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Rad-ab Exklusiv: Opel Ampera Probefahrt durch Hamburg (viele Fotos)

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Moin Moin, sagt man in Hamburg und am frühen Morgen ging die Reise für mich auch schon los.

Ziel: Hamburg! Opel hatte mich auf eine Probefahrt mit dem neuen Opel Ampera eingeladen und da konnte und wollte ich nicht verweigern, denn schließlich ist die Marke Opel für mich ja immer noch eine Herzensangelegenheit. Zusammen mit dem Probefahrer Alex Kahl teilte ich mir einen Opel Ampera also nur halbe Fahrzeit, dafür doppeltes Vergnügen.

Den Opel Ampera finde ich innovativ, attraktiv und sportiv zugleich. Zu den sportlichen Fahrleistungen komme ich gleich, reden wir doch erstmal kurz über Äusserlichkeiten:

Der Opel Ampera:

Die Scheinwerfer haben es mir ja echt angetan, ein Grund der Freude: Opel setzt den Bumerang-Look auch bei anderen Fahrzeugen ein. Ansonsten demonstriert der Opel Ampera natürlich auch “nach aussen” seine technische Überlegenheit und kommt mit sportlichen Linien lautlos um die Ecke. Ach was erzähl ich euch hier eigentlich, macht euch doch selber ein Bild:

Hier zunächst mal der Beweis, dass wir hier hier nicht auf irgendwelche Pressefotos zurückgreifen. Sämtliche Fotos haben wir selbst erstellt und dafür (wertvolle) Test-Zeit verloren, denn wir wollten euch ja auch ein paar Highlights von Hamburg mit aufs Bild bringen:

Da steht er nun, der Opel Ampera, vorne die Scheinwerfer mit dem Bumerang-Look, unter den Seitenscheiben die schwarze Leiste und durch ein paar Chromteile wurde die Optik meiner Meinung nach auch aufgewertet:

So könnte man den Ampera denn demnächst im Rückspiegel entdecken, denn der Elektrowagen ist alles, aber nicht langsam:

Der Opel Ampera Innenraum:

Ich gebe zu, ich fühlte mich gestern wie Michael Knight in seinem automobilen Freund KITT. Anstatt auf den herkömmlichen Rundinstrumenten schaute ich auf ein Farbdisplay, dem sogenannten Driver Information Center:

Auf diesem kann alle wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit, Reichweite, Akkustand usw. ablesen. In der Mittelkonsole gibt es ein weiteres 7″ Touchscreen welches dann weitere Aufgaben wie Navigations- und Infotainmentsystem vereint. Über den Touchscreen in der Mittelkonsole wird auch die Klimaanlage gesteuert und die Funktionen von der Batterie kontrolliert. 4 Erwachsene Personen finden im Opel Ampera ausreichend Platz, der Grund dafür: Die Batterie liegt nicht nur unter dem Kofferraum, nein auch unter dem Mitteltunnel. Wer die Rücksitze umklappt kann das Kofferraumvolumen von 310 auf über 1000 Liter vergrößern. Unter der Laderraumabdeckung im Kofferraum gibt es übrigens ein spezielles Fach für das Ladekabel, denn das sollte man natürlich stets dabei haben.

Der Antrieb:

Genug über die Formen geschwärmt oder? Nun kommen wir mal zum Knackpunkt, dem wohl spannensten Teil, dem Antrieb. Der Elektromotor liefert ein Drehmoment von 370 Nm und 150 PS. Das reicht um den Opel Ampera in ca. 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 161 km/h begrenzt, doch da bin ich mir sicher, dass Tuner dagegen in der Zukunft Mittel und Wege finden werden.

Der Opel Ampera ist im Elektrobetrieb so leise, man merkt ihm weder von aussen noch von innen die Geschwindigkeit an. Für die aussenstehenden Personen wurde dafür extra eine 2. Hupe montiert, eine etwas leisere Variante. Mit Hilfe einer Drucktaste am Blinkerhebel kann der Fahrer nun Passanten mit einem “Möp Möp” vorwarnen. Auch im Innenraum merkt man nichts von der rasanten Fahrt und aus dem Grund habe ich nun vermutlich demnächst mehr Punkte als der HSV ;). Etwas lauter wird es im Innenraum wenn die Akkuleistung zu Ende ist und die Reichweitenverlängerung einsetzt. Der Benzinmotor hat übrigens eine Leistung von 63kW, sprich 86 PS – diese Werte sind allerdings “unwichtig”, da der Motor den Ampera ja nicht direkt antreibt, sondern nur die Drehbewegung für den Generator herstellt. Der Opel Ampera Fahrer merkt vermutlich nur durch die Geräuschkulisse, oder der Anzeige auf dem Touchscreen, dass er nun nicht mehr im Akku-Modus fährt.

