Mazda MX-5 RF – Nicht Fisch und nicht Fleisch? – Testwagen-Tagebuch!

Schon als ich den Mazda MX-5 RF das erste Mal sah war für mich klar: Den musst du mal fahren. Bei der Fahrveranstaltung war es mir nicht möglich, auch kurze Zeit später am Bilster Berg gab es keine Gelegenheit, aber nun ist er endlich hier, vor meiner Tür. Mit ihm gibt es nun eine etwas andere Art der Berichterstattung. Ein Testwagen-Tagebuch – Warum? Weil ich es kann! Okay, dämliche Antwort, aber gerade bei solchen Fahrzeugen macht es durchaus doch mal Sinn von den Gewohnheiten und gewohnten Arbeitsschritten abzuweichen, oder? Der Mazda MX-5 RF ist ja ein ganz besonderes Fahrzeug.

Mazda MX-5 RF Fahrbericht Teil 1:

Mazda MX-5 RF Testwagen-Tagebuch Tag 1: Ich konnte es kaum erwarten. Der Fahrer war für 10 Uhr angekündigt, ab 9:45 schaute ich quasi minütlich auf die Uhr. Heute war Tag X, endlich sollte der Mazda MX5 RF geliefert werden. Pünktlich wie die Maurer, fünf Minuten vor der Zeit, kam der Überführungsfahrer und übergab mir den Mazda MX5 mit Klappdach. Die erste Fahrt führte uns also in die Innenstadt von Bielefeld, da der Fahrer noch eine Rückführung absolvieren durfte.

Den Fahrersitz hatte ich schnell eingestellt, auch das Lenkrad und die Spiegel. Rückwärtsgang eingelegt und – PIEP – PIEP – PIEP – der Querverkehrswarner hat angeschlagen. Respekt, da hätte ich vermutlich wirklich ein anderes Fahrzeug übersehen. Ab auf die Bahn, 120,130,140 km/h – mmmmh, schon ganz schön laut im Retractable Fastback, Tempo 150,160,170, 180… es sollte das letzte Mal an dem Tag gewesen sein, dass er über die Autobahn musste. Das funktioniert zwar, aber sein Revier ist defintitiv die Landstraße.

Nachdem der Fahrer abgeliefert wurde, öffnete ich das Dach. Das geht leider nicht während der Fahrt, bzw. nur bei Schrittgeschwindigkeit. Ein paar Sekunden später, war das Dach aufgeklappt. Aus dem geschlossenen Coupé wurde ein Targa, auch wenn Mazda den RF so offiziell nicht nennen darf. Namensrechte, Porsche und so, ihr wisst Bescheid.

Über eine Landstraße und ein paar Umwege ging es dann nach Hause, hier eine Kurve, da ein Weg, ups war das gerade eine Blitze? Hält man den 2,0 Liter Benziner bei Laune, dann stehen einem bis zu 160 PS zur Verfügung. Im Drehzahlbereich zwischen 4.000 und 6.000 U/Min macht er richtig Spaß, vor allem weil die 6-Gang Handschaltung kurz und knackig ist.

Die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk recht komfortabel, aber der MX5 RF ist ein kleiner Kurvenräuber und er macht Spaß. Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob mir ein RF lieber wäre als ein klassischer Roadster. Doch wie sieht es in Sachen Alltagstauglichkeit aus? Ich habe mir bewusst ein paar Aufgaben aufgehoben für den RF, so musste er heute mit mir zur Mülldeponie, zum Einkaufen und zum Kindergarten.

Zwei Müllsäcke passen in den Kofferraum, der kleine Einkauf ebenfalls und für den Kindersitz gibt es auf dem Beifahrersitz auch ISO-Fix-Halterungen.

Einziger Kritikpunkt: Anschnallen fällt nicht so leicht, vor allem nicht wenn man noch einen großen / breiten Kindersitz montieren muss.

