Weltpremiere: Die neue Mercedes-Benz E-Klasse (W213) / NAIAS 2016

Wow! Was für eine Show! Am Vorabend zur NAIAS 2016 enthüllte Mercedes-Benz (nun auch offiziell) die neue Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe W213 und die Show war wirklich gut. Ein 360° Display, Dr. Z, ein Professor vom MIT – was will man eigentlich mehr? Ach ja, ein richtig gutes Auto. Die Menschen lieben die S-Klasse und auch die C-Klasse kommt da draußen gut an, wenn es mit der E-Klasse nun anders laufen wird, verstehe ich die Welt nicht mehr.

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Die zehnte Generation der E-Klasse ist vor allem eines: eine elegante Limousine in der oberen Mittelklasse mit dem Anspruch, das beste Auto in diesem Segment zu sein. Dazu bringt sie wieder eine ganze Reihe an Luxus, Noblesse, Technik und Sicherheit mit – allesamt typische Mercedes-Tugenden. Wir schauen uns das wichtigste Modell der Stuttgarter an und wer nun nicht lange lesen möchte, der sollte sich das Video ansehen, dort gibt es Fakten, Informationen und später auch noch mal verschiedene Meinungen unter anderem von richtig bekannten Gesichtern:

Dabei fällt uns auf den ersten Blick auf: Das Design hat an Eigenständigkeit verloren. Man kann es aus zwei Sichtweisen betrachten, einer guten und einer weniger guten. Also: entweder die neue Mercedes-Benz E-Klasse wird als kleine S-Klasse gesehen oder als aufgeblasene C-Klasse. Die drei Limousinen ähneln sich in ihrer Linienführung sehr. Es gibt kaum noch Ecken und Kanten, dafür aber weiche Formen und Rundungen.

Mercedes-Benz E-Klasse Limousine (W 213) 2016 Mercedes-Benz E-Cl

Dazu zählt der fünf“eckige“ Kühlergrill, der je nach Ausstattung mit dem Stern auf der Haube oder integriert daherkommt, genauso wie der sanfte Schwung vom vorderen zum hinteren Kotflügel an der Seite. Schön zu sehen: Der ausgestellte Schwung über den hinteren Radhäusern, der zuletzt immer etwas befremdlich wirkte und vom ehrwürdigen „Ponton“ stammt ist verschwunden.

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Dafür zeugen nun breite Schultern über hinteren Radläufen vom der nötigen Dynamik. Dem Komfort zuträglich dürfte das Wachstum des Radstands sein. Wuchs das gesamte Fahrzeug um 4,3 cm, legte die E-Klasse zwischen den Achsen um 6,5 cm zu – Taxi-Gäste wird das besonders freuen. Wie diese allerdings mit der coupéhaften Dachform zurechtkommen?

E 400 4MATIC, AMG Line, selenitgrau magno, Leder schwarz/sattelbraun E 400 4MATIC, AMG Line, selenit grey magno, leather black/saddle brown

Ganz gleich was die Passagiere vom neuen Stuttgarter halten, der Fahrer bekommt eine Menge an Neuheiten und Assistenten kredenzt. So hellt die Mercedes-Benz E-Klasse die Nacht mit neuen LED-Multibeam Scheinwerfern mit 84 einzeln ansteuerbaren LEDs pro Scheinwerfer auf, die eine vollautomatische Lichtanpassung bieten.

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Ein Großteil der Technik wird über zwei 12,3 Zoll Displays gesteuert, die unter einer gemeinsamen Abdeckung stecken. Design der Bildschirme kann in drei Modi angepasst werden: Classic, Sport uns Progressive. Die Steuerung erfolgt per Touch Control am Lenkrad, frei nach dem Motto “Hands on the wheel, Eyes on the road”.

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Zudem kommen Shortcut Tasten hinzu, die die gezielte Ansteuerung relevanter Bedienelemente, ohne das dazugehörige Aufrufen von Menüs ermöglichen. Die E-Klasse unterstützt den Fahrer natürlich immer sehr zuvorkommen. Dazu dient die überarbeite Distronic , die dank „Drive Pilot“ autonom dem vorausfahrenden Fahrzeug folgt.

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Außerdem kann die Limousine ohne Begrenzungslinien die Spur halten und im Stau automatisch wieder an, indem es dem vorausfahrenden Fahrzeug folgt. Das ist natürlich noch nicht alles, was das Thema Sicherheit anbelangt. Der Stuttgarter bietet einen neuartigen Ausweich-Lenk-Assistenten, einen Querverkehrswarner, eine Fußgängererkennung und neuste Pre-Safe-Varianten, die Sounds integrieren oder die Gefahren eines Seitenaufpralls verringern sollen. Dank Command Online kann die neue Mercedes-Benz E-Klasse Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen.

