Messe-Highlights: Fotos Motorshow Essen 2014 #01

Nicht ganz chronologisch möchte ich ab heute bis zum 07.12.2014 täglich ein Messe-Highlight Artikel raushauen zur Motorshow in Essen. Das mir die Messe in diesem Jahr weniger zusagt, hatte ich in meinem Prolog ja bereits zum Ausdruck gebracht. Trotzdem habe ich ein paar Fahrzeuge entdeckt, die ich euch unbedingt zeigen muss.

Oldtimer-Fans bzw. Liebhaber von originalen Fahrzeugen sollten nun lieber wegklicken, denn die könnten Tränen in die Augen bekommen. Heute zeige ich euch ein Hot Rod, allerdings ein relativ untypisches.

Zwischen den Hallen, in der sogenannten Galerie, gibt es nicht nur die Gelegenheit sich am Truck von Dr. Oetker zu stärken, nein – dort gibt es neben zahlreichen Hot Rods auch diesen besonderen Karmann-Ghia zu entdecken. Dr. Oetker kommt aus Bielefeld, dieser Karmann hier ursprünglich aus Osnabrück – doch nun hat er es faustdick hinter den Ohren bzw. unter der neu gestalteten Haube / Front.

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Dieser einzigartige Volkswagen Karmann Ghia – der nicht umsonst den Beinamen „Blue Mamba“ trägt, wurde von Deanz Rodz und dem Race Carz Team aus Graymount in Illionois (USA) geschaffen und hat in den letzten Jahren eigentlich fast jeden Automobil-Custom-Preis in den USA gewonnen.

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Unter der Haube befindet sich eine Leihgabe von einer  Viper. Wir sprechen hier über einen 8.4-Liter-V10, der eine irrsinnige Leistung von 650 PS produziert. Die ganze Kraft wird über ein 6-Gang Schaltgetriebe auf die Hinterachse befördert, kein Wunder also, dass der Karmann Ghia auch einen Überrollkäfig spendiert bekommen hat, oder?

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Dean begann der Arbeit an seinem Karmann Ghia im Jahre 1999. Dean musste wohl einfach zuschlagen, obwohl ein Karmann Ghia nicht wirklich als Hot Rod bekannt ist. Es war wohl Liebe auf dem ersten Blick. Dean schlug zu, kaufte den 1967er Karmann Ghia und tat was ein Schrauber tun musste. Er zerlegte den Klassiker. Der Rahmen der „Blue Mamba“ wurde von Hand geschweißt und der Rahmen selbst könnte bis zu 1000 PS aushalten. Die Karossiere wurde verbreitert, er verlängerte die Front um Platz zu schaffen für den 8,4 Liter V10 – Antrieb, cleante die restliche Karosserie und baute, baute und baute.

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Es ist ein Stilmix, so erkennt man z.B. an der Front die Scheinwerfer von einem Mini Cooper und am Heck sind es eigenes hergestellte Rückleuchten. Allein der Innenraum oder die Lackierung zeugen von dem puren Individualismus.

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Wichtig: Alles was aussieht wie Blech und Stahl – ist auch aus dem Material, Glasfasermatten wurden hier nicht verbaut. Der Innenraum zeigt sich sportlich und komplett mit Teppichboden ausgekleidet… und je länger ich mir das Schmuckstück angesehen habe umso mehr habe ich verstanden warum Dean sich den Karmann Ghia ausgesucht hat um dieses besondere Schmuckstück auf die Räder zu stellen.

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Über Karmann-Ghia: Der VW Karmann-Ghia wurde von Karmann in Osnabrück gebaut. Es wurden genau 362.585 Coupés und 80.881 Cabriolets gefertigt. Die Technik war zum größten Teil identisch mit dem des VW Käfer. Die Modelle liefen von 1955-1974 vom Band und unter die Haube kamen die typischen Motoren mit einer Höchstleistung von 54 PS. Die blaue Mamba da oben hat also ungefähr die 12 fache Leistung und auch vor der Umbauarbeit ziehe ich meinen Hut.

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4 Kommentare zu “Messe-Highlights: Fotos Motorshow Essen 2014 #01

  1. Ich weiß nicht, diese MINI-Scheinwerfer da reinzufriemeln – wenn man das formschöne Orginal kennt…

    Und auf anderen Bildern mit Rädern, machen die fetten Dinger es auch nicht besser.
    Quasi Vin Diesel mit Frack im Orchestergraben der Staatsoper.

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