Blog Vorstellung / Blogger Interview: 10 automobile Fragen an: Will von willsagen.de

Premiere! Ich gebe zu, wir haben das Rad nun nicht neu erfunden. Aber wir dachten, was andere können, dürfen wir auch. Wir haben ein paar Blogger angeschrieben, deren Blogs wir gerne lesen und sie gebeten uns ein paar Fragen zu beantworten. Ziel der Geschichte: Linken und verlinken ohne gelinkt zu werden, einfach mal etwas Netzwerken und die Blogger auch mal von einer anderen Seite beleuchten. Nicht jeder schreibt über das Automobil im eigenen Blog. Wer bis dato von uns noch keine Mail bekommen hat muss nicht traurig sein, wir haben noch einige Blogs auf der Liste.

Den Anfang von “10 automobile Fragen an…” mach heute der Will.

Hallo, ich will sagen ähh würde mal sagen, stell dich und deinen Blog doch mal kurz vor, worüber bloggst du?
Eigentlich suchte ich nur eine Möglichkeit, meine alte, autolastige Internetseite neu und gut editierbar aufzusetzen. Inzwischen ist willsagen.de mein Kummerkasten, meine Meckerecke, mein Tagebuch, der/die/das unregelmäßig mit allerlei Dingen gefüllt wird, die mir so widerfahren, die mich an- oder aufregen oder wozu ich allgemein denke, meinen Senf dazugeben zu müssen.

Wie waren die Führerscheinprüfungen (Theorie und Praxis) und hast Du Deinen Führerschein auf Anhieb bestanden?
Ich hab ja (fast) alles mitgenommen: Mofa, Moped, Auto und schließlich Motorrad. An die Theorieprüfungen habe ich praktisch keine Erinnerung, nur dass ich mich beim Motorradführerschein, den ich erst vor 7 Jahren gemacht habe, berufsbedingt (Unfallanalytiker) über die sog. Faustformeln und ähnlichen Unfug aufgeregt habe. Die praktischen Prüfungen habe ich alle im ersten Anlauf bestanden. z.B. die Autofahrprüfung: 2 Tage vor meinem 18. Geburtstag durfte ich meinen Prüfer gut eineinviertel Stunden durch die Gegend fahren. Erst zum Arzt, ein Rezept abholen, dann zur Apotheke, das Rezept einlösen, und schließlich zu ihm nach Hause, die Medikamente bei seiner Frau abliefern. Jedes mal mit einparken, ausparken usw. Ganz schön stressig! Motorradführerschein habe ich wie gesagt erst vor 7 Jahren gemacht. Da bin ich außer bei der Prüfung nur im Regen gefahren.

Was war dein erstes Auto, bzw. das erste Auto was du bewegt hast?
In der Fahrschule einen Audi 80 Diesel (der erste runde, mit 54 Jähzorn-PS). Mein erstes eigenes Auto war ein Fiat 500, Bj. 1974. Den habe ich 14 Tage nach meinem 18. Geburtstag für 1450 Mark mit 2 Jahren TÜV gekauft. Kurze Zeit später hab ich mich gefragt, wie der TÜV-Onkel so blind sein konnte. Tja, und dem Fiat 500 bin ich bis heute treu geblieben, allerdings nicht dem allerersten. Den hab ich geschlachtet und zersägt. Ansonsten bin ich mal mit dem Käfer von meinem Bruder (ein “Silver-Bug”-Mexiko-Käfer, 20 Mio-Sonderserie). Mein Vater hatte damals einen Mitsubishi Spacewagon, den ich furchtbar uncool fand, was er ja auch war.

Gibt es da eine besondere Geschichte zu? Erzähl doch mal…
Tja, zum Fiat 500 bin ich gekommen, weil mein bester Kumpel Andreas seinerzeit einen Fiat 126 (sog. “Keksdose”) fuhr. Der war mir aber zu hässlich. Im Januar 1988 war das Titelthema der “Oldtimer-Markt” der Fiat 500. Der ist technisch in vielen Teilen ähnlich oder sogar identisch bzw. kompatibel. Mein Vater brachte mir das Heft mit und ab dem Zeitpunkt stand ziemlich fest, dass ein 500er her musste. Eine Ente hätte mir auch gut gefallen, aber die war damals, als die Versicherungsbeträge der Autos noch nach Leistung bemessen wurde, war der 500er mit (18 PS) in der günstigsten, die Ente (mit 29 PS) in der nächst höheren Klasse. Sonst würde ich heute vielleicht immer noch Ente fahren.

