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VW E-Up – Kleinstwagen unter Strom

Lupo, Fox, Up – das ist die Reihenfolge der Kleinstwagen von VW. Gelten die beiden Erstgenannten nicht gerade als Mängelzwerge, knüpft der Up, jüngst mit einem Facelift versehen, nicht daran an, sondern pflegt die VW-Tugend der Verlässlichkeit und der annähernden Perfektion. Außer des recht hohen Preises kann man dem Kleinen nichts vorwerfen. Eine typische VW-Eigenheit ist es auch, dass neue Modelle – seien es Modellneuheiten in längst etablierten Segmenten oder etwa Antriebe – lange auf sich warten lassen. So auch beim VW E-Up: Lange angepriesen und als Testfahrzeug schon seit geraumer Zeit im Wolfsburger Raum zu sehen, wird der Kleinstwagen erst jetzt zum Kauf angeboten.

Nun ist es endlich soweit, der Vorverkauf des VW E-Up startet. Und wie es bei den Modellen der Niedersachsen, die mindestens teilelektrisch angetrieben werden, bekannt ist, trägt auch der kleine Volkswagen das Elektro-Gesicht. Eindeutigstes Zeichen dafür ist die ausladende Frontschürze mit LED-Tagfahrlicht in C-Form. Außerdem zieren den E-Up blaue Elemente, die auch bei den größeren Brüdern E-Golf, Golf GTE oder Passat GTE zu finden sind.

Stadtauto: 160 Kilometer maximale Reichweite im VW E-Up

Als Antrieb dient ein Elektromotor, der von seinen Leistungsdaten her flotte Fahrleistungen erwarten lässt. Schließlich reiht er sich mit 60 kW / 82 PS im oberen Drittel des für den Up verfügbaren Leistungsspektrums ein. Einzig der 90 PS starke „Sport-Up“ leistet etwas mehr. Doch die reinen Werte sprechen eine andere Sprache: bei maximal 130 km/h ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Für den Standardsprint auf 100 km/h benötigt der Stromer glatte 13 Sekunden. Damit liegt er letztendlich im unteren Bereich der Antriebe. Für das Mitschwimmen im Alltagsverkehr reichen diese Daten aber allemal aus – und das ist das Wichtigste. Schließlich will man mit dem VW E-Up keine Rennen fahren, sondern im urbanen Bereich möglichst gut durchkommen und für reine Luft sorgen.

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Früher Sprit, heute Strom: Die alte Tankstelle am Wolfsburger Theater ist Hauptanlaufpunkt des VW E-Up

Und für genau diesen Bereich ist auch die Reichweite des Stromers ausgelegt. Maximal 160 km soll man mit der 18,7 kWh fassenden Lithium-Inonen-Batterie schaffen können. Das entspricht einem Normverbrauch von 11,7 kWh auf 100 km. Das passt, schließlich liegt der durchschnittliche Pendelweg bei unter 50 Kilometern. Nur ganz günstig ist das Ganze nicht: Zwar liegen die Fahrtkosten auf 100 km bei etwa drei Euro, doch die Anschaffung schlägt schon eine tiefe Kerbe ins Portemonnaie. 26.900 Euro verlangen die Wolfsburger für den Kleinstwagen. Hier sind zwar eine Smartphone-Integration und eine Reihe von Komfort-Extras bereits eingerechnet, doch das Konkurrenzumfeld schläft nicht. Speziell der Renault Zoe ist um einige Taler günstiger, als der VW E-Up. Nissan bietet mit dem Leaf sogar einen vollwertigen Kompakten für einen ähnlichen Kurs. Ob die Rechnung für die Niedersachsen aufgeht?

2 Kommentare zu “VW E-Up – Kleinstwagen unter Strom

  1. Also so ganz kann ich den positiven Ton des Artikels nicht nachvollziehen.
    Erstens gab es schon lange einen e-up! zu kaufen. Neu ist nur, dass es jetzt auch den Facelift-up! endlich in der Elektroversion gibt.
    Dabei hat sich aber weder die Reichweite erhöht noch der Preis verringert, nur ein paar Extras sind jetzt im Basispreis enthalten, der aber schon immer unglaublich aberwitzig überzogen ist. Wie kommt man den auf die Idee, für einen Kleinstwagen mehr als 25000€ (plus Extras) verlangen zu können, egal mit welchen Antrieb? Der up! Ist ja sowieso schon zu teuer in dem Segment, aber nochmal fast das doppelte für einen Elektroautos mit vielleicht 100km real?
    Warum kann BMW und auch VW beim neuen e-Golf durch neue Akkus im gleichen Bauraum etwa 50% mehr Kapazität unterbringen, aber beim e-up! gibt es gar keine Verbesserung, noch nicht mal durch optimierte Aerodynamik oder verringerte Reibungsverluste des Antriebsstrangs? Weil man das bei so einem Kleinstwagen nicht braucht, weil man damit sowieso nur kurze Strecken im Ort o. ä. fährt.
    Aber für diesen sehr einschränken Anwendungsbereich kann ich dann doch maximal 15000€ verlangen, was mit der Prämie dann einigermaßen bezahlbare 11000€ wären.
    Ich verstehe den Preis einfach nicht, tut mir leid…

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