Der unfaire Vergleichstest: VW Golf III GTI (1996) vs. Mercedes-Benz GLC (2015)

Herzlich Willkommen im Sommer-Ferien-Programm von rad-ab.com – ich weile nun in meiner ganz persönlichen Sommerpause, für euch gibt es zwischendurch aber natürlich unterhaltsames. Ich habe mir dafür den unfairen Vergleichstest ausgedacht, bei dem ich aktuelle Fahrzeuge mit meinem, inzwischen etwas in die Jahre gekommenen, VW Golf GTI vergleichen werden. Wichtig ist nur, dass es mindestens eine Gemeinsamkeit gibt. In den meisten Fällen wird das wohl der Hubraum sein.

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Der Hubraum von meinem VW Golf III GTI beträgt 2,0 Liter. Daraus resultieren 115 Pferdestärken (ja, ich habe nur den 8-Ventiler und nicht den 16 V) und ein wahnsinniges Drehmoment von 166 Nm. Der Antrieb erfolgt über die Vorderachse und hätte ich nicht 18″ Felgen verbaut, läge die Höchstgeschwindigkeit bei 196 km/h.

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Das war in den 90er Jahren richtig schnell! Von 0 auf 100 km/h ging es damals schneller als ins Internet, 10,4 Sekunden dauerte der Versuch.

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Der NEFZ-Verbrauch wird mit 8,1 Liter auf 100 km angegeben, ich schaffe es selten unter 10, aber etwas Spaß muss sein. Der VW Golf 3 GTI ist 4,02 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,69 m breit und 1,42 m hoch. Er bietet im Innenraum Platz für 5 Personen, wobei ich persönlich nicht mehr als 4 mitnehmen wollen würde.

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Das Kofferraumvolumen liegt bei 320 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um sind es sogar 1152 Liter, die Zuladung beträgt allerdings magere 360 kg. Nun kommen wir zu meinem persönlichen Trumpf, der VW Golf III GTI hat ein Leergewicht von gerade einmal 1110 kg. Ich hätte auch noch einen weiteren Trumpf, umgerechnet hätte der VW Golf III GTI damals nur 19.665 Euro gekostet.

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Kommen wir zum Kontrahenten. Da wäre heute der Mercedes-Benz GLC. Also der Nachfolger vom Mercedes-Benz GLK und wie man auf den ersten Blick sehen kann, ist der schon rein optisch Meilenweit entfernt von meinem GTI. Wie kann ich diese höher gelegte Hämorrhoiden-Schleuder vergleichen? Ich sagte es bereits, der Hubraum ist gleich und vier Räder hat der GLC ja schließlich auch.

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Aber ansonsten, das muss ich gestehen, da stinkt mein “Rolf” gegen den SUV in fast allen Belangen ab. Der Mercedes-Benz GLC ist luxuiröser, komfortabler, ja sogar sportlicher. Ihr seht es oben auf den Quartett-Karten. Der erste Eindruck vom GLC täuscht mich vermutlich nicht, es ist die bessere C-Klasse für diejenigen die gerne etwas höher sitzen wollen.

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Perfekt ausgestattet mit fast allen erdenklichen Assistenzsystemen, Head-Up-Display, Sitzkühlung und sonstigen Annehmlichkeiten. Schneller von 0 auf 100, schneller in der Endgeschwindigkeit und großzügiger was die Platzverhältnisse im Innenraum betrifft.

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Das Fahrwerk zeigte sich in Polen (besser gesagt in Warschau) sehr komfortabel, der bekannte 211 PS Benziner spritzig und dank 4MATIC – sprich Allradantrieb – gönnte sich der GLC auch bei der Traktion keine Antriebsschwächen. Wäre ich ein SUV Fan, dann wäre der GLC was für mich, bin ich aber nicht und so vergleiche ich demnächst wieder den VW Golf GTI gegen ein anderes aktuelles Fahrzeug.

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Euch möchte ich aber nachfolgende Beiträge ans Herz legen, denn da habe ich / haben andere auch noch sehr schön über den Mercedes-Benz GLC geschrieben:

Marc J. Christiansen (wofür steht eigentlich das J.?) von dem 5,6-Duo: “Den Motor kenne ich also zu genüge und finde ihn auch in diesem neuen Baumuster sehr ansprechend und völlig ausreichend – wirklich mehr Leistung braucht man im Alltag nicht wirklich. Hier jedoch erstmals kombiniert mit der neuen 9G-tronic (das erste 9-Gang-Automatikgetriebe der Welt im Premium-Segment, das mit längs eingebauten Motoren eingesetzt werden kann). Der Allradantrieb 4matic ist im GLC stets 45:55 verteilt, das bedeutet minimal hecklastig.”

Da gehe ich mit, der Motor passt zum GLC wie die Faust aufs Auge, wobei ich mir auch gut einen Diesel unter der Motorhaube vorstellen könnte. Der Benziner hing gut am Gas und die neue 9G-tronic machte ebenfalls einen fantastischen Job. Ich persönlich würde ja, wenn ich mir nun einen neuen Wagen konfigurieren würde, sowieso nicht mehr zur Handschaltung greifen. Erst mit einem automatischen Getriebe kann man die Vorzüge der Assistenzsysteme so richtig genießen… und nein, ich bin immer noch kein SUV Fan, jedoch kann ich inzwischen verstehen, warum sich gerade ältere Menschen für die SUVs begeistern können. Wobei ist der GLC eigentlich ein richtiger SUV oder nur eine höher gelegte Mercedes-Benz C-Klasse als T-Modell? Technisch betrachtet sieht man viel von der C-Klasse und das ist meiner Meinung nach erstklassig.

Vorgestellt hatte ich euch den Mercedes-Benz GLC ja bereits in diesem kurzen Videoclip hier:

Kommen wir zurück zum Vergleichstest, hier zieht der GLC den Golf natürlich in fast allen Punkten ab, meine zwei Trümpfe (Leergewicht und Preis) ziehen hier leider nicht den Hering vom Teller und das gilt natürlich auch für die sportlichen Vergleichszeiten. Der Punkt geht also an die Marke mit Stern. Mal sehen ob ich den nächsten Neuwagen schlagen kann… stay tuned!

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