Das Fahrwerk:

Ich gebe zu, ich habe es versucht, ich habe versucht im Kreisverkehr den Wagen in seine Grenzen zu befördern. Die Kombination aus McPherson Federbeinen an der Vorderachse und der hinteren Verbundlenkerachse hat das ganze allerdings nicht zugelassen. Das Fahrwerk ist komfortabel, lässt sich allerdings auch sportlich ambitioniert nutzen.

Die Bremsen:

Bei den Bremsen gibt es nicht nur die normalen Scheibenbremsen, nein der Opel Ampera nutzt natürlich auch den Bremsvorgang um den Akku aufzuladen. Der Wagen wird also elektronisch verzögert, durch die Rekupartion wird die Batterie im Schiebbetrieb (Berg ab) und beim leichten Bremsen also aufgeladen. Wer stärker bremsen möchte oder muss wird den Unterschied vermutlich nicht merken, aber in dem Fall greifen dann die herkömmlichen Bremsscheiben. Der Wagen verfügt über eine elektrische Parkbremse die natürlich auch bei ausgeschalteter Zündung voll funktionsfähig bleibt.

Der Verbrauch:

Die ersten 40-80 km fährt der Opel Ampera (wenn er vollgeladen ist und der Fahrer die Ladung nicht schonen (also behalten) möchte) völlig emissionsfrei und verbraucht während der Zeit natürlich auch keinen Kraftstoff. Die R(EC) 715/2007 Regelung zwingt Opel zur Angabe von 1,2 Liter auf 100 km. Bei unserer Probefahrt gestern konnte ich diesen Wert etwas “toppen”, aber man kann so eine Probefahrt, wo man durchaus auch mal Grenzen austestet, etwas sportlicher zur Sache geht natürlich nicht mit dem alltäglichen Bedarf vergleichen. Der Opel Ampera wurde für ca. 80% der Pendler gefertigt, die täglich weniger als 40-80 km zurücklegen, denn da ist das Sparpotenzial natürlich am größten. Wenn man einen Vergleich möchte:

Jährliche Fahrleistung von 15.000 km würden so rein rechnerisch ca. 480 € kosten wenn man den Wagen ausschließlich elektrisch betreibt. Ein Diesel der z.B. 5 Liter auf 100 km verbraucht (und welcher Diesel schafft diesen Wert wirklich) für etwas mehr als das doppelte kosten, Benziner erreichen spielend die dreifachen Werte.

Die Ladezeit:

4 Stunden benötigt der Opel Ampera (im besten Fall) für eine vollständige Ladung. Das dürfte also durchaus reichen um das Fahrzeug bei der Arbeit / im Büro wieder aufzuladen um den Heimweg auch vollkommen Emmisionsfrei zu bewältigen. Opel geht es nicht nur um die Veringerung der Schadstoffe, Opel geht es vor allem auch um den Verzicht von fossilen Brennstoffen. Aus dem Grund kann jeder Opel Ampera Besitzer auf die vergünstigten Öko-Stromtarife zurückgreifen, die jedes Angebot der örtlichen Stromlieferanten schlagen sollen. Zusätlich gibt es für Opel Ampera Fahrer noch eine 24 Stunden Service Hotline, eine persönliche Betreuung und auch eine kostenlose energetische Beratung fürs Eigenheim, denn natürlich soll nicht nur der Opel Ampera ökologisch wertvoll sein.

Die Reichweitenverlängerung:

Ich denke viele Käufer schrecken noch vor dem Kauf eines Elektrofahrzeuges zurück auf Grund der Angst liegen zu bleiben. Das kann mit dem Opel Ampera nicht passieren, denn wenn der Ladezustand der Batterie ein, vom Werk definiertes, Minium erreicht hat startet der 1,4 Liter Benzinmotor und treibt einen Generator an. Dieser übernimmt dann die Stromversorgung für den Elektromotor.

