und der Radstand mit 2,83 Meter belegen. Diese beiden Maße ergeben zusammen mit dem markanten und muskulösen Grundkörper, dem gestreckten Greenhouse und den großen 21-Zoll-Rädern ideale Voraussetzungen für die so typischen, fast dramatischen Proportionen der sportlich-jungen Coupé-Generation mit dem charakteristischen Offroad-Touch.”

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Don´t Touch! Mit so einem Fahrzeug wird man sich ja sowieso nicht ins Gelände wagen, warum verpasst man ihm dann den Offroad-Look? Nur eine Frage, die ich mir wirklich stelle, kann man so ein Fahrzeug nicht designen ohne Zitate an die Offroad-Welt zu hinterlassen?

Rein optisch betrachtet ist das GLC Coupé natürlich ein kleinerer Bruder vom GLE Coupé und er fügt sich nahtlos in die Produktfamilie ein und das sieht man auch optisch:

“Vorn ein kurzer, knackiger Überhang mit aufrecht stehendem Kühlergrill und der für sportliche Mercedes-Benz Modelle so charakteristischen Twin Blade-Lamelle geben erste Hinweise auf das sportliche Konzept des Concept GLC Coupés.”

Nun wird es lustig, lest euch mal den nachfolgenden Satz der Pressemitteilung durch: Den Habitus “Born to race on every ground” bestätigen die Motorhaube mit Powerdomes, der A-Wing-Schwung unterhalb der Kühlermaske, die großen seitlichen Lufteinlässe und der dominante Unterschutz.”

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Born to race on every ground… WOW! Ist das nicht etwas vollmundig, denn spätestens wenn man mit dem GLC Coupé dann wirklich mal die Straße verlässt, dann fliegt der Unterschutz doch weg so wie bei den anderen Lifestyle-SUVS, oder? Damit man auch Nachts den Wald vor lauter Bäumen sieht, gibt es Voll-LED Scheinwerfer und die 285er Reifen fühlen sich sicherlich auf der Straße beim Spurrillen-Wetthüpfen wohler als auf matschigem Untergrund. Doch was soll sich hier eigentlich unter die Haube kommen?

“Die Antriebstechnik erfüllt das von dem Auftritt des Concept GLC Coupés gegebene Versprechen. Ein V6-Motor mit 270 kW (367 PS) und 520 Nm ermöglicht Fahrleistungen auf hohem sportlichem Niveau. Der aus den AMG Sportmodellen bekannte, direkteinspritzende Biturbo-Motor beschleunigt über die Neunstufenautomatik 9G-TRONIC und den permanenten Allradantrieb 4MATIC das Showcar nachdrücklich und vermittelt das hohe Leistungsvermögen auch akustisch. Aus den Endrohren entweicht je nach Einstellung des Fahrprogramms entweder ein souverän-gedämpftes Grollen oder der vehemente Sound eines hochpotenten Sportwagens.”

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Muss ein Fahrzeug eigentlich immer “alles sein”, also eine Eierlegende-Wollmilchsau? Sportlich und Geländegängig? Mir wäre attraktiv und praktisch lieber, beim Blick auf die Formgebung kann ich mir durchaus vorstellen, dass vor allem im Fond des gerade mal 1,60 hohen GLC Coupé nicht ganz so viel Platz ist. Aber für die Zielgruppe wird es ja auch den Mercedes-Benz GLC geben, oder?

Quelle und © Fotos: Mercedes-Benz 2015

Fahrbericht / Test: 2015 Audi RS3 Sportback – 367 PS im Kompaktwagen!

Fünf Zylinder, Turbo und Quattroantrieb – ich kann es nicht oft genug sagen: Danke Audi! Denn in einem RS3 hätte ich nun keine 2.0 Liter Luftpumpe gewollt, obwohl Mercedes-AMG ja mit den 45er AMG Motoren bewiesen hat, dass man damit auch Fahrspaß hinterm Frontscheibenglas verspüren kann. Mit der Mercedes-AMG A 45 A-Klasse müssten wir das Modell wohl auch vergleichen, in dem Fall hat Audi nun Leistungstechnisch die Nase vorn, hat mehr Hubraum aber genauso viel Drehmoment. Am Ende entscheidet hier aber wohl eher der Geschmack und darüber sollten wir bekanntlich nicht streiten. Ich hab mal behauptet, dass den Audi RS3 kein Mensch braucht. Stimmt: Brauchen tut man den wirklich nicht – aber wollen!

