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Wir waren Freunde für 90 Minuten! Der Schalker und die Zecke!

Wir waren Freunde für 90 Minuten, toller Titel, oder? Gestern traf sich eine tolle Truppe zum Champions-Leaque-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Sporting Lissabon. Adrian Ramos erzielte, für die von mir sehr geliebte Borussia, in seinem siebten Champions-League-Spiel (für die Borussia) seinen vierten Treffer. Ansonsten war das Spiel eher ausgeglichen und während bei der Borussia das Passspiel häufiger mangelhaft war, patzten die Gäste aus Lissabon beim Abschluss.

In meinem Herzen gibt es neben der Familie zwei Themen die mich wirklich interessieren: Autos & Fussball! Im Vorfeld zum Spiel gab es dank Nissan Deutschland die Möglichkeit ein kurzes Gespräch mit Peter Lohmeyer zu führen. „Bist du eine Zecke“ fragte der bekennende Schalker mich bei der Begrüßung. Da war das Eis direkt gebrochen. Ich bin in Unna geboren, für was für einen Fussballverein soll mein Herz denn sonst schlagen?

Peter Lohmeyer, der nun einen Nissan Leaf fährt, ist Vater, deutscher Schauspieler und Sänger! Eigentlich hätte er auch Fussballer werden können. Er spielte in der Jugend beim VfB Stuttgart. Auch in Dortmund hätte er spielen können, denn hier ging er auch zum Gymnasium, doch er entschied sich für die Schauspielkarriere. Man kennt ihn zum Beispiel aus „Das Wunder vn Bern“ wo er die Rolle von Richard Lubanski übernahm. Meine fünfjähre Tochter kennt Peter Lohmeyer aus „Eine Möhre für Zwei“ einer Kinderserie, hier erkärt er den schönsten Beruf! In dem Fall war es dann der Feuerwehrmann!

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Mit dem Schalke-Fan ging anschließend in das schönste Stadion der Welt um meine Borussia in der Champions-League siegen zu sehen. Im Kopf waren aber noch die vorangegangen Gespräche über Nachhaltigkeit, eine Welt die wir unseren Kindern hinterlassen und über gesunde und ungesunde Ernährung. Mit Peter Lohmeyer und seinem Sohn Louis Klamroth verging die Zeit wie im Flug. Aber im Grunde ging es natürlich auch um die Themen Elektromobilität, Zukunftsmusik und über die Frage: Was muss geschehen, damit noch mehr Menschen sich für Elektrofahrzeuge interessieren?

Ich vertrete die Meinung, dass viele Menschen (und ich gehöre dazu) ihr Fahrzeug für „Eventualitäten“ kaufen. Eventuell muss ich ja mal zum Krankenhaus, was tun wenn der Akku dann leer ist? Was ist wenn ich mal die Oma besuchen will? Womit fahre ich denn in den Urlaub?

Kleine Geschichte dazu von mir: Als unser zweites Kind unterwegs war musste ein Van gekauft werden. Die Wahl fiel auf einen VW Caddy. Ein 7-Sitzer! Natürlich! Falls wir mal mit den Kindern und Freunden einen Ausflug machen! Falls wir mal zum Fussball fahren. Wenn wir mal die Oma mitnehmen wollen. Soll ich euch etwas verraten? Den Aufpreis hätte ich mir sparen können, die dritte Sitzreihe steht in der Garage herum und steht somit im Weg. In den letzten fünf Jahren war diese vielleicht drei Mal eingebaut. Für diese „Eventualität“ hätte ich mir auch ein größeres Auto leihen können.

Das Beispiel passt meiner Meinung nach auch ganz gut zum Thema Elektromobilität. Viele haben Angst liegen zu bleiben. Dabei könnte man das Elektroauto auch mit einem Smartphone vergleichen. Das steckt man doch auch in der Regel sofort an die nächste Lademöglichkeit, oder? So wäre es mit einem Elektroauto doch auch.