Der Akku:

Natürlich ist so ein Akku groß, natürlich ist so ein Akku auch teuer, natürlich ist so ein Akku auch schwer. Unnatürlich und deswegen erwähnenswert: Opel gibt 8 Jahre Garantie auf den Akku, bzw. bis zu 160.000 km Laufleistung. Das liegt daran, dass Opel natürlich von der Lithium-Ionen Batterie überzeugt ist und bei der Entwicklung die Finger im Spiel hatte. Zahlreiche andere Hersteller greifen auf fertige Lösungen, die Entwickler von Opel erforschten selbst im Opel-Forschungsstandort für alternative Antriebe in Mainz-Kastel.

Das vermutlich schlechteste Video vom Opel Ampera welches bei YouTube zu finden ist, aber ich hatte gestern keine Zeit und Lust ein Video zu drehen, ich wollte lieber noch ein paar Runden mit dem Opel Ampera drehen, wie man in dem Video hier ja sehen kann. Zum Schluss seht ihr noch die Ladeklappe die per Schlüssel-Tastendruck aufspringt:

Mit dem Video wollte ich euch eigentlich auch nur zeigen wie leise der Ampera im Elektrobetrieb an einem vorbeirollt. Was ihr in dem Video hört sind die Abrollgeräusche der Reifen sowie die anderen Fahrzeuge.

Der Preis:

Also der Opel Ampera heimste ja schon viele Preise ein, doch ich möchte euch nun nichts vom Plus X Award, vom e-car-award, von der Auto Trophy, vom grünen Lenkrad usw. berichten. Jetzt geht es um die Fakten, um die Wurst um den Kaufpreis des Opel Ampera: Der Opel Ampera geht europaweit einheitlich mit einem Verkaufspreis von 42.900 € an den Start. Jetzt sagt man erstmal “puuuuuh”, gell? Nun muss ich euch allerdings auch berichten, dass wir in Deutschland da wirklich noch Nachholbedarf haben, im Vergleich zu den Niederländern sind wir da nämlich nun ein Entwicklungsland. In den Niederlanden werden Elektrofahrzeuge z.B. vom Staat mit 7000 € subventioniert, in England sind es 5000 Pfund die vom Staat spendiert werden. In Deutschland gibt es aktuell Null komma Nix! Da muss man wohl in Berlin noch mal etwas grübeln, schließlich machte Angela Merkel auf der IAA sich ja schon schlau über den Stand der Elektrofahrzeuge der deutschen Hersteller. Wir fordern Subventionen und Steuererleichterungen für Autofahrer die nachhaltig die Umwelt schützen und die Resourcen sparen. Wir leben im Zeitalter der Massenmotorisierung, 900 Millionen Fahrzeuge rollen weltweit über die Straßen, davon 98% mit fossilen Brennstoffen die, wie wir ja alle wissen, begrenzt sind. 2020 erwartet man 1,1 Milliarden Fahrzeuge auf den Straßen der Welt. Zeit aufzuwachen?

Die Sicherheit:

Ich habe den Preis bewusst vor der Sicherheit erwähnt, denn viele haben ja auch noch Angst vor einem Elektroschlag beim Elektroauto. Opel hat den Opel Ampera natürlich auf Herz und Nieren getestet und auch beim Euro NCAP Crashtest bekam der Opel Ampera die Bestnoten, bzw. 5 Sterne! Opel hatte uns bei der Pressekonferenz versichtert, dass man den Wagen nicht nur unter besonders harten Kälte und Hitzesituationen getestet hätte, nein auch in einen Pool hätte man den Ampera versenkt um zu testen wie die Batterie reagiert. Aus dem Grund haben wir auf den Test verzichtet das Fahrzeug selber in die Elbe oder die Alster zu fahren ;).

8 Airbags schützen die Insassen, natürlich gibt es auch ein ESP, eine Traktionskontrolle,  sowie eine Reifendruck-Kontrolle. Eine Rückfahrkamera schützt vor Parkremplern und natürlich auch in der Innenstadt Personen.

Apropo Sicherheit, na? Erkennt hier jemand die vermutlich berühmteste Polizeiwache von Deutschland?