Was bei Mercedes die Marke AMG ist, ist bei Audi die Quattro GmbH in Neckarulm. Der letzte Audi RS3 kam vor knapp 4 Jahren auf den Markt, Zeit für ein Facelift mit etwas mehr Leistung.

Der Vorgänger wurde knapp 5300 mal gefertigt und verfügte über 340 PS, der Nachfolger freut sich über 367 Pferdestärken. Nun darf ich mich glücklich schätzen, denn ich bin bereits einen Audi RS3 aus dem Jahre 2012 gefahren, kann somit leichte Vergleiche zum Vorgängermodell ziehen. Was beim normalen Audi A3 schon geklappt hat ist die Gewichtsreduzierung, so bringt der RS3 nun leer 1595 Kilogramm auf die Waage. 55 Kilo eingespart, wer mal eine Trockner geschleppt hat, der weiß warum man die Fahrdynamik nicht mit dem zusätzlichen Gewicht belasten sollte.

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Der Audi RS3 liegt gegenüber dem normalen A3 ca. 25 Millimeter tiefer, an der Front gibt es riesige Lufteinlässe, breit ausgestellte Kotflügel und am Heck gibt es nehmen den aerodynamischen Veränderungen noch eine zweiflutige Auspuffanlage. Optional kann man sich hier auch eine Sportauspuffanlage verbauen lassen, die dann noch etwas kerniger klingen soll.

Der 2.5 Liter Benziner ist ein Traum. Der Reihen-Fünfer wird durch einen Turbo zwangsbeatmet und der Klang spricht quasi Bände. Sonor! So klingt er und bei den Schaltvorgangen gibt es eine Zwischengasfunktion die den Klang noch einmal verstärkt und mir die Haare aufstellt.

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Im besten Fall liegen 465 Nm an der Kurbelwelle an, die Kraftübertragung erfolgt immer – und nun werde ich einige Tränen fließen sehen – über ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Das sorgt aber für sportliche Fahrwerte, innerhalb von 4,3 Sekunden schießt der Audi RS3 innerhalb von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt solange bei 250 km/h, bis man diese optional (für 1.500 Euro) auf 280 km/h anheben lässt.

Zum Thema Verbrauch kann ich nichts sagen, NEFZ sagt 8,3-8,1 (je nach Bereifung) – JENS sagt JAJA! Wobei, auf dem Rückweg – knapp 70 km konnte ich einen Verbrauch von 7,5 Liter schaffen und das liegt auch daran, dass im Audi RS3 keine Downsizing-Luftpumpe sitzt. Tritt man den Audi RS3 allerdings, dann ist er kein Kostverächter. Ein Feinschmecker ist er auch noch, er gibt sich nicht mit der günstigen Plörre zufrieden, da muss es schon das gute Super Plus sein.

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Das Fahrverhalten? Perfekt! Das Einlenkverhalten ist vorbildlich, die Lenkkraftunterstützung der elektrischen Servolenkung mir persönlich etwas zu leicht, aber man kann präzise einlenken und bekommt auch eine gute Rückmeldung. Der quattro-Allradantrieb ist ebenfalls elektronisch geregelt. Innerhalb von Millisekunden kann die Kraft auf die Hinterachse geleitet werden. Profis werden sich freuen, damit soll man auf Schnee und Eis auch driften können, vor allem wenn man das ESP in den Sport-Modus versetzt bzw. es per Tastendruck komplett deaktiviert. Auf der Strecke habe ich es nicht geschafft. Im normalen Modus, hat der Audi RS3 keine Traktionschwierigkeiten, genau so muss das sein. Wer schnell unterwegs ist, der muss auch schon mal etwas stärker bremsen. Bei Audi vertraut man daher auf die verbesserte Bremsanlage und optional gibt es auch noch eine Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage, die kostet dann allerdings 4.500 Euro.

