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CES 2017: Weltpremiere des Renault POM

Ein französischer Hersteller in Amerika? Ja, das gibt es! Vorgestellt wird der Renault POM, der eine Art Open-Source-Plattform präsentiert, auf der sich strategische Partner austoben können. Als Basis dient der Renault Twizy, der ein agiles und leichtes Chassis bereitstellt. Allerdings kommt nur das Chassis – ohne Karosserieaufbau. Das lässt sich allerdings leicht an die jeweiligen Mobilitätsbedürfnisse anpassen. Daneben zeigen die Franzosen neue After-Sales-Lösungen für E-Fahrzeuge sowie intelligente Rennbekleidung. Klingt komisch, ist aber so.

Der Renault POM baut auf dem Twizy auf

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Von Software-Konzepten inspiriert: Renaults Open-Source-Prinzip

In einer Kooperation mit OSVehicle entstand der Renault POM. Der Clou beim Stromer ist sein aus der Software-Entwicklung bekanntes Open-Source-Prinzip. Doch nicht nur die Software, sondern auch die Hardware – also  das Fahrzeug – kann individuell modifiziert werden. So wurde die Karosserie komplett entfernt, damit  man den Aufbau nach eigenen Wünschen anfertigen lassen kann. Dabei stellt OSVehicle Designer, Ingenieure und Entwickler, um das Projekt in die Tat umsetzten zu können.

In einer weiteren Kooperation mit dem IT-Unternehmen ARM werden auf der CES 2017 neue Anwendungen für die Twizy-Software gezeigt. So sollen moderne Fahrassistenzsysteme, futuristische Cockpit-Architekturen, neue Infotainment-Applikationen, automatische Fahrsysteme und die Vernetzung mit anderen Fahrzeugen möglich sein. Das IT-Unternehmen stellt dabei die Kompatibilität mit gängigen mobilen Endgeräten sicher.

Nicht ins Schwitzen kommen mit dem elektrischen T-Shirt

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Vernetzte Klamotte: Hoffentlich gibt es keine qualmenden Socken…

Eine ebenso einfache, wie clevere Lösung stellt ein neues Ladekabel dar, das auch beim Renault POM zum Zuge kommen könnte. Seine pulsierenden Leuchten geben Auskunft über den Ladezustand des Akkus. Je voller er geladen ist, desto weniger pulsieren die Leuchten. Ist der Akku gänzlich voll, erlischt die Beleuchtung.

Zu einer Art Robo-Driver macht man sich mit der neuen Rennbekleidung, die Renault in Las Vegas zeigt. So wird etwa ein T-Shirt mit Sensoren vorgestellt, das die Herzfrequenz des Fahrers misst. Neben dem T-Shirt gibt es noch weitere Bekleidungsartikel.Die Datenübertragung der Messwerte erfolgt dabei per App. Diese kann zudem die Fahrzeugdaten, wie beispielsweise die Geschwindigkeit, die Bremskräfte oder Beschleunigung festhalten und darstellen. Damit soll jedermann Einblick in seine Performancce auf dem Track bekommen und an den entsprechenden Stellen feilen können. Ob jemand vielleicht einen Sportwagen-Karosserie entwirft, die dann auf den Renault POM gesetzt wird? Dann könnte man die App auch für ihn nutzen?!

Hier findet ihr alle CES 2017 Beiträge die auf rad-ab.com erschienen sind