Was fährst du aktuell für ein Fahrzeug?
Fiat 500 Kombi als Oldtimer, BMW Z3 Coupé als Firmenwagen und einen Honda Civic als Privatauto.

Beschreibe dein Auto mit 3-4 Worten…
(Welches..?) Klein, wendig, flott, geräumig… Jeder auf seine Art

Was würdest du an deinem Auto verbessern?
Am BMW: Nichts. Der ist perfekt. Den würde ich am liebsten für immer behalten. Am Fiat: Bisschen mehr PS kann er vertragen. Das Fahrwerk muss ich mal überarbeiten.


Was war dein schönstes Erlebnis was du mit dem Auto hattest?
Ich glaube, die erste Fahrt mit meinem über 10 Jahre restaurierten Fiat 500 N von 1958, den ich kürzlich verkauft habe, war schon ein echtes Highlight! Naja, und die Kasseler Berge mit meinem 911 SC waren auch ein tolles Erlebnis.

Was ist Dein Traumwagen?
Bezahlbar: Mein BMW. Nicht bezahlbar: Citroen DS Cabriolet.

Jetzt mal Butter bei die Fische, wie viele Punkte hast Du in Flensburg?
0!!! (Echt jetzt)

Vielen Dank Will! Will twittert übrigens unter @willsagen und gehört da natürlich verfolgt. Die beiden Fotos die Will im Fiat 500 zeigen sind vom Jog, denn die konnte er ja nicht selber machen ;). So, so, ein Citroen DS Cabriolet ist also der unbezahlbare Traumwagen von Will, kennen heute vermutlich die wenigsten noch. Deswegen habe ich mir mal die Mühe gemacht und habe meine Fotosammlung nach so einem Fahrzeug durchsucht und bin da auch fündig geworden, so sieht das Fahrzeug aus:

Schöne Augen, oder? Dies ist ein originalgetreuer Nachbau eines Werks-Cabriolets auf Basis einer rostfreien und ungeschweißten Limousine welche aus Nizza importiert wurde. Vom originalen Werks-Cabriolet wurden nur 1365 Exemplare gebaut. Unter der Haube schlummert ein 2,3 Liter Motor mit 110 PS. Da hat der Will schon einen exklusiven Geschmack, denn dieses Cabrio aus dem Jahre 1972 wird so um die 70.000 € gehandelt – als Nachbau!

Ich mach schon mal eine kleine Vorschau, als nächstes kommt ein Namensvetter von mir, Sven äh Jens besser bekannt als Sandmann!

10 Gedanken zu „Blog Vorstellung / Blogger Interview: 10 automobile Fragen an: Will von willsagen.de

  1. Einige Dinge wusste ich ja schon, aber die Mischung finde ich noch immer super!

    0 Punkte? Als Z3-Fahrer? In und um Berlin? Unglaublich … ;-)

    1. Das kann man in Flensburg anfragen! So eine Art Selbstauskunft… ich trau mich aber nicht – vor allem lohnt es sich aktuell nicht, kommen ja vermutlich bald ein paar dazu…

  2. Das mit den 0 Punkte und 231 PS ist eigentlich ganz leicht. Jedes Auto beschleunigt aus dem Stand, fängt also bei 0 km/h an. Man muss nur rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen … ;) Nachdem ich z. B. die 50 nach etwa 2 sec oder so erreicht habe, schalte ich den Tempomat ein und kuller dann dahin.
    Achso, und man muss trotzdem nicht Strich 50 fahren, weil die Tachos vorgehen und die Blitzkisten erst ab etwa 9 km/h (innerorts) über der zul. Geschwindigkeit aktiv werden. :)
    Und ganz ehrlich: Ob ich in der Stadt 69 oder 59 fahre, macht den Kohl nicht fett. Alles über 70 ist m. E. in der Stadt eh vorsätzliches Zuschnellfahren.

    1. Tja, ist leider eine naive + gefährliche Laienvorstellung !

      Es gibt so nette Anhalte-/Bremsweg-Rechner, Bsp.: bremswegrechner. auto-und-verkehr. de/

      Da kann man gern mal durchspielen, wieviel “Sachen” man bei zuvor 69 km/h noch drauf hat, wo man bei 59 km/h bereits gestanden hätte !

  3. Ich glaube, da hast du was falsch verstanden.

    “Macht den Kohl nicht fett” bezieht sich darauf, dass es sich nicht lohnt, schneller zu fahren, was den Zeitvorteil betrifft.

    Ansonsten brauchst du mir über das Berechnen von Bremswegen nichts erzählen. ;)

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