Interieur sattelbraun/macciato Interior saddle brown/macciato

Dabei unterstützt die Car-to-X Kommunikation den Fahrer, indem sie frühzeitiger als bisher vor drohenden Gefahren, beispielsweise einem Pannenfahrzeug am Straßenrand, aber z. B. auch Starkregen oder Straßenglätte, warnt. Die neue E-Klasse fungiert dabei gleichzeitig als Empfänger und Sender von Warnungen. Komfortabel wird es nicht nur durch den neuen und attraktiven Innenraum mit noblen Materialen und der eleganten Linienführung. Ganz im Gegenteil, richtig gemütlich wird es, wenn man im Straßencafé sitzt und den Schwaben dank des Remote Park-Piloten einparken lässt. Das System ermöglicht es, das Fahrzeug mittels Smartphone-App von außerhalb in Garagen und Parklücken ein- oder auszuparken.

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Bei den Antrieben stehen vorerst Vier- und Sechszylinder-Aggregate zur Verfügung. Sie alle verfügen über ein Start-Stopp-System und erfüllen die EU6-Abgasnorm. Zudem sind sie serienmäßig mit der 9G-Tronic ausgerüstet, was für den Komfort-Anspruch der Limousine spricht. Den Einstieg bildet der E200 mit 2.0 Litern Hubraum und 184PS. Er generiert 300 Nm und schafft den Sprint auf 100 km/h in 7,7 Sekunden. Dabei soll er lediglich 5,9 Liter auf 100km konsumieren und nur 132 g/km C02 ausstoßen.

E 220 d, AVANTGARDE, Night Paket, hyazinthrot, schwarz/macciato E 220 d, AVANTGARDE, Night Package, Hyazinth red, black/macciato

Den Diesel-Einstieg wird zu einem späteren Zeitpunkt ein 150PS starkes Aggregat übernehmen. Zu Beginn markiert aber E220 d den Einstieg in die Selbstzünder-Welt. Aus 2.0 Litern Hubraum holt er 195PS und 400 Nm. Damit ist er vier Zehntel schneller auf 100 km/h als der 200er Benziner. Der 220er Diesel genehmigt sich zudem nur 3,9 Liter auf 100km und stößt nur 102 g C02 pro Kilometer aus. Mehr Leistung bietet der E350 d mit 3.0 Litern Hubraum und 258PS. Die 620 Nm schieben den Stuttgarter in 5,9 Sekunden auf Landstraßentempo, währen nur 5,1 Liter je 100km durch die sechs Brennräume fließen sollen. Der C02-Ausstoß beträgt verträgliche : 133 g/km.

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Neben dem E400 4Matik mit 333PS bildet der E350 e vorerst die Spitze bei den Benzinern. Er kommt mit 2.0 Liter Hubraum sowie mit einem Elektroantrieb. Der Plug-In-Hybrid stellt eine Systemleistung von 279PS, bietet 600 Nm Drehmoment und soll nur 2,1 Liter konsumieren. Dabei kann er bis zu 30 km rein elektrisch zurücklegen. Nutzt man das volle Potential aus, ist man aber auch in 6,2 Sekunden auf 100 Studenkilometern.

Dann liegt C02-Ausstoß auch nicht mehr bei 49 g/km. Die niedrigen Verbräuche sind nicht nur modernen Aggregaten zu verdanken, sondern zudem dem geringen CW-Wert von nur 0,23.

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Bei den Fahrwerken hat der Kunde die Wahl zwischen vier Alternativen: Die serienmäßige Stahlfederung bieten die Schwaben mit drei Direct-Control Fahrwerken an. Dabei kann man sich aussuchen, ob man es entweder komfortabel, straff oder lieber sportlich mag. Für besondere Ansprüche zusätzlich das Luftfahrwerk „Air Body Control“ parat. Also wieder reichlich Finessen für das Modell der oberen Mittelklasse. Das  gehobene Management wird sich auf seine neuen Dienstwagen ebenso freuen, wie Taxifahrer. Wir schielen indes auf das T-Modell und die AMG-Varianten.

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Tja, und woran kann der Kunde nun die C-Klasse bzw. die S-Klasse von der neuen E-Klasse unterscheiden? Auf den ersten Blick vermutlich am Preis, denn der dürfte genau in der Mitte liegen, Optionalitäten natürlich ausgeklammert. 2016 wird ein gutes Jahr für Mercedes-Benz, da bin ich mir ziemlich sicher.

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