Das Fazit:

Einige Funktionen konnte ich leider während der Probefahrt nicht testen, so gibt es z.B. die Möglichkeit den Wagen schon mal vorzuheizen, bzw. vorzukühlen. Das ganze macht man idealweise natürlich wenn der Wagen noch am Stromanschluss hängt. Der Stromverbrauch der ansonsten für die Klimatisierung benutzt werden würde steht dann für eine weitere Reichweite zur Verfügung. Die Navigation funktioniert wie gewohnt, das Bose Soundsystem begeistert und das iPhone fand recht schnell den Kontakt zur Bluetooth Freisprecheinrichtung. Eine 60 GB Festplatte wartet darauf mit Musik befüllt zu werden. Den Ampera gibt es in Nachtschwarz, Schneeweiß, Argonsilber, Cybergrau, Powerblau, Impulsrot und in Lithiumweiß. Der Innenraum kann dann in Oxidrot, Nickelgrau oder Keramikweiß geordert werden. Wer die Qual der Farbwahl überlebt hat, wird sicherlich viel Freude an dem Elektrofahrzeug finden, Einschränkungen konnte ich nämlich keine Entdecken. Auf der Suche nach Schwachstellen vom Opel Ampera fielen mir nur die zu schmalen Armauflagen (an der Seitenscheibe), die klobigen Gurtschnallen,  sowie die fehlenden Handgriffe vorne ein, zu wenig im wirklich konstruktiv Kritik zu üben, oder?

Aus Spaß sind wir dann auch mal zu der bekanntesten Tankstelle in Hamburg, in Deutschland, ach was sag ich – auf der ganzen Welt gefahren.

Die Jungs von der Esso Tankstelle an der Reeperbahn wussten natürlich auch direkt Bescheid über den Opel Ampera und konnten uns versichern, dass man da nicht tankt:

…da kommt dann nämlich der 220 Volt Stromanschluss dran! Nun gut, wir wollten ja den Wagen nicht aufladen also fuhren wir weiter.

Bei der Probefahrt gestern durch Hamburg fühlte ich mich schon teilweise wie ein Opel-Botschafter, ach was sag ich, wie ein Verkäufer. Während der Fotoaufnahmen für diesen Blogbeitrag haben wir ja stets an beliebten Punkten in Hamburg angehalten. Stets kamen Leute auf uns zu, fragten was zum Motor, wollten mal Platz nehmen, den Motor sehen und den Geräuschpegel spüren. Alle waren sich einig: Der Opel Ampera ist eine spannende Sache. Eine nette Idee ist auf jeden Fall die Soundkulisse wenn der Opel Ampera startet, bzw. ausgeschaltet wird. Wer auf den Powerknopf drückt hört erst mal ein paar Aggregate hochfahren, das ganze ist zwar nur simuliert, aber so weiß man zumindestens wenn der Wagen an ist. Auf ein Motorengeräusch muss man ja verzichten:

In Hamburg, da sagt man Tschüß! Tschüß herkömmliche Benzin-Antriebe! Ein herzliches Willkommen für den Opel Ampera auf unseren Straßen!

So? Ihr habt weitere Fragen? Jetzt stellen, sofern ich kann werde ich diese beantworten (lassen).

Update: Blick in den Kofferraum:

Update 2:

© 2011 Opel

56 thoughts on “Rad-ab Exklusiv: Opel Ampera Probefahrt durch Hamburg (viele Fotos)

  1. Hallo,
    toller Bericht. Kompliment.
    Obwohl ich nun wirklich kein Opelfan bin, gefällt mir der Ampere sehr gut.
    Für die Zukunft eine echte Alternative.

  2. Klingt spannend. Ab wann wird der denn im Laden erhältlich sein?
    Und was kostet der Akku? War der Preis für den Akku (umgerechnet) bereits bei den jährlichen Kosten von 480€ enthalten?
    Bringt ja nichts, wenn ich in 8 Jahren 7680€ an Benzin spare, aber 16000€ für den Akku berappen muss :)

    So viele Fragen…

    • @Lenny: Bestellbar ist der Wagen ja bereits, die ersten Fahrzeuge kommen im Dezember zu den Opel-Händlern und stehen dann dort auch zu Probefahrten zur Verfügung. Die Frage mit dem Preis des Ersatz-Akkus (also für den Fall nach 8 Jahren bzw. 160.000 km – wobei die anwesenden Opel Ingenieure gestern auch gesagt hatten, dass die von einer längeren Laufzeit ausgehen) habe ich mir mal soeben in den Fragenkatalog geschrieben, die ich heute noch zu Opel schicken werde.