Meine Musik konnte ich vom iPhone abspielen, der Mazda verfügt zwar nicht über Apple CarPlay und Co, aber über eine eigene Software. Spotify war auch kein Problem, die Bedienung erfolgte über den Drehregler vom Fahrzeug, auf dem Display hatte ich eine Titelanzeige, was will man eigentlich mehr?

Achja, telefonieren! Schnell hatte ich das Smartphone mit dem Fahrzeug via Bluetooth verbunden. Das war kein Problem, einfach Bluetooth im Menü aktivieren, anschließend beim eigenen Handy die Suche starten und Mazda aussuchen. Bestätigen, fertig, funktioniert!

Auf Grund der Tatsache, dass die Bose Boxen auch im Kopfbereich der “Kopfstütze” sind, kann man prima telefonieren und meine Gesprächspartner lobten auch die Qualität der Freisprecheinrichtung.

Ein paar Kurven später, ging es dann wieder in Richtung Heimat. Der Bordcomputer schrieb was von 7,0 Liter, morgen muss ich mal eine etwas weitere Strecke fahren, mal sehen wie sich der Mazda MX-5 RF dann schlägt, wie gut das Navi mich leitet und vor allem wie ich mit den Getränkehalterungen zurecht komme. Bis dahin darf sich der Mazda MX-5 etwas ausruhen.

Das alles und noch viel mehr lest ihr dann morgen Abend in diesem Beitrag, denn das Mazda MX-5 RF Testwagen-Tagebuch werde ich nun häufiger aktualisieren – Blogger-Style, so wie früher!

Mazda MX-5 RF Fahrbericht Teil 2

Mazda MX-5 RF Testwagen-Tagebuch Tag 2:

Heute hieß es Autobahn fahren. Zu meinem Alltag gehört das leider dazu, erst ging es nach Bochum, von Bochum dann nach Essen, anschließend über Bochum und Dortmund wieder zurück nach Bielefeld. Heute ist mir aufgefallen, dass der Becher-Halter a) nicht gut geeignet ist für 0,5 Liter Flaschen und b) fast unmöglich während der Fahrt zu erreichen ist. Auch ansonsten fehlt es dem Mazda MX-5 RF an Stauflächen. Fährt man mit einem Beifahrer, kann man ja schlecht den Beifahrersitz als Ablagefläche nutzen.

Da wenig Platz vorhanden ist, empfehle ich auch ausdrücklich ein kurzes Ladekabel für das Smartphone, denn wer will schon direkt vor dem Gangwahlhebel ein Kabel-Wirr-Warr haben?

 

 

Auf der Autobahn habe ich dann auch mal den Tempomaten ausprobiert. Einfach einschalten, SET drücken die gewünschte Geschwindigkeit einstellen. Funktioniert gut und entschleunigt natürlich auch, am Ende des Tages sollte sich das als Spritspar-Möglichkeit entpuppen.

Auf dem Rückweg habe ich noch ein kurzen Abstecher in Dortmund gemacht, der ein oder andere wird den Platz kennen:

Jean Pierre hatte aber leider keine Zeit, also ab nach Hause. Während der Fahrt hatte ich viel Gelegenheiten die Freisprecheinrichtung vom Mazda MX-5 RF zu testen. Die finde ich immer besser, selbst bei geöffnetem Dach macht die einen richtig guten Eindruck, doch auf einmal piepte der Mazda und zeigte im Display das Reifen-Symbol. Schnell also nachgesehen und eine Fehlermeldung war vorhanden.

Was hier noch so niedlich “Fahrzeugstatusanzeige” genannt wird, entpuppt sich spätestens jetzt als Warnhinweis:

Also bin ich zunächst den nächsten Rastplatz angefahren um eine Sichtprüfung der Reifen vorzunehmen. Hier schien allerdings alles in Ordnung gewesen zu sein. Auf dem Bild seht ihr neben dem Mazda MX-5 RF übrigens noch ein Denkmal. Eine versetzte Autobahnbrücke. Für die einen ist das Kunst, für die anderen kann das weg. Gut besucht war das Denkmal auf jeden Fall nicht.

