Hyundai IONIQ 5 Crash-Test

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Das der neue Hyundai Ioniq 5 beim Euro NCAP Crashtest fünf Sterne holt, war absolut zu erwarten. Jedoch zeigte das beliebte Elektrofahrzeug auch Schwächen. Welche? Das erklären wir euch in diesem Video!
5-Sterne! Bestbewertung! Das ist alleine schon ein Lob wert, nun schauen wir uns aber mal die genauen Testergebnisse an.

88% der möglichen Punkte erzielte der Hyundai Ioniq 5 bei den Tests für Erwachsene Insassen. Insgesammt erzielte das Elektrofahrzeug hier 33,8 Punkte. Die Fahrgastzelle des IONIQ 5 blieb beim Frontalversatztest stabil. Die Dummy-Werte zeigten einen guten Schutz der Knie und Oberschenkel von Fahrer und Beifahrer. Hyundai wies nach, dass die Beine von Insassen unterschiedlicher Größe und in verschiedenen Sitzpositionen ähnlich gut geschützt sind. Die Analyse der Verzögerung des Aufprallwagens während des Tests und die Analyse der verformbaren Barriere nach dem Test ergaben, dass der IONIQ 5 bei einem Frontalaufprall ein gutmütiger Aufprallpartner sein würde. Beim Test mit der starren Barriere über die gesamte Breite waren alle kritischen Körperbereiche des Fahrers gut geschützt und der hintere Beifahrer zumindest ausreichend geschützt. Sowohl beim Test mit der seitlichen Barriere als auch bei den härteren seitlichen Stangenaufprallen waren alle kritischen Körperbereiche gut oder ausreichend geschützt. Der IONIQ 5 verfügt über einen Mittelairbag, der bei einem Seitenaufprall die Verletzungen der Insassen mildert. Im Test von Euro NCAP funktionierte der Airbag gut und schützte die Köpfe der Dummys gut. Der IONIQ 5 verfügt serienmäßig über ein fortschrittliches Notrufsystem, das im Falle eines Unfalls die Rettungskräfte alarmiert. Außerdem bremst das Fahrzeug nach einem Aufprall ab, um einen Sekundäraufprall zu verhindern. Durch die fehlenden Knie-Airbags hat der IONIQ 5 hier ein paar Punkte liegen gelassen.

Top, oder? Da gibt es gar nicht viel zu meckern und das gilt auch beim Schutz von Kindern. 86% der möglichen Punkte wurden hier erzielt. Im Frontalversatztest war der Schutz der beiden Kinder-Dummys für alle Körperregionen gut oder zumindest ausreichend. Bei der Seitenschutzprüfung war der Schutz für alle kritischen Körperbereiche gut. Der Beifahrer-Airbag kann deaktiviert werden, um die Verwendung eines nach hinten gerichteten Kindersitzes auf diesem Sitzplatz zu ermöglichen. Der Fahrer erhält klare Informationen über den Status des Airbags. Alle Kinderrückhaltesysteme, für die der IONIQ 5 ausgelegt ist, konnten ordnungsgemäß im Fahrzeug installiert und untergebracht werden. Bemängelt wurden die fehlenden Befestigungspunkte für den Beifahrersitz, denn dort verfügt der Hyundai IONIQ 5 weder über Isofix noch über i-Size. Die Kinder-Dummies entsprechen übrigens sechs und zehn Jahre alten Kindern.
In Sachen Assistenzsysteme übertrifft der Hyundai IONIQ 5 unsere Erwartungen! 88% der möglichen Euro NCAP Crash-Test Punkte erzielte der Koreaner bei diesen Tests. Egal ob Tempomat, Insassenschutzüberwachung, Spurassistent oder auch der Notbremsassistent, überall gibt es nur kleine Abzüge bei der Bewertung.

Eine Gurtwarnung für die vorderen und hinteren Sitze ist Standard, und ein Fahrerüberwachungssystem überwacht die Lenkeingaben auf Anzeichen von Ermüdung. Das autonome Notbremssystem zeigte bei Tests zur Reaktion auf andere Fahrzeuge eine gute Leistung. Als Option ist ein fortschrittlicheres AEB-System erhältlich, das in zusätzlichen Situationen Schutz bietet, aber dieses System wurde nicht in diese Bewertung einbezogen – da es eben nur optional erhältlich ist. Die Geschwindigkeitsunterstützung erfolgt durch ein System, das den Fahrer über die örtliche Begrenzung informiert und den Geschwindigkeitsbegrenzer automatisch auf die entsprechende Geschwindigkeit einstellen kann. Ein Fahrspurassistenzsystem korrigiert sanft den Kurs eines Fahrzeugs, das von der Fahrspur abweicht, und greift auch in kritischeren Situationen ein.

…so und nun kommen wir zur Schwachstelle des IONIQ 5. Das sind die anderen Verkehrsteilnehmer und ist zum größten Teil der Formgestaltung geschuldet. Der Schutz, den die Motorhaube dem Kopf eines angefahrenen Fußgängers bietet, war meist gut oder ausreichend. Schlechte Ergebnisse wurden an der Unterseite der Windschutzscheibe und an den steifen Windschutzscheibensäulen festgestellt. Der Stoßfänger schützte die Beine des Fußgängers an allen Teststellen gut. Der Schutz des Beckens war jedoch schlecht, so dass der IONIQ 5 in diesem Bereich der Bewertung keine Punkte erhielt. Ihr habt richtig gehört – 0 Punkte! Das autonome Notbremssystem des IONIQ 5 erkennt gefährdete Verkehrsteilnehmer und andere Fahrzeuge. Die Reaktion des Systems auf Fußgänger war angemessen und die Reaktion auf Radfahrer war gut, wobei Kollisionen in den meisten Testszenarien vermieden oder abgemildert wurden. Das ist natürlich gut, dennoch gab es für den Schutz von anderen Verkehrsteilnehmern nur 63% der möglichen Punkte.