  3. Also mir gefällt der Wagen ausserordentlich gut. Nur der Preis, der bereitet mir echt Bauchschmerzen. Ich bin auch der Meinung, dass Frau Merkel da was tun muss. 7000€ Zuschuss für ein Elektrofahrzeug sollten da nur der Anfang sein! Stelle mir gerade vor, wie ich den Wagen über meine Photovoltaikanlage auf meinem Hausdach “betanke”…. HACH….

  4. Ist eigentlich komisch, welcher Anteil an Neuwagenkäufer macht sich sorgen wenn da 160-tkm-Garantie drauf ist (bei einem Benziner schon an den Austauschmotor gedacht ?!) und darüberhinaus ja nicht gleich Ende-Gelände, total “saftlos” ist ?! Im übrigen hat der Batterie einen beträchtlichen Restwert der einem angerechnet wird, seine dann noch immer nutzbare Kapazität lässt sich wohl getrost anderweitig noch nutzen/dem zugeführt.

    Von einer x-tsd-EUR-Subvention halte ich persönlich nix.
    Denn wenn ich mir mal so vorrechne: Statt > 40-tsd-EUR Kaufpreis,….”lockt” der Wagen dann mit > 30-tsd-EUR….und wieviele vermeintliche Mehr-Käufer finden sich dazu ?!?

    Und diese x-tsd-EUR an Subvention pro Fzg. multipliziert mit der Anzahl von xx-tsd-Ampera-Käufern = ….diese STEUER-Gelder sind gewiss anderweitig besser untergebracht !

    Bzw. es sind die Gelder aller Bundesbürger ! Die hier für einige wenige AMPERA-Fahrer hergegeben werden. Sorry, das find ich nicht so prickelnd !

    Unabh. davon, ich will ihn auch endlich selber fahren.
    Die Mitfahrt zuletzt war schon ganz nett. Mit Stille + Druck zeichnet sich der Ampera bereits da sehr prägnant aus, das muß man erlebt haben. Keine (bisherige) Werbung kann sowas “rüberbringen” !

  5. Nun, es geht ja bei der Subvention nicht nur um den Opel Ampera sondern um alle Elektrofahrzeuge, da hätten also schon ein paar Leute etwas von, vor allem die Automobilhersteller die sich ja auch über die Abwrackprämie gefreut haben. Warum nicht ein attraktives Steuermodell für die Leute, die die Umwelt schonen wollen?

    Recht hast du: Stille & Druck kann man nur selbst erleben! Grandios!

  6. Schöner Bericht!

    Mal ne Frage: Habt ihr auch in den Kofferraum geguckt (und vielleicht sogar ein Foto gemacht)?

  7. Hallo zusammen,

    schöner Beitrag. Klingt sehr authentisch und nicht so gekünzelt wie in so manchem Automagazin.
    Mich würde der Ampera sehr ansprechen, pendel ich doch jeden Tag rund 60 km zur Arbeit und wieder nach Hause. Das einzige was mich abschreckt ist, daß hier noch immer ein Verbrennungsmotor betrieben wird, wenn die Strecke mal länger dauert. Außerdem sind 42900 € ein wenig zuviel in einer Familienkasse.
    Aber „dit macht nen schlanken Fuß, waa?“

