2019 BMW 7er Fahrbericht

E23, E32, E38, E65, F01 oder G11 bzw. 12. Das sind nicht etwa Zusatzstoffe für Lebensmittel, sondern die internen Baureihen-Bezeichnungen für die 7er BMW Modelle. Wir bleiben bei G11 bzw. G12 und dennoch ist einiges anders, denn das hier – das ist der neue 7er! Das ist der 7er Fahrbericht!

BMW 7er Fahrbericht

An der Front erkennt man den neuen 7er unbestritten auf den ersten Blick. Selten war eine Modellpflege bzw. ein Facelift so omnipräsent. Der 7er verfügt nämlich über ein vergrößertes BMW Emblem. Okay, kleiner Scherz, neben dem neuen BMW Logo zieht ein 40% größerer Kühlergrill ein.

Daneben wirken die Scheinwerfer noch schmaler, noch filigraner. Diese verfügen über eine adaptive LED Technologie und optional zieht hier auch das Laserlicht ein. Das Licht vom berühmten Leuchtturm in Faro kann man in 60 km noch sehen, das Laserlicht schafft immerhin über 600 Meter und dank Selective Beam werden die anderen Verkehrsteilnehmern nicht geblendet. Doch keine Angst,selbst das normale LED Fernlicht schafft 300 Meter.

Unter die Motorhaube ziehen zum Marktstart diverse Aggregate ein. Vom 730d bis zum M760Li V12 ist hier für fast jeden Geschmack etwas dabei. Die Leistungsrange liegt zwischen 195 und 430 kW und alle Motoren erfüllen die strenge Euro6d-Temp Abgasnorm.

Wir haben uns für den Voice over Cars 7er Fahrbericht für den 745Le entschieden. Das kleine L lässt uns erkennen, dass wir in der Langversion unterwegs sind, das e lässt das Fahrzeug als Plugin-Hybrid erkennen. Der Reihensechszylinder mit 3,0 Liter Hubraum geht zusammen mit dem 83kW starken Elektromotor eine Symbiose ein. Die Gesamtleistung liegt bei 290 kW. Das Gesamtdrehmoment wird mit 600 Nm angegeben.
Rein elektrisch schafft man etwas über 50 km, die Höchstgeschwindigkeit liegt rein elektrisch bei 140 km/h – mit dem Benziner ist man 250 km/h schnell.

Durch die Kraft der zwei Herzen geht es innerhalb von 5,1 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Ein beeindruckender Wert, vor allem wenn man bedenkt in was für einem Fahrzeug man sitzt.
Am Kotflügel gibt es die Lademöglichkeit für die Lithium-Ionen Batterie, die über eine Kapazität von 12 kWh verfügt und unterhalb der Fondsitzbank montiert ist.

Der größte Vorteil liegt, neben der Tatsache, dass man rein elektrisch ein paar Kilometer fahren kann und somit den Verbrauch auf die ersten 100 km senkt vor allem in Sachen Eigenanteil bei der Besteuerung.

Den 7er Hybrid kann man mit einem Eigenanteil von 0,5% fahren. Sprich wer sich derzeitig einen rein elektrisch, oder aber einen elektrifizierten Firmenwagen gönnt, der spart unterm Strich bares Geld, denn bei einem fossil angetriebenen Fahrzeug liegt der Eigenanteil bei 1% vom Listenpreis. Damit versteuert der Geschäftswagenfahrer quasi den geldwerten Vorteil.

Nun mal ganz plakativ: Wenn der hier laut Liste 150.000 kostet, zahlt man im Monat nicht mehr 1.500 sondern nur noch 750 Euro. Wenn nun doch nur die Firma das Budget für einen 7er freigeben würde, oder? An der Seite erkennt man noch die feinen Konturlinien der neugestalteten Motorhaube bevor der Blick über die neuen Felgen unweigerlich zur neugestalteten Seitenwand geleitet wird. Da sind Luftauslässe, die sollen für eine optimierte Durchströmung der Radhäuser sorgen.

Die Seitenscheiben sind nun 5,1 mm dick und auch ansonsten hat BMW einiges gemacht um den Innenraum noch ruhiger zu machen.

Doch kommen wir zunächst zum Heck. Neu gestaltet sind die LED Heckleuchten die in Verbindung mit der Lichtleiste für einen leuchtenden Abschluss sorgen.

Ich liebe Auto fahren, es gibt nicht viele Fahrzeuge bei denen ich auch gerne hinten Platz nehme um mich fahren zu lassen. Aber schauen wir uns nun mal den Bereich vom Fahrer an. BMW typisch bleibt auch der neue 7er auf den Fahrer fokusiert. Das Armaturenbrett ist weiterhin ihm zugewandt, inzwischen greift er zum neu gestalteten Volant.

7er Fahrbericht – Fahreindruck

Machen wir uns nichts vor, der 7er fährt sich genau so wie man es erwartet. Wenn ich hier etwas zu kritisieren habe, dann nur, dass er nicht in meiner Einfahrt steht. Lenkung direkt und leichtgängig, Bremsen auf den Punkt, Fahrwerk mehr als komfortabel und die lästige Schaltaufgabe übernimmt die 8-Gang Automatik und macht das besser als ich es je könnte.

Über die neuen Tastenfelder kann man die diversen Fahrerassistenzsysteme bedienen. Mit “Hey BMW” kann man das Fahrzeug aber auch ganz einfach per Sprache steuern, so könnte man z.B. sagen: “Hey BMW, mir ist kalt” und das Fahrzeug wird die Temperatur erhöhen. BMW lässt dabei auch zu das Startwort zu ändern, sprich man kann dem Fahrzeug einen ganz individuellen Namen geben.

Konnektivitiät wird im neuen 7er natürlich auch groß geschrieben, das BMW Live Cockpit Professional, so heißt das Infotainmentsystem, spielt die komplette Klaviatur der Vernetzungsmöglichkeiten. Vor den Getränkehaltern gibt es eine induktive Lademöglichkeit für die Smartphones. Das Kofferraumvolumen vom elektrifizierten 7er fällt auf Grund der Batterie mit einem Volumen von 420 Liter etwas kleiner aus, als bei einem herkömmlich angetriebenen 7er.Die Modelle ohne zweites Herz bieten 515 Liter Volumen.


Der Preis ist heiß, der 745e startet in Deutschland ab 101.000 Euro, in der Langversion werden mindestens 106.400 Euro fällig und mit dem Allradantrieb X-Drive liegt man knapp an der 110.000 Euro Grenze. Dazu kommen die Optionalitäten und davon gibt es im 7er noch einige zu entdecken. Das war der 7er Fahrbericht.

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