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Subaru WRX STI – Blauer Ballermann

Der Subaru Impreza WRX S… nein, verkehrt! Also nochmal: Der Subaru WRX STI, blau wie gewohnt, verkürzt seinen Namen und nimmt Abstand vom Impreza. Was ihm außerdem noch zum Rallye-Idol der 90er Jahre fehlt? Ein etwas hemdsärmliger Charme und – klar – die goldenen Felgen. Dennoch wollen wir uns den Turbo-geladenen Allrad-Japaner einmal genauer anschauen. Hat er das Zeug, den Mythos weiterzuführen?

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Der Subaru WRX STI: Nur echt in blau mit dicker Lufthutze

Eigentlich ist es ja nichts Neues, dass der Über-Subaru auf den Namen Impreza verzichtet, schließlich geht er nur in ein neues Modelljahr. Mich irritiert es aber immer wieder, da ich immerhin mit Collin McRae, Richard Burns, dem Impreza WRX STI, Mitsubishi Lancer EVO und ähnlichen Kalibern groß geworden bin. Aber konzentrieren wir uns auf das Wesentliche, die Updates zum neuen Modelljahr.

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Bessere Materialien und sportliche Insignien im Interieur des WRX STI

Vor allem der Innenraum des Allradlers soll aufgewertet worden sein – bei gesunkenem Einstiegspreis. 41.550 Euro muss man berappen, wenn man den 300 PS starken Subaru WRX STI sein Eigenen nennen möchte. Dafür bekommt man ein sieben Zoll großes Infotainment-Display, das bislang nur gegen Aufpreis erhältlich war. Hinzu gesellt sich ein digitales Radio. Bei der Wahl des optionalen Navigationssystems kann man auf ein jährliches Kartenupdate zurückgreifen, das die ersten drei Jahre aufpreisfrei zur Verfügung steht. Kia bietet sieben Jahre Navigationskarten-Updates, Konzernschwester Hyundai sogar ein Autoleben lang.

Der Subaru WRX STI: Einer der letzten seiner Zunft

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2.5 Liter, Turbolader, Boxer-Format und 300 PS: Traditionelles unter der Haube des Subaru WRX STI

Dafür bieten die beiden Koreaner aber nicht den Sportsgeist des Subaru WRX STI. So kommt er zum Modelljahr 2017 auch weiterhin mit einem markentypischen Boxer-Motor. Das 2.5 Liter Aggregat leistet 300 PS und leitet die Pferdestärken natürlich über den gewohnten Allradantrieb auf alle vier Räder. Dank der 407 Nm wirkt der Japaner dabei in einem breiten Drehzahlband kräftig. Und auch die Stammtischwerte können sich sehen lassen – vor allem für die Kompaktklasse. Der Standard-Sprint ist in 5,2 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 255 km/h. Der fahrerische Clou liebt aber beim sogenannten SI-Drive – das SI steht für „Subaru Intelligent“ – bei dem man verschiedene Fahrmodi auswählen kann. Je nach Lust und Laune oder nach Bodenbeschaffenheit können die Kennfelder gewechselt werden: So kann man zwischen maximaler Power für das Landstraßen-Ballern oder dem sparsamen Stadt-Modus wählen. Dennoch liegt der Durchschnittsverbrauch bei 10,4 Litern – was reichlich ist.

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Rallye-Romantik at it´s best: Der ausladende Heckspoiler gehört ebenso zum Pflicht-Programm, wie die Auspuffanlage. Aber wo bleiben die goldenen Felgen?

Das kann man aber auch über die Ausstattung des Subaru WRX STI sagen. Bereits die Basis kommt mit einer Klimaautomatik, elektrischen Fensterhebern rundum und Leder am Lenkrad sowie Schaltknauf. Hinzu gesellen sich natürlich ein herbes Sportfahrwerk, Alu-Pedale und Sportsitze mit einer Leder-Alcantara-Polsterung. In der höheren Ausstattung kommen noch ein paar Assistenten hinzu. Aber braucht es das wirklich, um den Mythos weiterzuführen? Oder verwässert die Fahrmaschine immer weiter. Wie das aussieht, konnte man beim Mitsubishi Lancer EVO sehen, der nicht weitergeführt wird und über die Generationen immer mehr an Dynamik und Charakter verlor. Das wünsche ich dem Subaru Impreza WR… ach Mist! Ihr wisst schon: Das wünsche ich der blau-goldenen Rallye Legende einfach nicht.