  8. Service ;) Sonst noch Bilderwünsche?

  9. Leider gibt der Testbericht keine Auskunft über die Batteriereichweite bei unterschiedlichen Betriebszuständen, und dazu findet man auch nichts auf anderen Seiten. Was mich interessiert: Wie sehr verkürzt eine Fahrt mit eingeschaltetem Licht, Schweibenwischer, Radio, Gebläse, Sitzheizung und heizbarer Heckscheibe die Reichweite. Wie funktioniert die Heizung? Elektrisch? Wieviel Strom wird für die elektrisch betriebene Klimaanlage benötigt?
    Und was der Autor schreibt, dass die Leistung des Benzinmotors unwichtig sei, kann irgendwie nicht stimmen. Schliesslich treibt er bei leerer Batterie den Generator an, und wenn bei 86PS Motorleistung vielleicht 80PS Generatorleistung herauskommen, kann der 150PS Elektromotor auch nur noch ca. Hälfte seiner Leistung bringen; das muss man doch an den Fahrleistungen merken.
    Übrigens besitzt der Ampera laut Opel 2 Elektromotoren. Mit dem einen kann man max 100km/h fahren, dann ist seine Drehzahlgrenze erreicht. Will man schneller fahren, wird auf den zweiten Motor umgeschlaltet. Und eben dieser zweite Motor wird als Generator benutzt, wenn die Batterien leer sind. Ich hatte von Opel leider keine Antwort bekommen, aber es kann dann ja nur so sein, dass im Generatorbetrieb noch max 100km/h möglich sind. Kann der Autor etwas dazu sagen?

    • Hallo Armin, natürlich kann “der Autor” etwas dazu sagen:

      Also, die Heizung funktioniert natürlich elektrisch, genauso wie die Klimaanlage, die Beleuchtung, das Radio, das Navi, die Heizbare Heckscheibe. Es gibt die Möglichkeit das Fahrzeug, solange es noch am Stromanschluss hängt, sprich geladen wird, vorzuwärmen oder herunterzukühlen. Bei der Probefahrt sind wir mit Klimaanlage, 2 Personen, Navigation, Licht und Radio gefahren, wir sind sportlich ambitioniert unterwegs gewesen und haben ca. 50 km Reichweite rein elektrisch erreicht. Der Ampera besitzt in der Tat 2 Elektromotoren, sobald die Drehzahlgrenze von dem einen erreicht wird, wird über ein Planetengetriebe der 2. Motor hinzugeschaltet. Im Generatorbetrieb sind weiterhin die 161 km/h möglich. Die 86 PS reichen dafür vollkommen aus um den Motor weiterhin mit der Leistung zu versorgen, denn die 150 PS benötigt der Elektroantrieb ja nur unter Volllast. Als der Benzinmotor angesprungen ist haben wir zwar den Motor gehört (er dreht nämlich etwas weiter, auch wenn man schon vom Gas geht) aber Einbrüche bei der Leistung habe ich nicht gemerkt. Im Generatorbetrieb ist also auch die Höchstgeschwindigkeit möglich. Ich hoffe, dass ich dir damit weitergeholfen habe. In dem Beitrag habe ich soviele Informationen untergebracht, dass ich einige kürzen musste, da der Beitrag sonst ja noch unlesbarer geworden wäre. Um Fragen zu beantworten sind hier dafür aber die Kommentarfunktionen ganz gut geeignet.

      Gruß

      Jens

      PS.: Die Fahrstrecke ist natürlich abhängig von der Fahrweise und der eingeschalteten Verbraucher, wir haben wirklich versucht die 40 km zu unterbieten und sind bei dem Versuch gescheitert.

  10. Hallo Jens!
    Das ging ja schnell mit den Antworten :-)
    Ich habe noch weitere Fragen: Läuft der Generator immer nur so schnell, dass Strom zum Fahren da ist, oder werden auch noch die Batterien geladen?
    Die 50km stellen demnach das Minimum an Reichweite dar. Was passiert, wenn man den Ampera mit leerer Batterie abstellt? Ich vermute, der Generator läuft dann nicht an, wenn das Auto parkt? Ist dann noch Strom für Licht und (z.B. bei einer Panne) die Warnblinkanlage da, ohne die Batterie unter den kritischen Ladezustand zu bringen? Oder ist sogar eine herkömmliche 12V-Batterie vorhanden, um die herkömmlichen Verbraucher zu versorgen? Wenn ja, wie wird die geladen?
    Wie stark ist die Heizung? Elektrisch die Heizleistung des heissen Kühlwassers wie beim Ottomotor zu erreichen muss ja Unmengen an Strom ‘fressen’. Kann die Abwärme des Generators als vollwertige Heizung genutzt werden oder muss, auch wenn er läuft, elektrisch mitgeheizt werden?
    Du schreibst, dass auch mit dem zweiten Motor alleine die Höchstgeschwindindigkeit erreicht wird; dann fungiert demnach der erste Motor (der nur bis 100km/h reicht) als Generator? Dann müsste die Beschleunigung schlechter sein, wenn dieser Motor nicht mehr mit antreibt. Macht sich das bei ‘normalen’ Beschleunigen, ohne Spitzenwerte zu forden, bemerkbar?

