2014 Audi TT Workshop in Ingolstadt – Heute: Die Karosserie!

Stolz verkündet man bei Audi: “Schon mit dem TT der zweiten Generation ist es Audi gelungen, das Gewicht zu senken – dank des hohen Aluminium-Anteils in der ASF (Audi Space Frame)- Karosserie wog das neue Modell bis zu 90 Kilogramm weniger als sein Vorgänger.” – Der neue Audi TT ist als Coupé noch einmal 50 Kilogramm leichter geworden. Das Gewicht ist bei einem sportlichen Fahrzeug wichtig. Vergleicht das doch einfach mal mit einem Marathon-Läufer, der auf einmal zwei Kisten Cola weniger mit sich rumschleppt. Leer wiegt der Audi TT 2.0 TFSI z.B. nur noch 1,2 Tonnen auf die Waage. Das ist, so der Hersteller, eine neue Bestmarke im Segment.

Mit dem Leichtbau übertreibt es der Hersteller aus Ingolstadt allerdings nicht und geht dabei auch nicht über “finanzielle Leichen”. “Das richtige Material, in der richtigen Menge, an der richtigen Stelle, für die optimale Funktion” und so sieht die Karosserie nun aus:

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“Der Vorderwagen und die Bodengruppe bestehen aus hochfesten und höchstfesten Stahlkomponenten, der Aufbau aus Aluminium-Halbzeugen Druckguss, Strangpressprofil und Blech – eben typisch Audi. Die TT-Karosserie benutzt Komponenten des Modularen Querbaukastens (MQB), wobei der TT mit 2.505 Millimeter innerhalb des MQB den kürzesten Radstand hat. Der Unterbau setzt sich aus den Längsträgern, aus Teilen der A-Säulen, aus der Stirnwand, aus dem Boden, aus den hinteren Radhäusern und aus dem Heckabschluss zusammen.”

Woraus besteht der neue Audi TT? Wie wird die Karosserie hergestellt?

“Im Unterbau bilden warmumgeformte Stähle mit 39,5 Kilogramm fast ein Viertel des Gesamtstrukturgewichts ab. Vor dem Umformen werden sie auf annähernd 1.000 Grad Celsius erhitzt und direkt danach in einem wassergekühlten Presswerkzeug beim Umformen auf etwa 200 Grad abgekühlt. Dieser drastische Temperatursprung erzeugt ein Eisen-Kohlenstoff-Gefüge von extremer Zugfestigkeit. Die formgehärteten Stähle kommen mit relativ geringen Wandstärken aus und sind entsprechend leicht. Die formgehärteten Bauteile sind das Rückgrat der Fahrgastzelle – sie bilden die Übergangsbereiche zwischen vorderen Längsträgern und Stirnwand, den kompletten Mitteltunnel, das verstärkende Profil zwischen den B-Säulen sowie die hinteren Längsträger. Höchstfeste kaltumgeformte Stahlkomponenten zusammen mit Aluminiumstrangpressprofilen für die Außenschweller und Aluminiumblechen für die hinteren Radhäuser komplettieren den Unterbau. Beim Aufbau der Fahrgastzelle, die nur 68 Kilogramm wiegt und damit einen neuen Maßstab setzt, handelt es sich um ein Fachwerk aus Aluminium; vier Gussteile bilden hierbei die Knotenpunkte.”

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Die Außenhaut besteht übrigens aus Aluminium und daher wiegt die komplette Karosserie, mit den Anbauteilen, nur 276 kg. So eine reine Alu-Karosse ist schon ziemlich sexy, könnte ich mir auch in unlackiert vorstellen.

Hier noch etwas Angeberwissen:

“Die Karosserie wird im ungarischen Audi-Werk Gy?r gebaut. Es sind zahlreiche verschiedene Verbindungstechniken im Einsatz. Der Karosserie des TT wird von 3.020 Schweißpunkten, 1.113 Nieten, 44 Vollstanznieten, 128 selbstfurchenden Schrauben, 199 Clinch-Punkten, 1,9 Meter MIG/MAG-Schweißverbindungen (Metall-Inert-/Metall-Aktiv-Gas) und 4,9 Meter lasergeschweißten Nähten – etwa an den Außenschwellern und an den A-Säulen – zusammengehalten.”

Ich habe nach dem neuen Audi TT Roadster gefragt, er sei ca. 75 kg schwerer, besondere Verstrebungen sorgen für die Steifigkeit die man im Roadster benötigt. Die obligatorischen Überrollbügel werden ähnlich gestaltet sein wie beim ursprünglichen Audi TT und auch an einem Audi TT RS wird gearbeitet… doch darüber demnächst mehr!

Audi-TT-Workshop-Karosserie-neuer-Audi-TT-2014-3Quelle: Pressemitteilung Audi / Fotos: Jens Stratmann

3 Gedanken zu „2014 Audi TT Workshop in Ingolstadt – Heute: Die Karosserie!

  1. jaja, das marketing hier wie dort mit seinen Leichtbau und kg-Einsparungen gleich vornweg diese Zahlen immer (bereits für den nächsten Q7, wann auch immer er wirklich kommt…)

    Konkret beim TT, wo es einst bei 1205 kg anfing.
    Dann (2. Generation) waren es mind. 1315 kg und jetzt werden “tolle” 1230 kg genannt – doch wer fährt exakt sowas ?

    Wo Allrad angeblich nicht (mehr) so viel wiegt und überhaupt die Austattung allzu gern angereichert wird und seien es nur vermeintliche “Leichtmetall”-Felgen.

    Allzu schnell sind sie dann doch 1400 und mehr kg ;-)

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