Peter Lohmeyer hat vier Kinder, er bestätigt meine Ansicht, dass man sich als Mann ändert wenn man Vater wird. Musste man vorher ggf. nur auf sich und seinen Partner / seine Partnerin aufpassen hat man nun Sorge zu tragen, dass die Kinder gut aufwachsen. Man fängt an umzudenken, kauft bewusst andere Lebensmittel, geht vielleicht auch mal in den Bio-Markt und man macht sich natürlich auch Gedanken um die Umwelt, was für eine Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen.

Zu viel grübeln über das was gerade in der Welt passiert sollte man dann aber auch nicht, denn dann wird man vermutlich nicht glücklich. Man kann auch nicht ganz allein die Welt verbessern, aber man kann einen ersten Schritt gehen. Bessere Lebensmittel kaufen, fair gehandelte Waren und ja, auch bei mir wird früher oder später ein Elektrofahrzeug in der Garage stehen.

Ich sage gar nicht, dass das Elektrofahrzeug derzeitig für jedermann die richtige Wahl ist. Wer täglich weite Strecken fahren muss, dem empfehle ich auch weiterhin einen Benziner / Diesel. Wer aber täglich, so wie z.B. meine Frau feste Routen fährt – und das tun über 90% der Autofahrer in Deutschland – der sollte sich mal Gedanken machen ob so ein Elektrofahrzeug nicht ausreicht, zumal wenn man zu den 25% der Bürger gehört, die sogar ein Car-Port bzw. über eine Garage verfügen.

Aktuell muss man sich ein Elektromobil in den meisten Fällen noch mit drei grünen Daumen schön rechnen, auf der anderen Seite tut man dann (wenn man den Strom aus regenerativen Quellen bezieht) etwas für die Umwelt, fährt lokal emissionslos und vermutlich auch entspannter. Das so ein Elektrofahrzeug Fahrspaß bringt, wissen inzwischen viele, denn wenn das maximale Drehmoment von Anfang an anliegt, dann kann man den Ampelsprint schon mit einem temporären Gesichtslifting vergleichen.

Ich darf gestehen, ich bin kein großer Freund von „Markenbotschaftern“. Aber nun mache ich eine Ausnahme! Denn Lohmeyer finde ich authentisch. Peter Lohmeyer fährt nun also auch einen Nissan Leaf und ihm nehme ich das sogar ab, jemand der in Hamburg wohnt, normalerweise viele Strecken mit dem Fahrrad oder dem Elektrobike bewältigt und sich auch für Elektro-Roller interessiert – der passt zum Leaf.

Er berichtete, wie er von seinen Kollegen am Set auf das Fahrzeug angesprochen wird, aber auch wie schwierig es teilweise in Deutschland ist eine Ladesäule zu finden, das ist in anderen Ländern wirklich derzeitig noch viel besser, blicken wir einfach mal nach Holland. Mich würde eher der Schalke-Aufkleber an seinem Fahrzeug stören, aber da bin ich tolerant!

Die Elektromobilität in Deutschland kommt übrigens in Bewegung und Nissan betreibt gemeinsam mit diversen Partnern  schon heute mehr als 60 Schnellladestationen, an denen Autofahrer ihren Stromer aufladen können – kostenlos und unabhängig vom Fabrikat. Das Angebot soll in den kommenden Monaten noch weiter ausgebaut werden.

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Der Nissan Leaf ist ein reines Elektroauto, welches im Jahr 2009 zum ersten Mal vorgestellt und seit 2010 verkauft wurde. Damals war es einer der ersten Elektroautos welches in einer großen Serie hergestellt wurde, welche speziell für den elektrischen Antrieb konzipiert wurde. Inzwischen gehört der Nissan Leaf, der zwischendurch auch mal ein Facelift bekommen hat, zu den meistverkauftesten Elektrofahrzeugen der Welt. Die meisten Leaf-Anhänger fahren – und das mag man kaum glauben wenn man das Land kennt – in den USA! Danach folgt Japan und Europa. In Europa füren die Norweger die Verkaufscharts an, sicherlich auch Aufgrund der passenden Förderung.