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Dank dem optionalen elektronisch einstellbaren Fahrwerk bleibt der Audi RS3 aber ein alltagstaugliches Fahrzeug und ich würde dem Audi RS3 sogar unterstellen, dass man ihn durchaus auch auf längeren Strecken bewegen kann. Das konnte ich heute natürlich nicht austesten, dafür war die Zeit zu kurz und die Straßen in Italien viel zu schlecht.

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Aber kurz und knapp: Der Audi RS3 gefällt mir. Der Preis von (Basis) 52.700 Euro hingegen nicht, aber das steht ja auf einem ganz anderen Blatt Papier. Ich verstehe übrigens auch nicht, warum ein Infotainmentsystem – so wie das MMI – mit ein paar Extras (DAB, Soundsystem etc. knapp 3.000 Euro kosten darf. Aber in der Preisklasse spielt das wohl eher eine untergeordnete Rolle, genau wie der Verbrauch oder die Versicherungsklassen. RS3 steht für einen richtig schönen Audi A3, Alltagstauglich mit viel Fahrspaß und kann denn Leistung Sünde sein?

Techno Classica Highlights 2015: Mercedes-Benz 300 SL – der Flügeltürer!

Na? Interessiert jemand den Punktestand im Auto Trumpf Duell gegen Moritz Nolte? Vermutlich nicht, es steht 2:2 und so könnte es von mir aus auch bleiben, denn beim Thema Automobil muss es doch gar keinen Gewinner geben, schließlich geht es doch um die zweitschönste Nebensache der Welt. Im letzten Match musste sich der Kadett C von Moritz gegen meinen VW Golf I GTI geschlagen geben. Nun gibt es also das letzte Spiel mit den Fahrzeugen der Techno Classica und mit welchem Modell trete ich wohl an?

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Natürlich! Mit einem Mercedes-Benz W 198! W-Was? W 198! Das ist nicht nur mein Kennwort für alle Webseiten (kleiner Scherz), das ist die Bezeichnung vom Mercedes-Benz 300 SL, dem Flügeltürer, dem Sportwagen, dem Traum meiner schlaflosen Nächte und vermutlich eines der Fahrzeuge welches ich am häufigsten auf der Techno Classica gesehen habe (neben dem Porsche 911). Der Mercedes-Benz 300 SL (das 300 steht übrigens für den 3.0 Liter Motor) wurde von 1954 bis 1957 als Coupé mit Flügeltüren gebaut und genau so ein Fahrzeug wollte ich immer mal fahren. Der Traum ging bereits in Erfüllung, im Rahmen einer Fahrveranstaltung konnte ich mich davon überzeugen, dass Trommelbremsen an der Vorder- sowie an der Hinterachse nicht gerade förderlich sind für gute Verzögerungswerte.DSC00992

Ansonsten habe ich den 300 SL geschont. Die 240 Pferde mussten damals nicht einmal ansatzweise zeigen was sie können (je nach Übersetzung sind Tempo 220-260 km/h möglich). Innerhalb von 10 Sekunden ging es in den 50er Jahren bereits von 0 auf 100 km/h. Der Motor? Ein Reihen-Sechser, einen 6er im Lotto bräuchte man heute allerdings auch wenn man sich so ein Fahrzeug in die Garage stellen möchte. Fly on the Wings of Love! Der Flügeltürer und ich, eine automobile Liebe die wohl nie enden wird.

Tja, mit was schicke ich den Mercedes-Benz 300 SL denn in das Duell gegen Moritz? Ich versuche es mit der maximalen Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h, eventuell kann ich mir damit ja den letzten Trumpf sichern? Damit endet das Spiel, doch die Techno Classica bietet natürlich noch viel mehr, freut euch daher am Sonntag auf eine Bildergalerie und auf weitere Fotos von der vermutlich schönsten Old- und Youngtimer Messe in Deutschland und wer von uns beiden nun gewonnen hat? Das lest ihr beim Moritz!

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