    Gruß,
    Armin

  11. Hallo Armin,

    mit dem Generator, also dem Benzinmotor werden die Akkus nicht geladen, also nicht “wirklich” – sprich du kannst dein Auto nicht einfach ein paar Stunden laufen lassen und dann wieder elektrisch weiterfahren. Die Batterien haben einen “Notpuffer” sprich, wenn der Ampera sagt “nun ist leer, ich brauch den Benzinmotor” ist immer noch genug Strom vorhanden um da keinen Engpass zu haben. Die Frage nach der 2. Batterie kann ich dir leider nicht beantworten. Habe unter der Haube keine gesehen.

    Bei der Probefahrt war es warm, musste die Heizung also nicht nutzen, eher die Klimaanlage die den Wagen gut gekühlt hat, aber auch elektronische Heizungen benötigen heute nicht mehr soviel Leistung. Ich hab dir oben noch mal 1 Schaubild eingefügt (Update 2) event. erklären die ja die Funktion der beiden Elektromotoren etwas besser. Ich habe (mit Verlaub, ich habe keine Testgeräte) keinen Unterschied bei der Beschleunigung gemerkt.

  12. Hallo Jens,

    danke für das zweite Bild, das sagt mehr als seitenlange Erklärungen. Schade, dass Opel auf seiner Seite mit den Informationen so sparsam ist, die Technik scheint für die ja ein wahres Geheimnis zu sein..
    Unterschiede in der Beschleunigung muss es schon geben, sonst könnte man auf den zweiten Motor ja ganz verzichten. Anscheinend liegen sie aber auf so hohem Niveau, dass sie nur beim Vollgasbeschleunigen (äh, Vollstrombeschleunigen) auffallen würden.

    Gruß,
    Armin

    • Wenn der große Motor ausgedreht hat wird über das Planetengetriebe der 2. hineingeschoben. Auf der IAA gibt es übrigens noch bis Sonntag die Gelegenheit mit so einem Ampera mitzufahren. Der Antrieb ist meiner Meinung nach schon gut durchdacht, es gibt in der Steuerung auch noch zukunftsorientierte Menüpunkte. So kann man z.B. auch manuell den Benzinmotor starten um die Akkuleistung für die Stadtfahrten zu behalten. Einen Fall gibt es übrigens wo die Motorenleistung vom Benziner nicht ausreichen würde: 20 km Volllast bei ständiger Steigung, dann würde in der Tat die Geschwindigkeit reduziert werden. Kommt so, meines Wissens nach, nur beim Gotthard Tunnel vor. Sobald der Wagen dann auch wieder in den Schubbetrieb kommt oder durch die Energierückgewinnung über die Bremsen Strom generiert wird er auch wieder schneller. Dafür gibt es übrigens auch eine Funktion, wer also weiß, dass er mehr Leistung braucht kann diese “reservieren”. Ich hoffe man konnte meiner laienhaften Erklärung folgen!

  13. Hallo Jens,
    ja, ich konnte dir folgen. Woher hast du die Informationen, die du ja nicht alle auf einer Probefahrt sammeln konntest. Kennst du Seiten, die die Technik und eventuelle Einschränkungen beim Benzinbetrieb (eine hattets du ja schon genannt) ausführlicher erklären als die Opel-Seiten (wobei die leider nichts wirklich erklären, schade eigentlich. Hält Opel seine potentiellen Kunden für so dumm, dass das Blabla als Pseudoinformation für ausreichend angesehen wird?).
    Gruß,
    Armin

    • Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und dem anwesenden Ingenieur ein paar Fragen gestellt während die anderen den Mittagstisch geplündert hatten. Über die Kommunikation von Opel zum Endkunden kann ich leider nichts sagen, weiß aber, dass es wohl auch einen Opel Ampera Blog, bzw. einen Entwicklerblog gibt von Opel, die sind also transparenter als einige Mitbewerber.