Den Nissan Leaf bin ich nun schon mehrfach gefahren, das Vor-Facelift-Modell, das Facelift-Modell und ich darf bestätigen, dass Nissan mit dem Leaf ein gutes Fahrzeug der Kompaktklasse konzipiert hat. Der Nissan Leaf bietet neben den fünf Sitzplätzen (vier Personen klappen ohne Probleme) immerhin noch ein alltagstauglichen Kofferraum mit einen Volumen von 370 Liter. Klappt man die Rücksitze um, dann passt ein Volumen von bis zu 911 Liter in den Elektroflitzer.

Zugegeben, er sieht etwas eigenwillig aus. Das ist natürlich Geschmacksache, am Anfang habe ich mich auch immer gefragt, warum der Nissan Leaf mit der Brechstange zeigen muss, dass er einen anderen Antrieb unter der Karosserie hat. Aber inzwischen freue ich mich sogar immer wenn ich einen Leaf sehe, denn den erkennt man auf den ersten Blick als eigenständiges Fahrzeug. Hier sieht man mich mit dem Leaf übrigens auf der Nordschleife:

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Inzwischen werden zwei Modelle angeboten, einmal mit einer 24 kWh Batterie und einmal mit einer 30 kWh Batterie. Wer in Physik etwas aufgepasst hat, der weiß, dass das durchaus entscheidend ist für das Gewicht aber auch für die Reichweite. Ganz nebenbei auch noch für den Preis. Laut NEFZ schafft der Nissan Leaf Reichweiten zwischen 199 und 250 km. In der Realität muss man da, je nach Fahrprofil und Geographische Gegebenheiten sowie je nach Wetter und Tageszeit noch ein paar Kilometer abziehen.

109 PS haben beide und beide erzeugen ein maximales Drehmoment von 255 Nm! Damit geht es dann innerhalb von 11,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 144 km/h. Das könnte man alles schneller machen, gar keine Frage, aber das würde dann auch wieder die Reichweite minimieren und das Revier von einem Nissan Leaf ist ja eigentlich die Stadt und die Landstraße und dafür ist er ausreichend schnell.

Zu schnell verging die gemeinsame Zeit, vermutlich werde ich Peter Lohmeyer und seinen Sohn Louis Klamroth so schnell nicht wieder sehen (es sei denn ich schaue mir das „Wunder von Bern“ an) aber für die etwas mehr als 90 Minuten waren wir Freunde. Lobten sogar beide die Auswechslung von Götze, waren uns auch über die Qualität des Spiels einig. Der Schalker und der Borusse, zusammen im Westfalenstadion vor der gelben Wand – und ganz zum Schluss gab der blau-weiße der „Zecke“ doch noch die Hand! Hier auf dem Foto sollte er ruhig mal seine Freude über den Sieg der Borussia zum Ausdruck bringen ;).

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Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir nicht verwehren: Sowohl das Westfalenstadion, das Trainingsgelände und die Geschäftsstelle vom BVB Borussia Dortmund werden vollständig mit Ökostrom betrieben. Viele Fussballer die mit einem Elektroauto unterwegs sind habe ich aber in Dortmund nicht gesehen, eher Sportwagen – ganz sportliche Sportwagen – und ich gestehen, auch die finde ich gut. Ein Elektrofahrzeug als Hauptauto und einen sportlichen Flitzer als Zweitwagen, so stelle ich mir meine persönliche Zukunft vor!

Unter uns? Wir leben in einem großartigen Land! Wir schaffen das! Alles! Auch das mit der Energiewende, nach nur neun Jahren Bauzeit ist die Elbphilharmonie schon fertig geworden, in Berlin haben wir bestimmt auch bald einen weiteren Flughafen und in Stuttgart soll es ja auch einen Bahnhof geben. Wenn „wir“ diese Mammut-Projekte schaffen, dann schaffen wir das mit den Vorurteilen in unseren Köpfen auch noch. Egal ob nun gegen andere Mitmenschen oder gegen die Elektromobilität. Ich glaube, dass jeder Autohändler (von den Marken die Elektrofahrzeuge auf dem Markt haben) gerne eine Probefahrt vereinbaren und wer Peter mit seinem schwarzen Leaf sieht, der darf ihn sicherlich auch mal anquatschen und ihn fragen, wann er sich endlich ein königsblaues Ladekabel kauft.

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