Gefahren: Ford Sierra RS Cosworth

Heute war ein ungewöhnlicher Tag. Vor mir eine Ford Weltkugel und ein Granada Turnier 2.8i, hinter mir ein Ford Taunus und ich?

Ich saß im Ford Sierra RS Cosworth. Mit den Worten: “Ab 0,5 bar bekommst du einen Tritt in den Rücken!” bekam ich den Schlüssel in der Classic Werkstatt von Ford in Köln überreicht. Von Köln ging es dann über eine wunderschöne Strecke zu den Classic Days 2012 – also zum Schloss Dyck.

Mit viel Respekt und Erfurcht fuhr ich den 4-Zylinder Motor warm, die Experten von Cosworth hatten damals (1985) den 2.0 Liter OHC Motor von Ford “etwas” modifiziert. Der Garret-Turbolader versorgt die Brennräume mit einem Ladedruck von 0,7 bar, die 16 Ventile werden durch zwei oben liegende Nockenwelle gesteuert, doch wisst ihr was? Egal was unter der Haube abgeht: “Man bekommt nicht nur einen Tritt ins Kreuz, sondern auch ein Grinsen ins Gesicht gezaubert!” 204 Turbo-PS sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Die brauchte ich heute nicht fahren um zu wissen, dass der Ford Sierra RS Cosworth ein Dampfhammer ist.

Von 0 auf 100 schafft es dieses Fahrzeug in unter 7 Sekunden und die 205/50er Dunlop SP 2000 Reifen mussten sich schon auf dem Asphalt festkrallen wenn das Visko Sperrdifferenzial dafür gesorgt hat, dass die Kraft der 204 PS auch ankommt. Der Heckspoiler ist natürlich legendär und steht keinem Fahrzeug besser als dem Ford Sierra Cosworth, der von den Ford Freunden übrigens liebevoll “Cossie” genannt wird.

Mit der passenden Musik, geöffneten Fenstern, Sonnenschein ging es im Cossie über die Landstraße und ich konnte nachfühlen, wie sich die Käufer von dem Geschoss im Jahre 1986 gefühlt haben müssen. Die Überlegenheit unter der Motorhaube, optisch nach außen durch Lufteinlässe und Heckspoiler kommuniziert. Einige wurden damals sicherlich für die “Theke” auf dem Heck belächelt, doch ein Tritt auf das Gaspedal dürfte diejenigen dann verstummen lassen.

Die Jungs von Ford sagten bei der Begrüßung: “Unser Ziel ist es heute Spaß zu haben!” – Den hatte ich definitiv, ich bin mit einem Grinsen im Gesicht ausgestiegen und das obwohl ich erst auf der Rückfahrt mit dem “Cossie” über die Autobahn gefahren bin ;).

Ford hatte übrigens zahlreiche Old- und Youngtimer bei den Classic Days 2012 dabei und auch zahlreiche Ford-Fans und Ford-Fahrer waren vor Ort, hier mein absolutes Highlight, den hätte ich auch gerne, genau so:

Die anderen Fahrzeuge die Ford ausgestellt hatte, kommen morgen! Ich wollte nur noch “schnell” meine Eindrücke über den Cossie los werden!

4 Gedanken zu „Gefahren: Ford Sierra RS Cosworth

  1. Den Cossi hatte ich in weiss – war ein hammergeiles Gerät!
    Den Ur-Granni hatte ich als 2.3 Ghia-Fastback-Ausführung, und den Knutsen-Taunus … naja … nicht lange, der war mir zu schwach auf der Brust.
    Das absolute Highlight von Ford war der Capri 2.8i turbo III mit der Ghia-Ausstattung, hinten Blattfedern – heutzutage garnicht mehr vorstellbar. :D

  2. Hmmm. Schön hier auch mal was über die älteren Fords zu lesen. Vor allem über den Cossie. Hat sicherlich ‘ne Menge Spass bereitet. Freu mich bereits auf den Beitrag morgen. :)

  3. Mein Cousin hat damals den Escort RS Cosworth gehabt… gleiche Maschine, soweit ich mich erinnere – nur mit Allrad und einem noch besseren Flügel am Heck ;-)
    Ich erinnere mich aber noch gut daran, dass der bei Vollgas auch immer herrlich ins Kreuz geknallt hat!

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