  14. Das wäre prima, wenn ich mich auch auf diesen Seiten mal umschauen könnte (auch wenn mir deine Antworten schon sehr weitergeholfen haben, danke!). Hast du einen link zu deren Seite(n?)?
    Gruß,
    Armin

  15. Danke, ich sehe schon, da gibt es viel zu lesen :-)

  16. Vielen Dank für den interessanten Artikel! Ich hab heute früh auf dem Weg zur Arbeit auch das erste Plakat zum Ampera gesehen und mir gedacht: Da muss ich dringend mal eine Probefahrt organisieren! Ein wirklich spannendes Fahrzeug und auch wenn das Design sehr gewöhnungsbedürftig ist hat es viel von einem Fahrzeug aus einem Science-Fiction-Film.
    Und die Rückmeldungen der Leser hier geben ja genug Aufschluss über die aktualität des Themas Elektromobilität…

  17. Pingback: Fahrbericht zum Opel Ampera bei rad-ab | bycan - Der Blog über Autokultur und Lifestyle

  18. Hallo Jens,

    interessanter Blogbeitrag, Kompliment dazu.

    Mich würde noch interessieren, wie Du die Haptik des Autos einschätzt? Besonders interessieren mich dahingehend die Drucktasten in der Mittelkonsole.

    Schönes Wochenende,
    Gruß Carsten

  19. Zitat Jens, “Nun, es geht ja bei der Subvention nicht nur um den Opel Ampera sondern um alle Elektrofahrzeuge, da hätten also schon ein paar Leute etwas von..”
    …noch schlimmer. Am Ende gar die Bonzen-SUV mit plug-in…

    Aber mal egal und weg davon (!), ich bin gestern ENDLICH auch selbst den AMPERA GEFAHREN, statt nur auf dem Beifahrersitz verweilend und der Theorien darüber betextet zu werden…
    Das kann man 1. nur jedem bei Gelegenheit empfehlen !
    2. Vielerlei auftürmender Fragen wurden bereits im ampera-blog.de von den Ingenieuren angegangen !
    3. So schlimm man sich da auch manches übereifrig ausdenkt, sie haben in jahrelanger Entwicklung viel auf alltägliche Nutzung wertgelegt + getan !

    @Carsten zuletzt:
    Er basiert auf der Epsilon-II-Plattform (s. Astra-J, Chevrolet Cruze) und hat zu letzterem auch die vereinfachte/kostengünstige Verbundlenkerhinterachse ohne Wattgestänge, dazu kommt er aus diesem einen Werk in Hamtrack…., für´nen 15-tsd-$-Chevi halt ok, aufgepeppt um die aufwendige Batterie+RE-Technik-1.-Generation eben…
    Die “Drucktasten” der Mittelkonsole sind gerade eben nicht solche, sondern sog. kapazitiven, berührungsempfindlichen…hätte nicht sein müssen, insbesondere einem gescheiten sensorischem empfinden wegen !

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  23. Kompliment, guter Bericht und nicht trocken geschrieben wie so manch anderer „Profi-Bericht“.

    Würde mich interessieren wie man zu so einem frühen Zeitpunkt von Opel zu einer Testfahrt eingeladen wird, daran würde ich auch Spaß finden.

    Weiter so mit neuerem Blog.

    Grüße
    Klaus

    • Hallo Klaus,

      vielen Dank für das Kompliment! Ich denke da liegt der Grund in der Tat, die Beiträge in Blogs sind nicht ganz so trocken. Das hat Opel wohl verstanden und (nicht nur uns) recht frühzeitig eingeladen.

      Gruß
      Jens

  24. Hallo,

    hier wurde u. a. gefragt, ob der Ampera eine zusätzliche Batterie besitzt, soweit mir bekannt ist hat der Ampera außer der ca. 360V Antriebsbatterie auch ein 12V 60Ah Batterie wie in einen ganz normalen PKW, diese wird wie in einem herkömmlichen PKW beladen bzw. entladen.

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  26. Klasse Beitrag. Außerdem bin ich neidisch, dass ihr den Ampera probefahren durftet. Das musste gesagt werden… ;)

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  37. Hallo – schöner Bericht über den Ampera – habe ihn zwar schon live gesehen aber leider noch nie probegefahren. Auf dem Youtube-Video sieht man den Ampera mit “blitzenden” Scheinwerfern – was ist das? gehört das so? ist mir schon öfters aufgefallen.

    frohe Ostern euch und viel Erfolg weiterhin
    gruß
    Stefan

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