Ihr kennt das, oder? Wenn das Auto sagt: “Hier stimmt was nicht!” – dann fährt man mit einem komischen Gefühl weiter. Also ab zur nächsten Tankstelle. Doch wieviel Luftdruck braucht der MX-5 eigentlich? Die Antwort steht im Türeinstieg – bei meiner Bereifung 2.0 bar!

 

Also alle vier Räder geprüft und es war überall ausreichend Druck vorhanden. Naja, auch das beste System der Welt kann sich mal irren, oder?

Hier machte ich dann übrigens auch den Cola-Flaschen Test. Die Flasche passt zwar in die Halterung, kippelt aber und in zügig durchfahrenen Kurven kann die auch mal rausfallen. Dahinter seht ihr übrigens das abschließbare Staufach.

Die letzten 30 km bin ich dann über Land gefahren, da gehört der Mazda nun wirklich hin, da macht er Spaß. Also Dach auf, bei 15°C kann man das schon machen, Sitzheizung an und ab über die Wald- und Wiesenwege.

Ich finde übrigens diese Haube wunderschön, wenn man rausblickt, sieht man wie bei einem Porsche die seitlichen Erhebungen. Doch, das macht einen guten Eindruck und das Beste kommt zum Schluss:

Nach genau 574,5 gefahrenen Kilometern zeigt der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Liter auf 100 km an. Damit hätte ich sogar den NEFZ-Wert (Kraftstoffverbrauch/CO2-Emissionen für den Mazda MX-5 RF SKYACTIV-G 160 118 KW (160 PS): kombiniert: 6,9 l/100 km; CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus: 161 g/km)  im ganz normalen Alltags-Test unterboten, denn ich kann euch eines versichern: Bewusst sparsam bin ich nicht den ganzen Tag gefahren, im Ruhrgebiet war das Fahrzeug mit zwei Mann besetzt.

Mazda MX-5 RF Fahrbericht Teil 3

Mazda MX-5 RF Testwagen-Tagebuch Tag 3: 

Heute wird es etwas ruhiger zugehen, Kind 2.0 zum Kindergarten gebracht. Meine Tochter hat den Wunsch geäußert, dass wir das Fahrzeug doch behalten sollen. Genau wie “Rolf, Birdy und Caddy” – der Grund ist klar, in einem 2-Sitzer kann sie vorne sitzen. Ärgerlich übrigens, dass ich den Beifahrerfensterheber nicht vom Fahrersitz aus sperren kann. Dann noch beim Bäcker gewesen und vor der Tür mit den Anwohner geplauscht. “Oh, der Neue!” hörte ich ihn schon von weitem rufen und wir kamen ins Gespräch, schnell hatte ich die wichtigsten Fakten parat: “1,2 Tonnen, 160 PS, Motor vorne, Antrieb hinten, dazwischen sitzt eine direkte Lenkung, eine knackige Schaltung und wenn man will, wird das hier zum Targa!” – “Ein tolles Auto!” – jep – passender hätte man das nicht umschreiben können.

Eigentlich hätte ich heute noch knapp 400 km fahren “dürfen”, aber den Termin musste ich absagen. Somit bleibt der Testwagen heute mal stehen, auch das gehört zum Alltag. Weiter geht es also morgen mit dem Testwagen-Tagebuch!

Mazda MX-5 RF Fahrbericht Teil 4

Mazda MX-5 RF Testwagen-Tagebuch Tag 4:

Am vierten Tag hatte ich Jan das Fahrzeug gegeben, besser gesagt vom vierten bis zum sechsten. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,2 Litern bekam ich ihn zurück und heute ging es auch nur leider eine kurze Strecke. Was ich immer wieder merke nach dem Einsteigen: Der MX-5 RF versprüht gute Laune. Ich bekomme wirklich ein Grinsen im Gesicht.

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